Barrierefreiheit für Schwerhörige

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Symbol für ein Ohr
Symbol für ein Ohr
Bild: domain public

Berlin (kobinet) Initiiert durch die International Federation of Hard of Hearing People veranstaltete der Deutsche Schwerhörigenbund vom 6. bis 7. Oktober in Berlin den 4. Internationalen Kongress zu Höranlagen und Barrierefreiheit unter dem Motto "Future Loops". Der Kongress beschäftigte sich mit Hörtechnologien für schwerhörige Menschen fokussiert auf Barrierefreiheit im öffentlichen Raum.

Laut Weltgesundheitsorganisation sind weltweit mehr als 360 Millionen Menschen hörbehindert. Viele schwerhörige Menschen tragen Hörgeräte oder Cochlea Implantate. Fast alle haben Schwierigkeiten im öffentlichen Raum zu verstehen. In vielen Hörgeräten und Cochlea Implantaten ist die bewährte T-Spule (Induktionsspule) integriert, die mit Hörschleifen in öffentlichen Räumen zusammenwirkt. Deshalb werden zur Herstellung von Barrierefreiheit für schwerhörige Menschen in öffentlichen Räumen Hörschleifenanlagen / Induktive Höranlagen empfohlen. Die T-Spule sollte in jedem Hörgerät eingebaut und aktiviert sein und parallel zu etwaigen anderen neuen Technologien zur Verfügung stehen, heißt es in einem Statement zum Kongress.

Das Kongressmotto "Future Loops" steht darüber hinaus für die Entwicklung von Systemen, die die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum weiter verbessern. Wichtige Merkmale solcher zukünftiger Systeme sind: Mehrere Audio Stereo Kanäle, hohe Tonqualität, Störungsfreiheit, möglichst geringe Ton-Verzögerung und weitere Kanäle für Untertitel und Text. Hersteller von Hörgeräten, Cochlea Implantaten, Smartphones, Telefonen und anderen drahtlosen Zusatzgeräten sollten gemeinsam mit Normierungsgremien für Kommunikation und Organisatio-nen schwerhöriger Menschen Standards erarbeiten für zukünftige Systeme, die den Zugang schwerhöriger Menschen im öffentlichen Raum sicherstellen.

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