Veröffentlicht am 13.08.2026 06:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Vier sich gegenseitig am Handgelänk haltende Hände darunter die Buchstaben BSK Foto: BSK e.V.
BERLIN (kobinet)
Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) fordert die Abschaffung der gesetzlichen Zuzahlungen für Hilfsmittel. Durch das im Juli 2026 beschlossene GKV-Spar- und Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurden diese Zuzahlungen erhöht, was eine bedarfsdeckende Hilfsmittelversorgung gefährde, so der Verband. Menschen mit Behinderungen dürfe die Anschaffung notwendiger Hilfsmittel nicht aus finanziellen Gründen verwehrt werden.
Veröffentlicht am 13.08.2026 06:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
260812_343_Freiheit_Vertrauen Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet)
Die aktuelle Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) mit dem Titel „Freiheit fängt mit Vertrauen an“ ist eine Hommage an einen Herzensmenschen – die Mutter Marie-Josée des IGEL-Podcast-Machers Sascha Lang. In dieser sehr persönlichen Episode nimmt er Abschied von diesem Herzensmenschen und beschreibt, wie seine Mutter ihn nach seiner Erblindung unterstützt, aber nicht überbehütet hat, wie es in der Ankündigung des Podcast heißt.
Veröffentlicht am 13.08.2026 05:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Sachsen Foto: Gemeinfrei, public domain
Dresden (kobinet)
In Sachsen gibt es nach Informationen des Nachrichtendienstes AD HOC NEWS insgesamt 8.860 Betriebe, die unter die Beschäftigungspflicht schwerbehinderter Menschen fallen. „Davon beschäftigt mehr als jedes vierte Unternehmen – insgesamt über 2.100 Betriebe – aktuell keine schwerbehinderten Menschen. Weitere 36 Prozent der sächsischen Firmen erfüllen die gesetzliche Vorgabe lediglich teilweise“, heißt es in dem Bericht. Während Österreich nun erstmals Daten veröffentlicht hat, die zeigen welche Unternehmen beschäftigungspflichtig sind und ob und in welchem Ausmaß sie ihre gesetzliche Beschäftigungspflicht erfüllen, werden die Unternehmen in Deutschland vor der Veröffentlichung solcher Informationen geschützt. Auch wurde die Bußgeldpflicht für die Nichtbeschäftigung behinderter Menschen vor einigen Jahren auf Druck der FDP abgeschafft.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Berlin (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat am 12. August 2026 den Kabinettsbeschluss zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe scharf kritisiert. Der Verband wirft der Bundesregierung vor, die Reform scheitere an der Lebenswirklichkeit von Familien. „Die Regierung verspricht Teilhabe für alle. Herausgekommen ist das Gegenteil“, erklärte Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. Unterm Strich bleibe eine Verwaltungslogik, die an Akten und Zuständigkeiten orientiert sei und die Inklusion nicht voranbringe.
Veröffentlicht am 12.08.2026 18:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Paragrafenzeichen Foto: omp
Berlin (kobinet)
„Kinder, Jugendliche und ihre Familien müssen sich auch in Zukunft darauf verlassen können, die Hilfe zu erhalten, die sie benötigen.Wir müssen dafür sorgen, dass die Kinder- und Jugendhilfe auch künftig ein Garant für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in unserem Land bleibt. Dafür brauchen wir ein Unterstützungs- und Schutzsystem, das leistungsfähig, verlässlich und zugleich finanzierbar ist. Mit dem heute vom Kabinett verabschiedeten Gesetzentwurf gehen wir den ersten Schritt unserer umfassenden Strukturreform. Wir wollen Hilfen einfacher zugänglich machen, Kommunen stärken, Fachkräfte entlasten und unnötige Bürokratie abbauen. Entscheidend ist dabei: Der individuelle Rechtsanspruch auf bedarfsgerechte Hilfen bleibt dabei uneingeschränkt bestehen. Wo ein Bedarf nicht durch ein niedrigschwelliges Angebot gedeckt werden kann, muss und wird die individuell erforderliche Hilfe weiterhin gewährt werden.“ So kommentierte Bundesfamilienministerin Karin Prien den heute am 12. August 2026 vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe, der vonseiten der Sozial- und Behindertenverbände heftig kritisiert wird.
