Barrierefreie Mobilität in unseren Städten

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Emoji Rollinutzer mit Herbstlaub im Fahrtwind
Emoji Rollinutzer mit Herbstlaub im Fahrtwind
Bild: Aktion Mensch e.V.

Hannover (kobinet) Mobilität gehört zum alltäglichen Leben und ist für die Teilhabe unverzichtbar. Zugleich erlebt jeder, in Abhängigkeit von seiner individuellen Konstitution, die Qualität der Möglichkeiten für Mobilität auf seine eigene Weise. Um eine Antwort darauf geben zu können, wie zufrieden die Menschen überhaupt sind, hat der ADAC Monitor 2017 unter die Überschrift "Mobil in der Stadt" gestellt und die Menschen in den 15 deutschen Städten nach ihrer Zufriedenheit gefragt.

Um verlässliche Aussagen treffen zu können wurden im Rahmen dieses Monitor in allen 15 Städten mindestens 600 Interviews geführt und dabei mit Autofahrern, ÖPNV-Nutzern, Fahrradfahrern und Fußgänger ab einem Alter von 18 Jahren gesprochen.

Allgemein ist zu den Ergebnissen der Befragungen festzuhalten: Am unzufriedensten sind die Autofahrer, Fußgänger und Nutzerinnen und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs und kritisiert wird vor allem das Verhalten von Radfahrern.

Die beiden Städte, die augenscheinlich über alle vier Fortbewegungsarten hinweg am besten überzeugen können, sind Dresden und Leipzig, in einigem Abstand gefolgt von Hannover, Bremen und München. Die im Durchschnitt höchsten Zufriedenheitswerte unter allen Fortbewegungsarten erzielt der Fußverkehr, wobei Dresden, München und Leipzig die drei Spitzenplätze einnehmen.

Dieser Mobilitätsmonitor gibt auch interessante Antworten auf die Frage, wie zufrieden die Menschen in diesen Städten hinsichtlich der Barrierefreiheit sind. Bezogen auf den Öffentlichen Personennahverkehr in diesen 15 Städten erklärte ein Drittel der Befragten, dass sie mit der Barrierefreiheit sehr zufrieden sind. Zählt man die Insgesamt-Zufriedenen hinzu, dann sind drei Viertel der Befragten mit der Barrierefreiheit des Nahverkehrs in diesen Städten insgesamt zufrieden. Nur elf Prozent der Befragten gaben an, nicht mit der Barrierefreiheit des Nahverkehrs zufrieden zu sein, und weitere 13 Prozent fühlten sich als "von Barrierefreiheit nicht betroffen".

Ähnlich sehen das augenscheinlich die Fußgänger. Hier erklärte sich ein Drittel als mit der Barrierefreiheit sehr zufrieden. 10 Prozent waren nicht zufrieden und 14 Prozent meinten davon nicht betroffen zu sein.

Betrachten man jedoch die Städte einzeln, dann zeigen sich dennoch deutliche Unterschiede.

Für Berlin ist festzuhalten, dass die Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr von sechs Prozent für sehr gut und weitere 20 Prozent für gut eingeschätzt wurde. Fünf Prozent der Befragten waren nicht zufrieden und 13 Prozent gaben an, davon nicht betroffen zu sein. Wer zu Fuß in Berlin unterwegs war, war nach dem Monitor zu acht Prozent sehr mit der Barrierefreiheit in Berlin zufrieden, beziehungsweise zu weitere 20 Prozent ganz zufrieden.

In Dresden, einer Stadt also, welche im Durchschnitt recht gut abgeschnitten war gaben die befragten beim ÖPNV zu zwölf Prozent an, mit der Barrierefreiheit sehr zufrieden und zu weiteren 30 Prozent zufrieden sein. Unter den Fußgängern sind hier 13 Prozent sehr zufrieden und weitere 25 Prozent zufrieden. Lediglich zwei Prozent der Fußgänger gaben hier an, nicht mit der Barrierefreiheit zufrieden. zu sein. Allerdings meinten hier 17 Prozent der Befragten, von Barrierefreiheit nicht betroffen zu sein.

Die detaillierten Ergebnisse dieses ADAC Monitor sowie die Angaben zu weiteren untersuchten Städten können hier nachgelesen und als PDF-Datei herunter geladen  werden.

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