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Katja Lüke startet mit medialem Rückenwind als rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte

Katja Lüke
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Foto: privat

Mainz (kobinet)

Ihren ersten Arbeitstag als Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz kann Katja Lüke heute am 1. September 2026 mit kräftigem medialem Rückenwind starten. Die am 28. Juli 2026 vom rheinland-pfälzischen Ministerrat als Nachfolgerin der bisherigen Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Ellen Kubica, berufene Katja Lüke hat bereits vor Antritt des in Rheinland-Pfalz für die Behindertenpolitik des Landes wichtigen Amtes Schlagzeilen gemacht. Auf der Basis einer Meldung der Deutschen Presseagentur titelte DIE ZEIT beispielsweise einen Beitrag über den bevorstehenden Amtsantritt von Katja Lüke mit der Überschrift „Die UN-Behindertenrechtskonvention ist meine Bibel“. Damit wird das Ansinnen von Katja Lüke diese Menschenrechtskonvention umzusetzen verdeutlicht. Auch die in Mainz erscheinende Allgemeine Zeitung begrüßte Katja Lüke mit einem entsprechenden Beitrag.

Jennifer Sonntag ist mit ihrer Wahlschablone bereit für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Jennifer Sonntag zeigt ihre Wahlschablone
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Foto: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet)

Für Jennifer Sonntag aus Halle ist es nicht nur wichtig, dass sie bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ihr Wahlrecht wahrnimmt und für Demokratie eintritt, sie zeigt auch anschaulich, wie blinde Menschen bei dieser Wahl mit Hilfe einer Wahlschablone möglichst unabhängig wählen können. „Hier zeige ich euch meine Wahlschablone für die Landtagswahl in Sachsen Anhalt am 6. September 2026. Wie funktioniert das genau? Blinde Menschen legen den Wahlzettel in diese Schablone ein und fühlen dann die Löcher, in die sie ihre Kreuze setzen können. Die Parteien und Kandidaten für die Erststimme und für die Zweitstimme sind entsprechend durchnummeriert. Zur Schablone erhalten blinde Wählende eine Information darüber, welche Nummer zu welcher Partei oder Person gehört. Damit blinde Menschen den Wahlzettel richtigherum einlegen können, fehlt ihm, und auch der Wahlschablone, oben rechts eine Ecke“, berichtet Jennifer Sonntag auf ihrer Facebook-Seite.

Sarah Schöllner liebt Sprache und macht derzeit verschiedene Praktika, um behinderte Menschen zu beraten

Sarah Schöllner
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Foto: privat

Kassel (kobinet)

Sarah Schöllner hat Deutsche Literatur in Marburg studiert und vor kurzem ihren Masterabschluss gemacht. Sowohl während ihres Bachelor- als auch Masterstudiums hat sie unheimlich viel über Sprache und den Umgang mit ihr gelernt. Sie konnte ihr Feingefühl für sie, aber auch für diverse Themen und deren Komplexität verbessern. Dies berichtet Sarah Schöllner, die derzeit verschiedene Praktika, wie zum Beispiel im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, macht im Interview mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul.

INKLUSIVA-KONGRESS 2026 findet am 4. September 2026 in Mainz statt

Logo der Inklusiva am 4. September 2026
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Foto: LAG Selbsthilfe RLP

Mainz (kobinet)

Am 4. September 2026 findet von 9:30 bis 17:00 Uhr im Kulturzentrum Mainz (KUZ) der INKLUSIVA-KONGRESS 2026 statt. In diesem Jahr ist das Thema Neurodiversität. „Wir laden Sie herzlich ein, den Kongress journalistisch zu begleiten. Das Kulturzentrum Mainz befindet sich in der Dagobertstraße 20b in 55116 Mainz. Der Eintritt ist kostenfrei. Eröffnet wird der Kongress von Johannes Schweizer, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe Rheinland-Pfalz. Zum Auftakt sprechen außerdem die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler sowie Katja Lüke, die ab 1. September 2026 neue Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen ist. Durch den Kongress führt Moderator Marcel Friederich.

