Einfach stehengelassen

Veröffentlicht am von Kobinet

Jens Merkel
Jens Merkel © Kobinet


Grimma (kobinet) Wieder einmal wurde Jens Merkel mit der Unzulänglichkeit des Services der Deutschen Bahn konfrontiert. Angeblich sei keine Einstiegshilfe vorhanden lautete die Begründung dafür, dass er eine Stunde auf den nächsten Zug warten musste.

Wie er soeben den kobinet-nachrichten mitteilt, sollte die Fahrt mit der Regionalbahn nach Leipzig gehen. Sollte sie und tat sie auch - aber mit einer Stunde Verspätung. Brav, wie es sich gehört, hatte der Elektrorollstuhlbenutzer seine Fahrt bei der Mobilitätszentrale angemeldet.

"Als ich den Zugführer der Regionalbahn bat, die Einstiegshilfe anzulegen, war dieser sehr verwundert", erzählt Merkel. Der Zugführer sei angeblich nicht über die Mitfahrt informiert worden. "Nach dem vergeblichen Suchen der Einstiegshilfe im Zug blieb ich am Bahnsteig zurück. Ärgerlich, denn ich hatte einen Termin. In einem sofortigem Telefonat mit der Mobilitätszentrale der DB forderte ich, dafür zu sorgen, dass im nächsten Zug eine Einstiegshilfe vorhanden ist".

Prompt schickte die Bahn im nächsten Zug gleich 2 Zugbegleiter mit. "Und die Einstiegshilfe war natürlich auch dabei". Die Zugbegleiter hätten sich mehrmals entschuldigt und den Fehler unter anderem damit begründet, dass der Zugführer wahrscheinlich nicht wusste, dass die Einstiegshilfe im Schrank innerhalb des Zuges eingeschlossen sei. Merkel: "Die DB AG sollte ihrem Personal Schulungen anbieten, damit sie auch wissen, wie Menschen mit Behinderungen das Recht auf eine Mitnahme bei der Bahn gewährleistet werden soll". elba