DOK Leipzig bald inklusiv?

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: DOK Leipzig

Leipzig (kobinet) DOK Leipzig, das Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, findet in diesem Jahr zum 60. Mal statt. Vom 30.10. bis 5.11. werden in fünf Spielstätten rund 300 kurze und lange Filme aus der ganzen Welt gezeigt. Einige davon greifen brisante Themen der Weltpolitik auf, andere erzählen persönliche Schicksale. Seit einigen Jahren intensiviert das Festival seine Bemühungen, sich auch für Menschen mit Behinderung offener und zugänglicher zu gestalten. In diesem Jahr werden für zwölf Kurz- und Langfilme Audiodeskriptionen, für zwölf Filme erweiterte deutsche Untertitel und für sechs Filme einfache deutsche Untertitel über die Apps GRETA und STARKS angeboten.

"Mein Ziel ist es, Personen zu ermöglichen, über Filme zu streiten, egal ob sie sie mit dem Auge oder den Ohren gesehen haben, sie hören oder nicht hören konnten", so Gerald Schuster, Programmassistent und Zuständiger in Sachen Inklusion bei DOK Leipzig, in einer Pressemitteilung: „Die Filmauswahl für das blinde Publikum war eine Herausforderung, da wir sie in Hinsicht auf Themen und Macharten möglichst vielseitig gestalten wollten. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, neben Filmen mit gängiger Erzählweise auch einige experimentellere Filme mit Audiodeskriptionen anzubieten. Wir sind sehr gespannt, wie blinde Personen diese Filme erleben werden."

In diesem Jahr wurde außerdem ein Inklusionsbeirat gegründet. Er stand dem Festival unter anderem bei der Überprüfung der Spielstätten auf ihre Zugänglichkeit beratend zur Seite.

Lesermeinungen zu “DOK Leipzig bald inklusiv?” (1)

Von kirsti

Frage mal prinzipiell:

Auf was bewegt sich „kobinet“, damit auch die gesamte Behindertenbewegung zu? – Ist das BTHG nun doch salonfähig geworden, hat die Groko der letzten Legislaturperiode nun doch gute Arbeit geleistet? Ist Andraea Nahles nun doch unsere große Heldin, die wir nachträglich feiern?- Bei den zumeist harmlosen Artikeln wie „DOK Leipzig bald inklusiv?“ und „Barrierefreiheit entlang der Römer-Lippe-Route“ oder auch "Schminken ohne Spiegel“ entsteht der Eindruck: Wir haben überhaupt keine Probleme und sind wunschlos mit dem Erreichten glücklich.

Einzig eine paar Leserbriefe zerstören das idyllische Bild der nun bald erreichten Inklusion. Ist es das, was die Mehrheit der Behinderten sich wirklich gewünscht hat?

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