Veröffentlicht am 12.08.2026 16:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Der Paritätische, Landesverband Brandenburg Foto: Der Paritätische, Landesverband Brandenburg e.V.
BERLIN (kobinet)
Aus Anlass des heutigen Kabinettsbeschlusses zum Ersten Gesetz zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe äußert sich Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, wie folgt: „Die Bundesregierung tritt mit dem Anspruch an, die Kinder- und Jugendhilfe endlich zukunftsfest und inklusiv aufzustellen. Davon ist der heutige Kabinettsbeschluss so weit entfernt wie nie zuvor. Die Regierung verspricht Teilhabe für alle. Herausgekommen ist das Gegenteil. Unterm Strich bleibt eine Verwaltungslogik, die an Akten und Zuständigkeiten denkt und an der Lebenswirklichkeit vorbeigeht. Dieses Gesetz überzeugt im Kabinett, aber scheitert im Alltag der Familien.“
Veröffentlicht am 12.08.2026 14:27 von Sozialverband VdK Deutschland e.V.; Co-Autoren: Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
Saarbrücken (kobinet)
Angesichts drohender Mehrkosten für Pflegebedürftige fordert der Sozialverband VdK Saarland eine spürbare Entlastung der Betroffenen. Anlässlich der Debatte um die Pflegereform betont die VdK-Landesvorsitzende Dagmar Heib, die Landesregierung könnte kurzfristig für Entlastung sorgen, indem sie die gesetzliche Aufgabe übernimmt, die Investitionskosten zu tragen. Zudem sollte die Ausbildungsumlage, die im Saarland mit 254 Euro monatlich am höchsten ausfällt, aus öffentlichen Mitteln finanziert werden.
Veröffentlicht am 12.08.2026 14:12 von Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen; Co-Autoren: Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen Foto: Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen
BERLIN (kobinet)
Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Strukturreform der Kinder- und Jugendhilfe beschlossen. Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, kritisiert den Entwurf. Er wirft der Bundesregierung vor, ihren eigenen Anspruch, Bürokratie abzubauen, nicht zu erfüllen. Stattdessen zementiere der Entwurf die bestehende Bürokratie und belasse die Spaltung der Zuständigkeiten zwischen Jugend- und Sozialamt. „Anstatt es gerade Eltern und Familien mit Kindern mit Behinderungen einfacher und die Verwaltung smarter zu machen, zementiert dieser Entwurf die Bürokratie“, so Dusel.
Veröffentlicht am 12.08.2026 07:23 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fragezeichen aus Blumen Foto: Susanne Göbel
Hannover (kobinet)
Zum Beginn des neuen Schuljahres fordert die Lebenshilfe Niedersachsen mehr Transparenz bei der Nichtbeschulung von schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen. Anlässlich einer Kleinen Anfrage des CDU-Abgeordneten Christian Fühner im Niedersächsischen Landtag gab die Landesregierung im Juni 2026 an, keine Daten zu nicht oder nur eingeschränkt beschulten Schüler*innen zu haben. Auch zur Dauer solcher Phasen lägen keine Erkenntnisse vor.
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Stuttgart (kobinet)
Anlässlich des Tags der Jugend am 12. August 2026 warnt der Paritätische Landesverband Baden-Württemberg vor Plänen, den Rechtsanspruch auf Hilfen für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII abzuschwächen. Aktuell werde auf Bundesebene diskutiert, zur früheren Ermessensnorm zurückzukehren und die Nachbetreuung gemäß § 41a SGB VIII zu streichen. Dies würde junge Menschen in einer kritischen Lebensphase benachteiligen, so der Verband.
