Inklusive Krippen: Eltern nicht länger hinhalten
Veröffentlicht am von Kobinet
Hannover (kobinet) Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen forderte heute ein Machtwort von Ministerpräsident David McAllister, damit bei der Aufnahme behinderter Kinder in inklusive Krippen Eltern nicht noch länger hingehalten werden. Ganz langsam bekommen wir den Verdacht, dass das Land Eltern, Kinder und Kita-Träger so lange hinhält, um Geld für ein Jahr zu sparen, bis 2013 der Rechtsanspruch auf inklusive Kitas greift, so eine Pressemitteilung des Verbandes. Landesvorsitzender Adolf Bauer ist entsetzt, dass Familien behinderter Kinder ihrem Schicksal überlassen werden.
Inzwischen haben erste Familien Absagen für die Betreuung ihrer Kinder in bisher vom Land geförderten inklusiven Krippen erhalten. Der Grund: Noch immer hat das Land keine Fortsetzungsregelung für das auslaufende Pilotprojekt vorgelegt. Bauer, der schon in der vergangenen Woche eine Fortsetzung des Projekts gefordert hatte, wird jetzt deutlicher: Ministerpräsident McAllister muss jetzt auf den Tisch hauen. Offensichtlich werden sich da zwei Ministerien bei der Umsetzung der Inklusion nicht einig!
Aktuell haben die Eltern dreier behinderter Kinder einer hannoverschen Krippe, die neben Erzieherinnen auch Heilpädagogen beschäftigt, eine Absage erhalten. Das Land schert sich nicht um die persönlichen Schicksale, das ist bestürzend. Viele Familien sind angewiesen auf Krippenbetreuung, weil sie arbeiten müssen und sonst finanziell nicht über die Runden kommen. Das kann der Landesregierung nicht egal sein, so Ursula Pöhler, Vorsitzende des SoVD-Kreisverbands Hannover-Stadt. Die Familien brauchen jetzt Hilfe, nicht erst 2013. sch
Bauer
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