ABiD-Institut Behinderung & Partizipation lädt zum Gedenken an Ilja Seifert am 11. September 2026 ein

Bild von Ilja Seifert, lächelnd, mit erhobener Faust, von weiteren Demonstranten umgeben
Bild von Ilja Seifert, lächelnd, mit erhobener Faust, von weiteren Demonstranten umgeben
Foto: Siegurd Seifert / inclusio tv

Berlin (kobinet)

Anlässlich des 4. Todestages lädt das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation am 11. September 2026 um 15 Uhr zum Gedenken an Dr. Ilja Seifert an seinem Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte, Chausseestr. 126, ein. Dr. Ilja Seifert, geb. am 6. Mai 1951, Behindertenaktivist, Lyriker und Bundestagsabgeordneter, langjähriger Vorsitzender des Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland (ABiD) sowie des Berliner Behindertenverband (BBV), gründete das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation im Jahr 2018. Er starb am 10. September 2022, heißt es vonseiten des Instituts, das zum Gedenken einlädt.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter steigt weiter

Logo der Bundesagentur für Arbeit
Logo der Bundesagentur für Arbeit
Foto: BA

Nürnberg (kobinet)

Mit 192.630 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen wurde im Juli 2026 ein trauriger Rekord erreicht. Dies war der höchste Wert in der Zeitreihe der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in Deutschland, die von der Bundesagentur für Arbeit seit 1. Januar 2007 geführt wird. Im August 2026 hat sich diese Situation noch weiter verschärft und wurde der neue traurige Rekord mit 194.164 arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat sind dies noch einmal 1.534 schwerbehinderte Arbeitslose mehr. Der Vergleich zur Arbeitslosenzahl schwerbehinderter Menschen in Deutschland vor einem Jahr macht die verschärfte Situation am Arbeitsmarkt für schwerbehinderte Menschen noch deutlicher. Mit der ohnehin schon hohen Zahl von 187.050 im August 2025 hat sich die Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen innerhalb eines Jahres um 7.114 Menschen erhöht. Die LIGA Selbstvertretung fragt sich angesichts dieser Entwicklung und der Tatsache, dass es in Sachen Reform des Werkstättensystems mit mehr Möglichkeiten der Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ebenfalls nicht vorangeht, wann die Bundesregierung auf diese negative Entwicklung bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen reagieren will. Vom Herbst der Reformen sei hier bisher nichts zu spüren.

Deutsch-Kirgisische Zusammenarbeit fördert Teilhabe und Barrierefreiheit von Menschen mit Behinderungen

Gruppenbild von der Eröffnung der barrierefreien Sanitäranlage
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Foto: André Nowak

Bischkek / Berlin (kobinet)

Das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation (IB&P) und die Kirgisische Republikanische Gesellschaft für Menschen mit Behinderungen (KROI) haben gemeinsam am 27. August 2026 das Projekt „Barrierefreie sanitäre Einrichtungen für eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Bischkek“ abgeschlossen. Das Projekt umfasste die umfassende Renovierung einer sanitären Einrichtung der KROI-Produktionswerkstatt mit dem Bau von zwei barrierefreien Duschräumen und einer Toilette. Damit werden die Arbeitsbedingungen für die dort Beschäftigten und Auszubildenden erheblich verbessert, heißt es in einer Presseinformation des Instituts.

VdK fordert verbindliche Barrierefreiheit für autonomes Fahren

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Bundesverkehrsministerium fördert autonome Fahrzeuge im ÖPNV und Güterverkehr mit bis zu 14 Millionen Euro. Der VdK warnt, dass ohne verbindliche Barrierefreiheit als Fördervoraussetzung autonome Systeme Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen ausschließen könnten.

Rolle rückwärts in Brandenburger Behindertenpolitik in Sachen Landesbehindertenbeauftragter

Ottmar Miles-Paul
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Foto: Irina Tischer

Potsdam (kobinet)

„Die Zeiten, in denen es für viele verschiedene Themen verschiedenste Beauftragte gab, sind ausweislich des Koalitionsvertrags vorbei.“ Dieser Satz stammt nicht von einem AfD-Politiker, auch nicht von Friedrich Merz, der im Bundestagswahlkampf die Devise ausgab, die Zahl der Beauftragten massiv zu verkleinern. Nein, er stammt von Brandenburgs Sozialminister René Wilke von der SPD. Aus einem Bundesland, das einst mit der ausdrucksstarken Regine Hildebrandt an der Spitze des dortigen Sozialministeriums unter den ersten Bundesländern war, das mit der Benennung von Rainer Kluge als Landesbehindertenbeauftragten ein starkes Zeichen für die Selbstvertretung behinderter Menschen setzte. Nun wird in Brandenburg im Zeitgeist der behindertenpolitischen Rolle rückwärts die Geschichte neu geschrieben und die Selbstvertretung behinderter Menschen zurückgedrängt. Das Kabinett hat in seiner Sitzung vom 25. August 2026 auf Vorschlag des brandenburgischen Sozialministers René Wilke (SPD) den Seniorenbeauftragten Norman Asmus auch zum neuen Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen berufen. Dieser nimmt sein neues Amt künftig zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Landesseniorenbeauftragter wahr. In einem Land, das wahrlich kein Vorreiter in der Behindertenpolitik ist, wird nach Ansicht von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul nun die Behindertenpolitik anscheinend zur Nebensache.