Veröffentlicht am 12.08.2026 07:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Kolumne
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul Foto: privat
Halle (kobinet)
Mit einem besorgtem Blick auf die am 6. September 2026 anstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat sich die in Halle wohnende Journalistin Jennifer Sonntag an eine Kolumne erinnert, die sie Anfang 2026 für das Magazin für Endlichkeitskultur „Drunter + Drüber“ zum Schwerpunktthema „Gesellschaft und Tod“ verfasst hat. Nachdem das Magazin der Veröffentlichung ihres Beitrags zugestimmt hat, hat Jennifer Sonntag diese Kolumne nicht zuletzt angesichts der hohen Umfragewerte der AfD den kobinet-nachrichten verbunden mit der Hoffnung, „noch einige Rechtsabbieger aus unseren Reihen irgendwie zurückholen zu können“, zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Veröffentlicht am 12.08.2026 07:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o Foto: SoVD
HANNOVER (kobinet)
Die aktuelle Jugendstudie 2026 zeigt deutlich: Junge Menschen fühlen sich in Deutschland nicht ausreichend beteiligt. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen sieht darin ein Warnsignal und fordert anlässlich des „Tags der Jugend“ am 12. August vor allem die Kommunen und die Landesregierung auf, mehr zu tun, damit sich Jugendliche in den Bereichen Barrierefreiheit, Mobilität, Wohnen und Bildungschancen vor Ort besser gesehen fühlen. Wie diese Studie zeigt, plant jeder fünfte junge Mensch in Deutschlan auszuwandern, um bessere Lebensbedingungen zu haben. Grundsätzlich können sich nach der Jugendstudie diesen Schritt sogar 41 Prozent vorstellen.
Veröffentlicht am 12.08.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Mann i8n dunklem Anzug mit weißem Hemd und Schlips Foto: BAG BBW
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Jugend betont die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) die Bedeutung junger Menschen mit Behinderung für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft. Aktuell werden rund 16.000 junge Menschen mit Behinderungen in 51 Berufsbildungswerken in Deutschland auf ihr Berufsleben vorbereitet.
Veröffentlicht am 12.08.2026 06:46 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen Foto: ht
Staufen (kobinet)
Nicht nur das inzwischen republikweit bekannte Berliner RambaZamba-Theaterkollektiv kann das, Szenen aus dem Leben behinderter Menschen auf die Bühne bringen, Theater von und mit Behinderten. Ein Feature von SWR-Kultur stellt die Arbeit eines Dortmunder Theaterprojekts vor, das wesentlich von behinderten Menschen getragen wird. Berichtet wird von der Probenarbeit des inklusiven Theaterensembles „I can be your translater“. Ein Redakteur hat das Ensemble fünf Monate lang bei den Proben zum aktuellen Stück „Wir hauen jetzt die Bühne kaputt“ begleitet.
Sinnlich erlebbar wird der Mut und der Stolz, womit hier theatermachende behinderte Menschen ins Offene springen. Und los geht es, hier der Link
In Niedersachsen leben immer mehr Menschen mit einer Schwerbehinderung. Ende 2025 waren es über 779.000 – ein Anstieg von acht Prozent innerhalb von zwei Jahren. Das zeigen aktuelle Zahlen des Landesamts für Statistik. Betroffen sind nicht nur Ältere, sondern auch etwa 24.000 Kinder und Jugendliche mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50.
Veröffentlicht am 11.08.2026 07:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Fragezeichen Foto: ht
Berlin (kobinet)
Die Kritik an der Beschäftigung behinderter Menschen in Werkstätten weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Chancen auf eine Vermittlung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wird immer lauter. Eine von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen veröffentlichte Tabelle über die durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelte inklusive der vom Rehabilitationsträger gezahlten 52 Euro Arbeitsförderungsgeld zeigt für das Jahr 2024 ein monatliches durchschnittliches Arbeitsentgelt von 233 Euro in den deutschen Werkstätten auf. Dabei gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede. So betrug im Jahr 2024 beispielsweise in Hamburg das durchschnittliche Arbeitsentgelt 305 Euro, während die werkstattbeschäftigten behinderten Menschen in Schleswig-Holstein nur 178 Euro bekamen. Dieser massive Unterschied wirft eine Reihe von Fragen auf, u.a. auch wie verlässlich die Rückmeldungen der Werkstätten auf die Abfrage sind, bzw. warum sich solch große Unterschiede auftun.
