Preise für Universelles Design verliehen

Veröffentlicht am von Kobinet

Bild von der Preisverleihung in der Staatskanzlei
Bild von der Preisverleihung in der Staatskanzlei © Kobinet

Mainz (kobinet) Innovative Ideen für ein barrierefreies und komfortables Leben hat die rheinland-pfälzische Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen gestern im Rahmen ihres Wettbewerbs "Universelles Design: Gut zu gebrauchen" in Mainz verliehen. Der Schirmherr des Wettbewerbs, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, zeigte sich beeindruckt von der Kreativität der acht Preisträger.

"Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mit ihren Vorschlägen und Ideen viel Einfallsreichtum und Mut zur Innovation bewiesen. Die Beiträge verbindet das universelle Design, was heißt, dass sie allen Menschen uneingeschränkt zu Gute kommen. Dabei belegen die prämierten Beiträge beispielhaft, dass Rheinland-Pfalz ein Land mit echtem Erfindergeist ist", sagte Ministerpräsident Kurt Beck im Festsaal der Staatskanzlei. Für den Wettbewerb waren Studierende der rheinland-pfälzischen Hochschulen sowie Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen aufgerufen, barrierefreie Produkte zu entwickeln, die für mehr Komfort im Alltag sorgen.

"Der Wettbewerb soll dazu beitragen, dass sich künftige Planer und Gestalter frühzeitig mit dem Thema Barrierefreiheit beschäftigen und auch später bei der Produktentwicklung Wert auf Produkte mit hoher Funktionalität und Gebrauchstauglichkeit legen", erläuterte Heide Marie Galle, Initiatorin des Wettbewerbs und Leiterin der Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen. "Um an einer menschengerechten Zukunft mitzuarbeiten, sollen sie eine breite Nutzergruppe vom Kind bis zum alten Menschen im Blick haben." Ein großes Anliegen der Landesberatungsstelle ist, dass die prämierten Produkte und Ideen bis zur Serienreife weiter entwickelt werden und Einzug in die Praxis finden. Insgesamt wurden 69 Arbeiten eingereicht, nachdem das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie den Wettbewerb ausgelobt hatte. Die Preisgelder im Gesamtwert von 5.000 Euro stiftet der Sparkassenverband Rheinland-Pfalz.

In einer von Andreas Winkel vom Hessischen Rundfunk moderierten Gesprächsrunde bekräftigte die Präsidentin des rheinland-pfälzischen Sparkassenverbandes Läsch-Weber, dass sich die Sparkassen verstärkt um die Barrierefreiheit ihrer Angebote kümmern. Bereits 2007 wurde hierfür eine Zielvereinbarung abgeschlossen. Für die Verbraucherzentrale ist es zunehmend von Bedeutung auch die Barrierefreiheit von Produkten und Angeboten in den Blick zu nehmen. Der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Ottmar Miles-Paul, betonte, dass mit der Preisverleihung wieder ein Baustein des Aktionsplans der rheinland-pfälzischen Landesregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention voran getrieben wurde. Jetzt müsse es darum gehen, die tollen Entwürfe auch in die Produktion und Umsetzung zu bringen. moh

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