BDH begrüßt Rentenschritte

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: BDH

Bonn (kobinet) Die Sondierungsergebnisse machen deutlich, dass die Rentenpolitik in den kommenden Jahren neben der Europapolitik ein Schwerpunktgebiet einer möglichen großen Koalition sein könnte, darauf verweist der Bundesverband Rehabilitation (BDH). Dazu erklärt seine Vorsitzende Ilse Müller: „Das Ergebnis der Sondierungsverhandlungen von CDU/CSU und SPD deutet eine rentenpolitische Wende an".

Müller fährt dazu fort: "Wir begrüßen ausdrücklich, dass mit der geplanten Einführung einer Grundrente, die sowohl Erziehungs-, als auch Pflegezeiten berücksichtigt ein Schritt gewagt wird, der eine große Ungerechtigkeit in der deutschen Rentensystematik ins Auge fasst. Mit einer Grundrente oberhalb des Grundsicherungsniveaus soll denen im Alter unter die Arme gegriffen werden, die abseits des Erwerbslebens viel geleistet haben. Im Kampf gegen die drohende Altersarmut dürfte ebenfalls ein wichtiger Schritt folgen, wenn das allgemeine gesetzliche Rentenniveau bei 48 Prozent, wie es zwischen den Parteien sondiert wurde, eingefroren wird. Die Maßnahmen sind angesichts steigender Armutsbedrohung der älteren Generation allerdings auch zwingend notwendig.“

Mit Hinweis auf die in Oldenburg erscheinende "Nordwest Zeitung" verweist der BDH darauf, dass das Europäische Statistikamt Eurostat errechnet hatte, dass der Anteil der von Armut bedrohten über 55jährigen seit 2006 von 18,2 auf 20,8 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen war. Das Armutsrisiko Älterer liegt somit in Deutschland im EU-Durchschnitt von 20,8 Prozent, aber höher als bei unseren Nachbarn. Das Armutsrisiko Älterer in Frankreich liegt den Zahlen zufolge nur bei 13,1, in den Niederlanden bei 13,9 und in Österreich bei 16,2 Prozent. 

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