Forderung nach Garantierente

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: PublicDomaine

Bonn (kobinet) Die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller, fordert angesichts der jüngsten Rentendebatten einen unverstellten Blick auf die Realität am Arbeitsmarkt und die in der Folge prekärer Arbeitsverhältnisse wachsende Altersarmut. Die Rentenpolitik müsse mit wirksamen Instrumenten wie einer wirtschaftlichen Teilhabegarantie durch eine Garantierente der Erosion der klassischen Erwerbsbiografie entgegensteuern.

"Die Diskussionen um die Rückabwicklung von Mütterente und Rente mit 63 zeigen, dass die zuständigen Fachpolitiker in den Sondierungsgesprächen das grundsätzliche Problem der Altersarmut nach wie vor umsteuern und Nebelkerzen werfen. Wenn eine Jamaika-Koalition einen sozialpolitischen Fußabdruck mit längerer Halbwertzeit hinterlassen will, wäre eine Garantierente eine ideale Wahl. Es ist unakzeptabel, eine wachsende Zahl von Geringverdienern und Menschen mit unterbrochenen Erwerbsbiografien zielsicher mit Minirenten abzuspeisen und zuzulassen, dass der bereits heute erkennbare soziale Graben weite Teile der kommenden Rentnergeneration ökonomisch und sozial ausgrenzt", warnt Müller.

Die klare Tendenz zu häufigen Jobwechseln und Phasen von Arbeitslosigkeit sowie temporärer Selbständigkeit benötige ein sozialpolitisches Korrektiv, das wirtschaftliche Risiken im Alter abfedere. Eine sichere Grundrente von monatlich 1.000 Euro, in der Folge an die allgemeine Lohnentwicklung gekoppelt, wäre eine wegweisende Rahmensetzung für die Zukunft und würde die deutsche Rentenpolitik in das angebrochene Zeitalter einer zunehmend friktionellen Arbeitswelt hieven, so Müller weiter.

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