Sozialverband VdK: Staat nicht aus der Verantwortung entlassen
Veröffentlicht am von Kobinet
Düsseldorf (kobinet) Der Sozialverband VdK hat heute in Düsseldorf bekräftigt, dass der Staat nicht aus der Verantwortung entlassen wird. Das lobenswerte bürgerschaftliche Engagement in Deutschland belegt das Versagen des Staates, dessen soziales Sicherungssystem immer löchriger wird, betonte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher heute in Düsseldorf vor rund 1.100 Gästen des Landesverbandstags Nordrhein-Westfalens.
Freiwillige Angebote dürfen kein Vorwand dafür sein, dass der Staat aus seiner Verantwortung entlassen wird", so die VdK-Präsidentin. "Es muss für jeden armen Menschen in Deutschland wieder möglich sein, mit Hilfe staatlicher Unterstützung genug für ein menschenwürdiges Leben zu bekommen. Mascher ging damit auf die wachsende Zahl der von Armut betroffenen Menschen auch in Nordrhein-Westfalen, insbesondere im Ruhrgebiet ein.
Carina Gödecke, die neue Präsidentin des Landtags Nordrhein-Westfalen, lobte die gute Zusammenarbeit des Landesverbands mit dem Parlament in den vergangenen Jahren. Der Landtag in NRW braucht die Erfahrung und die kritische und konstruktive Begleitung des Sozialverbands VdK, machte Gödecke deutlich. Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass der VdK dabei mitgeholfen habe, den Sozialstaat in Deutschland zu errichten. In diesem Zusammenhang lobte sie das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Sozialverbands.
Auf dem Verbandstag war Karl-Heinz Fries als Vorsitzender des VdK NRW einstimmig wiedergewählt worden. Er sehe dies als Ansporn, sich auch in Zukunft für die sozialpolitischen Belange der rund 256.000 Mitglieder in Nordrhein-Westfalen einzusetzen. sch
Mascher
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