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Neues Buch zu Autismus-Spektrum und komplexer Behinderung

Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
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Foto: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)

Düsseldorf (kobinet)

Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) hat ein neues Buch zum Thema „Autismus-Spektrum und komplexe Behinderung“ veröffentlicht. Das Werk bündelt Wissen zu diagnostischen Grundlagen, Förderung, Therapie und konkreten Methoden in der Begleitung von Betroffenen. Anlass ist die zunehmende Zahl von Autismus-Diagnosen, insbesondere bei Menschen mit komplexer Behinderung, bei denen die Erkennung und Einordnung oft erschwert ist. Fehlende Diagnosen können die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen.

Pflegereform muss unterstützen, nicht belasten

Portrait von Verena Bentele
Portrait von Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet)

Der Sozialverband VdK fordert, das Pflegeneuordnungsgesetz vor Kabinettsbeschluss deutlich nachzubessern. Zu den Diskussionen um das Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) stellt die VdK-Präsidentin Verena Bentele fest: „Der bisherige Entwurf des PNOG war eine Katastrophe für alle, die zu Hause gepflegt werden, und jene, die sie pflegen. Daher ist es gut, dass die Bundesregierung jetzt noch einmal genau hinschaut, welche Auswirkungen die Reform auf den Alltag von Betroffenen haben wird. Die Reform muss die 5,7 Millionen Pflegebedürftigen, die zu Hause gepflegt werden, und ihre Angehörigen unterstützen und darf sie nicht noch mehr belasten. Ihr Alltag ist Herausforderung genug.“

Lebenshilfe Bayern zeigt Ausstellung „Wege gemeinsam gehen“

Logo Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern
Logo Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern
Foto: Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung – Landesverband Bayern e. V.

ERLANGEN (kobinet)

Die Lebenshilfe Bayern zeigt in ihrer Landesgeschäftsstelle in Erlangen die Ausstellung „Wege gemeinsam gehen“. Die Schau präsentiert persönliche Portraits von über zehn Familien aus der Region Ansbach mit Bild- und Texttafeln und thematisiert das alltägliche Leben, prägende Erfahrungen und besondere Herausforderungen von Menschen mit Beeinträchtigungen und ihren Angehörigen. Die Ausstellung entstand anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Lebenshilfe Ansbach und ist bis zum 18. Dezember 2026 in der Kitzinger Straße 6 in Erlangen zu sehen. Die Landesgeschäftsstelle hat werktags von Montag bis Freitag zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr geöffnet.

5 Jahre Gute Nachrichten zur Inklusion – was alles möglich ist, wenn man den Blick verändert

Cover des IGEL-Podcast zu 5 Jahre gute Nachrichten zur Inklusion
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet)

„5 Jahre ‚Gute Nachrichten zur Inklusion‘ – was alles möglich ist, wenn man den Blick verändert“, so hat Sascha Lang die neueste Ausgabe des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) getitelt. In dieser Ausgabe spricht Sascha Lang mit Ottmar Miles-Paul, der das vom NETZWERK ARTIKEL 3 betriebene und von der Aktion Mensch geförderte Projekt Gute Nachrichten zur Inklusion fünf Jahre lang geleitet hat. Heute am 30. September 2026 läuft die Förderung des Projektes aus, doch wie dem Podcast zu entnehmen ist, werden gute Nachrichten zur Inklusion auch weiterhin nötig sein und sicherlich auch auf dem einen oder anderen Wege verbreitet werden.

Sonnenklar feiert siebenjähriges Bestehen als Leuchtturmprojekt für Gewaltprävention

Große Gruppe von Menschen, auch mit Rollstuhl, vor einer dunklen Wand und den leuchtenden Buchstaben
Das inklusive Team für Gewaltprävention, Beteiligung und Inklusion
Foto: equalizent

WIEN (kobinet)

Die Agentur Sonnenklar Peer-Streitschlichtung feiert am 1. Oktober 2026 ihr siebenjähriges Bestehen. Aus dem Programm „Wiener Wege zur Inklusion“ des Fonds Soziales Wien (FSW) entstand 2019 das Projekt, das sich seither zu einem österreichweit beachteten Modell für inklusive Gewaltprävention und Peer-Arbeit entwickelt hat. Sonnenklar ist Teil von equalizent, einem Wiener Bildungs- und Beratungsinstitut mit Schwerpunkt Gebärdensprache und Inklusion, und wird zu 100 Prozent vom FSW gefördert.

