Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Uwe Frevert, Hans-Günter Heiden und Volker Langguth-Wasem
Uwe Frevert, Hans-Günter Heiden und Volker Langguth-Wasem
Bild: Alexander Ahrens, ISL

Berlin (kobinet) Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung appellierte gestern Hannelore Loskill, Sprecherratsvorsitzende des Deutschen Behindertenrates, bei der Veranstaltung des Deutschen Behindertenrates in Berlin an die gesellschaftliche, politische sowie rechtliche Verpflichtung, die Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung zu ermöglichen und Wege zur Nichtdiskriminierung als Maßstab für gleichwertige Lebensbedingungen umzusetzen.

"Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und mit zahlreichen Gesetzgebungsvorhaben der letzten Jahre wurde das Ziel verfolgt, die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland zu stärken. Selbstbestimmung und Teilhabe sollten über einen viel beschriebenen Paradigmenwechsel erreicht werden", erläuterte Hannelore Loskill. Zwar verbiete das Grundgesetz in Artikel 3 jede Form der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. Gleichwohl seien Diskriminierungen für Menschen mit Behinderung gegenwärtig in vielen Lebensbereichen wie Arbeit, Freizeit, Bildung, Medien oder im Bereich der demokratischen Selbstbestimmung Realität. Dies machte auch eine Diskussionsrunde deutlich, bei der es um Diskriminierungserfahrungen ging. In der von Hans-Günter Heiden moderierten Veranstaltung schilderte beispielsweise Uwe Frevert die Diskriminierungen, die er bei der Beförderung im Personennahverkehr erleben musste. Volker Langguth-Wasem führte aus, welche Probleme es bei einem Schwimmbadbesuch geben kann.

Entsprechend der immer noch massiven Diskriminierungen besteht nach Ansicht des Deutschen Behindertenrates auch in der neuen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages dringender Handlungsbedarf, "Wege, Maßnahmen und Strategien zur Nichtdiskriminierung als Maßstab in den Alltag und die Lebensbereiche von Menschen mit Behinderung nachhaltig umzusetzen", erklärte Hannelore Loskill. Die aktuellen Forderungen des Deutschen Behindertenrates unterstreichen dies.

Am Ende der Welttagsveranstaltung des Deutschen Behindertenrates übernahm turnusgemäß nun der Sozialverband Deutschland von der BAG SELBSTHILFE den Vorsitz des Deutschen Behindertenrates (DBR) für das kommende Jahr.

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