Foto: Moritz Wolfgang Schauenburg
Bad Saulgau (kobinet)
Manche Ideen entstehen am Schreibtisch. Andere entstehen, weil sich das eigene Leben verändert.
Bei AssistMatch.de war es Letzteres.
Bad Saulgau (kobinet)
Manche Ideen entstehen am Schreibtisch. Andere entstehen, weil sich das eigene Leben verändert.
Bei AssistMatch.de war es Letzteres.
MÜNSTER (kobinet)
Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen hat sich am 24. September 2026 erneut am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ beteiligt. Im Mittelpunkt stand der Arbeitsplatztausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, um Inklusion auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Sieben Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) wechselten für einen Tag in die LWV-Verwaltungen: drei in die Hauptverwaltung in Kassel, je zwei in die Regionalverwaltungen in Darmstadt und Wiesbaden. Dort erhielten sie Einblicke in Arbeitsbereiche wie die Digitalisierung der Tagespost, die Registratur, den Hausdienst oder den Empfang. Im Gegenzug arbeiteten 13 LWV-Beschäftigte in den Werkstätten ihrer Tauschpartner: in der Hephata Diakonie im Schwalm-Eder-Kreis, im Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg, bei der BWMK gGmbH und im Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) in Wiesbaden.
FRECHEN (kobinet)
Sechs Wochen ist es her, dass die deutsche Para Judo-Nationalmannschaft bei den Heim-Europameisterschaften in Heidelberg kämpfte und dabei über zweimal Silber und einmal Bronze jubelte. Mit Isabell Thal und Daniel Goral gehören die beiden EM-Silbermedaillengewinner zum vierköpfigen deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaften, die vom 25. bis 27. September im georgischen Tbilisi stattfinden. Die Entwicklung ihrer Athletinnen und Athleten stimmt sie sehr zuversichtlich. Isabell Thal und Daniel Goral haben inzwischen schon mehrfach bewiesen, dass sie zur Weltspitze in ihren Startklassen gehören.
Berlin (kobinet)
Die saarländische Landesregierung führt zum 1. Januar 2028 die pauschale Beihilfe ein. Damit übernimmt der Dienstherr künftig einen 50-prozentigen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen für gesetzlich versicherte Beamte. Der VdK Saarland bewertet die Neuregelung als sozialpolitischen Erfolg. Besonders profitieren sollen chronisch kranke Beamte und Beamte mit Behinderungen, die bisher den doppelten Krankenversicherungsbeitrag allein tragen mussten, sofern sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen keine bezahlbare private Absicherung erhalten hatten. „Unser langer Atem und das dicke Bretterbohren haben sich ausgezahlt. Wir haben nicht lockergelassen, die Stimme für diejenigen zu erheben, die im einfachen und mittleren Dienst unter enormen finanziellen Mehrbelastungen leiden und selbst keine Lobby haben“, sagte Peter Springborn, Landesgeschäftsführer des VdK Saarland. Die Einführung der pauschalen Beihilfe sei „ein echter Sieg für die soziale Gerechtigkeit im Saarland“.
Berlin (kobinet)
Nachdem der Gesetzentwurf diese Woche in Erster Lesung im Bundestag debattiert wurde, geht es nun mit dem Thema von ärzlichen Zwangsmaßnahmen im Rahmen des Betreuungsrechts schnell voran. Bereits für den 7. Oktober 2026 ist von 14:00 bis 16:00 Uhr eine Anhörung zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht angesetzt. Die Sitzung ist öffentlich und wird auf www.bundestag.de übertragen. Wer vor Ort im Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal 2.600, in Berlin an der Anhörung teilnehmen möchte, kann sich bis zum 5. Oktober 2026 anmelden.
