WELTENBRECHER bei Gedenkveranstaltung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: domain public

Berlin (kobinet) Das Theaterensemble WELTENBRECHER ist von der Bundesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Verena Bentele, eingeladen worden, am 31. Januar beim parlamentarischen Gedenktag für die Opfer der "Euthanasie"-Verbrechen im Nationalsozialismus das Theaterstück "Wo der Pfeffer wächst" aufzuführen.

"Das Ensemble WELTENBRECHER besteht aus Beschäftigten der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gemeinnützige GmbH. Die Schauspieler schaffen mit einfachsten Mitteln, starkem Ausdruck und Bühnenpräsenz ein besonderes Theatererlebnis. Das Stück ist eine Eigenentwicklung. Es erforscht Lebensträume von Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung. Visionen und Träume, die unter der NS-Herrschaft unträumbar gewesen wären und auch noch gegenwärtig klare Akzente setzen. Das Stück wurde auf internationalen Festivals im In-und Ausland ausgezeichnet", heißt es in der Pressemitteilung der WELTENBRECHER.

Das Ensemble reist bereits einen Tag vorher an, besucht den Bundestag und nimmt am 31. Januar an der Kranzniederlegung an der Blauen Wand, Gedenk- und Informationsort für die Opfer der „NS-Euthanasie“-Morde teil. Nach dem Auftritt bei der Abendveranstaltung wird Verena Bentele gemeinsam mit den Spielern auf einem Podium sprechen.

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen gedenkt jedes Jahr in der Tiergartenstraße 4 in Berlin den "Euthanasie"-Opfern des Nationalsozialismus. Von dort aus planten die Nationalsozialisten 1940–1941 im Rahmen der sogenannten "T4-Aktion" die systematische Zwangssterilisierung und Tötung von Menschen mit Behinderungen oder psychiatrischen Erkrankungen.