Sachsen organisiert Inklusionsnetzwerk

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Emoji Inklusion
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Bild: Aktion Mensch e.V.

Dresden (kobinet) Interessiert, aufgeschlossen und aktiv  - mit diesen drei Eigenschaften lassen sich jene rund 50 Netzwerkpartner und Teilnehmer beschreiben, die am 1. Netzwerktreffen im Inklusionsnetzwerk Sachsen im Oktober 2017 in Dresden dabei waren. Die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe Sachsen e. V. (LAG SH SACHSEN) hatte dazu ihre Netzwerkpartner beziehungsweise Interessenten und Vertreter unterschiedlicher Einrichtungen und Organisationen aus Sachsen eingeladen, die bereits inklusiv arbeiten oder dies beabsichtigen.

„Wir sind dabei ein Netzwerk aufzubauen, das langfristig unter anderem den Erfahrungs- und Wissensaustausch fördern soll und dazu wollen wir möglichst viele Akteure aus unterschiedlichen Bereichen wie Kultur, Sport, Arbeit, Wirtschaft zusammenbringen und vernetzen“, fasst Kathleen Bochannek, Projektkoordinatorin vom Inklusionsnetzwerk Sachsen zusammen. „Unserer Idee haben sich bereits 37 Netzwerkpartner angeschlossen.“

Nun hat die LAG SH SACHSEN dazu einen weiteren Schritt unternommen: „Bei unserem ersten Treffen ging es um das erste persönliche Kennenlernen und um das erste Kontaktknüpfen untereinander. Wichtig war uns auch zu hören, welche Wünsche, Bedarfe und Interessen unsere Netzwerkpartner haben und wie das gemeinsame Netzwerk gestaltet werden kann“, berichtet die Koordinatorin weiter. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in einer lockeren Runde aufgerufen, zu den vier Themenbereichen „Erwartungen und Wünsche an das Netzwerk“, „Themen für Schulungen und Workshops“, „Ideen für Arbeitskreissitzungen und Netzwerktreffen“ und „Ideen für das Online-Portal“ ihre Vorschläge zu unterbreiten.

„Über das aktive und ehrliche Mitwirken und Ideenfinden der Teilnehmer haben wir uns mehr als gefreut“, resümiert Kathleen Bochannek. „Die Rückmeldungen der Netzwerkpartner für die nächsten Zusammenkünfte selbst einen Raum zu stellen oder als Referent aufzutreten, ist für uns beeindruckend hoch“. Für die Gestaltung der nächsten Netzwerktreffen wünschen sich die Beteiligten zum Beispiel regionale Zusammenkommen, das Bilden von Arbeitskreisen, ein großes Fachthema für alle verbunden mit Workshops.

Als zukünftige Themen sind mehrfach genannt worden: barrierefreies Bauen sowie barrierefreie Gestaltung von Webseiten und Dokumenten und barrierefreies Design, Suchmaschinenoptimierung oder Informationen zur Leichten Sprache. „Netzwerkpartner, die beim ersten Treffen nicht dabei sein könnten, wurden mittels Tagesdokumentation über die Ergebnisse bisheriger Arbeit informiert. Dies war übrigens auch ein Wunsch der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – Transparenz und Auswertung der Treffen und des Netzwerkes allgemein“, ergänzt die Koordinatorin. „Gerne nehmen wir weitere Rückmeldungen der Teilnehmer zu den vier Bereichen entgegen“.

Als Referentin war Susann Mühlner vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz anwesend. Sie sprach über die Vernetzung im Internet, vor allem aus Sicht der Menschen mit Behinderung. In ihrem Vortrag ging sie dabei auf die „Machbarkeitsstudie“ ein, die das Ministerium 2016 bei T-Systems in Auftrag gegeben hat. Die nicht öffentliche Studie gibt unter anderem Aufschluss über die Internetnutzung von Menschen mit Behinderung beziehungsweise deren Wünsche und Bedarfe für das erleichterte Zurechtfinden im Internet. Zudem berichtete sie über die nächsten Optimierungsaufgaben auf der Ministeriums-Internetseite. Damit verbunden formulierte sie auch Wünsche an das neue Inklusionsnetzwerk Sachsen, zum Beispiel dazu,  Informationen über die barrierefreie Gestaltung von Internetseiten und der Suchmaschinenoptimierung bereit zu stellen.

In der anschließenden Diskussion zum Vortrag von Susann Mühlner brachte sich Stephan Pöhler, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen aktiv mit ein. Das nächste Netzwerktreffen im Inklusionsnetzwerk Sachsen ist für Februar 2018 vorgesehen. Alle, die schon jetzt weitere Auskünfte zu diesem Inklusionsnetzwerk wünschen, können auf dieser Internetseite mehr darüber erfahren.

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