Sportabzeichen für Sportler mit Behinderung

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Übergabe der Sprortabzeichen
Übergabe der Sprortabzeichen
Bild: Rummelsberger Diakonie e.V.

Hofheim (kobinet) Für Manuela Blischke und Benjamin Engel war es der sportliche Höhepunkt in diesem Jahr. Die beiden Bewohner einer Wohngruppe der Rummelsberger Diakonie in Hofheim haben beim Inklusionssportfest, das Ende Mai in Hofheim stattfand, das Deutsche Sportabzeichen abgelegt und dafür nun feierlich das Abzeichen in Gold überreicht bekommen. Mit ihnen wurden insgesamt 110 Sportler mit und ohne Behinderung in der August-Först-Halle in Hofheim ausgezeichnet.

„Es war ein wunderschöner Abend“, stellte Günter Dietz vom TV Hofheim fest, der die Sportabzeichenübergabe moderierte. „Es waren fast alle Teilnehmer da, das ist etwas Besonderes“, sagte Dietz. Rund 100 Sportler und Gäste waren gekommen, um die Abzeichen und Urkunden entgegenzunehmen und die Geehrten zu feiern. Die Deutschen Sportabzeichen überreichten Gerald Makowski, Vorsitzender des Bayerischen Landes-Sportverbands Kreis Haßberge und Uwe Derra, Referent Sportabzeichen. Makowski stellte die Wichtigkeit dieser Inklusionsveranstaltung für den Breitensport dar und dankte allen, die zum Gelingen des Sportfestes beigetragen hatten. Günter Dietz überreichte Tina Reinwand von der Rummelsberger Diakonie und Bettina Surkamp von der Lebenshilfe einen Blumenstrauß. Die beiden Einrichtungen sind neben dem TV Hofheim und dem BLSV Kreis Haßberge Mitorganisatoren des Inklusionssportfestes.

Bei der Feier wurden auch Urkunden an die Teilnehmer des „Spiel ohne Grenzen“ verliehen. Sechs Mannschaften hatten mitgemacht und sich verschiedenen Aufgaben gestellt, zum Beispiel einem Kegelspiel, einem Drei-Bein-Lauf oder einem Hindernisparcours, bei dem die Teilnehmer einen gefüllten Wasserbecher über Kisten und andere Hindernisse balancieren mussten. Menschen mit und ohne Behinderung traten gemeinsam in Teams an.

Gefördert wurde das Inklusionssportfest durch den Bezirk Unterfranken, die Sparkasse Ostunterfranken, die ESN Deutsche Tischtennis Technologie GmbH und die ELSO Elbe GmbH & Co. KG. Dadurch konnte zum Beispiel ein Kinderprogramm angeboten werden. Im kommenden Jahr soll das Rahmenprogramm noch größer werden. Erstmals werden sich die Firmlinge der Pfarrgemeinschaft Bad Königshofen beteiligen, zum Beispiel als Helfer oder mit einem kleinen Projekt.

Das nächste Inklusionssportfest findet am 16. Juni 2018 statt. Wer sich darauf vorbereiten will, ist zu einem inklusiven Training eingeladen. Ab Ende Februar wird Günter Dietz vom TV Hofheim ein wöchentliches Training anbieten. Die genauen Zeiten werden noch bekanntgegeben. Bereits in diesem Jahr hatte Dietz die Teilnehmer der Rummelsberger Diakonie auf das Sportfest vorbereitet. „Es hat allen viel Spaß gemacht, das hat man gespürt“, sagte der Trainer. Daran will er anknüpfen. Er und die anderen Organisatoren freuen sich schon auf die Fortsetzung des Inklusionssportfestes. Sie wünschen sich aber, dass es noch besser besucht wird, seien es Teilnehmer oder Zuschauer.

Ein Sportler ist jedenfalls schon gesetzt: Benjamin Engel. Auf die Frage, ob er beim nächsten Mal wieder mit dabei ist, antwortet der 29-Jährige: „Auf jeden Fall.“ Bis zum 4. Inklusionssportfest am 16. Juni 2018 hält der junge Mann sich mit Besuchen im Fitnessstudio, beim Fußball und Basketball fit. Einmal wöchentlich spielt er in der Basketball-Mannschaft des TV Hofheim.

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