Bei inklusivem Sport gewinnen alle

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Emoji 2 Sportler
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Bild: Aktion Mensch e. V.

Köln (kobinet) Im Deutschen Sport & Olympia Museum Köln wurde ein außergewöhnliches inklusives Ausstellungs- und Aktionsprogramm eröffnet. Eine inklusive Ausstellung und mehrere sportliche Aktionstage bieten in den kommenden Wochen bis 19. November 2017 Gelegenheit, Sport von Menschen mit geistiger Behinderung im Kontext inklusiver Begegnung zu erleben.

Das Projekt „Sport inklusiv: Gewinner sind wir alle!“ wurde gemeinsam von Special Olympics Deutschland (SOD), dem Deutschen Sport & Olympia Museum und dem Landesverband Special Olympics Nordrhein-Westfalen geplant und realisiert. "Der Sport von Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung ist ein spannendes und gesellschaftlich hoch relevantes Thema, das wir sehr gerne in unserem Haus präsentieren“, so Dr. Andreas Höfer, Direktor Deutsches Sport & Olympia Museum. „Wir freuen uns auf ein besonderes Ausstellungs- und Aktionsprojekt, das von der Planung bis zur Durchführung inklusiv angelegt ist und schon von daher große Aufmerksamkeit und Wirkung verdient."

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten qualifizierter Fotografen mit und ohne Behinderung. Andreas Bister, Jörg Brüggemann, Florian Conrads/Max Schroeder, Laura Hardy und Luca Siermann zeigen emotionale und begeisternde Momente im Leben von Special Olympics Athletinnen und Athleten. „Diese Sportlerinnen und Sportler sind aufgrund ihres So-Seins nach wie vor erheblichen Vorurteilen ausgesetzt“, sagte Dr. Bernhard Conrads, Erster Vizepräsident von Special Olympics Deutschland (SOD) in seiner Begrüßungsrede. „Auf jeden Fall zeigen unsere Athleten, dass sie Spaß haben am Leben – dass Sie nach vorne streben, dass sie Freude an Leistung haben, ohne maßlos verbissen zu sein, dass Sie Freude verbreiten und auch, dass sie gewinnen wollen. Dieses Menschen-Bild wollen wir zeigen. Hierzu haben wir gemeinsam drei Zugänge geschaffen: Emotion – Information – Aktion.“

Drei Aktionstage, an denen Special Olympics Athletinnen und Athleten ihre Sportarten zeigen und Museumsbesucherinnen und Museumsbesucher zum Mitmachen einladen, stehen für persönliches Kennenlernen, Begegnung, gemeinsames Tun. Ein sportpolitisches Symposium ergänzt das Programm des Projekts. Zum inklusiven Charakter gehört auch, dass die erläuternden Texte der Ausstellung in Leichter Sprache verfasst sind und an den Wochenenden Tandems als Museumsführer agieren: Jeweils ein Mitarbeiter des DOSM und ein Athlet/eine Athletin mit geistiger Behinderung bilden ein Tandem und führen durch die Ausstellung. Dr. Conrads: „Wir wünschen allen viel Freude am Programm und den Besuchern die eine oder andere Erkenntnis. Etwa: Über Befassung und Begegnung Vorurteile gegenüber Menschen überwinden, die vermeintlich anders sind. Dies ist auch heute noch eine Aufgabe, die weit über den Bereich Sports und die Lebenswelten behinderter Menschen hinausgeht.“

Weitere Einzelheiten können hier nachgelesen werden.

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