Beschäftigungspolitik verbessern

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Adolf Bauer
Adolf Bauer
Bild: SoVD

Berlin (kobinet) Der Deutsche Behindertenrat (DBR) ruft Union und SPD zu einer verstärkten Förderung der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf. "Die Arbeitslosigkeit liegt bei schwerbehinderten Menschen weiterhin erheblich über dem Durchschnitt", erklärte heute SoVD-Präsident und DBR-Sprecher Adolf Bauer.

"Um dieses Problem zu lösen, müssen beide Parteien bereits in den Sondierungen Ergebnisse erzielen", meint Bauer. Spürbare Verbesserungen wären realistisch, wenn Behinderungen bei Initiativen gegen Langzeitarbeitslosigkeit als ein ausdrückliches Förderkriterium berücksichtigt würden. Zusätzlich fordert Bauer eine höhere Ausgleichsabgabe. "Die Abgabe muss zielgerichtet für die rund 37 000 Unternehmen in Deutschland erhöht werden, die ungeachtet ihrer Pflicht keine Menschen mit Behinderungen beschäftigen."

Obwohl die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Behinderungen 2017 sank, liegt sie nach wie vor erheblich über dem bundesweiten Durchschnitt. Zudem bleibt der Personenkreis immer länger arbeitslos. Dies wirkt sich auch nachträglich negativ aus, denn eine Folge der Langzeitarbeitslosigkeit ist Altersarmut.

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