Hamburg baut auf Erfolgen mit Budget für Arbeit auf

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Hinweis auf Hamburg
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Bild: Kobinet

Hamburg (kobinet) In den letzten Jahren konnten in Hamburg über 250 Personen erfolgreich in ein reguläres Arbeitsverhältnis auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt mit Hilfe des Hamburger Budgets für Arbeit vermitteln werden. Dieser Weg solle konsequent fortgesetzt werden, wie aus der Antwort des Pressesprechers der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration auf eine entsprechende Anfrage der kobinet-nachrichten hervorgeht.

"In Hamburg haben wir lange vor In-Kraft-Setzung des Bundesteilhabegesetzes Alternativen zu einer Beschäftigung in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) geschaffen. Zum einen entwickeln sich die in Hamburg bestehenden WfbM (Elbe-Werkstätten GmbH und alsterarbeit gGmbH) mit ihren zahlreichen Angeboten und Betriebsstätten örtlich dezentral und im Angebot nachfrageorientiert. Darüber hinaus haben sich die WfbM zu einem stetigen Ausbau der ausgelagerten Gruppen- und Einzelarbeitsplätze bei Arbeitgebern des Allgemneinen Arbeitsmarktes vertraglich verpflichtet. Neben weiteren Bundesländern war es insbesondere die Freie und Hansestadt Hamburg, die sich für eine gesetzliche Regelung des Budgets für Arbeit im Rahmen des BTHG stark gemacht hat", betonte der Pressesprecher der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Marcel Schweitzer. "Seit 2012 gibt es mit dem Hamburger Budget für Arbeit für alle Beschäftigten in einer WfbM mit einem Lohnkostenzuschuss, Assistenzleistungen und den regulären Leistungen des Integrationsamtes die Möglichkeit, auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt zu werden. Bis heute konnten wir über 250 Personen erfolgreich in ein reguläres Arbeitsverhältnis auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt vermitteln." 

Im Zusammenhang mit § 60 BTHG "Andere Leistungsanbieter" habe der Gesetzgeber die Leistungsträger entpflichtet, eine entsprechende Leistung vorzuhalten. Vor diesem Hintergrund obliege es den einzelnen Leistungsanbietern ein entsprechendes Angebot zu unterbreiten. "Die individuelle Förderstrategie wird dann mit dem Leistungsanbieter erarbeitet und ein Preis mit dem 'Anderen Leistungsanbieter' verhandelt werden. Grundsätzlich gelten dabei für die "Anderen Leistungsanbieter" dieselben Vorschriften wie für die Werkstätten für behinderte Menschen. "Die Ausnahmen sind in dieser Norm, § 60 BTHG, abschließend geregelt. Das bedeutet, dass u.a. die im BTHG und in der Werkstätten Verordnung geregelten Anforderungen an eine WfbM grundsätzlich auch für die 'Anderen Leistungsanbieter' gelten. Bisher liegen in Hamburg noch keine Anträge 'Anderer Leistungsanbieter', eine Vereinbarung für den Arbeitsbereich abzuschließen, vor", erklärte Marcel Schweitzer.

Ab 1. Januar 2018 können behinderte Menschen, die einen Anspruch auf eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen haben, eine Förderung im Rahmen eines Budgets für Arbeit oder von alternativen Leistungsanbietern auf dem ersten Arbeitsmarkt in Anspruch nehmen, wenn sie dort eine Beschäftigungsmöglichkeit finden. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat bei den Landessozialministerien knapp zwei Monate vor Inkrafttreten dieser Bestimmungen nachgehakt, wie die konkreten Regelungen hierfür in den einzelnen Bundesländern zukünftig sind.

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Lesermeinungen zu “Hamburg baut auf Erfolgen mit Budget für Arbeit auf” (1)

Von ZORRO

"Seit 2012 gibt es mit dem Hamburger Budget für Arbeit für alle Beschäftigten in einer WfbM mit einem Lohnkostenzuschuss, Assistenzleistungen und den regulären Leistungen des In­te­gra­ti­ons­amtes die Möglichkeit, auf dem All­ge­mei­nen Ar­beits­markt beschäftigt zu werden. Bis heute konnten wir über 250 Personen erfolgreich in ein reguläres Ar­beits­verhältnis auf dem All­ge­mei­nen Ar­beits­markt vermitteln."

Das ist wirklich mal beispielgebend! Diese Hanseaten haben seit 2013 eine Über­gangs­quo­te aus WfbM in den All­ge­mei­nen Ar­beits­markt, die ihresgleichen sucht. Diese Quote ist seither um ein Viel­fa­ches (!) höher als in anderen Bun­desländern !!!
www.hamburg.de/basfi/budget-fuer-arbeit/

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