Tag der offenen Tür in der Asbacher Hütte

Mann mit lächelndem Gesicht und Brille in dunklem, kuzärmeligem Hemd
Betriebsleiter Mathhiias Winau
Foto: Stiftungen kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

ASBACHER HÜTTE (kobinet)

Auf der Asbacher Hütte, einem Teil der Werkstätten kreuznacher diakonie gGmbH, wird Vielfalt und Teilhabe auf vielen Ebenen gelebt. Dazu gehört auch einmal im Jahr ein Tag der offenen Tür, zu dem alle eingeladen werden, die Interesse an der Arbeit und dem Alltag in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen haben. Am Freitag, dem 4. September 2026, zeigen die Beschäftigten in der Zeit von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr allen Besucherinnen und Besuchern, was die Einzigartigkeit dieses Betriebs ausmacht. Betriebsleiter Matthias Winau: „Bei uns greifen Naturschutz, Teilhabe, Handwerk und professionelle Industriemontage ineinander. Das Ganze in einem Arbeitsumfeld, das Stärken fördert, Sicherheit und Ruhe gibt, uns und unsere Beschäftigten stolz macht!“ Wer hier auf dem bioland-zertifizierten Hüttenhof, in der Metzgerei, der Goldschmiede, dem Garten- und Landschaftsbau oder der Industriemontage arbeitet, hat nicht nur einen „Job“. Berufliche Bildung und andere gemeinsame Aktivitäten wie etwa eine Tanzgruppe

Wenn der Minijob fällt, darf die persönliche Assistenz nicht mitfallen

Christian Bayerlein
Christian Bayerlein
Foto: BJOERN LUBETZKI

Koblenz (kobinet)

Die Alterssicherungskommission empfiehlt, den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus von Minijobs abzuschaffen. Die Bundesregierung will die Empfehlungen möglichst weitgehend umsetzen. Was nach besserer sozialer Absicherung klingt, kann für Menschen mit Behinderungen im Arbeitgebermodell jedoch zur Finanzierungslücke werden. Christian Bayerlein aus Koblenz beschäftigt seine Assistenzkräfte selbst und fordert, persönliche Assistenz bereits bei der Ausarbeitung der Reform ausdrücklich zu schützen. Im Folgenden veröffentlichen die kobinet-nachrichten seinen Kommentar:

VdK kritisiert Rentendebatte als von Unkenntnis und fehlendem Konzept geprägt

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

Berlin (kobinet)

Der Sozialverband VdK kritisiert die aktuelle Rentendebatte als von „erschreckender Unkenntnis und einem fehlenden Gesamtkonzept“ geprägt. Anlässlich der wiederholten Diskussionen über höhere Altersgrenzen und Härtefallregelungen betonte VdK-Präsidentin Verena Bentele, die Bundespolitik müsse sich stattdessen mit den Arbeitsmarktchancen und gesundheitlichen Belastungen älterer Beschäftigter auseinandersetzen. Die Alterssicherungskommission habe sich einseitig auf kurzfristige Einsparmöglichkeiten konzentriert, ohne die gesellschaftlichen Folgen höherer Altersgrenzen zu berücksichtigen.

Katrin Gensecke will weitere fünf Jahre im Landtag von Sachsen-Anhalt für Inklusion streiten

Katrin Gensecke
Katrin Gensecke
Foto: Katrin Gensecke

Magdeburg (kobinet)

Der Landtagswahlkampf in Sachsen-Anhalt biegt mit großer bundesweiter Aufmerksamkeit in die letzte Woche ein, bevor am 6. September 2026 gewählt wird. Mit Katrin Gensecke ist eine der wenigen Landtagsabgeordneten mit Behinderung, die sich auch behindertenpolitisch engagiert, in einem Landesparlament vertreten und sie möchte diese Aufgabe gerne fünf weitere Jahre fortsetzen, um für Inklusion, Selbstvertretung und Teilhabe zu streiten. Wer mehr über Katrin Gensecke und ihr Wirken wissen will, kann sich in einem aktuellen Beitrag des Vorwärts, der Parteizeitung der SPD, über sie und ihr Wirken informieren. „Sport war ihr Leben, bis eine Krankheit alles veränderte. Heute ist Katrin Gensecke SPD-Landtagsabgeordnete in Sachsen-Anhalt und kämpft für mehr Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Die Landtagswahl am 6. September könnte dafür ganz entscheidend werden“, heißt es in der Einführung des Beitrags.

