Sehbehindertengeld kommt in Bayern

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Flagge Bayern
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Bild: Public Domain

München (kobinet) Der Freistaat Bayern arbeitet laufend an Verbesserungen für Menschen mit Behinderung, sagt Sozialministerin Müller. So tritt heute die Änderung des Bayerischen Blindengeldgesetzes in Kraft, welches nun auch Menschen mit Sehbehinderungen Geld für den Ausgleich ihrer Nachteile zahlt.

„Unser Ziel ist es, vorhandene Spielräume im Landesrecht zu nutzen. Denn wir wollen den Menschen mit Behinderung hier in Bayern die besten Voraussetzungen für eine inklusive Gesellschaft und ein selbstverständliches Miteinander bieten. Jetzt profitieren Menschen mit Sehbehinderung vom neuen Sehbehindertengeld“, so Bayerns Sozialministerin Emilia Müller. Die Änderung des Bayerischen Blindengeldgesetzes kommt den hochgradig sehbehinderten Menschen im Freistaat zugute. Sie brauchen teure Hilfen zur Bewältigung des Alltags. Künftig werden hochgradig sehbehinderte und taubsehbehinderte Menschen diese neue finanzielle Leistung des Freistaats beziehen: „Zum 1. Januar 2018 wird das Sehbehindertengeld eingeführt. Das bedeutet: Bayern wird ab 2018 für Menschen mit einer starken Sehbehinderung rund 12 Millionen Euro bereitstellen. Für das Blindengeld stehen weiterhin über 80 Millionen Euro zur Verfügung“, erklärte die Ministerin.

Das Gesetz sieht vor, dass Menschen mit Sehbehinderung 177 Euro und taubsehbehinderte Menschen 354 Euro pro Monat als Unterstützung erhalten. Müller betonte, „dass dieses Geld dazu dient, die selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu fördern. Damit gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammen leben, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können.“ Schwer sehbehinderte Menschen haben eine Sehkraft zwischen zwei und fünf Prozent. Derzeit erhalten rund 13.400 Menschen in Bayern Blindengeld. Rund 8.500 Menschen sind hochgradig sehbehindert und teilweise auch gehörlos.

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