BERLIN (kobinet)
Der Sozialverband VdK lehnt die von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann geplante Kürzung der Kinderkrankentage ab. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt, die Maßnahme treffe insbesondere Frauen, die bereits rund 73 Prozent der Kinderkrankentage übernehmen. Eine Einschränkung dieser Möglichkeit führe zu einer ungleichen Belastung, da Frauen häufiger unbezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung nehmen müssten und damit auf Einkommen und finanzielle Sicherheit verzichteten. Für berufstätige Alleinerziehende sei die Kürzung um zehn Tage ein besonders schwerer Schlag, da sie die Betreuung allein organisieren und gleichzeitig ihren Arbeitsplatz sichern müssten, so Bentele. Dies stehe im Widerspruch zum Ziel, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, möglicherweise sogar in Vollzeit. „Wer mehr Erwerbsarbeit von Frauen fordert, darf nicht gleichzeitig an der Absicherung unbezahlter Sorgearbeit sparen“, betonte die VdK-Präsidentin. Zudem drohe die Bundesregierung, Einsparungen zu Lasten von Familien und insbesondere auf dem Rücken von Frauen vorzunehmen, wie bei anderen Kürzungsvorhaben auch.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Sozialstaat gemeinsam retten“ am 26. September 2026 unterstützt der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e. V. (BeB) die Forderungen des Bündnisses für Bürokratieabbau im Sozialbereich. Der BeB ist Teil des Bündnisses, das sich gegen Kürzungen sozialer Leistungen und für den Abbau bürokratischer Hürden einsetzt. Angesichts der Diskussionen über Einsparungen im Sozialbereich betont der BeB, dass diese nicht zulasten von Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen sowie den Einrichtungen gehen dürfen. „Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen brauchen verlässliche Hilfen und verlässliche Angebote. Notwendige Leistungen infrage zu stellen oder einseitige Vorgaben der Leistungsträger zuzulassen, verstößt gegen grundlegende demokratische und sozialrechtliche Prinzipien“, sagt Dr. Christian Geyer, Vorsitzender des BeB. Statt Leistungen zu kürzen oder kirchenrechtliche Löhne nicht mehr anzuerkennen, sieht der Verband erhebliche Potenziale im Abbau unnötiger Bürokratie. Komplexe Verwaltungsverfahren, unterschiedliche Anforderungen von Kostenträgern, umfangreiche Dokumentationspflichten und fehlende digitale Standards binden wertvolle Zeit und Ressourcen. Diese fehlen dann bei der Unterstützung der Menschen, so der BeB.
Berlin (kobinet)
Am 10. Oktober 2026 findet auf dem Tempelhofer Feld in Berlin der 11. SoVD-Inklusionslauf statt. Im Mittelpunkt stehen diesmal Familien und Angehörige von Menschen mit Behinderungen. Das Motto lautet „Zusammen stark – Die unsichtbaren Helden“. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) verweist darauf, dass Eltern, Geschwister und Partner*innen täglich besondere Leistungen erbringen, etwa bei der Organisation von Arztterminen, Hilfsmitteln oder der Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung. SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier betont: „Ihr seid die Treiber echter Inklusion.“ Schirmherr der Veranstaltung ist Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Er erklärt: „Dieser Lauf zeigt, dass Inklusion ein gemeinsames Projekt ist – für Familien, für Angehörige, für gleichberechtigte Teilhabe.“ Botschafterin ist die mehrfache Weltmeisterin und Paralympics-Siegerin im Para-Schwimmen, Elena Semechin. Als fast blinde Mutter sagt sie: „Inklusion betrifft nicht nur einzelne Personen, sondern auch ihr Umfeld.“ Alle Informationen und die Anmeldung sind unter www.inklusionslauf.de abrufbar.
MÜNSTER (kobinet)
Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentieren sich noch bis zum 26. September 2026 auf der REHACARE in Düsseldorf. Am gemeinsamen Messestand in Halle 1, Stand D49, stehen Fachleute aus verschiedenen Bereichen für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Seit über 40 Jahren sind die beiden Landschaftsverbände als „Team Inklusion“ auf der Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege vertreten. Am Messestand wird Inklusion auch praktisch erlebbar: Das inklusive Café „Wo ist Tom?“ aus Köln versorgt die Besucherinnen und Besucher mit Getränken und Snacks und zeigt gleichzeitig, dass Inklusion im Arbeitsleben umsetzbar ist.
BONN (kobinet)
Die aktuellen Debatten über Einsparungen im Sozialbereich verunsichern Menschen mit Behinderung, Familien und pflegende Angehörige. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Unterstützungsangebote ungenutzt, wie eine Studie der Aktion Mensch zeigt. Der Grund: Viele Betroffene kennen die Leistungen nicht oder scheuen den bürokratischen Aufwand bei der Beantragung. Dabei hilft der barrierefreie Familienratgeber der Aktion Mensch. Er bietet Informationen zu staatlichen Hilfsangeboten in Einfacher und teils Leichter Sprache und deckt Themen wie Schule, Beruf, Freizeit, Barrierefreiheit, Rechte, Wohnen, Beratung sowie Kranken- und Pflegeversicherung ab.
