Rentenanpassung kein Grund zum Jubeln

Veröffentlicht am von Kobinet

Porträtfoto  Ulrike Mascher
Porträtfoto Ulrike Mascher © Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Das Bundeskabinett beschließt morgen eine Rentenanpassung zum 1. Juli 2012 in Höhe von 2,18 Prozent im Westen und 2,26 Prozent im Osten. Die Bezüge der 20 Millionen Rentner steigen damit weniger stark als ursprünglich erwartet. "Kein Grund zum Jubeln", meint Ulrike Mascher, die Präsidentin des Sozialverbands VdK. Rentnerinnen und Rentner hätten seit 2004 einen Kaufkraftverlust von rund 9 Prozent hinnehmen müssen. Aktuell beträgt die wachsende Inflationsrate 2,3 Prozent.

"Die steigenden Strom- und Energiepreise belasten Rentnerhaushalte, die häufig nur ein geringes Einkommen haben, besonders", so Mascher. "Auch die seit 2004 geltenden höheren Zuzahlungen im Gesundheitsbereich wie Praxisgebühr, Zuzahlungen bei Medikamenten, Heil- und Hilfsmitteln schlagen bei Rentnerinnen und Rentnern überproportional zu Buche. Unter dem Strich werden durch die bevorstehende Rentenanpassung die Kaufkraftverluste der Rente, die sich über die letzten Jahre angehäuft haben, nicht wettgemacht." sch
 
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