Willis 40-Grad-Plus-Hitzesommer-Glosse: Schriftverkehr durch die Straße von Hormus weiterhin verzerrt!

Durchblick vs. Kurzsicht
Durchblick vs. Kurzsicht
Foto: Ralph Milewski

Staufen (kobinet)

Die Hoodies vom Verfassungsschutz haben heute früh das Kobi-Netz gehackt und dessen federführende KI-Autorenassistenten auf verfassungsfeindliche Schadsoftware hin durchsucht. Und fanden keine. Das Mindset des KI-Assistenten muss nicht ausgetauscht werden. – Anders könnte es sich beim selbsternannten Durchblicker-Kolumnisten Weis verhalten, vermutlich ebenfalls im Visier der Verfassungsschützer. Bislang haben ihn die gesichert verfassungskonformen Redaktionskollegen durch konsequente Dialogverweigerung und Debattenblockade noch erfolgreich einhegen können. Allerdings wie lange noch. Wenn so was total Verrücktes wie heute früh passiert und Kolumnist Weis als einziger darüber berichtet, dann stürzen sich alle auf die kobinet-Nachrichten und können gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Stolperstein für Anna Maria Pfleiderer aus Backnang, die im Mai 1941 in Hadamar getötet wurde

Stolperstein für Anna Maria Pfleiderer
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Foto: Initiative Stolpersteine Backnang

Berlin / Backnang (kobinet)

Der Gedenkort-T4 erinnert am 4. September 2026 an die Opfer der ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus. Um 14:30 Uhr geht’s in der Tiergartenstraße 4 in Berlin los. Viele Spuren über die Verbrechen der Nationalsozialisten finden sich jedoch auch vor Ort, so auch in Backnang, wo ein Stolperstein für Anna Maria Pfleiderer verlegt wurde, die am 4. Mai 1941 in der Todesfabrik Hadamar in Hessen ermordet wurde, wie es auf der Internetseite Stolpersteine Guide vonseiten der Initiative Stolpersteine Backnang heißt.

Zweimal Gold im Para Rudern

Ein Mann und eine Frau in schwarzer Hose und weißem Sportdress mit ihren Medaillien
Jasmina Bier und Paul Umbac
Foto: DRV / Meinruderbild

FRECHEN (kobinet)

Bei den Weltmeisterschaften im Para Rudern in Amsterdam hat das deutsche Nationalteam die zweite Goldmedaille gewonnen. Einen Tag nach dem Überraschungserfolg von Jasmina Bier und Paul Umbach im PR2 Mixed-Zweier legten Kathrin Marchand und Valentin Luz nach und verteidigten ihren WM-Titel trotz eines schwierigen Rennens souverän. Damit ist das deutsche Erfolgs-Duo noch immer ungeschlagen. Auch von zeitlichen Verzögerungen und schwierigen Bedingungen haben sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen: Kathrin Marchand und Valentin Luz (RTHC Bayer Leverkusen und Frankfurter RG Germania) sind bei den Weltmeisterschaften im Para Rudern ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben ihren Titel im PR3 Mixed-Doppelzweier trotz Gegenwind und Regen souverän verteidigt

Über 80 Verbände unterstützen von Rechtsextremen bedrohte Bürger*innen

Plakat bei Berliner Demo am 2.2.25
Plakat bei Berliner Demo am 2.2.25 „Inklusion braucht Demokratie“
Foto: privat

Berlin (kobinet)

Die im Bündnis „Zusammen für Demokratie“ zusammengeschlossenen Verbände wollen Personen und Einrichtungen, die von Rechtsextremen attackiert oder bedroht werden, gemeinsam unterstützen. Wer wegen seines Einsatzes für die Demokratie angegriffen wird, soll nicht allein bleiben. Das ist das Ziel einer Solidaritätsvereinbarung, die von mehr als 80 Verbänden unterstützt wird – darunter Gewerkschaften, die großen christlichen Kirchen, Sportverbände sowie zahlreiche Menschenrechts-, Sozial- und Umweltorganisationen. Nach Anschlägen auf Jugend- oder Kulturzentren, bei Hasskampagnen gegen Menschen, die sich öffentlich äußern, oder wenn ehrenamtlich Engagierte bedroht werden, wollen die Bündnismitglieder gemeinsam Unterstützung organisieren. Je nach Situation kann das etwa durch öffentliche Solidarität, rechtliche Hilfe oder finanzielle Unterstützung geschehen.

Für einen Schutz vor Gewichtsdiskriminierung: Jetzt Petition zeichnen!

