Irmgard Badura: Barrierenabbau im Fern- und Nahverkehr

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Irmgard Badura
Irmgard Badura
Bild: FOTOSTUDIO LAUER

München (kobinet) Heute wird die ICE-Schnellstrecke von München nach Berlin eingeweiht. Fahrgäste können ab jetzt in nur vier Stunden mit der Bahn von der bayerischen Landeshauptstadt nach Berlin reisen. Auch die bayerische Landesbehindertenbeauftragte Irmgard Badura wird an dem Festakt in Nürnberg und Berlin mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, dem Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Christian Schmidt und dem Vorsitzenden des Vorstands der Deutschen Bahn AG Richard Lutz teilnehmen. In Berlin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Festveranstaltung erwartet.

Allerdings stellt das Reisen mit der Bahn für viele Menschen mit Behinderung noch immer eine große Herausforderung dar. "Ich fordere, dass die Barrierefreiheit an den Bahnhöfen und in den Zügen noch deutlich nachgebessert wird. Die Freiheit, sich fortzubewegen und zu reisen, ist für allen Menschen ein hohes Gut und sollte auch allen ermöglicht werden", so Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. 

In den letzten Jahren seien vor allem in den großen Bahnhöfen schon etliche Barrieren abgebaut worden. Insbesondere im ländlichen Raum gäbe es aber noch enormen Nachholbedarf. Insgesamt seien in Bayern weniger als die Hälfte der Bahnhöfe barrierefrei, betonte Irmgard Badura. "Dass der Freistaat hier investiert, finde ich richtig. Von Seiten des Bundes, der hier eigentlich zuständig ist, müssen die Anstrengungen zu umfangreicher Barrierefreiheit hingegen noch deutlich verstärkt werden“, fordert die Beauftragte.

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