25 Jahre Arbeit für Frauen mit Behinderung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

25 Jahre BiBeZ
25 Jahre BiBeZ
Bild: BiBeZ

Heidelberg (kobinet) Im Rahmen der Woche gegen Armut und Ausgrenzung lädt das Ganzheitliche Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter/chronisch erkrankter Frauen und Mädchen (BiBeZ) am 19. Oktober ab 18:30 Uhr zur Feier zum 25jährigen Jubiläum in das Interkulturelle Zentrum Heidelberg, Alte Eppelheimer Str. 50, ein. Mit dabei sind Anim Töpel, Hub Dutch Duo und das Drama Light Ensemble. Der Eintritt ist kostenfrei.

"Gute Soziale Arbeit ist dann gut, wenn sie sich selbst überflüssig macht. So lautet ein berühmter Grundsatz in der Sozialen Arbeit. Eine Gesellschaft, die niemanden ausschließt, benötigt auch die Soziale Arbeit nicht mehr. Das Team des BiBeZ hat es in 25 Jahren Arbeit nicht geschafft, sich selbst überflüssig zu machen. Wir haben es nicht geschafft, weil die Anzahl unserer Klientinnen stetig wächst, obwohl wir heute von Inklusion anstelle von Integration sprechen. Wir haben es nicht geschafft, weil die Masse der Rechte, Gesetze und Sonderregelungen steigt, die oft weder bekannt sind noch eingehalten und umgesetzt werden. Wir haben es nicht geschafft, weil es immer noch keine Gleichstellung zwischen den Geschlechtern gibt, weil Frauen nach wie vor weniger verdienen als Männer, weil Frauen weder die gleichen Karrierechancen haben noch die klassischen sogenannten Frauenberufe eine finanzielle Aufwertung erfahren. Wir haben es nicht geschafft, weil als Frau mit Behinderung nur schwer zu unterscheiden ist, ob man aufgrund des Geschlechts oder aufgrund der Behinderung diskriminiert wird und ob diese Frage überhaupt relevant ist. Wir haben es nicht geschafft, weil das soziale Gefälle zunimmt, während die Bedingungen für eine gegenseitige Aufmerksamkeit schwinden. Wir haben es nicht geschafft, weil es trotz pränataler Diagnostik nach wie vor Menschen mit Behinderung gibt, die sich der Norm hartnäckig entziehen", heißt es in der Einladung zum 25jährigen BiBeZ-Jubiläum.

Am 19. Oktober ab 18:30 Uhr blickt der Verein in seiner Jubiläumsfeier im Interkulturellen Zentrum Heidelberg auf 25 Jahre Arbeit von und für Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung zurück, die sich nicht einfach abschaffen lasse. Denn es gehe nicht darum, sich selbst überflüssig zu machen. Der Gedanke der Inklusion wird nicht nur durch bloßes darüber Sprechen zur Wirklichkeit. "Aufgabe der Sozialen Arbeit und damit unsere ist es, sich stetig dafür einzusetzen, dass Menschen sich selbst vernetzen und ermächtigen können, dass Rechte umgesetzt und auf ein ungesundes soziales Gefälle verwiesen wird - und das auch in den kommenden 25 Jahren.
Unsere Arbeit war, ist und bleibt eine wichtige Aufgabe, um Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung die Teilhabe an der Gesellschaft zu erleichtern. Denn Soziale Arbeit schafft sich nicht ab, solange wir Defizite nicht kompromisslos untereinander und miteinander ausgleichen", sind die Frauen von BiBeZ überzeugt.

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