Der Sozialverband VdK sieht erhebliche Defizite bei den aktuellen Hitzeschutzkonzepten in Deutschland und hat am 11. August 2026 einen Maßnahmenkatalog vorgelegt. Hitzeschutz sei derzeit Ländersache und führe zu einem uneinheitlichen Flickenteppich aus verschiedenen Ansätzen – von einfachen Hitzetipps auf Stadtwebseiten bis hin zu detaillierten Maßnahmenkatalogen. Eine bundesweite Vereinheitlichung sei dringend notwendig, betont der Verband. Seit April 2026 gebe es nahezu 12.000 hitzebedingte Sterbefälle, was die Dringlichkeit unterstreiche.
Veröffentlicht am 11.08.2026 06:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Franz-Josef Hanke auf seinem Balkon Foto: privat
Marburg (kobinet)
„Solidarität ist die tragende Säule, ohne die Demokratie in sich zusammenbrechen wird.“ Davon ist der Journalist Franz-Josef Hanke aus Marburg überzeugt. In seinem Beitrag anlässlich der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, bei denen die AfD mit hohen Umfragewerten ins Rennen geht, fragt er sich, was wir tun können, um der vielen behinderten Menschen angstmachenden Entwicklung entgegenzuwirken.
Veröffentlicht am 11.08.2026 05:26 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Uwe Heineker Foto: privat
Berlin (kobinet)
„‚Rechte werden nicht verliehen, sie müssen erstritten werden.‘ Aktivist Uwe Heineker über 50 Jahre Krüppelbewegung“, so lautet der Titel eines Interviews, das Anne Gersdorff mit Uwe Heineker auf der Plattform Die Neue Norm veröffentlicht hat. „Seit 1971 kämpft Uwe Heineker gegen Ausgrenzung und Paternalismus. Im Interview mit Anne Gersdorff spricht er über das Krüppel-Tribunal 1981, die Zynik der Werkstätten für behinderte Menschen und warum er sich von der jungen Bewegung mehr radikalen zivilen Ungehorsam wünscht“, heißt es in der Ankündigung des Interviews.
Veröffentlicht am 10.08.2026 14:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
shoe Foto: rewind
FREIBURG (kobinet)
Der Förderverein für den Himmelreich-Jakobusweg lädt zusammen mit der Bürgerbewegung für Inklusion Kirchzarten zum Samstag, dem 19. September 2026 zu einer Pilgeretappe für Alle auf der „Breitnauer Sonnenrunde“ ein. Bei der vorgesehenen Wanderung führt die Strecke ab dem Hinterdorf auf dem Himmelreich-Jakobusweg. Dieser Pilgerweg ist einer der wenigen in Deutschland, der neben der Originalstrecke auch ausgeschilderte Alternativrouten für Menschen mit Behinderungen bietet. Die 5,4 km lange Strecke besteht überwiegend aus geteerter Oberfläche und hat eine Steigung von 76 m. Für Rollstuhlfahrende stehen Schiebehilfen, ein montierbarer Vorsatz mit einem Rad (für alle Rollstuhlmodelle geeignet) sowie ein Auto zur Verfügung, das bei Bedarf zum Ausgangspunkt zurückfährt. Die Etappe ist auch für blinde Menschen mit Begleitung machbar.
Veröffentlicht am 10.08.2026 08:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260807_Petition Foto: Bündnis AGG Reform Jetzt!
Berlin (kobinet)
„Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz“, sol lautet der Titel einer Petition, die sich an die Mitglieder des Rechtsausschusses und des Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages, sowie die Bundestagsabgeordneten richtet und vom Bündnis AGG Reform Jetzt! auf der Petitionsplattform von Campact WE ACT gestartet wurde. Aktueller HIntergrund der Petition ist, dass dem Deutschen Bundestag ein Gesetzentwurf für die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) der Bundesregierung vorliegt. Dieser bleibet aber weit hinter dem zurück, was Betroffene, Fachverbände und juristische Expert*innen seit Jahren fordern: Ein Gleichbehandlungsgesetz, das seinen Namen verdient.
