Kritik an Kanzlerin

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Adolf Bauer
Adolf Bauer
Bild: SoVD

Hannover (kobinet) Wegen ihrer aktuellen Äußerung zur Inklusion in der Schule hat Adolf Bauer die Bundeskanzlerin kritisiert. In einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland spricht Kanzlerin Angela Merkel davon, dass Inklusion nicht über alles gesetzt werden und nicht dazu führen dürfe, dass die Förderschulen, in denen gute Arbeit gemacht werde, massiv abgebaut werden. „Dass Inklusion nicht so wichtig sei, ist scheinbar die offizielle Linie der CDU. Nachdem die Partei hier in Niedersachsen bereits eine sogenannte Atempause gefordert hat, legt die Kanzlerin nun nach und ist sogar der Meinung, dass das Menschenrecht auf Inklusion sich anderen Dingen unterordnen müsse", erklärte heute der Landesvorsitzende des Sozialverbands Deutschland in Niedersachsen.

"Dem widersprechen wir ganz deutlich. Ein Menschrecht kann nicht aufgeschoben werden", betonte Bauer. "Stattdessen muss endlich dafür gesorgt werden, dass Schulen finanziell und personell vernünftig ausgestattet werden, dann kann auch das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung gelingen. In vielen Gesprächen – auch mit dem SoVD – hat die Kanzlerin die Inklusion zur Chefsache erklärt. Dass sie im Wahlkampf an dieser Stelle jetzt zurück rudert, ist wirklich bedauerlich und schadet der Sache."

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