Auch 2018 wieder Jugendcamps

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Logo des Jugendcamp 2018
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Bild: BMAB

Wedemark (kobinet) Nach den sehr positiven Rückmeldungen aus den drei Vorjahren lädt der Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation (BMAB e.V.) zu seinem nunmehr 4. Jugendcamp für 9- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche mit Amputation und Gliedmaßenfehlbildungen (Dysmelie) für Anfang August 2018 in die niedersächsische Gemeinde Wedemark ein. Ein umfangreiches Programm erwartet die Kinder und Jugendlichen auch diesmal, die wieder in Blockhütten des bewährten CVJMFreizeit-und Begegnungszentrum Abbensen beherbergt werden.

„Wegen der auf 70 begrenzten Teilnehmerzahl sollten sich Interessierte baldmöglichst anmelden“, rät BMAB-Vizepräsident Detlef Sonnenberg, der auch das Jugendcamp 2018 mit seiner engagierten Familie federführend plant und organisiert. Die Anmeldeunterlagen für das kostenfreie Jugendcamp, für die die Eltern nur die Fahrtkosten zu den deutschlandweiten Sammelpunkten und 20 Euro Taschengeld aufbringen müssen, finden sie auf dieser Website als Download oder können unter der Telefonnummer 089-4161740-0 beim BMAB angefordert werden.

„Die Kinder und Jugendlichen werden auch beim Jugendcamp 2018 wieder Spaß und Freude in der Gemeinschaft erleben, was die gegenseitige Akzeptanz, Toleranz und
Zusammenarbeit fördert, und ihre erstaunlichen Möglichkeiten trotz Behinderung kennenlernen“, nennt Detlef Sonnenberg die wesentlichen Ziele der Freizeit. Kleine
Abenteuer wie das Klettern im Hochseilgarten, Paddeln im Kanu, Schwimmen, Tauchen, Reiten, Bogenschießen, testen von Sportprothesen und vieles mehr sieht das Programm für die jungen Campteilnehmer vor. Zu welchen Hochleistungen motivierte Menschen mit Handicap fähig sind, werden sie beim Sporttag mit dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen entdecken. „Körperliche und sportliche Aktivitäten fördern nachweislich die Beweglichkeit, das Selbstwertgefühl und die Eigenwahrnehmung der jungen Menschen mit Handicap. Sie erleben, dass sie mehr bewegen können als sie zuvor gedacht haben“, sind sich die Jugendcamp-Organisatoren einig. Für die Eltern bietet der BMAB am Vortag der Abreise wieder das Abschlussgrillen und nach Absprache einen CVJM-Seminarraum an, um sich untereinander auszutauschen. Denn vielen fehlt erfahrungsgemäß im Alltag die Gelegenheit, sich mit anderen Eltern gehandicapter Kinder „auf Augenhöhe“ auszutauschen.

„Die Idee für dieses besondere Jugendcamp hat der BMAB übrigens im Sommer 2015 aus Amerika übernommen“, blickt Verbands-Präsident Dieter Jüptner zurück. Dort hat die Amputee Coalition (of America) schon seit Jahren erfolgreich ihr „Paddy Rossbach Youth Camp“ veranstaltet. Für sein deutsches Pendant konnte der BMAB auch 2018 den bekannten Humoristen und Arzt Dr. Eckhart von Hirschhausen als Schirmherrn gewinnen.

Zur Freude aller Verantwortlichen werden wieder zahlreiche lokal und überregional aktive Sponsoren aus Wirtschaft, Vereinen, Gesundheitswesen und Orthopädietechnik das Jugendcamp im kommenden Jahr unterstützen. Durch deren Engagement und den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet, werden die kostenfreien Jugendcamps erst möglich.

Schon in diesem Jahr war das ehrenamtliche Betreuerteam ebenso wie die Kinder und Jugendlichen aus dem gesamten Bundesgebiet angereist. Zum Beispiel stand der
renommierte Orthopädietechniker Andreas Rulitschka den jungen Leuten mit Material und Reparaturen zur Seite. Denn fast täglich bewiesen die Teilnehmer, dass ihr Wille stärker war als so manches Prothesen-Material. Herausforderungen zu ungewohnter Bewegung fanden sich bei besonderen Aktivitäten mehr als genug.

Ebenso spielerisch wie ihre Stärken, konnten die Kinder und Jugendlichen auch zahlreiche interessante Prothesen ganz nach ihren Vorlieben ausprobieren, die ihnen
diverse namhafte Hersteller zur Verfügung stellten und individuell anpassten. In geballter Form derart viele Prothesen kennenzulernen und zu testen, wird den Jugendcampern 2018 auch wieder ermöglicht, verspricht der BMAB.

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