LWV Hessen zeigt Ausstellung zu NS-„Euthanasie“-Morden an Kindern

Schwarz-weiß-Bild zeigt gering bekleidete Kinder auf einfachen Sitzgelegenheiten vor einer einfachen Hauswand
Titelbild der Ausstellung „Im Gedenken Der Kinder“
Foto: Deutsche-Gesellschaft-für-Kinder-und-Jugendmedizin

KASSEL (kobinet)

Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen erinnert mit einer Ausstellung an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde an Kindern und Jugendlichen. Die Wanderausstellung „Im Gedenken der Kinder – Die Kinderärzte und die Verbrechen an Kindern in der NS-Zeit“ der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) e. V. wird vom 1. Oktober bis 13. November 2026 im Kasseler Ständehaus gezeigt. Das Archiv des LWV Hessen hat sie in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel um regionale Perspektiven und Biografien aus dem ehemaligen Regierungsbezirk Kassel ergänzt. Die Ausstellung beleuchtet die NS-Kinder-„Euthanasie“ und die nationalsozialistische Kranken- und Gesundheitspolitik. Anhand historischer Dokumente, biografischer Beispiele und regionaler Bezüge zeigt sie, wie Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen ausgegrenzt, verfolgt und ihrer Rechte beraubt wurden. Im Mittelpunkt stehen die betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihre Lebensgeschichten.

Besser Leben: Neues Gesundheitsportal für gehörlose Nutzer:innen in Wien

Schild: Wien
Schild: Wien
Foto: omp

Wien (kobinet)

Besuche bei Ärzt:innen, Psychotherapie bei Therapeut:innen oder Sport mit Trainer:innen sind für gehörlose Menschen häufig mit Kommunikationsbarrieren verbunden. Ein neues Portal bündelt zugängliche Angebote in Wien. „Am 22. September 2026 hat equalizent das neue Gesundheitsportal ‚Besser Leben‘ in Wien vorgestellt. Es richtet sich an gehörlose Nutzer:innen in Wien und Niederösterreich und bietet Informationen zu barrierefreien und barrierearmen Gesundheitsangeboten sowie Inhalte in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS)“, heißt es dazu in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Link zum BIZEPS-Beitrag

Menschen mit Behinderung bei der Pflegereform nicht im Stich lassen

Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund
Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe

BERLIN (kobinet)

Vor dem anstehenden Kabinettsbeschluss zum Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe die Regierungsmitglieder eindringlich auf, Menschen mit Behinderung und ihren Familien die bisherigen Pflegeleistungen nicht zu versagen. Ulla Schmidt, die Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Gesundheitsministerin, betont in diesem Zusammenhang: „Lassen Sie Familien, in denen Angehörige mit Unterstützungsbedarf leben und dort oft jahrzehntelang gepflegt werden, nicht im Stich. Die Eltern haben einen sehr belastenden Alltag und brauchen auch mal eine Auszeit von der Pflege. Das geplante neue Sozialraumbudget muss deshalb über Monate und auch ins Folgejahr übertragbar bleiben, so dass es für eine relevante Auszeit angespart werden kann. Und es muss weiter flexibel einsetzbar sein – auch für ehrenamtliche Pflege“.

Gipfel gegen soziale Ungleichheit

Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Logo Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Foto: Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

BERLIN (kobinet)

Armut in Deutschland ist real. Sie bedeutet mehr als mit zu wenig Geld auskommen zu müssen. Sie geht an die Würde und das Selbstwertgefühl und grenzt aus. Menschen, die von Armut betroffen oder bedroht sind, erleben immer wieder Abwertung, Beleidigungen und Respektlosigkeit. Am 30. September und 1. Oktober veranstalten die Diakonie Deutschland, der Paritätische Gesamtverband und die Nationale Armutskonferenz gemeinsam in Berlin-Kreuzberg den „Gipfel gegen Ungleichheit“. Mit dem Armutsgipfel machen die Verbände deutlich: Armutsbekämpfung ist eine Frage des sozialen Zusammenhalts und der demokratischen Teilhabe. Der Armutsgipfel wird von der Koordinierungsstelle der gewerkschaftlichen Arbeitslosengruppen, der Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor und der Arbeiterwohlfahrt unterstützt.

KBB lehnt Regierungsentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe ab

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Zeichnung von mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Foto: Pixabay/geralt

DRESDEN (kobinet)

Die Konferenz der Beauftragten von Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen (KBB) lehnt den Regierungsentwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe (1. KJHSRG) in seiner aktuellen Fassung ab. Der am 12. August 2026 vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf ziele vor allem auf Konsolidierung, Steuerung und Kostendämpfung ab, während die individuelle Hilfeplanung zurückgedrängt und eine bundesweite Inklusive Lösung faktisch aufgegeben werde, heißt es in einem Positionspapier der KBB vom 24. September 2026.

