Erster Inklusionskongress in Mecklenburg-Vorpommern

Veröffentlicht am von Kobinet

Wappen von Mecklenburg-Vorpommern
Wappen von Mecklenburg-Vorpommern © Kobinet

Rostock (kobinet) Der Bildungsminister von Mecklenburg-Vorpommern Mathias Brodkorb will sich mit Lehrern, Eltern, Gewerkschaftern, Verbandsvertretern und Wissenschaftlern austauschen, wie Kinder mit und ohne Lernschwierigkeiten in der Schule gemeinsam lernen können. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur lädt am 5. Mai zum ersten Inklusionskongress an die Universität Rostock ein. Die Veranstaltung ist Auftakt für eine Reihe weiterer Tagungen zum Thema schulische Inklusion.

"Wir sollten uns keinen unrealistischen Erwartungen hingeben und die Reformen so gestalten, dass die Lehrerinnen und Lehrer sie auch wirklich bewältigen können", sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb vor dem Kongress. "Ohne selbstsichere Lehrkräfte wird Inklusion nicht erfolgreich sein."

Die Inklusionsbevollmächtigte des Landes, Prof. Dr. Katja Koch, wird über die Arbeit der Expertenkommission berichten. Das Gremium erarbeitet Empfehlungen zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Perspektive bis zum Jahr 2020. "Inklusion kann nicht einfach von oben verordnet werden, sondern beruht auf breiter gesellschaftlicher Akzeptanz", erläuterte Prof. Dr. Katja Koch.

Wissenschaftler diskutieren mit den Teilnehmern, welches Menschenbild der Inklusion zu Grunde liegen sollte. Lehrer aus Brandenburg und Niedersachsen berichten von ihren Erfahrungen aus der Praxis. Zum Inklusionskongress werden mehr als 400 Teilnehmer erwartet. moh