Berlins City-Toiletten bis 2020 sicher

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

City_Toilette Unter den Linden
City_Toilette Unter den Linden
Bild: WALL GmbH

Berlin (kobinet) Erleichtert nahmen Betroffene die Mitteilung auf, dass Wall den Toilettenbetrieb in Berlin sicher stellt. Kein Berliner soll in der Übergangszeit auf die bewährten City-Toiletten verzichten müssen. Die Wall GmbH und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz haben eine Vereinbarung geschlossen, die den Betrieb der City-Toiletten im Land Berlin über den 31. Dezember 2018 hinaus sicherstellt bis es zu einem Austausch der jeweiligen City Toiletten infolge der Neuausschreibung der öffentlichen Toiletten in Berlin kommt. Finanziert wird der Interimsbetrieb der Toiletten ausschließlich durch bestehende Werbeträger, die im Übergangszeitraum weiter genutzt werden. Das ist eine gute Nachricht für den ehemaligen Landesbehindertenbeauftragten Jürgen Schneider, der zusammen mit Behinderten an dem Konzept der City-Toiletten mitgearbeitet hatte. "Das entspricht dem von mir vor einem Jahr angestrebten Moratorium", sagte Schneider heute dem Berliner kobinet-Korrespondenten.

Bestandteil der Vereinbarung sind auch die 13 noch existierenden denkmalgeschützten, historischen Urinale, die sogenannten Café Achteck, die Wall vor rund 15 Jahren aufwendig denkmalgerecht saniert hat, die zum Jahresende in das Eigentum des Landes Berlin übergehen werden.

Dazu erklärt Patrick Möller, Geschäftsführer Städtemarketing und Service: „Das Land Berlin ist zu Beginn diesen Jahres mit der Bitte an uns herangetreten, den Betrieb der Berliner City Toiletten über das eigentliche Vertragsende zum 31. Dezember 2018 hinaus sicherzustellen, um das heute bestehende Angebot an barrierefreien City-Toiletten und City-Pissiors für die Berlinerinnen und Berliner sowie die Besucher der Stadt über das Jahresende für bis zu zwei Jahre bis Ende 2020 hinaus zu erhalten. Unabhängig vom Ausgang der laufenden Toilettenausschreibung werden wir unsererseits vollumfänglich den Betrieb unserer City-Toiletten und City-Pissoirs mit unserem Premiumservice weiterhin garantieren und die Standorte einem etwaigen neuen Toilettenbetreiber Zug um Zug übergeben. Damit wird jede Toilette im Falle einer Modernisierung nur für wenige Tage geschlossen bleiben. Davon werden insbesondere die Menschen mit Behinderungen in ihrer Bewegungsfreiheit profitieren, die alleine rund 35 Prozent der Benutzungen ausmachen. Gleichwohl hoffen wir darauf, dass wir uns auch im derzeit laufenden Ausschreibungsverfahren das Land Berlin von unserem bewährten Toilettenkonzept werden überzeugen können. In unserem Werk in Berlin/Velten entwickeln wir derzeit mit unseren Entwicklungsingenieuren die modernste Generation von Toilettenanlagen. Insgesamt sind mehr als 75 Mitarbeiter vor Ort mit Entwicklung, Produktion und Betrieb von Toiletten befasst."

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