Internationale Gremien zum Tag von Menschen mit Behinderungen

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Emoji Inklusion
Emoji Inklusion
Bild: Aktion Mensch e.V.

Berlin (kobinet) Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ist ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Aktionstag, der dazu dienen soll, das Bewusstsein für die Probleme von Menschen mit Behinderungen wachzuhalten und gleiche Bedingungen für diese Menschen zu befördern.  Ein Hintergrundmaterial der Vereinten Nationen erinnert daran, dass dieser Tag im Jahr 2017 unter dem Motto "Transformation zu einer nachhaltigen und belastbaren Gesellschaft für alle" steht.

Zugleich wird in diesem UN-Papier festgestellt: "Dieses Thema konzentriert sich auf die Rahmenbedingungen für die transformativen Veränderungen, die in der Entwicklungsagenda 2030 für nachhaltige Entwicklung vorgesehen sind." In dem Zusammenhang wird darauf verwiesen, dass sich diese Agenda verpflichtet, niemanden zurückzulassen.

"Die Transformation hin zu einer nachhaltigen und widerstandsfähigen Gesellschaft bietet Menschen mit Behinderungen die Möglichkeit, ihre Herausforderungen durch gemeinsame Anstrengungen mit anderen Interessengruppen zu bewältigen, um erschwingliche und innovative Lösungen zu konzipieren, zu entwickeln und umzusetzen. Im Zeitalter der Digitalisierung bietet die Technologie ein Mittel für solche innovativen Lösungen.", heißt es dazu weiter in diesem UN-Papier und in diesem Zusammenhang wird geschlussfolgert: "Daher müssen erschwingliche Technologien und der gleiche Zugang zu ihnen, einschließlich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), für Menschen mit Behinderungen bei der Umsetzung der Agenda 2030 vorrangig behandelt werden. Insbesondere der Zugang zu und die Erschwinglichkeit von Technologien sind von entscheidender Bedeutung für die Einbeziehung und Führung von Menschen mit Behinderungen, um zur Transformation hin zu einer nachhaltigen und widerstandsfähigen Gesellschaft beizutragen".

In diesem Zusammenhang unterstreicht die EU-Kommissarin Marianne Thyssen in ihrer Erklärung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, dass es darum geht, "Menschen mit Behinderungen in die Lage zu versetzen, sich umfassend an der Gesellschaft zu beteiligen, ..." Marianne Thyssen erklärt weiter, das dies große gesellschaftliche Herausforderungen sind, denen wir uns stellen müssen und es "... noch ein langer Weg (ist), die soziale Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen zu bekämpfen."

Zugleich fährt die EU-Kommissarin in ihrer Erklärung fort: "Inklusives Wachstum und soziale Gerechtigkeit stehen im Mittelpunkt der Agenda der Europäischen Kommission, was durch die jüngste Verkündung der Europäischen Säule sozialer Rechte bestätigt wurde

Die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und der Rat haben sich dem Grundsatz verpflichtet, dass Menschen mit Behinderungen Anspruch auf Einkommensunterstützung haben, die ein Leben in Würde gewährleistet, Dienstleistungen, die ihnen die Teilnahme am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft ermöglichen, sowie ein angepasstes Arbeitsumfeld auf ihre Bedürfnisse.

Die Bemühungen der Kommission müssen daher von Maßnahmen nationaler, regionaler und lokaler Behörden flankiert werden, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen nicht zurückgelassen werden. Und die fortgesetzte Beteiligung von Zivilgesellschaft und Wirtschaftsorganisationen wird unverzichtbar sein."

In den Mittelpunkt stellt EU-Kommissarin Thyssen die Aufgabe, im Jahr 2018 das Gesetz zur Barrierefreiheit zu erreichen und verweist auf den Europäischen Tag der Menschen mit Behinderungen, den die Europäische Kommission am 4. und 5. Dezember veranstaltet. " Ich hoffe, ich kann auf eine breite Unterstützung und das Interesse aller Akteure zählen. Gemeinsam werden wir nach vorne schauen und Wege diskutieren, um eine integrativere, soziale und zugängliche Gesellschaft aufzubauen.", so Marianne Thyssen abschließend.

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.