Kommunikationssicherheit ist Patientensicherheit

Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen

MÜNCHEN (kobinet)

Der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. (LVBYGL) hat in einer Stellungnahme an den Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention des Bayerischen Landtags das Antragspaket „Ambulante medizinische Versorgung zukunftsfit sichern“ der Fraktionen CSU und FREIE WÄHLER begrüßt. Für die rund 10.000 gehörlosen Menschen in Bayern sei nicht allein die Zahl der Praxen entscheidend, sondern die Kommunikation, betont der Verband. „Wer Beschwerden nicht schildern und Erklärungen nicht verstehen kann, wird nicht sicher versorgt“, sagt Marcus Willam, Landesvorsitzender des LVBYGL. „Kommunikationssicherheit ist Patientensicherheit.“

Zentrale Kontaktstelle Barrierefreiheit in Mecklenburg-Vorpommern gestartet

Landkarte Lage Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland
Landkarte Lage Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

SCHWERIN (kobinet)

In Mecklenburg-Vorpommern hat die Zentrale Kontaktstelle Barrierefreiheit (ZKB) am 1. Juli 2026 ihre Arbeit aufgenommen. Die Einrichtung geht auf einen Beschluss des Landtages aus dem Vorjahr zurück, der die Schaffung einer Personalstelle beim Bürgerbeauftragten sowie deren anteilige Finanzierung vorsah. Die ZKB fungiert in der Aufbauphase als reine Unterstützungs-, Vermittlungs- und Koordinierungsstelle. Sie soll Bürgerinnen und Bürger sowie Verwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern individuelle Beratung zu allen Themenbereichen der Barrierefreiheit ermöglichen. Dazu wird ein Netzwerk aufgebaut, das bestehende Ressourcen und Akteure bündelt.

Wir brauchen kein übers Knie gebrochenes Sparpaket

Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Logo Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
Foto: Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

BERLIN (kobinet)

Zur aktuellen Debatte über die geplante Pflegereform erklärt Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch, dass ganz besonders, bei der Pflegereform gilt: „Finanzielle Stabilität und soziale Sicherheit müssen zusammengedacht werden. Denn der vorliegende Entwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) würde Millionen Pflegebedürftige und ihre Angehörigen enorm belasten. Außerdem würde der Entwurf den Pflegeberuf schwächen und insbesondere die gemeinnützigen Pflegedienste in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährden. Diese verheerende Entwicklung darf die Bundesregierung nicht in Kauf nehmen. Die Pflegeversicherung braucht endlich nachhaltige Strukturverbesserungen und kein übers Knie gebrochenes Sparpaket. “

Vier Jugendorganisationen für einen inklusiven Kinder- und Jugendpsort

Sechs Männer, einer davon sitzt im Rollstuhl, und eine Frau, in einem dunklen Kleid, stehen vor einer Wand, die aus gelben und blauen Quadraten besteht
Vertretende der Jugendorganisationen von dsj, DBSJ, DGJS und SOD Jugend beim Treffen mit Jürgen Dusel
Foto: dsj

BERLIN (kobinet)

Die Deutsche Sportjugend (dsj), die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ), die Deutsche Gehörlosensportjugend (DGJS) und die Special Olympics Deutschland Jugend (SOD Jugend) setzen sich gemeinsam für einen inklusiven Kinder- und Jugendsport ein. In einer gemeinsamen Positionierung formulieren die vier Jugendorganisationen konkrete Anforderungen für die gleichberechtigte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderungen an Bewegung, Spiel und Sport.

BSK übergibt Unterschriften gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe an CDU-Vertreter

Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK
Foto: BSK e.V.

KRAUTHEIM (kobinet)

Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) hat am 23. September 2026 die seit dem 5. Mai 2026 gesammelten Unterschriften gegen die geplanten Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe an Winfried Oellers übergeben. Oellers ist der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Der BSK sprach sich in dem Gespräch ausdrücklich gegen jegliche Kürzungen in der Eingliederungshilfe aus. Zudem forderte der Verband, dass die Bundesregierung keine Ausweitung der gemeinschaftlichen Leistungserbringung sowie pauschaler Leistungen gegen den Willen von Menschen mit Behinderungen vornehmen darf. „Dies verstößt gegen das Selbstbestimmungsrecht der UN-Behindertenrechtskonvention. Wenn gemeinschaftliche Leistungserbringung zum Regelfall erklärt und die Entscheidung gegen den Willen von Menschen mit Behinderungen getroffen werden soll, dann ist dies ein massiver Eingriff in das Wunsch- und Wahlrecht und schränkt die Würde von Menschen mit Behinderungen stark ein“, erklärte Verena Gotzes, Bundesvorsitzende des BSK.

Paritätischer Gesamtverband fordert grundlegende Pflegereform

Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des Koalitionsstreits um das Pflegeneuordnungsgesetz hat sich Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, für eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung ausgesprochen. Der aktuelle Streit um Nachbesserungen am Gesetz sei überfällig, so Rock. Die bisherige Praxis, immer mehr Kosten auf Versicherte und Pflegebedürftige zu verlagern, Leistungen zu kürzen und sich mit Darlehen nur Zeit zu kaufen, bleibe Stückwerk und werde den Herausforderungen nicht gerecht.