Berlin (kobinet)
Seit Jahren wird darum gerungen, wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) weiterentwickelt werden kann. Hierfür hat die Bundesregierung mittlerweile einen u.a. vom Bündnis AGG Reform Jetzt kritisierten Gesetzentwurf vorgelegt, der bereits in Erster Lesung vor der Sommerpause im Bundestag debattiert wurde. Die vom Rechtsausschuss des Bundestages mittlerweile angesetzte Anhörung zur Änderung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) findet am 5. Oktober 2026 von 11.30 bis 13.30 Uhr in öffentlicher Sitzung im Paul-Löbe-Haus des Bundestages im Sitzungssaal 2.600 in Berlin statt. Die Anmeldung zur Anhörung ist bis zum 1. Oktober 2026 möglich, wie es in der Ankündigung heißt. Ob diese live im Internet übertragen wird, geht aus den bisherigen Informationen nicht hervor.
Link zu weiteren Informationen zur Anhörung und zur Anmeldung
Link zur Petition Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz
Berlin (kobinet)
Prof. Dr. Stefan Godehardt-Bestmann, Professor für Soziale Arbeit (Fernstudium) an der Internationalen Hochschule und Mitgründer des Privaten Instituts für soziale Transformation war ein zentraler Redner beim Dialogforum „Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen“, das am 21. September 2026 von der Aktion Mensch in Dresden durchgeführt wurde. Dabei hat er u.a. für den von dem heute vor vier Jahren verstorbenen Klaus Dörner geprägten Begriff der „Teilgabe“ gesprochen und daran erinnert. Auf YouTube hat Prof. Dr. Stefan Godehardt-Bestmann einen Vortrag mit dem Titel „Verantwortung und Inklusion: IU Experte klärt auf“, veröffentlicht, der einen guten Einblick in seine Thesen und sein Wirken gibt.
Köln (kobinet)
Nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat der Ausschuss für Inklusion des Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Juni 2026 beschlossen: Der LVR-Beirat für Inklusion und Menschenrechte wird auch für die neue Wahlperiode wieder eingerichtet. Der Beirat tagt in der Regel in gemeinsamer Sitzung mit dem Ausschuss für Inklusion. Die erste gemeinsame Sitzung findet am 8. Oktober 2026 statt, wie der LVR in seinem neuesten Newsletter mitteilte.
Würzburg (kobinet)
Seit 30 Jahren setzt sich das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Würzburg für die Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Teilhabe behinderter Menschen in der Stadt ein. Heute, am 25. September 2026 wird das 30jährige Bestehen des Vereins WüSL – Selbstbestimmt Leben Würzburg im Burkadushaus in Würzburg gefeiert. Mit dabei sind u.a. Barbara Vieweg, die ein Grußwort für die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) halten wird, und der Comedian Tan Caglar. WüSL hat in den vergangenen 30 Jahren immer wieder spannende Veranstaltung zur Behindertenpolitik durchgeführt, so war Adolf Ratzka aus Schweden dort beispielhaft zu Gast. Mit der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) unterhält der Verein ein von behinderten Menschen selbst gestaltetes Beratungsangebot.
Berlin (kobinet)
Am 25. September 2026 wird der Bundesrat den Entwurf der Bundesregierung eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) beraten. Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen (KBB) fordern die Mitglieder des Bundesrates auf, in wesentlichen Punkten Nachbesserungen von der Bundesregierung zu verlangen und veröffentlichen dazu ein gemeinsames Positionspapier. Eine Zustimmung des Bundesrates zu dem Gesetz ist für das weitere Gesetzgebungsverfahren nötig.
BERLIN (kobinet)
Die Unabhängige Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs hat am 24. September 2026 die Broschüre *“Der Blick von Menschen mit Heimerfahrung auf das Älterwerden: Sorgen, Wünsche und Forderungen“* veröffentlicht. Die Publikation richtet sich an Betroffene, die in ihrer Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt in der Heimerziehung erlebt haben und sich mit ihrer Versorgung im Alter beschäftigen. Gleichzeitig bietet sie Fachkräften in der Altenpflege praktische Hinweise für ihre Arbeit, um die Versorgung von Betroffenen zu verbessernDie Broschüre enthält neben einem inhaltlichen Teil einen umfangreichen Anhang mit einem Überblick über bestehende Projekte, Materialien und Anlaufstellen für Betroffene.