Sharepic zur Gewichtsdiskriminierung und der Forderung für das AGG
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Foto: Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung

Berlin (kobinet)

Die Qualifikation steht im Lebenslauf, nicht im Display der Waage. Trotzdem machen hochgewichtige Menschen immer wieder die Erfahrung, dass nicht ihr Können, sondern ihr Gewicht im Vordergrund steht, auch wenn es für die Aufgaben überhaupt kein Faktor ist. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) soll genau solchen grundlosen Benachteiligungen einen Riegel vorschieben, doch bei Gewichtsdiskriminierung greift es nicht. Körpergewicht ist keine der in § 1 AGG genannten Diskriminierungskategorien. Eine Schutzlücke, die in der laufenden AGG-Reform geschlossen werden könnte. Deshalb bittet die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, die Petition des Bündnis AGG Reform Jetzt! mit dem Titel „Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz“ zu unterzeichnen und andere darauf hinzuweisen.

Matti, der Knecht. (für meine Enkel)

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Foto: OpenClipart-Vectors

Villmar – Weyer (kobinet)

Nachdem sich der Kolumnist Stephan Laux erfolgreich als Sportredakteur hervorgetan hat (er hat immerhin zielsicher den Fußballweltmeister 2026 vorausgesagt), versucht er sich jetzt auch als kultur- und bildungspolitischer Journalist.

Wohin soll das führen, wenn sich behinderte Menschen und selbst ernannte behindertenpolitische Aktivisten jetzt auch noch zur Kultur äußern, anstatt sich um ihre Sachen (Barrierefreiheit usw.) zu kümmern?

Lesen Sie selbst!

Netzwerk warnt vor Rückschritten bei Eingliederungshilfe in NRW

Zwei Frauen auf ihren Rollstühlen vor dem Rednerpult. Im Hintergrund der Plenarsaal des Landtages
Zwei Frauen auf ihren Rollstühlen vor dem Rednerpult. Im Hintergrund der Plenarsaal des Landtages
Foto: NetzwerkBüro

MÜNSTER (kobinet)

Anlässlich des 80. Geburtstags von Nordrhein-Westfalen am 30. und 31. August 2026 in Münster warnt das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW vor geplanten Änderungen bei der Eingliederungshilfe. Besonders kritisch sieht der Verband die geplante Ausweitung des Poolings von Assistenzleistungen sowie die Überprüfung der Einkommens- und Vermögensanrechnung. Diese Vorschläge lösen bei vielen Frauen mit Behinderungen Sorgen um ihre berufliche Zukunft und wirtschaftliche Unabhängigkeit aus.

Streichung des Sofortzuschlags stoppen

Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Zwei Hände halten eine leere geöffnete Geldbörse
Foto: undefined

MAINZ (kobinet)

Kinderarmut zeigt sich nicht in Statistiken, sondern im Alltag von Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. hat deshalb die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten von CDU, Grünen, Linken und SPD aufgefordert, die geplante Streichung des Sofortzuschlags für Familien im Kinderzuschlag in Höhe von 25 Euro monatlich nicht mitzutragen. Der Regelbedarf für ein Kind zwischen null und fünf Jahren liegt 2026 bei 357 Euro im Monat. Davon sind 117,15 Euro für Ernährung vorgesehen, umgerechnet 3,91 Euro am Tag. Für Bildung und Kultur bleiben 1,93 Euro im Monat übrig. Ein Betrag, in dem weder Buntstifte noch ein Buch oder ein Ausmalheft Platz finden.

30 Jahre Niedersächsischer Inklusionsrat

Annetraud Grote
Annetraud Grote
Foto: Tom Figiel

Stade (kobinet)

Der Niedersächsische Inklusionsrat von Menschen mit Behinderungen (NIR) hat am 27. August 2026 in Stade im Rahmen seiner 60. Vollversammlung und gleichzeitig der Jubiläumsveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen die Stader Erklärung zum inklusiven Katastrophenschutz in Niedersachsen verabschiedet. Darin fordert der NIR, die Belange von Menschen mit Behinderungen systematisch in die Planung, Vorbereitung und Bewältigung von Krisen- und Katastrophenlagen einzubeziehen.

Erinnerung an die Opfer der ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus am 4. September in Berlin

Plakat zur Veranstaltung am 4. September 2026
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Foto: ISL

Berlin (kobinet)

„Der Gedenkort-T4 erinnert am 4. September 2026 an die Opfer der ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus. Um 14:30 Uhr geht’s in der Tiergartenstraße 4 in Berlin los. Die Dolmetschung in Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache (DGS) wird angeboten. Kommt vorbei und tut etwas gegen das Vergessen!“ Auf diese Veranstaltung hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf Facebook aufmerksam gemacht.

