Sozialverband führt Behindertenrat

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Adolf Bauer
Adolf Bauer
Bild: SoVD

Berlin (kobinet) Der Sozialverband SoVD führt jetzt den Deutschen Behindertenrat. „Im Jahr 2018 liegen enorme Herausforderungen vor uns. Dies gilt insbesondere aufgrund der unklaren politischen Gesamtlage. Jedoch werden wir im neuen Jahr nicht einfach abwarten, bis die Regierungsbildung abgeschlossen ist. Wir werden die Themen, die Menschen mit Behinderungen bewegen, auf die Agenda setzen", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember.

„Die Arbeitslosigkeit der Menschen mit Behinderungen bleibt besorgniserregend. Auch die allgemein positive Entwicklung am Arbeitsmarkt hat bisher nicht zu einer Trendwende verholfen", warnt Bauer. Damit sich das ändert, müsse die Ausgleichsabgabe für Unternehmen, die trotz Gesetzespflicht keine behinderten Menschen einstellen, erhöht werden. Zugleich brauche es Initiativen für Langzeitarbeitslose. „Die müssen gezielt auch behinderte Menschen einschließen", fordert Bauer. „Es darf nicht sein, dass behinderte Menschen vom Arbeitsmarkt ausgegrenzt werden und für die Betroffenen das Risiko der Altersarmut steigt", betont Bauer. Schon jetzt wächst die Armut behinderter Menschen in Deutschland. Das hält Bauer für „einen sozialpolitischen Skandal".

Im Deutschen Behindertenrat haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen zu einem Aktionsbündnis vereinigt. Es repräsentiert mehr als 2,5 Millionen Betroffene in Deutschland. Der Sozialverband Deutschland übernimmt zum Internationen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember den Vorsitz im Sprecherrat für das Jahr 2018. Als Vorsitzender des Sprecherrats fungiert SoVD-Präsident Adolf Bauer.

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