DÜSSELDORF (kobinet)
Der Wohn- und der Sozialausschuss des Bundesrates empfehlen eine Ablehnung der von Bundesbauministerin Verena Hubertz eingebrachten Wohngeldreform. Am morgigen Freitag stimmt das Bundesratsplenum über die Empfehlung ab. Das Bündnis „Wir wollen wohnen!“ fordert die NRW-Landesregierung auf, den Empfehlungen der Ausschüsse zu folgen, und die Wohngeldreform zu stoppen. „Von den geplanten Kürzungen des Wohngeldes wären rund 350.000 Haushalte in Nordrhein-Westfalen betroffen. Ein großer Teil der Einsparung geht auf Kosten der Kommunen.“, stellt das Bündnis in diesem Zusammenhang fest. Die Kürzungen, so wird vom Bündnis erwartet, treffen Ältere mit kleinen Renten und Alleinerziehende, Kinder und Haushalte mit geringem Einkommen, die dann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen können, sowie die eh schon überschuldeten Kommunen.
BERLIN (kobinet)
Diakonie-Präsident Pfarrer Rüdiger Schuch hat sich am 24. September 2026 nach den Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen zu den anstehenden Aufgaben der Bundesregierung geäußert. Die Koalition müsse die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen, betonte Schuch. Ein „Weiter-so“ bei den Sozialreformen dürfe es nicht geben. Bundesregierung und Koalitionsfraktionen im Bundestag müssten eine deutliche Kurskorrektur vornehmen, so der Präsident. Reformen seien notwendig, aber sie müssten sozial gerecht sein, sagte Schuch. Umfragen zeigten, dass sich die Menschen um ihr finanzielles Auskommen, ihre Zukunft sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes sorgten – und das zu Recht. Die Pflegereform in ihrer aktuellen Form würde Pflegebedürftige und ihre Angehörigen enorm belasten, den Pflegeberuf schwächen und insbesondere die gemeinnützigen Pflegedienste in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden. Diese Entwicklung dürfe die Bundesregierung nicht in Kauf nehmen, so Schuch. Die Bundesregierung müsse verstehen, dass Reformen nur mit den Menschen funktionierten, nicht ohne den Rückhalt der eigenen Bevölkerung, betonte Schuch. Aus den Sparprogrammen müssten Pläne für eine gerechte Zukunft für die Menschen werden.
MÜNCHEN (kobinet)
Am 1. August 2026 wählten die Frauen aus den bayerischen Gehörlosenvereinen im Gehörlosenzentrum NoriSign in Nürnberg Carmen Geyer in geheimer Wahl zur neuen Landesfrauenbeauftragten des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen (LVBYGL). Ihre Amtszeit läuft von 2026 bis 2029. Geyer nahm die Wahl an und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für ihre Amtszeit hat sich Geyer vier Schwerpunkte gesetzt: die Durchführung eines Seminars zur Frauenpolitik, die Organisation eines Frauencamps, die Auseinandersetzung mit dem Thema Schule sowie die Gestaltung des Internationalen Frauentags.
Berlin (kobinet)
Um die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende geht es bei einer Debatte am heutigen 24. September 2026 im Bundestag. Gefordert wird nach Informationen des Bundestages die Widerspruchslösung sowohl in dem fraktionsübergreifenden „Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Einführung einer Widerspruchsregelung“ von 254 Abgeordneten als auch im Gesetzentwurf des Bundesrates „zur Änderung des Transplantationsgesetzes und Einführung der Widerspruchslösung“. Zudem haben 58 Abgeordnete einen fraktionsübergreifenden Antrag mit dem Titel „Freiwilligkeit der Organspende sichern, Aufklärungs- und Registrierungspotenziale heben“ eingebracht. Alle drei Vorlagen sollen im Anschluss an die 60-minütige Aussprache, die ab 11:20 Uhr geplant ist, dem federführenden Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung überwiesen werden.
