VdK NRW fordert klares Bekenntnis

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: VdK NRW

Düsseldorf (kobinet) Der VdK Nordrhein-Westfalen sieht die Situation weiterhin als "Baustelle" und fordert klares Bekenntnis zur häuslichen Versorgung. Knapp ein Jahr nach Inkrafttreten des Zweiten Pflegestärkungsgesetzes kritisiert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass es hierzulande immer noch an Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige fehlt.

"Sie müssen vor allem finanziell, zeitlich und organisatorisch besser unterstützt werden", macht der Landesvorsitzende und Vizepräsident des VdK Deutschland, Horst Vöge, deutlich. "Dazu brauchen wir endlich unabhängige Beratungsangebote in ganz NRW wie auch ausreichend Kurzzeitpflegeplätze.

"Aktuell leiden laut einer Studie der Techniker Krankenkasse rund 40 Prozent der pflegenden Angehörigen unter Dauerstress und sogar jeder Zweite der Befragten hat Schlafstörungen. "Um häusliche Pflege dauerhaft zu ermöglichen, ist Kurzzeitpflege demzufolge unverzichtbar. Zumal sie den Betroffenen Gewissheit geben würde, dass für ihren pflegebedürftigen Angehörigen gesorgt ist - auch wenn sie selbst einmal aufgrund einer Krankheit ausfallen", betont Horst Vöge und fährt fort: "Allerdings mangelt es vielerorts an entsprechenden Plätzen wie auch an Informationen, dass eine solche Entlastung überhaupt möglich ist."

Von der Landesregierung fordert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen ferner, den Grundsatz "ambulant vor stationär" nicht zu kippen. "Selbstverständlich gibt es in Nordrhein-Westfalen gute Pflegeeinrichtungen, die auch weiterhin benötigt werden. Denn nicht jeder Mensch kann und will zu Hause betreut werden", so der Vorsitzende Horst Vöge. "Selbst wissenschaftliche Studien belegen jedoch, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung unter allen Umständen in den eigenen vier Wänden alt werden möchte. Diesem Wunsch sollten wir sozialpolitisch Rechnung tragen - und sicherstellen, dass niemand aufgrund von Strukturdefiziten bei der häuslichen Pflege zur Unterbringung in einer stationären Einrichtung gezwungen wird."

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