Präsentation des Relaunches von gedenkort-T4.eu

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: domain public

Berlin (kobinet) Am 24. Januar um 18.00 Uhr wird der Relaunch des virtuellen Gedenk- und Informationsortes gedenkort-t4.eu in der Topographie des Terrors in Berlin präsentiert. Neben einem Vortrag über Gedenken im digitalen Raum von Moritz Hoffmann wird es eine Lesung mit der bekannten Berliner Schauspielerin und Sängerin Jasmin Tabatabai geben. Der Deutscher Paritätische Wohlfahrtserband Landesverband Berlin lädt ein.

2010 enstand die Webseite www.gedenkort-t4.eu als Antwort auf einen fehlenden öffentlich zugänglichen Raum des Gedenkens an die Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen. Damals im Jahr 2010 wurden fünfzig Sterbebücher aus der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Meeseritz-Obrawalde in Polen der Stadt Berlin überreicht. Es waren gleichwohl Zeugnisse der systematischen Ermordung von Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, die durch die Aktion T4 erfasst, verschleppt und umgebracht wurden. Fünfzig Fragmente von Biographien von Berlinerinnen und Berlinern, die zu den 300.000 Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen zählen.

gedenkort-T4.eu sammelt Informationen, gibt Überblick über historische Fakten, veröffentlicht Biographien von Opfern wie von Tätern, führt die Besucherinnen und Besucher zu den historischen Orten, informiert über den aktuellen Diskurs und beteiligt sich daran. Am 24. Januar wird die neue erweiterterte Webseite präsentiert.

Die Veranstaltung wird von dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin ausgerichtet. Der Relaunch wurde durch die Berliner Lotto Stiftung gefördert.

Link zum Programm: http://blog.gedenkort-t4.eu/2017/12/14/vorstellung-des-relaunches-von-www-gedenkort-t4-eu/

Veranstaltungsort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin, 18.00-20.00 Uhr. Anmeldung erforderlich unter: stana.schenck@gedenkort-T4.eu

Lesermeinungen zu “Präsentation des Relaunches von gedenkort-T4.eu” (1)

Von rgr

Das Gedenkens an die Opfer der Morde an Kranken während des Nationalsozialismus beginnt früher als dargestellt. Ottmar Miles-Paul schreibt: "2010 enstand die Webseite www.gedenkort-t4.eu als Antwort auf einen fehlenden öffentlich zugänglichen Raum des Gedenkens an die Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen."

Ich möchte an die Gedenkplatte des Bildhauers Volker Bartsch hinweisen, die in der Tiergartenstr.4 in Berlin gesetzt wurde. Seit der Einweihung am 1. September 1989 finden hier jährlich Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen statt. Die Bronzetafel wird von den meisten Menschen als eigentliches Gedenkzeichen angesehen.

Und: Ich bitte darum, sich den Begriff Euthanasie historisch kritisch zu nähern. Es handelt sich um einen Begriff, der von Ärzten vor, während und nach dem Nationalsozialismus gebraucht wurde. Es reicht einfach nicht mehr zu sagen: Wir haben aber doch Gänsefüßchen gesetzt.

Ich bitte die Gruppe gedenkort-t4.eu darum, den vollständigen Text der Gedenktafel auch auf ihrer Webseite zu dokumentieren.

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