Link zum Artikel des Bundestages zur Debatte zur Organspende
Berlin (kobinet)
Mit dem Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 werden zum elften Mal vorbildliche Praxisbeispiele für Inklusion am Arbeitsmarkt ausgezeichnet. „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen weit mehr ist als gelebte gesellschaftliche Verantwortung – sie ist ein Gewinn für alle“, so Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und Sprecher der Initiierenden. „Die drei Preisträgerbetriebe leben vor, wie Vielfalt Innovation fördert, neue Perspektiven eröffnet, den Zusammenhalt stärkt und Unternehmen gerade angesichts des demografischen Wandels fit für die Herausforderungen der Zukunft macht. Das verdient Anerkennung und Nachahmung.“
Brüssel (kobinet)
„No More Excuses – Our Time is NOW!“ Unter diesem Motto, das in deutsch übersetzt „Keine weiteren Ausreden – Unsere Zeit ist Jetzt!“ bedeutet, findet am 1. Oktober 2026 die Demonstration zum Freedom Drive 2026 in Brüssel statt. Zur Demonstration, für die der Treffpunkt um 9:30 Uhr an der Avenue de la Joyeuse Entreé 25 ist und die bis 12:00 Uhr dauert und zum Europäischen Parlament führt, hat das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (European Network on Independent Living, ENIL) aufgerufen. Bereits seit 2003 demonstriert die europäische Interessenvertretung für ein selbstbestimmtes Leben behnderter Menschen immer wieder mittels des Freedom Drive für Gleichstellung und Selbstbestimmung.
New York City (kobinet)
Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat vor kurzem die Allgemeine Bemerkung Nr. 11 veröffentlicht, in der der Ausschuss konkret zur Bedeutung des Artikel 29 der UN-Behindertenrechtskonvention, in dem es um die Partizipation behinderter Menschen am politischen und öffentlichen Leben geht, Stellung bezieht.
Link zur Allgemeinen Bemerkung Nr. 11 zur Partizipation in englischer Sprache:
https://www.ohchr.org/en/treaty-bodies/crpd/general-comments
In der Kommentierung, die bisher nur in englischer Sprache vorliegt, wurde vor allem der Stellenwert der Selbstvertretung gestärkt. Der Ausschuss stärkt damit erneut die zentrale Rolle von Menschen mit Behinderungen in Selbstvertretungsorganisationen. Da der Begriff Partizipation gerade in Deutschland oftmals nicht klar definiert und verwässert wird, bietet diese Klarstellung des Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung ein wichtige Orientierung.
Stuttgart (kobinet)
Am 28. September 2026 veranstaltet das ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart zum dritten Mal ein Job-Speed-Dating. Rund 30 Menschen mit Behinderungen treffen dabei auf zehn Unternehmen aus der Region. Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unterstützt die Veranstaltung mit einer Videobotschaft. Ziel der Veranstaltung ist es, persönliche Begegnungen zu ermöglichen, berufliche Perspektiven zu eröffnen und gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt zu stärken. Die vorbereitenden Coachings für die Teilnehmenden sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen. In diesen Coachings konnten sich die Bewerberinnen und Bewerber gezielt auf die Gespräche mit den Unternehmen vorbereiten. Sie arbeiteten an ihrer Selbstpräsentation, klärten berufliche Ziele und Stärken und gewannen Sicherheit für die Begegnungen mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, heißt es vonseiten des ZsL Stuttgart.
Lübeck (kobinet)
Dass es auch im Gefängnis mit der Barrierefreiheit noch so manche Herausforderungen gibt, das hat vor kurzem Martina Scheel in der Strafvollzugsanstalt Lübeck zur Eröffnung des neuen Haus B mit 3 Abteilungen für insgesamt 86 Insassen erlebt. „Ein Bereich (Erdgeschoss) ist extra für ältere Insassen ausgelegt und hat 3 barrierearme (!) Zimmer – nicht alle unsere Anmerkungen wurden umgesetzt – zur Dusche gibt es eine ca. 5 cm hohe Kante. Als ich das bei den zufällig im Raum anwesenden MitarbeiterInnen ansprach wurde gelacht. Zur Erklärung: Sie haben sich gerade genau darüber unterhalten und was man dagegen tun kann. Es gab also ein intensives Beratungsgespräch und das glaubhafte Versprechen, es an die Leitung und den Architekten weiterzugeben (damit er so einen Fehler nicht nochmal macht – Aussage der Mitarbeiterin. Es gab auch Pflegebetten in diesen 3 Zimmern“, berichtet Martina Scheel von diesem Ortstermin.
