Inklusion wächst im Dialog

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: LVR

Köln (kobinet) Gelingende Inklusion braucht den Dialog und den offenen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Menschen mit Behinderungen. Darüber herrschte bei allen Beteiligten des 1. LVR-Dialoges Inklusion und Menschenrechte Einigkeit. Die Veranstaltung fand vor kurzem im Horion-Haus des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Köln statt.

Der LVR-Ausschuss für Inklusion mit seinem Beirat für Inklusion und Menschenrechte diskutierte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des LVR sowie zahlreichen Gästen aus Fach- und Selbstvertretungsverbänden von Menschen mit Behinderungen sowie Einrichtungen und Diensten der Behindertenhilfe zu folgenden Fragen: Wo steht der LVR bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention? Welche Schwerpunkte sollen zukünftig gesetzt werden? Dabei folgte auch der Berliner Inklusionsaktivist Raul Krauthausen der Einladung des LVR und brachte seine kritische Sichtweise ein.

Die Veranstaltung widmete sich am Vormittag schwerpunktmäßig dem Thema "Kinderwunsch und Elternschaft von Menschen mit Behinderungen“. In einem Impulsvortrag eröffnete Dr. Marion Michel von der Universität Leipzig das Thema und sprach darüber, welchen Schwierigkeiten Eltern mit Behinderungen auf der Suche nach einer unterstützten Elternschaft begegnen. In einer anschließenden Podiumsdiskussion wurde das Thema von Frau Dr. Michel, Claudia Seipelt-Holtmann (Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung NRW), Gertrud Servos (Vorsitzende des LVR-Beirates für Inklusion und Menschenrechte), Raul Krauthausen sowie Dr. Dieter Schartmann (Fachbereichsleiter im LVR-Dezernat Soziales) weiter geführt.

Im dritten Teil der Dialog-Veranstaltung sprachen die Teilnehmenden in drei Arbeitsgruppen zu den Bereichen "Selbstvertretung und Personenzentrierung", "Zugänglichkeit und Barrierefreiheit" sowie "Bewusstseinsbildung und Menschenrechtsbildung" über bisherige und mögliche neue Aktivitäten des LVR. Grundlage dafür war der aktuell erschienene neue LVR-Jahresbericht "Gemeinsam in Vielfalt 2017".

LVR-Direktorin Ulrike Lubek erklärte: "Ich danke allen Teilnehmenden für die Offenheit und die Bereitschaft, mit uns konstruktiv in den Austausch zu gehen. Es waren ernste und durchaus bewegende Gespräche. Wir als LVR verstehen den heutigen Dialog als Auftakt einer jährlichen Reihe von Dialogen und als weiteren Schritt zu einer Kultur der Beteiligung." Josef Wörmann, Vorsitzender des Ausschusses für Inklusion betonte: "Ein Dialog lebt von der Vielfalt der Perspektiven. Ich freue mich, dass so viele Selbstvertreterinnen und -vertreter unserer Einladung gefolgt sind und unser neues Veranstaltungsformat so aktiv angenommen haben. Der Dialog auf Augenhöhe zwischen allen Beteiligten ist ein wichtiger, wenn nicht gar der zentrale Weg, um mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention voranzukommen. Das hat die heutige Veranstaltung deutlich gemacht."

Lesermeinungen zu “Inklusion wächst im Dialog” (1)

Von Gisela Maubach

An dieser Veranstaltung hatte ich teilgenommen und in der Arbeitsgruppe "Selbstvertretung und Personenzentrierung" das Problem der Nicht-Vertretung derjenigen Menschen thematisiert, die nicht in der Lage sind, sich selbst zu vertreten:

http://www.kobinet-nachrichten.org/de/1/kolumne/37198/%E2%80%9EDie-Guten-ins-T%C3%B6pfchen%E2%80%A6%E2%80%9C-%E2%80%93-bef%C3%B6rdert-das-Bundesteilhabegesetz-(BTHG)-die-Entsolidarisierung-mit-den-Schw%C3%A4chsten.htm

Schade eigentlich, dass dieser Punkt in der Berichterstattung nun fehlt.

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