Werkstatträtetagung im rheinland-pfälzischen Landtag

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Bild: MSAGD

Lesermeinungen zu “Werkstatträtetagung im rheinland-pfälzischen Landtag” (6)

Von TN

Hallo Behindert_im_System,
in Ergänzung zu Ihrer zuletzt getätigten Aussage:
In solchen Anstalten (Behindertenkasernen) werden (Schwer[st]mehrfach)behinderte Menschen erst schwach _gemacht_, sozusagen (Zynismus ein) pflegeleicht (Zynismus aus) fürs Personal.
In der Dokumentation von Wallraff und seinen Kolleg/innen hat man gesehen, dass das Personal während der Dienstzeit geraucht hat. Damit das Personal während der Dienstzeit dauerpausieren konnte, haben die zum Beispiel den jungen Mann im Rollstuhl stundenlang in einem dunklen Raum eingesperrt. Die (vermeintliche, eigene) Stärke hat das Personal in der Behindertenkaserne aus den Behinderten herausgepresst.

Von Behindert_im_System

@vonTN,

Zitat:

"Humanistisch gesinnte Menschen betrügen einander nicht."

Stimmt, sie zeigen sich solidarisch mit den schwächsten der Gesellschaft welche es verdienen in ihrem Leiden und Schicksal genau so beachtet zu werden, wie es der Würde des Menschen gebührt, welche man aber nur mit viel Fantasie am Rande aller Diskussionen erkennen kann.


Von TN

@ Behindert_im_System

Die Gebrüder Grimm würden sich wahrscheinlich von solchen Tricksern, Betrügern, Gleichgültigen und sonstigen Halunk/innen schaudernd abwenden und ihrer Wege gehen.

Humanistisch gesinnte Menschen betrügen einander nicht.

Von TN

@ Behindert_im_System

Danke für Ihren Kommentar.
Wenn man bedenkt, in welchen Positionen Schwerstbehinderte sitzen ... und offensichtlich nichts gegen die Kasernierung der Schwer(st)(mehrfach)behinderten unternehmen(?) Mir graust vor solchen Funktionär/innen, die selber behindert sind. Die Nichtbehinderten erkennt man besser an ihren Lügen und sonstigen Tricksereien. Die Behinderten haben es leichter, "Ihresgleichen" zu betrügen und sei es mittels Peer Counseling oder als Berater in Autohäusern, die sich auf mobilbehinderte Kundschaft spezialisiert haben und, noch schärfer, als Berater in Sanitätshäusern und dort, von Rollstuhlebene zu Rollstuhlebene die rollstuhlfahrende Kundschaft mit sichtlichem Vergnügen über'n Löffel balbieren.

Von Behindert_im_System

@Von TN

"So lange sowas ist, dass sich niemand mehr für die Schwerst(mehrfach)behinderten in dem Heim in Speyer-Schifferstadt interessiert, wird von mir niemand zum Vorlesen nach Hause und sonstwohin eingeladen vorzulesen."

War das jemals anders? Hat man sich nicht immer nur der Schicksale unserer schwächsten bedient, wenn es darum ging politisch oder wirtschaftlich zu punkten oder zu profitieren, damit es den Zweck erfüllte, die Kassen zu füllen?

Was würden die Gebrüder Grimm und andere heute schreiben, wenn sie die modernen Märchen von der Würde des Menschen heute kommentieren sollten?

Von TN

Interessant, weil selbst das Thema 'Gewalt an Werkstattbeschäftigten in einer Werkstatt in NRW und in einem Behindertenheim in Speyer-Schifferstadt' durch zu sein scheint, ad acta gelegt.

Und wie in der Veröffentlichung bei kobinet heute, dass Wohnzimmerlesungen für kilometerweit entfernt Leidende, denn in diesen Lagern wird ja tatsächlich gelitten, stattfinden und nicht etwa für die ebenfalls und nicht minder in dieser Wohnstätte in Speyer-Schifferstadt leidenden Schwerst(mehrfach)behinderten stattfinden.
Interessant, dass so gar nichts aus der Ebene des Landesbehindertenbeauftragten vernommen wird. Hat der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz die Schwerst(mehrfach)behinderten in dem Behindertenheim in Speyer-Schifferstadt vergessen? Interessiert sich dieser Landesbehindertenbeauftragte nur für arbeitende Behinderte?
So lange sowas ist, dass sich niemand mehr für die Schwerst(mehrfach)behinderten in dem Heim in Speyer-Schifferstadt interessiert, wird von mir niemand zum Vorlesen nach Hause und sonstwohin eingeladen vorzulesen.

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