Budo-Lehrgang in Potsdam

Veröffentlicht am von Kobinet

Webfoto zeigt Kampfsportler im Rolli
Webfoto zeigt Kampfsportler im Rolli © Kobinet

Potsdam (kobinet) Menschen mit und ohne Behinderung aus fast allen Ecken Deutschlands kommen am Wochenende zum Budo-Lehrgang nach Potsdam. Budo ist kein neues deutsches Kürzel, sondern der japanische Oberbegriff für die auch hierzulande beliebten Kampfsportarten. Der Sportclub Potsdam ist zum dritten Mal Ausrichter eines Lehrgangs des Netzwerks "Barrierefreies Budo".

Das lose, nicht kommerzielle Netzwerk wurde vor ungefähr zehn Jahren ins Leben gerufen, erfuhr kobinet von Dirk Tannert. Der Trainer vom SC Potsdam war maßgeblich daran beteiligt. "Das Besondere am Netzwerk und unseren Lehrgängen ist, dass alles ehrenamtlich organisiert wird. Wir tauschen Wissen gegen Wissen. Alle Teilnehmer - auch die Referenten(!) - der Lehrgänge reisen auf eigene Kosten an und geben ihr Können honorarfrei weiter", sagt Tannert. Die Teilnehmerbeiträge werden so gering gehalten, damit selbst sozialschwächere Interessenten dabei sein können.

"Wir zeigen, wie ein wirklich gleichberechtigtes Miteinander im Kampfsport (Budo) funktionieren kann. Wir öffnen Menschen mit Handikap Tür und Tor zum Budo und bauen Berührungsängste auf beiden Seiten ab. Wir zeigen, dass eine individuelle Beeinträchtigung das Training nicht behindert, sondern - im Gegenteil - neue, kreative Möglichkeiten schafft", so der Potsdamer Kampfsporttrainer. sch