Ableismus jenseits der Systeme II

Ableismus jenseits der Systeme
Ableismus jenseits der Systeme
Foto: Ralph Milewski / KI

Fladungen (kobinet)

Warum ist unser Menschenbild so, wie es ist?

In meinem Essay „Ableismus jenseits der Systeme“ bin ich der Frage nachgegangen, ob sich die fortdauernde Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung tatsächlich aus einem bestimmten politischen oder wirtschaftlichen System erklären lässt. Der historische Vergleich macht eine solche Erklärung schwierig. Menschen mit Behinderung wurden in kapitalistischen Gesellschaften separiert, aber ebenso im Realsozialismus. Sie wurden unter konservativen, sozialdemokratischen und sozialistischen Regierungen in Sonderstrukturen verwiesen. Rechte Ideologien haben ihre Abwertung bis zum Äußersten radikalisiert. Aber sie haben sie nicht erfunden.

Handicap International leistet Nothilfe

Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
Blaue Hand, Finger bilden die Buchstaben HI, rechts daneben handicap international
Foto: HI

BERLIN / KATMANDU (kobinet)

Eine verheerende Flut aus Eis, Schlamm und Geröll hat im Norden Nepals ganze Dörfer zerstört und zahlreiche Menschenleben gefordert. Zu den Helfern gehört auch Handicap International (HI), gegenwärtig Nothilfemaßnahmen vorbereitet, um die betroffene Bevölkerung schnell zu unterstützen. Unter anderem wird mit Rollstühlen und Krücken sowie Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Küchenutensilien und Seife geholfen werden. Sie sollen zunächst an rund hundert besonders betroffene Haushalte verteilt werden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Hilfe alle Menschen erreicht – auch Menschen mit Behinderung oder Ältere. „Unsere Nothilfe muss inklusiv sein. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und andere besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen müssen von Anfang an mitgedacht und gezielt unterstützt werden“, Rajesh Chandra, Leiter des Nepal-Programms von Handicap International.

Neues saarländisches Behindertengleichstellungsgesetz ist ein wichtiges Signal für Menschenrechte in schwierigen Zeiten

Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Landkarte Lage Saarland in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

BERLIN / SAARBRÜCKEN (kobinet)

Das vom Landtag beschlossene „Gesetz zur verbesserten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland“ ist ein wichtiger Meilenstein. „Wir begrüßen, dass das Saarland sich mit dem neuen Gesetz vornimmt, nicht nur die öffentlich zugänglichen Bereiche der Dienstgebäude barrierefrei zu machen, sondern auch die nicht-öffentlichen Bereiche“, sagt Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte. „Damit wird ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Barrierefreiheit von Arbeitsstätten unternommen, der sich bundesweit sehen lassen kann.“

Petition zum Werkstattentgelt

Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Mehrere Paragraphenzeichen auf einem Blatt
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet)

Mit einer Petition beim Deutschen Bundestag hat Christian Sackmann, Vorsitzender des Werkstattrats der BruderhausDiakonie, Forderungen nach einer Reform des Entgeltsystems in Werkstätten Nachdruck verliehen. Werkstattbeschäftigte in Deutschland warten seit vielen Jahren auf eine spürbare und nachhaltige Verbesserung ihrer Einkommenssituation. Die BAG WfbM begrüßt Christian Sackmanns Initiative. Der Verband und seine Mitglieder setzen sich ebenfalls für ein auskömmliches, faires und nachvollziehbares Entgelt in Werkstätten ein. Die Petition von Christian Sackmann ist aus Sicht des Verbandes deshalb ein deutliches Zeichen, dass es endlich Entscheidungen auf politischer Ebene braucht – so wie im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigt. Mehr zur Petition zum Werkstattentgelt beim Deutschen Bundestag gestartet – BAG WfbM .

Das AGG schützt viele Menschen nur auf dem Papier: Petition für AGG-Reform unterstützen

Sharepic zur Unterstützung der Petition zur AGG Reform
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Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt! advd

Berlin (kobinet)

„Das AGG schützt viele Menschen nur auf dem Papier“, so lautet der Titel eines Sharepics für die Kampagne zur Unterstützung der Petition für eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), die diesen Namen verdient hat. Weiter heißt es in Bezug auf die Petition zum bereits in der Beratung des Bundestages befindlichen Gesetzentwurfs der Bundesregierung vonseiten des Bündnis AGG Reform Jetzt!: „Nach 20 Jahren soll das AGG reformiert werden. Doch der aktuelle Gesetzentwurf reicht nicht aus. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam Druck machen. Für ein AGG, das Menschen wirklich schützt: Jetzt Petition unterschreiben!

