Immer mehr Aktionspläne in Deutschland

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Logos der Aktionspläne an einer Wand
Logos der Aktionspläne an einer Wand
Bild: kobinet/omp

Berlin (kobinet) Wenn es eine Besonderheit bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland gibt, dann ist es die Tatsache, dass hier eine Vielzahl verschiedener Akteure mittlerweile über 200 Aktionspläne zur Umsetzung der Menschenrechtskonvention erstellt haben. Dies wurde beim Netzwerktreffen der Akteure, die Aktionspläne erstellt haben, nach den Inklusionstagen im Berliner Congress Center deutlich. Eingeladen hatte das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS).

Die Parlamentarische Staatssekretärin des BMAS Gabriele Lösekrug-Möller zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die Zahl der Aktionspläne zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland stetig zunehme und mittlerweile die Zahl 200 weit überschritten hat. Mittlerweile gäbe es auch in allen Bundesländern solche Aktionspläne. Der Bund hat selbst mittlerweile den zweiten Nationalen Aktionsplan den NAP 2.0 vorgelegt. Rheinland-Pfalz hatte mit der Präsentation des ersten Aktionsplans auf Landesebene bereits ein Jahr nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch Deutschland am 25. März 2010 sozusagen den Reigen gestartet.

Bei der Präsentation der Highlights, die die einzelnen Akteure seit dem letzten Treffen im Herbst 2016 erlebt haben, wurde dann auch die Vielfalt der Aktivitäten deutlich. Vor allem dort, wo die Menschen leben, wohnen und arbeiten, bzw. ihre Freizeit verbringen, gibt es mittlerweile viele gute Beispiele. Diese in die Breite zu tragen und die verschiedenen Verantwortlichen mitzunehmen, ist eine zentrale Herausforderung derjenigen, die für die Umsetzung der Aktionspläne koordinierend bzw. verantwortlich wirken. Daher spielen auch die Themen Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten im Rahmen der Aktionsplanumsetzung, sowie die Partizipation behinderter Menschen an der Umsetzung eine wichtige Rolle. In entsprechenden Arbeitsgruppen zu diesen beiden Themen tauschten sich die TeilnehmerInnen des Netzwerktreffens aus. Wichtig scheint dabei nicht nur, die Aktivitäten möglichst praktisch darzustellen, sondern auch die Menschenrechtsperspektive immer wieder in den Mittelpunkt zu rücken. Vor allem aber das Wirken nach innen ist nicht unwichtig, denn häufig wüssten die eigenen Leute viel zu wenig von den Aktionsplänen. Das nächste Treffen wird also bestimmt stattfinden, so wie auch von Gabriele Lösekrug-Möller angekündigt wurde, dass die nächsten Inklusionstage bestimmt kommen.

Link zu Infos zu den Aktionsplänen des BMAS