Berlin (kobinet)
Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Gebärdensprache am 23. September 2026 hat der behindertenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, Sören Pellmann, auf das historische Unrecht gegen gehörlose Kinder an deutschen Schulen hingewiesen. Über Jahrzehnte sei Gehörlosen die Gebärdensprache verboten und ihre Anwendung mit Strafen und Schikanen unterbunden worden, erklärte Sören Pellmann. Stattdessen seien die Kinder gezwungen worden, Lautsprache durch Lippenlesen und Sprechen zu lernen. Dies sei ein direkter Eingriff in das Recht auf die eigene Sprache und Identität gewesen.
BERLIN (kobinet)
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe kritisiert den am 25. September 2026 im Bundesrat in erster Lesung behandelten Entwurf des Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes. „Das ist eine Reform, die ihren Namen nicht verdient“, erklärte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D. So bleibe die seit Jahren versprochene inklusive Kinder- und Jugendhilfe auf der Strecke. Es werde kein Gesetz geschaffen, das umfassend für Kinder und Jugendliche mit Behinderung da sei und Zuständigkeitsstreitigkeiten sowie Bürokratie abbaue. Stattdessen solle eine Strukturreform umgesetzt werden, die zahlreiche grundlegende Fragen offenlasse. Im besten Fall bleibe sie wirkungslos, im schlechtesten Fall führe sie zu erheblichen Leistungseinschränkungen. In einer über 40-seitigen Stellungnahme zum Kabinettsbeschluss fordert die Lebenshilfe eine in sich stimmige Gesetzgebung. Änderungen bei der Schulassistenz dürften nicht isoliert beschlossen werden, sondern müssten gemeinsam mit den für den Winter 2026 angekündigten Reformen der Eingliederungshilfe sowie den für 2027 vorgesehenen Strukturveränderungen in der Kinder- und Jugendhilfe beraten werden. Zudem verlangt die Lebenshilfe gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern zur Schaffung inklusiver Schulen.
DÜSSELDORF (kobinet)
Das Land Nordrhein-Westfalen präsentiert sich vom 23. bis 26. September 2026 auf der Rehacare in Düsseldorf mit einem Messestand (Halle 1, G52). Im Fokus stehen praxisnahe Beispiele zur barrierefreien Arbeitsplatzgestaltung sowie Beratungsangebote zu Inklusion, Barrierefreiheit und Unterstützungsmöglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit. Die Rehacare ist eine Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege. Am Landesstand stellt sich NRW als Arbeitgeber und Ausbilder für Menschen mit Behinderung vor und informiert über die Umsetzung von Barrierefreiheit am Arbeitsplatz. Besucherinnen und Besucher können unter anderem alternative Eingabe- und Steuerungsmöglichkeiten von Computern sowie barrierefreies Gaming ausprobieren. Die Landeskoordination Wohnberatung NRW bietet per Virtual-Reality-Brille Einblicke in eine altersgerechte Modellwohnung und informiert über barrierefreie Wohnraumgestaltung. Rangerinnen und Ranger des Nationalparks Eifel stellen barrierefreie Naturzugänge vor. Das Team des Internetportals Pflegewegweiser NRW erklärt, wie Beratungsangebote leicht auffindbar sind. Expertinnen und Experten beantworten zudem Fragen zu Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und zur Inklusion in der Schule. Die Sozialstiftung NRW präsentiert ihre Förderschwerpunkte und Projektmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch ein informatives Mitmach-Programm.
MÜNCHEN (kobinet)
Die Werkstätten St. Joseph in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels bieten 140 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Nun wird die Werkstatt in einem zweiten Bauabschnitt modernisiert. Der Freistaat Bayern fördert dieses Bauvorhaben mit weiteren 2,2 Mio. Euro. Auch für den ersten Bauabschnitt der Werkstatt in Burgkunstadt hatte das Bayerische Sozialministerium 2024 einen Förderbescheid in Höhe von bis zu 2,9 Mio. Euro erteilt – damit wird die Werkstatt insgesamt mit bis zu 5,1 Mio. Euro gefördert. Mit der Modernisierung der Werkstatt in Burgkunstadt können 140 Arbeitsplätze an zeitgemäße Standards angepasst und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit Behinderung wesentlich verbessert werden.