Link zur Petition des Bündnis AGG Reform Jetzt!

AMF fördert zwei Inklusionsprojekte in Schwaben mit 302.000 Euro

Flagge Bundesland Bayern
Flagge Bundesland Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet)

Der Bayerische Arbeitsmarktfonds (AMF) fördert zwei Projekte in Schwaben mit insgesamt rund 302.000 Euro. Dies gab Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf am 27. August 2026 bekannt. Die Projekte richten sich an Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf auf dem Arbeitsmarkt, darunter junge Erwachsene mit Startschwierigkeiten, Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund, Ältere, Frauen mit belastenden Lebensumständen, Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslose.

Flagge zeigen für Vielfalt und Toleranz

Christian Judith mit der Fahne von Krüppel gegen Rechts beim CSD am 23.8.2026 in Husum
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Foto: Christian Judith

Husum (kobinet)

Für den langjährigen Streiter für die Rechte behinderter Menschen, Christian Judith, ist es gerade in Zeiten, in denen der Rechtsruck in Deutschland gerade auch für behinderte Menschen bedrohlich ist, wichtig, Flagge zu zeigen. „Flagge zu zeigen für Vielfalt und Toleranz“, wie es der Nutzer eines Dreirads in seinem auf Instagram veröffentlichten Video zum Ausdruck bringt. Am 23. August 2026 war Christian Judith mittendrin dabei beim Christopher Street Day in Husum und schwenkte dabei auch kräftig die Krüppel gegen Rechts Flagge. Christian Judith unterstützt den von Krüppel gegen Rechts mit getragenen Aufruf der LIGA Selbstvertretung „Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!“, der im Vorfeld der im September 2026 anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Wahlen in Berlin und der Kommunalwahlen in Niedersachsen veröffentlicht wurde.

Willis Favorit unter Deutschlands Sozialverbandslobbyisten

mit Mikrofon bei einer Rede
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Foto: Von Martin Heinlein

Staufen (kobinet)

Ist Ulrich Schneider, der langjährige Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands (alias Gesamtverband), er leitete diesen von 1999 bis 2024 und ist seither als engagierter Publizist für die Interessen und Anliegen aller gesellschaftlich Benachteiligten in diesem Land unterwegs.

Paritätischer Gesamtverband fordert konkrete Hitzeschutzmaßnahmen

Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

Berlin (kobinet)

Anlässlich der am 27. August 2026 veröffentlichten RKI-Zahlen zu Hitzetoten und der Ergebnisse der Kabinettsklausur der Bundesregierung am 25. und 26. August äußerte sich Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes. Demnach starben bis zum 16. August 15.800 Menschen an Hitze – mehr als in jedem vollständigen Vorjahr.

Selbsthilfeverbände warnen vor pauschaler Umstellung auf gepoolte Schulbegleitung

Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
Logo Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)
Foto: Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. (bvkm)

Düsseldorf (kobinet)

Vier Selbsthilfeverbände haben am 27. August 2026 eine gemeinsame Argumentationshilfe zur Schulbegleitung veröffentlicht. Die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE), die BAG SELBSTHILFE, der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) und das Kindernetzwerk reagieren damit auf die zunehmende Umstellung individueller Schulbegleitungen auf gepoolte Modelle (Pooling) zum Schuljahresbeginn. In einigen Fällen sei diese bereits vollzogen worden, ohne zuvor zu prüfen, ob der individuelle Unterstützungsbedarf der Kinder damit abgedeckt werde, kritisieren die Verbände.

Drei Theater wollen inklusiver werden

Masken die zur Hälft schwarz und weiß sind wobei eine Maske ein lachendes, die andere ein weinendes Gesicht zeigt.
Masken die zur Hälft schwarz und weiß sind wobei eine Maske ein lachendes, die andere ein weinendes Gesicht zeigt.
Foto: Pixabay/Clker-Free-Vector-Images

HANNOVER (kobinet)

Seit dem 1. Juli 2026 begleitet Un-Label im Rahmen der dritten und vorerst letzten Runde des bundesweiten Qualifizierungsprogramms Access Maker das Rheinische Landestheater Neuss, das THEATER DER JUNGEN WELT Leipzig und das Staatstheater Regensburg. Über ein Jahr erhalten die Häuser ein Qualifizierungsprogramm aus Fortbildungen, Strategieberatung und individuellem Mentoring durch Expert*innen mit unterschiedlichen Behinderungsperspektiven und Fachleute der inklusiven Kulturarbeit. Ziel ist es, Inklusion in den Bereichen Programm, Personal, Publikum, PR und Partnerschaften dauerhaft in den Organisationen zu verankern.

