Soziale Gerechtigkeit erfordert Beratung

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Dresden (kobinet) Soziale Gerechtigkeit erfordert Beratung - diese Schlussfolgerung ist Teil der Bilanz des VdK Sachsen für das Jahr 2017. Auch im vergangenen Jahr stieg die Zahl der rat- und hilfesuchenden Menschen in den VdK-Beratungsstellen in Sachsen erneut an. Insgesamt wurden über 16.232 Beratungsgespräche mit Mitgliedern und Nichtmitgliedern geführt sowie 3.937 sozialrechtliche Verfahren für VdK-Mitglieder begonnen.

Immer mehr Menschen suchen Rat und Hilfe beim Sozialverband VdK Sachsen. Bereits seit über 27 Jahren berät der VdK im niederschwelligen Bereich, das heißt alle Ratsuchenden erhalten Auskunft, unabhängig von einer Mitgliedschaft. Insgesamt 16.232 Beratungsgespräche wurden geführt, und das verteilt auf 40 Beratungsstelle in Sachsen.

Auch wurde im Jahr 2017 die Marke von über 20.000 Mitgliedern überschritten. Für die Übernahme eines sozialrechtlichen Verfahrens ist die Mitgliedschaft im VdK gesetzlich vorgeschrieben. Insgesamt 3.937 Verfahren wurden im Jahr 2017 für die VdK-Mitglieder neu begonnen. Diese Zahl umfasst 1.717 Anträge, 1.416 Widersprüche, 709 Klagen und 95 Berufungen.

VdK‐Landesverbandsvorsitzender Horst Wehner erklärt dazu: „Die gleichbleibend hohen Beratungs- und Verfahrenszahlen zeigen, dass gerade im Bereich Behinderung oder chronische Krankheit die Entscheidungen von Leistungsträgern wie Krankenkassen oder dem Kommunalen Sozialverband überprüft werden müssen. Oft werden gesetzliche Leistungen nicht gewährt, obwohl sie den Betroffenen zustehen. Immer mehr Menschen brauchen einen Lotsen durch den Dschungel von Gesetzen und Vorschriften.“

Im Vordergrund der Beratungen beim VdK stehen Fragen rund um die Themen Schwerbehinderung, Renten-, Kranken‐ und Pflegeversicherung, zur Unfallversicherung, zum Arbeitslosengeld und zur Grundsicherung. Dabei wurden für die VdK-Mandanten 1,4 Millionen Euro an Nachzahlungen erstritten (z. B. Rentennachzahlungen oder Neurentenzahlungen).

Horst Wehner betont: „2018 wird sich der VdK wieder mit aller Kraft für die Durchsetzung der Rechte von Menschen mit Behinderung und sozial benachteiligten Menschen einsetzen, insbesondere die Einführung eines Sächsischen Inklusionsgesetzes. Auch bauliche Barrieren sowie Hindernisse beim Zugang zu Bus und Bahn müssen beseitigt werden, damit alle Menschen gleichberechtigt am Leben teilhaben können.“

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