Genau hingeschaut

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: domain public

Frankfurt am Main (kobinet) Dass es sich lohnt, genau hinzuschauen, wenn von Inklusion gesprochen wird, zeigen die ersten Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts "Kommune Inklusiv", das von der Aktion Mensch gefördert wird. Ziel der Begleitforschung ist es zu untersuchen, wie sich fünf Modellregionen über den Zeitraum von sechs Jahren hinweg mit und durch die Bereitstellung begleitender Mittel und Angebote zur Inklusion verändern. Im Fokus eines ersten veröffentlichten Beitrags stehen die Ergebnisse ethnografischer Sozialraumbegehungen, wobei es ganz praktisch um die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel geht.

"Auf dem Weg zu Inklusion? – 'Busfahren' als Praxis ethnografischer Inklusionsforschung" lautet der Beitrag von Hendrik Trescher, Teresa Hauck und Michael Börner von der Goethe-Universität Frankfurt, der im Rahmen des Reinhardt e-Journals des Ernst Reinhardt Verlags in der Nummer 3/2017 auf Seite 250f veröffentlicht wurde. Als ein Ergebnis kann demnach ganz grundsätzlich festgehalten werden, dass in allen untersuchten Sozialräumen ein gewisses Bewusstsein für Barrierefreiheit besteht und gerade in den größeren Städten schon einiges in dieser Hinsicht unternommen wurde. "Dennoch gibt es nach wie vor (z.T. erhebliche) Problematiken, an denen deutlich wird, dass Barrierefreiheit, die auf dem Reißbrett geplant wird, in der Praxis ihrem Zweck häufig nur bedingt nachkommt."

Link zum Bericht über das aktuelle Forschungsprojekt