Bis zum barrierefreien Reisen ist noch viel zu tun

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: kobinet/omp

Bad Homburg (kobinet) Wenn es um das Thema "Reisen" geht, dann ist das internationale Büro "Amadeus" ein europaweit gefragter Partner. Dieses Büro hat kürzlich eine Studie vorgestellt, welche die Erfahrungen und Einschätzungen von Menschen mit Behinderungen behandelt.

Dazu wurden 800 Interviews mit Reisenden und Fachleuten in der Europäischen Union, den USA und Indien ausgewertet. Rund 60 Befragungen fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt eine Region, die in der Studie als "DACH-Region bezeichnet wird (Deutschland, Austria, CH für "Schweiz"). Dabei stellte sich nach Autoren der Studie heraus, dass das Reisen vor allem durch mangelnde Information unterwegs erschwert wird.  Ärger, so die Autoren, wird vor allem durch unqualifizierten Kundenservice ausgelöst. Die schlechtesten Noten erhielten dabei die Autovermietungen. Unterkünfte sowie die Transferangebote und das Flugzeug schnitten bei den Einschätzungen der Befragten am besten ab.

Mit Blick auf das Reisen ohne Barrieren insgesamt zeigt sich ein erheblicher Nachholbedarf. Von zehn möglichen Wertungspunkten wurde hier insgesamt eine Note von 6,2 vergeben. Dabei erhielten die USA nur ein Gesamturteil von 5,9. Mit 6,6 Punkten liegt Europa etwas darüber und die DACH-Region schneidet mit 6,9 noch etwas besser ab.

Die schlechtesten Wertungen erhielten die Bahnhöfe mit insgesamt 4,9 von zehn Punkten. Auch hier gibt es regional Unterschiede welche sich darin zeigen, dass die Bahnhöfe in den USA mit 5,2 bewertet wurden, erhielt Europa insgesamt 5,4.

Demgegenüber sind wohl die Unterkünfte insgesamt besser barrierefrei aufgestellt. Sie wurden in Europa mit 6,4 und in der DACH-Region mit 6,6 bewertet.

Abgesehen von diesen einzelnen Bewertung zeigt diese Studie, dass weiter noch viel Arbeit für ein Reisen ohne Barrieren zu leisten ist. Als größtes Problem für barrierefreies Reisen wurde europaweit und bei 46,5 Prozent der Befragten, das Fehlen von Informationen zur Barrierefreiheit am Reiseziel genannt. Zu fast 40 Prozent kritisierten die Befragten die physischen Hindernisse am Zielort - wobei hier Deutschland, Österreich und die Schweiz besser abschneiden, denn hier wurden "Barrieren vor Ort" nur in einem Fünftel der Interviews als Hindernis für barrierefreies Reisen benannt.

Alle, die sich detaillierter für dieses Thema interessieren, können hier die Amadeus-Presseinformation in deutscher Sprache nachlesen. Die gesamte 20 seitige Studie unter dem Titel „Voyage Of Discovery: Working Towards Inclusive And Accessible Travel For All“ kann hier als PDF-Datei in englischer Sprache herunter geladen werden.

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