Berufsbetreuung: BdB diskutiert mit Rechtsausschuss-Vorsitzendem über Vergütung und Reformen

Zwei gebogene Kreisabschnitte, Buchstaben BdB und Text Bundesverband der Berufsbetreuer*innen
Zwei gebogene Kreisabschnitte, Buchstaben BdB und Text Bundesverband der Berufsbetreuer*innen
Foto: nic communication & consulting / BdB

BERLIN (kobinet)

Carsten Müller (CDU/CSU), der amtierende Vorsitzende des Ausschusses für Recht und Verbraucherschutz im Deutschen Bundestag, hat sich mit Vertretern des Bundesverbands der Berufsbetreuerinnen und Berufsbetreuer (BdB) über die wirtschaftliche Situation der Berufsbetreuer, die geplante Evaluation der Betreuervergütung, den Heimbegriff im Vergütungsrecht sowie die Reform der gesetzlichen Regelungen zu Zwangsmaßnahmen ausgetauscht. Der BdB betont, dass die wirtschaftliche Situation für viele Berufsbetreuer angespannt bleibt. Viele erfahrene Fachkräfte verließen den Beruf, während zu wenig Nachwuchs nachkomme, erklärte BdB-Vorsitzende Hülya Özkan. „Wir versuchen mit aller Kraft, unsere Mitglieder im Beruf zu halten. Aber die Vergütung steht in keinem angemessenen Verhältnis zu den Anforderungen und zur Verantwortung. Viele wechseln in andere soziale Berufe, zu Behörden oder Pflegeeinrichtungen. Andere gehen in den Ruhestand, ohne dass genügend Nachwuchs nachkommt. Ohne Selbstausbeutung funktioniert das System für viele Berufsbetreuer*innen nicht mehr.“

Forsa-Umfrage: Mehrheit bevorzugt gemeinnützige und staatliche soziale Träger

Logo Diakonie Deutschland - Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.
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Foto: Diakonie Deutschland – Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.

BERLIN (kobinet)

Eine repräsentative Umfrage des Instituts forsa im Auftrag der Diakonie Deutschland zeigt, dass die Bevölkerung bei sozialer Infrastruktur wie Kinderbetreuung, Altenpflege und Beratung keine radikalen Einheitslösungen will. Fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) spürt ausdrücklich ein Zusammenspiel aus staatlichen und gemeinnützigen Trägern. 36 Prozent sehen die Hauptverantwortung beim Staat, 12 Prozent bevorzugen freie gemeinnützige Organisationen. Lediglich ein Prozent möchte soziale Leistungen vorrangig privaten Unternehmen überlassen. Die Umfrage wurde vom 13. bis 17. Juli 2026 mit 2.000 Personen ab 18 Jahren durchgeführt.

SoVD Niedersachsen fordert Entkriminalisierung und bessere Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Anlässlich des heutigen internationalen „Safe Abortion Day“ fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen sowie eine flächendeckende und barrierefreie medizinische Versorgung für Betroffene. Der Aktionstag will darauf aufmerksam machen, dass der sichere, legale und zugängliche Schwangerschaftsabbruch ein Menschenrecht ist. Der SoVD fordert, dass das Land Niedersachsen gemeinsam mit den Kommunen regionale Lücken erfasst und eine flächendeckende, barrierefreie Versorgung aufbaut. Zudem müsse die Landesregierung sich im Bundesrat dafür einsetzen, Schwangerschaftsabbrüche zu entkriminalisieren und mit einer Fristenlösung außerhalb des Strafgesetzbuchs zu regeln. „Es verstößt gegen die Selbstbestimmungsrechte der ungewollt Schwangeren, diese zu stigmatisieren und Ärzt*innen zu kriminalisieren, die Abbrüche auf Wunsch der Betroffenen durchführen“, sagt Swinke. Zugleich gelte es, den Zugang zu Schwangerschaftskonflikt-Beratungsstellen wohnortnah, niedrigschwellig und barrierefrei sicherzustellen.

Trauer um Petra Groß

Petra Groß mit dem Kasseler Herkules im Hintergrund
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Foto: Petra Groß

Kassel (kobinet)

Ob beim Jahresempfang des Bundesbehindertenbeauftragten, bei den vielen Sommercamps zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen oder bei Veranstaltungen in Kassel, Petra Groß war meist mittendrin dabei und hat sich für Barrierefreiheit und Leichte Sprache eingesetzt. Dabei war das langjährige Mitglied des Kasseler Behindertenbeirats und die frühere Mitarbeiterin von Mensch zuerst in der Regel nicht zu übersehen und auch nicht zu überhören. Denn sie hatte ein Mission, sie wollte, dass sich die Dinge zum Besseren entwickeln und dass behinderte Menschen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um selbstbestimmt leben zu können. Nun wird Petra Groß nicht mehr dabei sein, denn am 25. September 2026 ist sie aufgrund verschiedener gesundheitlicher Probleme gestorben. Ihre Stimme wird aber sicherlich nachhallen und eine Mahnung sein, dass das selbstbestimmte Leben auch für behinderter Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf ernstgenommen werden muss.