Kassel (kobinet)
Vor einem Jahr – am 1. Oktober 2025 – hat Mandy Müller beim Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) als Koordinatorin des Projektes „Aktiv Teilhabe gestalten“ angefangen. Seitdem geht es für sie um politische Selbstvertretung, Empowerment und die Frage, wie Menschen mit Behinderungen ihre eigenen Anliegen vor Ort selbst in die Hand nehmen können. Am 16. und 17. Oktober 2026 wird es für sie nun besonders spannend: Gemeinsam mit dem Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) organisiert Mandy Müller die Tagung „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen„, für die Anmeldungen noch möglich sind. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat Mandy Müller zum Einjährigen gefragt, was sie in diesem Jahr gelernt hat, was die Behindertenbewegung gerade braucht – und was sie noch vorhat.
Bad Segeberg / Halle (kobinet)
„Starke Kinder, Starke Zukunft – wir sprechen zum Welttag der Kinder“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 20. September 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL-Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal über „Starke Kinder, starke Zukunft“ – und was Stärke wirklich bedeutet. Jennifer Sonntag, die in Sachsen-Anhalt lebt, schildert in diesem Podcast aber auch sehr persönlich, welche Ängste die politische Entwicklung bei ihr auslösen und warum sie dennoch weiter für Vielfalt, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintritt.
HANNOVER (kobinet)
Special Olympics Niedersachsen veranstaltet Anerkennungswettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung. Dann sind Mut, Konzentration und sportliches Können gefragt, wenn morgen mehr als 30 Athletinnen und Athleten beim Kletterwettbewerb von Special Olympics Niedersachsen an den Start gehen. In Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) Landesverband Nord findet ein besonderer Wettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung statt, der von LOTTO Niedersachsen gesponsert wird. Der Wettbewerb ist ein Anerkennungswettbewerb und damit mehr als ein sportliches Kräftemessen: Die Athleten können sich mit ihren Leistungen für die Special Olympics Winterspiele 2028 qualifizieren. Entsprechend erfahren sind die Teilnehmer. Sie bringen bereits Klettererfahrung mit und werden an der Kletterwand ihr Können, ihren Mut und ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Für die Athleten steht dabei nicht nur die sportliche Leistung im Mittelpunkt. Der Wettbewerb bietet auch Raum für Begegnung, Gemeinschaft und gelebte Inklusion.
Trier (kobinet)
Je länger sich Lucienne Mindermann mit DanceAbility beschäftige, desto stärker merkt sie, dass es um mehr geht als um Tanz. Es geht für sie um die Frage, wie wir Angebote gestalten, wenn Menschen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Müssen sich einzelne Personen an bestehende Formen anpassen oder verändern wir die Form so, dass unterschiedliche Menschen von Anfang an darin vorkommen? Darüber und über ihre Erfahrungen mit der neu begonnenen Ausbildung zum DanceAbility Teacher berichtet Lucienne Mindermann in ihrem Beitrag für die kobinet-nachrichten.
MÜNCHEN (kobinet)
Anlässlich des heutigen 9. Internationalen Tags der Gebärdensprachen fordert der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. eine strukturelle Vertretung der Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft im Bayerischen Landesbehindertenrat. Der Tag wird seit 2018 jährlich begangen und ist Teil der Internationalen Woche der Gehörlosen, die in diesem Jahr vom 21. bis 27. September stattfindet. Das Motto des Weltverbands der Gehörlosen (WFD) lautet 2026 „Declaring Deaf People’s Human Rights“ – die Menschenrechte gehörloser Menschen erklären. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, der WFD sein 75-jähriges Jubiläum.
FRECHEN (kobinet)
Am kommenden Wochenende veranstaltet die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) im Deutschen Behindertensportverband (DBS) vom 25. bis zum 28. September 2026 den 36. Jugend-Länder-Cup. Ausrichter ist der Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein (RBSV S-H). In Kiel treten junge Para Sportlerinnen und Para Sportler aus den Landesverbänden des DBS in den Sportarten Para Leichtathletik, Para Schwimmen, Para Tischtennis sowie Para Judo beziehungsweise ID Judo gegeneinander an. Je nach Sportart gelten unterschiedliche Alters- und Startklassen. Der Jugend-Länder-Cup verbindet Wettbewerb und Leistungsentwicklung mit Begegnung, Fair Play und Gemeinschaft. Weitere Informationen sind dazu auf dieser Internetseite nachzulesen.
