Projekt zur Krebsfrüherkennung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: domain public

Stuttgart (kobinet) Das baden-württembergische Ministerium für Soziales und Integration fördert ein Projekt zur Krebsfrüherkennung bei Menschen mit schweren Behinderungen mit 67.500 Euro. Das gab Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha in Stuttgart bekannt. "Wir müssen die Chancen in der Krebsprävention und -früherkennung konsequent nutzen, um die Zahl der Neuerkrankungen zu verringern und die Heilungschancen zu erhöhen. Genauso konsequent müssen wir darauf achten, dass Menschen mit schweren Behinderungen von diesen medizinischen Möglichkeiten nicht ausgeschlossen werden", betonte der Minister.

Die Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen an den entsprechenden Untersuchungen und Programmen sei ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, so Minister Lucha. Zu den Zielen des Projektes gehört es beispielsweise, Aufklärungsflyer und Ratgeber in Leichter Sprache für Menschen mit kognitiven Behinderungen zu erstellen, Schulungskonzepte für Einrichtungen der Behindertenhilfe zu erarbeiten sowie Menschen mit Behinderungen die Teilhabe an Angeboten von Krebs-Selbsthilfegruppen zu ermöglichen. Zudem soll das Bewusstsein für die Teilhabe von Menschen mit schweren Behinderungen an Prävention und Früherkennung auch auf Seiten der Gesundheitsberufe gestärkt werden. Im Mittelpunkt des Projekts stehen Brustkrebs, Hodenkrebs und Hautkrebs

Weiterführende Informationen

Das Projekt wird vom Landesverband für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg in enger Zusammenarbeit mit dem Krebsverband Baden-Württemberg durchgeführt. Nach Artikel 25 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) haben Menschen mit Behinderungen das Recht auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit. Der baden-württembergische Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK hat deshalb zum Ziel, Menschen mit Behinderungen zur Stärkung ihrer Gesundheit zu befähigen. In Baden-Württemberg erkranken jedes Jahr schätzungsweise 50.000 Frauen und Männer an Krebs.

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