Bericht über Probleme mit nicht barrierefreien Luftschutzräumen in der Ukraine

Logo: mdr
Logo: mdr
Foto: mdr

Berlin (kobinet)

„Die Menschen in der Ukraine leben seit Jahren mit russischen Luftangriffen. Für viele, gerade in Kiew, gehören nächtliche Luftalarme und der Weg in den Schutzraum fest zum Kriegsalltag. Doch die meisten Schutzräume sind nicht barrierefrei. Gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die durch den Krieg mit Behinderungen leben – darunter verwundete Veteranen und zivile Kriegsopfer.“ Darauf hat mdr Aktuell in einem Beitrag aufmerksam gemacht.

Link zum mdr Aktuell Beitrag

IGEL-Podcast: Noah macht sein Ding – und sein Vater Steven macht anderen Mut

Cover des IGEL-Podcast mit dem Titel Noah macht sein Ding
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg (kobinet)

„Noah macht sein Ding – und sein Vater Steven macht anderen Mut“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Diese Ausgabe aus der IGEL-Podcast-Reihe „Hingehört – Menschen erzählen Teilhabe“ berichtet Steven Baumgaertner vom Weg mit seinem Sohn Noah, der Suche nach Antworten und davon, warum Scham der Teilhabe im Weg stehen kann. „Noah macht sein Ding. Und sein Vater Steven erzählt, was es braucht, damit er seinen Weg gehen kann“, heißt es in der Ankündigung des IGEL-Podcast.

VdK fordert mindestens Fünf-Jahres-Übergangsfrist bei Abschaffung der Rente mit 63

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Sozialverband VdK fordert im Rahmen der aktuellen Rentendebatte eine Übergangsfrist von mindestens fünf Jahren bei der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte, die Abschaffung sei ein harter Einschnitt in die Lebensplanung vieler rentennaher Beschäftigter. Eine Fünf-Jahres-Frist könnte wertvolle Zeit und mehr Spielraum im Übergang zwischen Arbeitsleben und Ruhestand schaffen. Die diskutierte Frist betrifft die rentennahen und geburtenstarken Jahrgänge ab 1964. Aktuell kann der Jahrgang 1962 mit 64 Jahren und acht Monaten abschlagsfrei in Rente gehen. Wer nach 45 Versicherungsjahren kurz vor Rentenbeginn steht, soll laut VdK noch nach altem Recht abschlagsfrei in Rente gehen können. Jüngere Jahrgänge, die weiter vom Renteneintritt entfernt sind, wären dagegen von der Streichung dieser Rentenart betroffen und müssten mit hohen Abschlägen rechnen.

Grüne kritisieren Verzögerung der Pflegereform

Simone Fischer mit der Kuppel des Bundestags im Hintergrund
Simone Fischer mit der Kuppel des Bundestags im Hintergrund
Foto: Simone Fischer

BERLIN (kobinet)

Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, hat sich zur drohenden Verzögerung der Pflegereform geäußert. Anlass ist der aktuelle Streit in der Bundesregierung, der einen erneuten Aufschub des Kabinettsbeschlusses zur Folge haben könnte. Fischer betonte, die SPD ziehe bei dem geplanten Kürzungspaket zu Recht die Notbremse, da Kürzungen keine Pflegereform darstellten. Dass die Koalition aus CDU/CSU und SPD nach monatelangem Streit wenige Tage vor dem geplanten Kabinettsbeschluss noch immer keine gemeinsame Linie habe, sei angesichts der akuten Finanznot der Pflegeversicherung verantwortungslos. Die Koalition müsse sich nun schnell auf eine solidarisch finanzierte Reform einigen, die die Pflegeversicherung stabilisiere, die Eigenanteile begrenze und gute Löhne sichere. Dazu gehörten Bundesmittel für versicherungsfremde Leistungen sowie ein fairer Ausgleich zwischen sozialer und privater Pflegeversicherung, so Fischer.

