Bücher von Kazuo Ishiguro zugänglich

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: kobinet/omp

Marburg (kobinet) Die Werke des Literaturnobelpreisträgers Kazuo Ishiguro sind auch für blinde und sehbehinderte Literaturfans verfügbar. Darauf hat die Deutsche Blindenstudienanstalt in Marburg hingewiesen. Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den britischen Autor Kazuo Ishiguro. Der 1954 im japanischen Nagasaki geborene und im Alter von fünf Jahren nach Großbritannien übergesiedelte Schriftsteller war von der Auszeichnung überrascht und hielt die Meldung "zuerst für Fake News". Ishiguro stand nicht auf den üblichen Listen, die im Vorfeld der Bekanntgabe des Preises in Zeitungen und den Wettbüros kursierten.

Das schwedische Nobelkomitee lobte in seiner Begründung die "starke, emotionale Kraft" von Ishiguros Romanen. Die "vorsichtig zurückhaltende Ausdrucksform" in Ishiguros Schreiben, "unabhängig davon, welche Dinge sich ereignen", mache ihn zu einem würdigen Preisträger. Besonders die beiden Romane "Was vom Tage übrig blieb" und "Alles, was wir geben mussten" waren auch in Deutschland erfolgreich und bescherten Ishiguro einen Platz in den Bestsellerlisten. Sara Danius, Sprecherin des Nobelkomitees, beschrieb Ishiguro als eine "Mischung aus Jane Austen und Franz Kafka". Er habe die "Sittenkomödie und die psychologische Einsicht Austens" mit der "Erkundung existenzieller Absurdität des Alltags" durch Kafka, zusammengeführt, heißt es in der Presseinformation der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista).

Damit auch blinde und sehbehinderte Literaturliebhaber die Werke von Kazuo Ishiguro kennenlernen können, bietet die Deutsche Blinden-Bibliothek (DBB) viele seiner Romane und Erzählungen als ungekürzte DAISY-Hörbücher und als Punktschriftbücher zur kostenlosen Ausleihe an. Kontakt: Deutsche Blindenstudienanstalt e.V., Postfach 1160, 35001 Marburg. Telefon: 06421/606-0, E-Mail: info@blista.de oder über den barrierefreien Online-Katalog unter www.katalog.blista.de

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