Gleichberechtigte Wiedergutmachung für behinderte Heimkinder gefordert
Veröffentlicht am von Kobinet
Berlin (kobinet) Der Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, Hubert Hüppe, begrüßte heute, dass der Deutsche Bundestag gestern das an Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Behindertenhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie verübte Unrecht ausdrücklich verurteilt hat, ihr Leid erkennt und Regelungen zur Wiedergutmachung fordert. Das Parlament hatte einem fraktionsübergreifenden Antrag zur Wiedergutmachung des Unrechts an Heimkindern von 1949 bis 1975 zugestimmt.
Noch im Abschlussbericht des "Runden Tisches" sei das Schicksal vieler Menschen in Heimen der Behindertenhilfe nur in einer Fußnote erwähnt worden, so der Behindertenbeauftragte. Er verwies darauf, dass es bei diesem Beschluss aber nicht bleiben dürfe. "Wenn die Situation eintreten sollte, dass ehemaligen Heimkindern eine Unterstützung versagt wird, weil sie in einer Einrichtung der Behindertenhilfe waren, wäre dies absolut inakzeptabel", verdeutlichte der Behindertenbeauftragte. Es komme jetzt entscheidend darauf an, dass die Verantwortlichen Regelungen träfen, die behinderte Heimkinder gegenüber anderen ehemaligen Heimkindern nicht benachteiligen. hjr
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