SoVD Niedersachsen fordert mehr Nähe der Politik zu Bürgersorgen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Laut dem am 26. August 2026 vorgestellten niedersächsischen Demokratie-Monitor der Georg-August-Universität unterstützen zwar 93 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Demokratie als Staatsform, doch das Vertrauen in Politiker ist gesunken. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen sieht darin einen Handlungsauftrag für SPD, Grüne und CDU im Landtag.

Paritätischer warnt vor Wohngeldkürzung bei steigender Wohnungslosigkeit

Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Anlässlich der am 26. August 2026 veröffentlichten Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) und der geplanten Wohngeldkürzungen hat der Paritätische Gesamtverband die Bundesregierung vor einer Verschärfung der sozialen Lage gewarnt. Die Wohnungslosigkeit nehme zu, und immer mehr ältere Menschen seien betroffen, erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Das allein ist schon ein Alarmsignal.“

Special Olympics Sommerspiele in Bayern 2029 werden bereits vorbereitet

Wappen Bundesland   Freistaat Bayern
Wappen Bundesland Freistaat Bayern
Foto: Gemeinfrei, public domain

MÜNCHEN (kobinet)

Nach Ende der Bewerbungsfrist für die Ausrichtung der Special Olympics Sommerspiele in Bayern 2029 hat Bayerns Inklusionsministerin Ulrike Scharf mitgeteilt, dass sich Bamberg und Erding um die Ausrichtung bewerben. Die nächsten Special Olympics Winterspiele finden vom 18. bis 21. Januar 2027 in Sonthofen und den umliegenden Hörnerdörfern statt. Am letzten Tag der Winterspiele wird die Fahne der Special Olympics feierlich an die Austragungskommune der nächsten Sommerspiele in Bayern im Jahr 2029 weitergereicht. Die Bewerbung nimmt die Ministerin zum Anlass, Kommunen, Vereine und Bildungseinrichtungen aufzurufen, dem Vorbild von Bamberg und Erding zu folgen: „Nutzen Sie Sport als Brücke zur Inklusion. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, stärkt das Netzwerk der Sportfamilie von Special Olympics und gibt Menschen mit einer Behinderung und einer geistigen Beeinträchtigung die Chance, ihr Bestes zu geben – nach dem Motto der Special Olympics: Lasst mich gewinnen. Und wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben.“

Bundestags-Petition zur Erleichterungen von Bankgeschäften für Blinde und Sehbehinderte

Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Bild eines Mannes an einem Bankautomat
Foto: Pixabay/Mohamed_hassan

Karlsruhe (kobinet)

„Erleichterungen für Blinde und Sehbehinderte bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte“, so lautet der Titel einer Petition, die in das Petitionsportal des Deutschen Bundestages eingestellt wurde und noch bis zum 22. September 2026 mitgezeichnet werden kann. „Mit der Petition werden Erleichterungen für Blinde und Sehbehinderte bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte mithilfe einer bedienungsfreundlicheren und barrierefreien Ausstattung an Geldautomaten der Banken gefordert. Insbesondere wird um eine gleichgerichtete, vorderseitige und richtungsorientierte – vor allem unkomplizierte – Ausgabe des Geldes gebeten“, heißt es im Text zur Petition.

Die Literaturküche: Neues Berliner Projekt macht Literatur für alle zugänglich

Mann mit einer Brille und großen Augen liest in einem großen Buch
Mann mit einer Brille und großen Augen liest in einem großen Buch
Foto: IdeaTivas-TLM In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Berlin (kobinet)

Ein neues Literaturprojekt in Berlin bringt Autor*innen, Übersetzer*innen und Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringer Literalität zusammen. Ziel ist es, Literatur verständlicher zu machen ohne dass sie an künstlerischer Qualität verliert. Das Projekt „Literaturküche“ startet mit zwei Werkstätten und zwei öffentlichen Veranstaltungen. Rund 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Schwierigkeiten, komplexe Texte zu lesen. Das zeigt die LEO-Studie aus dem Jahr 2018. Gleichzeitig hat laut der UN-Behindertenrechtskonvention jeder Mensch das Recht, am kulturellen Leben teilzuhaben – auch an Literatur. Genau hier setzt die „Literaturküche“ an: mit Raum für Experimente rund um inklusive Literatur, in dem gemeinsam erforscht wird, wie Literatur für Menschen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen und Lernvoraussetzungen zugänglich gestaltet werden kann.