350.000 Euro pro Jahr für Werkstattleiterin?

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Geldscheine
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Bild: kobinet/omp

Duisburg (kobinet) Behinderte Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten, erhalten durchschnittlich nicht einmal 200 Euro pro Monat, also weniger als 2.400 Euro pro Jahr. In Duisburg geht es nun um die Frage, wieviel die dortige Geschäftsführerin der Duisburger Behindertenwerkstätten verdient. Das Online-Portal CORRECTIV.RUHR vermutet, dass das Jahresgehalt 350.000 Euro betragen und damit weit über den sonst üblichen Entlohnungen vergleichbarer Werkstätten und Sozialunternehmen liegen dürfte.

"Die Stadt Duisburg, die zur Hälfte an der Werkstatt beteiligt ist, schweigt sich eisern über das Gehalt von Roselyne Rogg aus. CORRECTIV liegen Hinweise vor, nach denen Rogg im vergangenen Jahr inklusive Gehalt und Altersvorsorge rund 350.000 Euro bezogen haben könnte. Angesichts eines Jahresumsatzes der Werkstätten im Jahr 2015 von etwa 11 Millionen Euro wäre das ein hohes Geschäftsführergehalt. Zumal die Satzung der Werkstätten eine 'unverhältnismäßige Vergütung' verbietet. Weder Rogg noch die Stadt wollten sich auf Anfrage zu dieser Summe äußern", berichtet CORRECTIV.RUHR und geht im weiteren Artikel auf die Praxis hoher Gehaltszahlungen in anderen sozialen Unternehmen ein.

Link zum Bericht

Lesermeinungen zu “350.000 Euro pro Jahr für Werkstattleiterin?” (7)

Von rgr

@kirsti
Widerspruch! Widerspruch!
Du verkennst Gerhard Bartz!

Der erste Satz lautet nämlich: "Der Reichtum der Gesellschaften, in welchen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als eine "ungeheure Warensammlung", die einzelne Ware als seine Elementarform."

Nichts liegt Gerhard Bartz ferner als Erscheinung mit dem Wesen zu verwechseln. Nein. Nein. Gerhard Bartz steht mit beiden Beinen auf dem Boden und nennt Roß und Reiter!

Frohe ungetrübte Festtage, wünscht Euch
der Götz

Von kirsti

@rgr Das sind dann genau die „Dicken roten Linien“ s. Artikel von Gerhard Bartz, vom 18.Dezember: Die einen schauen in die weihnachtlichen Schaufenster, die anderen ins Leere …

Von rgr

@kirsti - Wir sollten aber den Blick in die weihnachtlichen Schaufenster nicht mit dem Blick in die Gesellschaft verwechseln.

Von kirsti

Dass man als behinderter Mensch vor dieser Barbarbei der Werkstätten u.a. davonlaufen –wenn man es denn könnte – oder aufschreien möchte, scheint die „normale“ Gesellschaft nicht zu stören; sie gehen weiterhin ihrer Weihnachtsgeschäfte nach. Die neuesten Nachrichten der letzten Tage in diesem Forum schrecken auf!

Von Rosa

Nicht nur die Stadt Duisburg schweigt sich eisern über das Gehalt von ... aus.

In der MV 2016 meiner LH wurde ein 2. GF eingesetzt und beide als weiteres Organ installiert.

Ich habe als einziges Mitglied dagegen gestimmt.

Meine Frage nach den Kosten bzw. Mehrkosten für die Geschäftsführung wurde vom Vorsitzenden und dem GF des Paritätischen als Berater - unter dem Beifall der Mitgliederversammlung - entrüstet kommentiert und blieb wie erwartet unbeantwortet.

Die Wohlfahrtsverbände arbeiten gut miteinander, wenn es um eigene Interessen bzw. es darum geht, Politik zu machen.

"Die Barbarei der Behinderten-Werkstätten zu beenden" ist das letzte, woran die grossen Verbände denken und darin sind sie sich mit der Politik einig.




Von rgr

Wann nur werden wir die Barbarei der Behinderten Werkstätten beenden?

Von TN

Diese Causa (leichte Sprache: diese Sache) roch mir zu sehr nach einem spd-Geschmäckle. Und siehe da: die Lebenshilfe NRW in trauter Zweisamkeit mit der spd (den Spezialdemokrat/innen), siehe ebenfalls vom correcitiv-Journalistenkollektiv recherchiert.
https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel/2017/09/12/der-seltsame-beleg-mit-der-nummer-25983/

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