Ohne Barrierefreiheit und Assistenz keine Selbstbestimmung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: ISL

Berlin (kobinet) Im Entwurf zu Pflegeberatungs-Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes spielen Barrierefreiheit und persönliche Assistenz keine Rolle, kritisiert die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) in ihrer Stellungnahme. Beide Konzepte stellten jedoch die Eckpfeiler für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen dar. "Es muss sichergestellt werden, dass die Beratung barrierefrei zugänglich ist und durchgeführt wird. Dabei muss auf die Beeinträchtigungen der Ratsuchenden individuell eingegangen werden", fordert Matthias Vernaldi, Sprecher für Persönliche Assistenz und Persönliches Budget der ISL.

"Die Pflegeberater*innen sollten die Hilfeform Persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderungen kennen, welche pflegebedürftigen Menschen ein Höchstmaß an Selbstbestimmung ermöglicht. Die Pflegeberater*innen sollten über die Angebotsstruktur vor Ort und die Handhabung des persönlichen Budgets informieren können. Dazu müssen sie entsprechend qualifiziert werden“, unterstreicht Vernaldi seine Forderungen.

Nur wenn die Barrierefreiheit in den Beratungsstellen und bei der Beratung gegeben und das Wissen zum Thema Persönliche Assistenz vorhanden ist, werde eine qualitativ gute Beratung im Sinne der Selbstbestimmung möglich.

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