Kiel (kobinet)
Pünktlich zum Internationalen Tag des weißen Stocks ist sie fertig: Am 15. Oktober 2026 feiert der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein die Neugestaltung der Fassade der Begegnungsstätte des Vereins in der Melanchthonstraße 31 in Kiel mit einem Nachbarschaftsfest. Um 13:00 Uhr wird die neue Fassade feierlich von Bürgermeister Gerwin Stöcken eingeweiht. Das Graffiti-Kunstwerk ist das Ergebnis eines Projektes, das von der Stadt Kiel über den Fonds „Gemeinsam Kiel Gestalten“ gefördert wurde. Im Anschluss öffnet die Begegnungsstätte bis 18:00 Uhr ihre Türen und der Verein und die Regionalgruppe Kiel stellen sich bei einem Nachbarschaftsfest mit buntem Programm vor. Mit dabei sind Expertinnen für Audiodeskription der Fassade, die Blickpunkt Auge Beratung, sowie weitere lokale Partner wie das Café Prinz Willy, die Resteritter und Radeln ohne Alter. Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Woche des Sehens“ und anlässlich des Tags des weißen Stocks statt.
HANNOVER (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in Pflegeheimen des Landes täglich nur 6,77 Euro pro Person für Verpflegung veranschlagt werden. Dies gehe aus Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung hervor. Der Verband zweifelt an, dass mit diesem Betrag eine gesunde Ernährung möglich sei, und fordert von der Landesregierung sofortige Maßnahmen. Aktuell zahlen Pflegeheimbewohner in Niedersachsen durchschnittlich 857 Euro monatlich für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. „Die Kosten werden für die Bewohner*innen nicht deutlich aufgeschlüsselt, so dass wenig Transparenz herrscht“, kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei fraglich, wie damit ein gesundes, frisches und altersgerechtes Essen angeboten werden solle.
BERLIN (kobinet)
Ab dem Jahr 2027 steigt der Unterhalt für Pflegekinder entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Pauschalbeträge für die Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) werden angepasst: Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter zwischen 748 und 1100 Euro monatlich. Hinzu kommt ein Anerkennungsbetrag von 451 Euro für Pflege und Erziehung. Die Kosten für die Unfallversicherung werden voll übernommen, die für die Alterssicherung der Pflegeperson zur Hälfte. Trotz dieser Anpassung bleiben Pflegeeltern weiterhin vom Bundeselterngeld ausgeschlossen. Das Elterngeld kompensiert als Lohnersatzleistung Verdienstausfälle von Eltern, die ihre Berufstätigkeit für die Erziehung eines Kindes unterbrechen oder reduzieren. Der Koalitionsvertrag sieht jedoch die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vor. Seit 1979 dienen die Empfehlungen des Deutschen Vereins als Orientierung für die Festsetzung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege. Sie tragen dazu bei, die finanziellen Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe zu vereinheitlichen und an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten anzupassen.
BERLIN (kobinet)
Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat im Rahmen der konstituierenden Sitzung seines neu gewählten Vorstands Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte am 21. September 2026 in Berlin unmittelbar nach der Mitgliederversammlung, auf der der gesamte Vorstand für eine vierjährige Amtsperiode neu bestimmt wurde. Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden Dr. Christian Geyer werden Abuchater-Bier und Mäueler-Görke die strategische und politische Arbeit des Verbandes mitgestalten. Dr. Christian Geyer, Vorsitzender des BeB, erklärte: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke in ihren neuen Funktionen. Beide verfügen über große fachliche Expertise, langjährige Erfahrung und ein starkes Engagement für die Interessen von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Gemeinsam werden wir die sozialpolitische Arbeit des BeB weiter stärken und die Zukunft unseres Verbandes gestalten.“ Der BeB vertritt bundesweit mehr als 900 Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrie sowie Hilfen für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.
BERLIN (kobinet)
Der Sozialverband VdK warnt vor den Folgen der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. „Die AfD als stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern ist nach der Wahl in Sachsen-Anhalt das nächste Alarmsignal“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Wenn sich Menschen aus Frust einer Partei zuwenden, die in mehreren ostdeutschen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, sei das dramatisch. Die Antwort darauf dürfe nicht sein, den Sozialstaat weiter zurückzubauen. Die Bundesregierung müsse ihre Politik des sozialen Kahlschlags ändern, damit extreme Parteien nicht noch mehr Zulauf bekämen.