Zuschlag für Münchner Olympiabewerbung als Chance für Inklusion

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

München (kobinet)

Die Bayerische Sozialministerin Ulrike Scharf begrüßt den Zuschlag des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für München als Bewerber um die Olympischen Sommerspiele 2036 bis 2044. Anlässlich der Entscheidung betonte Scharf am 26. September 2026: „Olympische Spiele bei uns – das heißt auch: die Paralympics in München. Das ist eine Jahrhundert-Chance für die Inklusion.“

LWV Hessen beteiligt sich am Aktionstag „Schichtwechsel“

Zwei junge Männer, davon einer im roten Pullover und Basecap, der andere mit dunklem Haar in heller Strickjacke sitzen vor mehreren Bildschirmen und unterhalten sich
Einblick in die Registratur der Hauptverwaltung Kassel
Foto: Krauss /LWV

MÜNSTER (kobinet)

Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen hat sich am 24. September 2026 erneut am bundesweiten Aktionstag „Schichtwechsel“ beteiligt. Im Mittelpunkt stand der Arbeitsplatztausch zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, um Inklusion auf dem Arbeitsmarkt sichtbar zu machen und gesellschaftliche Barrieren abzubauen. Sieben Beschäftigte aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) wechselten für einen Tag in die LWV-Verwaltungen: drei in die Hauptverwaltung in Kassel, je zwei in die Regionalverwaltungen in Darmstadt und Wiesbaden. Dort erhielten sie Einblicke in Arbeitsbereiche wie die Digitalisierung der Tagespost, die Registratur, den Hausdienst oder den Empfang. Im Gegenzug arbeiteten 13 LWV-Beschäftigte in den Werkstätten ihrer Tauschpartner: in der Hephata Diakonie im Schwalm-Eder-Kreis, im Lebenshilfe-Werk Kreis Waldeck-Frankenberg, bei der BWMK gGmbH und im Evangelischen Verein für Innere Mission in Nassau (EVIM) in Wiesbaden.

Den Schwung der Heim-EM zur Para Judo-WM mitnehmen

Junger Mann mit dunklem und kurzem Haar im weißen Kampfanzug steht einem anderen Kämpfer im blauen Anzug gegenüber
Daniel Goral im Wettkampf
Foto: Dominik Tuerk / DBS

FRECHEN (kobinet)

Sechs Wochen ist es her, dass die deutsche Para Judo-Nationalmannschaft bei den Heim-Europameisterschaften in Heidelberg kämpfte und dabei über zweimal Silber und einmal Bronze jubelte. Mit Isabell Thal und Daniel Goral gehören die beiden EM-Silbermedaillengewinner zum vierköpfigen deutschen Aufgebot für die Weltmeisterschaften, die vom 25. bis 27. September im georgischen Tbilisi stattfinden. Die Entwicklung ihrer Athletinnen und Athleten stimmt sie sehr zuversichtlich. Isabell Thal und Daniel Goral haben inzwischen schon mehrfach bewiesen, dass sie zur Weltspitze in ihren Startklassen gehören.

Saarland führt pauschale Beihilfe für Beamte zum 1. Januar 2028 ein

Logo VdK Deutschland
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Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Die saarländische Landesregierung führt zum 1. Januar 2028 die pauschale Beihilfe ein. Damit übernimmt der Dienstherr künftig einen 50-prozentigen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen für gesetzlich versicherte Beamte. Der VdK Saarland bewertet die Neuregelung als sozialpolitischen Erfolg. Besonders profitieren sollen chronisch kranke Beamte und Beamte mit Behinderungen, die bisher den doppelten Krankenversicherungsbeitrag allein tragen mussten, sofern sie aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen keine bezahlbare private Absicherung erhalten hatten. „Unser langer Atem und das dicke Bretterbohren haben sich ausgezahlt. Wir haben nicht lockergelassen, die Stimme für diejenigen zu erheben, die im einfachen und mittleren Dienst unter enormen finanziellen Mehrbelastungen leiden und selbst keine Lobby haben“, sagte Peter Springborn, Landesgeschäftsführer des VdK Saarland. Die Einführung der pauschalen Beihilfe sei „ein echter Sieg für die soziale Gerechtigkeit im Saarland“.

Anhörung zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht

Bundestag Besprechungsraum
Bundestag Besprechungsraum
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Nachdem der Gesetzentwurf diese Woche in Erster Lesung im Bundestag debattiert wurde, geht es nun mit dem Thema von ärzlichen Zwangsmaßnahmen im Rahmen des Betreuungsrechts schnell voran. Bereits für den 7. Oktober 2026 ist von 14:00 bis 16:00 Uhr eine Anhörung zu ärztlichen Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht angesetzt. Die Sitzung ist öffentlich und wird auf www.bundestag.de übertragen. Wer vor Ort im Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal 2.600, in Berlin an der Anhörung teilnehmen möchte, kann sich bis zum 5. Oktober 2026 anmelden.

