Film: Selbstbestimmt leben - Das persönliche Budget

Veröffentlicht am von Kobinet

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Bild zum Fernsehen © Kobinet

Eisenach (kobinet) Am 24. April findet um 15.00 Uhr im Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk in Eisenach die Uraufführung des Films "Selbstbestimmt leben Das persönliche Budget" statt. Der Film entstand in Gemeinschaftsarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung.

Im Anschluss an die Vorführung gibt es eine Gelegenheit zur Diskussion. Ingrid Zoeger, Budgetassistentin und Beraterin aus Sondershausen und Vorstandsmitglied des bundesweiten Selbsthilfeverbandes FORUM GEHIRN e. V., die in Thüringen ein Netzwerk zum persönlichen Budget aufbauen möchte und Barbara Vieweg aus Jena von der bundesweiten Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) stehen als Expertinnen zur Diskussion zur Verfügung.

Zwei Jahre läuft das vom Diakonischen Bildungsinstitut Johannes Falk gGmbH verantwortete und von der Aktion Mensch geförderte Filmprojekt "it works!". Es untersucht die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Thüringen. Die in gemeinsamer Arbeit behinderter und nicht behinderter Menschen entstehenden Dokumentarfilme beleuchten verschiedene Aspekte des Lebens von Menschen mit Behinderung und fragen, was sich seit Ratifizierung der Konvention durch die Bundesrepublik 2009 im Freistaat getan hat.

Im ersten Film "Gemeinsam lernen kriegen wir das hin?" berichten Schüler, Lehrer und Eltern von ihren eigenen Erfahrungen mit Bildung in Thüringen. Experten vom Minister bis zum Verbandsmitglied erläutern ihren Standpunkt zu den Bildungschancen behinderter Menschen und zum gemeinsamen Lernen. Eine Bestandsaufnahme, die zeigt, dass es im Moment mehr Baustellen als Lösungen gibt.

Der zweite Film "Selbstbestimmt leben Das Persönliche Budget" untersucht, warum das Persönliche Budget so wenig genutzt wird. Mit ihm können sich behinderte Menschen - alternativ zur Dienst- oder Sachleistung - die notwendige Unterstützung bei Einrichtungen, Diensten oder Privatpersonen selbst einkaufen, um ihren persönlichen Hilfebedarf zu decken. Sie bestimmen so selbst, welche Art von Hilfe sie brauchen, wer die Unterstützung erbringt, wann sie erbracht wird, wie die Hilfe konkret sein und geleistet werden soll. Mit diesem innovativen Instrument könnten Menschen mit Behinderung leichter eine Ausbildungsunterstützung oder einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erhalten, zu Hause statt im Heim leben, besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Noch bis Ende Februar 2013 untersucht das Filmprojekt, wie der Geist der Konvention in Thüringen aufgegriffen wird. Folgen werden noch Videos über Arbeit, Barrierefreiheit, Inklusion als Paradigmenwechsel für die Träger der Behindertenhilfe und diverser Ausbildungsberufe sowie Frauen und Senioren mit Behinderung. Schirmherr des Projektes ist der Thüringer Landesbehindertenbeauftragte Dr. Paul Brockhausen. Die Projektkoordinatorin Heidi Hasse bringt ihre langjährigen Erfahrungen als Regisseurin und Redakteurin des DDR-Fernsehens in das Vorhaben ein. moh