Menschenrechtsperspektive eröffnen

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Heinrich Buschmann
Heinrich Buschmann
Bild: by Johannes Schiebe

Jockgrimm (kobinet) Der Verein Mobil mit Behinderung (MMB) appellierte zusammen mit anderen Behindertenvereinen und -verbänden an SPD, CDU und CSU, in der deutschen Behindertenpolitik dringend eine Menschenrechtsperspektive zu eröffnen. „Das Bundesteilhabegesetz der vergangenen Legislatur war ein Anfang, doch der Stigmatisierung und Diskriminierung von Millionen Behinderten und ihren Angehörigen wurde damit noch lange nicht der Riegel vorgeschoben", sagte MBB-Vorsitzender Heinrich Buschmann in einer heute kobinet übermittelten Pressemitteilung.

 Als Ziele werden in einem gemeinsamen Papier genannt:
- eine umfassende Barrierefreiheit, von kommunaler bis Bundesebene, im öffentlichen, aber auch im privaten Bereich.
- Ausbau und Entbürokratisierung der selbstbestimmten Teilhabemöglichkeiten, Stärkung des Konzepts der personalen Assistenz.
- Vorrang und Förderung selbstbestimmter Lebenskonzepte und Wohnformen, aber auch Vermeidung von Sonderregelungen im Arbeitsbereich.
- Stigmatisierung und Diskriminierung sollen geahndet werden.

Lesermeinungen zu “Menschenrechtsperspektive eröffnen” (1)

Von kirsti

Am Bundesteilhabegesetz kann ich nichts Gutes finden, es ist ein verunglückter Versuch, die UN- BRK in die deutsche Sozialgesetzgebung zu integrieren. – Auf wundersame Weise hat sich allerdings das Wörtchen „Inklusion“ in den allgemeinen Sprachgebrauch eingenistet. So war heute in einem von unserer Kommune kostenlos an alle Haushalte verteilten Sonntagsblatt zu lesen, dass eine große diakonische Einrichtung für psychisch Kranke vermehrt „Inklusion“ betreiben will, indem mehr Sammelaktionen für den guten Zweck der Institutionen von Behindertenhilfen stattfinden sollen.- Das versteht man jetzt also unter Inklusion? Ist es das, was wir wollten? Inklusion wird bald eine andere Sprachregelung für Wohltätigkeit sein, befürchte ich.

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