Link zu weiteren Infos zur Anhörung und zur Anmeldung

VdK lehnt Kürzung der Kinderkrankentage ab

Logo VdK Deutschland
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Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Sozialverband VdK lehnt die von Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann geplante Kürzung der Kinderkrankentage ab. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnt, die Maßnahme treffe insbesondere Frauen, die bereits rund 73 Prozent der Kinderkrankentage übernehmen. Eine Einschränkung dieser Möglichkeit führe zu einer ungleichen Belastung, da Frauen häufiger unbezahlten Urlaub für die Kinderbetreuung nehmen müssten und damit auf Einkommen und finanzielle Sicherheit verzichteten. Für berufstätige Alleinerziehende sei die Kürzung um zehn Tage ein besonders schwerer Schlag, da sie die Betreuung allein organisieren und gleichzeitig ihren Arbeitsplatz sichern müssten, so Bentele. Dies stehe im Widerspruch zum Ziel, die Erwerbsbeteiligung von Frauen zu erhöhen, möglicherweise sogar in Vollzeit. „Wer mehr Erwerbsarbeit von Frauen fordert, darf nicht gleichzeitig an der Absicherung unbezahlter Sorgearbeit sparen“, betonte die VdK-Präsidentin. Zudem drohe die Bundesregierung, Einsparungen zu Lasten von Familien und insbesondere auf dem Rücken von Frauen vorzunehmen, wie bei anderen Kürzungsvorhaben auch.

BeB unterstützt Bündnis „Nicht am Menschen sparen“ zum Sozialstaat-Aktionstag

Logo des BeB
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Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Sozialstaat gemeinsam retten“ am 26. September 2026 unterstützt der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e. V. (BeB) die Forderungen des Bündnisses für Bürokratieabbau im Sozialbereich. Der BeB ist Teil des Bündnisses, das sich gegen Kürzungen sozialer Leistungen und für den Abbau bürokratischer Hürden einsetzt. Angesichts der Diskussionen über Einsparungen im Sozialbereich betont der BeB, dass diese nicht zulasten von Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen sowie den Einrichtungen gehen dürfen. „Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen brauchen verlässliche Hilfen und verlässliche Angebote. Notwendige Leistungen infrage zu stellen oder einseitige Vorgaben der Leistungsträger zuzulassen, verstößt gegen grundlegende demokratische und sozialrechtliche Prinzipien“, sagt Dr. Christian Geyer, Vorsitzender des BeB. Statt Leistungen zu kürzen oder kirchenrechtliche Löhne nicht mehr anzuerkennen, sieht der Verband erhebliche Potenziale im Abbau unnötiger Bürokratie. Komplexe Verwaltungsverfahren, unterschiedliche Anforderungen von Kostenträgern, umfangreiche Dokumentationspflichten und fehlende digitale Standards binden wertvolle Zeit und Ressourcen. Diese fehlen dann bei der Unterstützung der Menschen, so der BeB.

11. SoVD-Inklusionslauf am 10. Oktober mit Fokus auf Familien und Angehörige

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Foto: Sozialverband Deutschland

Berlin (kobinet)

Am 10. Oktober 2026 findet auf dem Tempelhofer Feld in Berlin der 11. SoVD-Inklusionslauf statt. Im Mittelpunkt stehen diesmal Familien und Angehörige von Menschen mit Behinderungen. Das Motto lautet „Zusammen stark – Die unsichtbaren Helden“. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) verweist darauf, dass Eltern, Geschwister und Partner*innen täglich besondere Leistungen erbringen, etwa bei der Organisation von Arztterminen, Hilfsmitteln oder der Vereinbarkeit von Beruf und Betreuung. SoVD-Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier betont: „Ihr seid die Treiber echter Inklusion.“ Schirmherr der Veranstaltung ist Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Er erklärt: „Dieser Lauf zeigt, dass Inklusion ein gemeinsames Projekt ist – für Familien, für Angehörige, für gleichberechtigte Teilhabe.“ Botschafterin ist die mehrfache Weltmeisterin und Paralympics-Siegerin im Para-Schwimmen, Elena Semechin. Als fast blinde Mutter sagt sie: „Inklusion betrifft nicht nur einzelne Personen, sondern auch ihr Umfeld.“ Alle Informationen und die Anmeldung sind unter www.inklusionslauf.de abrufbar.

LVR und LWL bieten Beratung zur Inklusion auf der REHACARE

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Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Foto: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) KöR

MÜNSTER (kobinet)

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) präsentieren sich noch bis zum 26. September 2026 auf der REHACARE in Düsseldorf. Am gemeinsamen Messestand in Halle 1, Stand D49, stehen Fachleute aus verschiedenen Bereichen für persönliche Beratungsgespräche zur Verfügung. Seit über 40 Jahren sind die beiden Landschaftsverbände als „Team Inklusion“ auf der Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege vertreten. Am Messestand wird Inklusion auch praktisch erlebbar: Das inklusive Café „Wo ist Tom?“ aus Köln versorgt die Besucherinnen und Besucher mit Getränken und Snacks und zeigt gleichzeitig, dass Inklusion im Arbeitsleben umsetzbar ist.

