Behindertenrat zur Veranstaltungsabsage des Bundestages

Veröffentlicht am von Kobinet

Foto zeigt Barbara Vieweg
Foto zeigt Barbara Vieweg © Kobinet

Kassel (kobinet) Zur Veranstaltungsabsage Menschen mit Behinderungen im Deutschen Bundestag am 2. und 3. Dezember 2011 erhielt kobinet heute eine Richtigstellung durch den Deutschen Behindertenrat. Die Erklärung von Barbara Vieweg, Vorsitzende des Sprecherrates dieses Aktionsbündnisses deutscher Behindertenverbände, wird nachfolgend im Wortlaut dokumentiert:

Der Deutsche Behindertenrat war Kooperationspartner für die Veranstaltung zum Welttag der Menschen mit Behinderung. Durch die aktive Mitarbeit bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Veranstaltung unterstützte er das Anliegen der behindertenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher, Menschen mit Behinderung zu einem Dialog mit den gewählten Volksvertreterinnen und Vertretern einzuladen.

Die Tatsache, dass die Konferenz aus veranstaltungstechnischen Sicherheits- und Brandschutzgründen abgesagt werden muss, kann auch der Deutsche Behindertenrat nur zur Kenntnis nehmen und muss akzeptieren, dass eine zufrieden stellende Lösung kurzfristig nicht erreichbar war. Wir bedauern diesen Vorgang außerordentlich, insbesondere auch deshalb, weil wir in diesem Jahr auf unsere traditionelle Tagung zum UN-Tag zu Gunsten dieser Veranstaltung verzichtet haben.

Im Schreiben vom 11. Oktober teilt der Deutschen Bundestag nunmehr den angemeldeten Personen mit, dass die Veranstaltung auf den Oktober nächsten Jahres mit einem veränderten Anmeldeverfahren verschoben wird. Das Anmeldverfahren führt dann dazu, dass die Anzahl der Teilnehmenden, die einen Rollstuhl nutzen, begrenzt wird. In diesem Schreiben wird behauptet, dass der Deutsche Behindertenrat diese Entscheidung mit trägt, das ist nicht zutreffend. Ein solches Verfahren ist von großer negativer Symbolkraft und für den Deutschen Behindertenrat nicht akzeptabel. sch
 
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