Kunst in leichter Sprache

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Logo der Ausstellung
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Bild: Rummelsberger Diakonie e.V.

Bayreuth / Rummelsberg (kobinet) Zur Inklusion im Museum unterstützt das Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie bei Kunstausstellung „Lieblingsstücke“ im Iwalewahaus in Bayreuth mit Texten in leicht verständlicher Sprache.

„Inklusion verstehen wir als grundlegende Haltung in unserer Arbeit im Museum und in der Hochschule“, sagen Katharina Fink und Ulf Vierke. Die beiden sind die Kuratoren der Ausstellung „Lieblingsstücke“, die am Freitag, 10. November 2017, im Iwalewahaus in Bayreuth eröffnet wird. Zu sehen sind Werke moderner und zeitgenössischer Kunst und populärer Kultur von Künstlerinnen und Künstlern aus Afrika, Asien, dem pazifischen Raum und der Diaspora. Das Besondere: Einige Texte wurden von capito Nordbayern, dem Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie, in leichte Sprache übertragen.

„Wir sind davon überzeugt, dass ein inklusiver Anspruch an die eigene Arbeit diese besser macht, tiefer und verständlicher. Inklusiv zu denken, heißt aufmerksam zu sein, heißt gezwungen sein auf Form, Sprache und nicht zuletzt auch auf Bedingungen zu achten.“ Diese Haltung war für die Kolleginnen und Kollegen der BayFinK – Katharina Fink, Sarah Böllinger, Ulf Vierke, Bastian Beekes – Anlass für die Zusammenarbeit mit capito Nordbayern, dem Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie.

Seit der Wiedereröffnung des Iwalewahauses im Mai 2015 wurde jeden Monat ein Objekt aus der Sammlung ausgestellt. Unter dem Motto „Lieblingsstücke“ sind die Grafiken, Gemälde, Skulpturen, Textilien und Fotografien nun bis zum 4. März 2018 zu sehen. Von den insgesamt 36 Ausstellungsstücken übertrug capito Nordbayern zunächst acht Objekt-Beschreibungen für einen Audio-Guide in leicht verständliche Sprache. Die Herausforderung bestand sowohl für die Kuratorinnen und Kuratoren als auch für die Textübertragung darin, die jeweiligen Kompetenzen zuzulassen und sich eng auszutauschen. Das letzte Wort haben beim Kompetenz-Zentrum für Barrierefreiheit der Rummelsberger Diakonie die Experten: Frauen und Männer mit Lernschwierigkeiten. Alle Texte werden von einer Experten-Prüfgruppe gegengelesen und geprüft. Erst wenn die Expertinnen und Experten die Texte verstehen und diese entsprechend passend formulieren, werden die Texte frei gegeben.

Ergänzt wird der Ausstellungs-Audio-Guide mit Objektkarten, die in gedruckter Form das Ausstellungsstück beschreiben. Auch im Buch, das die Ausstellung begleitet, finden sich Texte in leicht verständlicher Sprache. Eine weitere Zusammenarbeit zwischen den Partnern ist bereits fest geplant - jedes neu ausgewählte „Objekt des Monats" wird im Iwalewahaus in Zukunft in leicht verständlicher Sprache präsentiert.

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