Sozialkürzungsdebatten verunsichern – fünf unbekannte Hilfsangebote

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Foto: Aktion Mensch e. V.

BONN (kobinet)

Die aktuellen Debatten über Einsparungen im Sozialbereich verunsichern Menschen mit Behinderung, Familien und pflegende Angehörige. Gleichzeitig bleiben zahlreiche Unterstützungsangebote ungenutzt, wie eine Studie der Aktion Mensch zeigt. Der Grund: Viele Betroffene kennen die Leistungen nicht oder scheuen den bürokratischen Aufwand bei der Beantragung. Dabei hilft der barrierefreie Familienratgeber der Aktion Mensch. Er bietet Informationen zu staatlichen Hilfsangeboten in Einfacher und teils Leichter Sprache und deckt Themen wie Schule, Beruf, Freizeit, Barrierefreiheit, Rechte, Wohnen, Beratung sowie Kranken- und Pflegeversicherung ab.

Anhörung zur Änderung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes am 5. Oktober 2026

Frisbee mit der Aufschrift: Zeit für den großen Wurf: AGG Reform Jetzt!
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Foto: Natalie Rosenke

Berlin (kobinet)

Seit Jahren wird darum gerungen, wie das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) weiterentwickelt werden kann. Hierfür hat die Bundesregierung mittlerweile einen u.a. vom Bündnis AGG Reform Jetzt kritisierten Gesetzentwurf vorgelegt, der bereits in Erster Lesung vor der Sommerpause im Bundestag debattiert wurde. Die vom Rechtsausschuss des Bundestages mittlerweile angesetzte Anhörung zur Änderung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) findet am 5. Oktober 2026 von 11.30 bis 13.30 Uhr in öffentlicher Sitzung im Paul-Löbe-Haus des Bundestages im Sitzungssaal 2.600 in Berlin statt. Die Anmeldung zur Anhörung ist bis zum 1. Oktober 2026 möglich, wie es in der Ankündigung heißt. Ob diese live im Internet übertragen wird, geht aus den bisherigen Informationen nicht hervor.

Link zu weiteren Informationen zur Anhörung und zur Anmeldung

Link zur Petition Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz

Verantwortung und Inklusion

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Foto: ht

Berlin (kobinet)

Prof. Dr. Stefan Godehardt-Bestmann, Professor für Soziale Arbeit (Fernstudium) an der Internationalen Hochschule und Mitgründer des Privaten Instituts für soziale Transformation war ein zentraler Redner beim Dialogforum „Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen“, das am 21. September 2026 von der Aktion Mensch in Dresden durchgeführt wurde. Dabei hat er u.a. für den von dem heute vor vier Jahren verstorbenen Klaus Dörner geprägten Begriff der „Teilgabe“ gesprochen und daran erinnert. Auf YouTube hat Prof. Dr. Stefan Godehardt-Bestmann einen Vortrag mit dem Titel „Verantwortung und Inklusion: IU Experte klärt auf“, veröffentlicht, der einen guten Einblick in seine Thesen und sein Wirken gibt.

Link zum Vortrag auf YouTube

LVR-Beirat für Inklusion und Menschenrechte setzt auch nach der Kommunalwahl die Arbeit fort

Logo LVR Qualität für Menschen
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Foto: LVR

Köln (kobinet)

Nach den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat der Ausschuss für Inklusion des Landschaftsverband Rheinland (LVR) im Juni 2026 beschlossen: Der LVR-Beirat für Inklusion und Menschenrechte wird auch für die neue Wahlperiode wieder eingerichtet. Der Beirat tagt in der Regel in gemeinsamer Sitzung mit dem Ausschuss für Inklusion. Die erste gemeinsame Sitzung findet am 8. Oktober 2026 statt, wie der LVR in seinem neuesten Newsletter mitteilte.

30 Jahre Selbstbestimmt Leben Würzburg

Logo des Verein WüSL - Selbstbestimmt Leben Würzburg
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Foto: WüSL

Würzburg (kobinet)

Seit 30 Jahren setzt sich das Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen in Würzburg für die Verbesserung der Lebensverhältnisse und der Teilhabe behinderter Menschen in der Stadt ein. Heute, am 25. September 2026 wird das 30jährige Bestehen des Vereins WüSL – Selbstbestimmt Leben Würzburg im Burkadushaus in Würzburg gefeiert. Mit dabei sind u.a. Barbara Vieweg, die ein Grußwort für die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) halten wird, und der Comedian Tan Caglar. WüSL hat in den vergangenen 30 Jahren immer wieder spannende Veranstaltung zur Behindertenpolitik durchgeführt, so war Adolf Ratzka aus Schweden dort beispielhaft zu Gast. Mit der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) unterhält der Verein ein von behinderten Menschen selbst gestaltetes Beratungsangebot.

Link zu weiteren Infos des Verein