Horror auf Station

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: ambulante dienste

Berlin (kobinet) Nicht nur zu Halloween gruselt es behinderten Menschen vor Krankenhausaufenthalten. Am Donnerstag ab 18.00 Uhr protestieren sie auf dem Kreuzberger Heinrichplatz für eine Finanzierung von persönlicher Assistenz im Krankenhaus. "Mit ihrem Protest machen sie auf den Missstand aufmerksam, dass Unterstützung im Krankenhaus für Menschen mit einem hohen Hilfebedarf über-lebensnotwendig ist, aber niemand dafür bezahlen will", heißt es heute in einer Pressemitteilung von ambulante dienste. Anlass ist ein Gespräch der Berliner Assistenzdienste und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands mit dem zuständigen Staatssekretär an diesem Tag.

Ohne persönliche Assistenz ist ein Krankenhausaufenthalt für Menschen mit einem hohen Unterstützungsbedarf der reinste Horror: Angesichts der Personalsituation und fehlender Zeit ist die Gefahr groß, dass sie sich wundliegen, weil sie nicht angemessen gelagert werden, dass sie nichts zu essen bekommen, weil sie nicht allein essen können und Hilfe beim Essen zu lange dauert oder dass sie anderweitig nicht adäquat behandelt werden. Im schlimmsten Fall ersticken sie an ihrem Sekret oder ihrem Erbrochenen, weil niemand da ist, der schnell eingreifen kann.

Im Anschluss an die Kundgebung findet im SO36 eine Solidaritätsparty mit den Bands Yansn, DKN, 44 Leningrad und Partytour statt. Der Erlös kommt dem Assistenzdienst ambulante dienste e. V. zu Gute.

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