Wettbewerb um digitale Lösungen

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: Aktion Mensch e.V.

Berlin (kobinet) Deutschland liebt Reisen und Deutschland liebt all-inclusive. Die Reise in die digitale Zukunft ist dagegen noch sehr exklusiv und beschränkt sich auf nur bestimmte Personenkreise. An allen Ecken und Enden kämpfen Menschen mit Behinderungen gegen Windmühlen und vermeintlich unsichtbare Barrieren. Anlass genug für Unitymedia, Sozialhelden und Impact Hub Berlin die "Digital Imagination Challenge" ins Leben zu rufen.

Mit diesem Wettbewerb sucht Unitymedia gemeinsam mit Sozialhelden und Impact Hub Berlin technologiebasierte Ideen und Lösungen, die einen barrierefreien Zugang zu den digitalen Medien schaffen und es Menschen mit Behinderungen ermöglichen, an der digitalen Welt aktiv teilzuhaben.

Initiativen, Vereine und Startups aus ganz Deutschland konnten sich bewerben. Bei der Verleihung des "Digital Imagination Awards", der Abschlussveranstaltung Mitte Februar, präsentieren fünf Teams aus ganz Deutschland einer siebenköpfigen Jury ihre Tech-Lösungen für eine Zukunft, die für alle funktioniert. Vier Wochen lang wurden die fünf Finalistinnen und Finalisten auf ihrer Reise in eine inklusive Zukunft mit Training und Coaching begleitet, um nun andere für Ihre Ideen zu begeistern.

Es winken 20.000 € und Beratung, um die Ideen und Lösungen weiterzuentwickeln, damit wirklich alle Menschen von der digitalen Welt profitieren können. Absolutes Novum dabei: Zum ersten Mal findet eine der fünf Präsentationen in Gebärdensprache statt. Dolmetscherinnen und Dolmetscher werden zudem das gesamte Event in Deutsche Gebärdensprache übersetzen. Zusätzlich wird es eine Audiodeskription der Veranstaltung geben.

Die fünf Finalisten des Wettbewerb sind:

  • „BACC“ von Freunde der DZB e.V.in Leipzig, das Prüfwerkzeug zum automatisierten Testen der Barrierefreiheit von E-Books beziehungsweise EPUB-Publikationen für Verlage bietet.

  • „GazeTheWeb“ von Institute for Web Science & Technologies der Universität Koblenz-Landau, das einen Webbrowser bietet, der Menschen mit motorischen Einschränkungen mittels Augensteuerung die Interaktion mit der digitalen Welt ermöglicht

  • Der Beitrag „LAYA – Learn as you are“ von Kopf, Hand + Fuss, Berlin -eine E-Learning-Plattform, die im Front-End, im Content-Bereich und als Autorentool barrierefrei ist.

  • „Signers Mask“ des Mental Health & Deafness e.V. und des Kompetenzzentrums für Gebärdensprache & Gestik der RWTH Aachen mit einer App zur Anonymisierung von Signers (Gebärdensprechenden), um Diskriminierungen im interaktiven Dialog vorzubeugen

  • „Frazier“ von Video to Voice, Berlin mit einer Audiodeskriptionssoftware mit Text-to-Speech-Technologie für einen barrierefreien Zugang zu Bewegtbildformaten.

Weitere Informationen zu diesem Wettbewerb, der "Digital Imagination Challenge", den Finalisten und der Jury können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

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