Veröffentlicht am 10.08.2026 07:47 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Beim Fußballfinale in Sand am Main gab es viele spannende Zweikämpfe. Foto: Lebenshilfe Bayern – Dr. Jürgen Auer
ERLANGEN (kobinet)
Das Team Wefa Ahorn ist zum dritten Mal in Folge bayerischer Fußballmeister. Beim Landesweiten Fußballturnier 2026 für Menschen mit Behinderungen verteidigte das Meisterteam auf dem Rasen wie bereits in der Halle erneut seine Spitzenposition. Das Turnierfinale fand mit spannenden Wettkämpfen und prominenten Gästen in toller Atmosphäre im unterfränkischen Sand am Main statt. Das Fußballturnier war im Mai, Juni und Juli mit Vorrunden in Ruhmannsfelden, Hammelburg und Ursberg gestartet. Daran hatten rund 35 Teams aus ganz Bayern teilgenommen. Beim Finale des Turniers, also bei der Bayerischen Fußball-Meisterschaft, spielten auf dem Sportgelände vom 1. FC 1920 Sand am Main am 1. August 2026.
Veröffentlicht am 10.08.2026 07:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Aktion Mensch Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet)
Zum Internationalen Tag der Jugend, der am 12. August begangen wird, wird weltweit daran erinnert, wie wichtig junge Menschen für unsere Gesellschaft und eine funktionierende Demokratie sind. „Doch nicht alle Kinder und Jugendlichen starten mit den gleichen Voraussetzungen, viele wachsen mit Barrieren auf. Das kann ihnen den Zugang zu Bildung, Freizeit, Mitbestimmung und Gemeinschaft erschweren. Und genau hier setzt die Aktion Mensch an: Wir fördern Projekte, die jungen Menschen Teilhabe ermöglichen. Seit 2003 haben wir dafür schon mehr als 400 Millionen Euro bereitgestellt“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 10.08.2026 07:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Foto vom Bundesverfassungsgericht Foto: Bundesverfassungsgericht
Karlsruhe / Kiel (kobinet)
Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte von behinderten Menschen gestärkt, die ihre Assistenz über ein Persönliches Budget selbst organisieren. Mit Beschluss vom 20. Juli 2026 gab es der Verfassungsbeschwerde einer jungen Frau statt (Az. 1 BvR 1302/26). Die Frau beschäftigt ihre Assistenzkräfte selbst im Arbeitgebermodell. Ihr bewilligtes Budget reichte für den tatsächlichen Bedarf nicht aus. Deshalb beantragte sie im Eilverfahren ein höheres Persönliches Budget nach § 29 SGB IX. Das Landessozialgericht Schleswig-Holstein sprach ihr nur einen Teil zu. Den weitergehenden Bedarf sah es als nicht glaubhaft gemacht an, berichtet Heiner Popken, der die Frau vor dem Bundesverfassungsgericht vertreten hat.
Veröffentlicht am 10.08.2026 07:46 von Sozialverband Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.; Co-Autoren: Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
sovd Foto: Sozialverband Deutschland
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der Öffnung der Briefwahlstellen für die Berlin-Wahl am 10. August 2026 hat der Sozialverband Deutschland (SoVD) Landesverband Berlin-Brandenburg seine Forderungen für ein soziales Berlin für die Legislaturperiode 2026 bis 2031 vorgestellt. Der Verband betont darin vor allem die Notwendigkeit, soziale Gerechtigkeit und Teilhabe in der Hauptstadt zu stärken. Der SoVD fordert unter anderem Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung sowie eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen. Besonders im Fokus stehen dabei die Sicherung bezahlbaren Wohnraums, die Stärkung der Pflegeinfrastruktur und die Umsetzung inklusiver Bildungsangebote. Der Verband weist darauf hin, dass diese Themen in der kommenden Legislaturperiode Priorität erhalten müssten, um die Lebensqualität aller Berlinerinnen und Berliner zu sichern.
Veröffentlicht am 10.08.2026 07:46 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen Foto: ht
Staufen (kobinet)
Ottmar Miles-Paul liegt richtig mit seiner kürzlichen Beobachtung, in den öffentlich-rechtlichen Medien finden die Belange von behinderten Menschen zur Zeit etwas mehr Beachtung als zuvor.
Veröffentlicht am 09.08.2026 06:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat_Vorderseite Foto: AG Silberlocken in der LINKEN Region Hannover
Hannover (kobinet)
„Würden Sie für 1,50 Euro die Stunde arbeiten?“ So lautet der Titel einer Lesung mit anschließender Diskussion mit dem Autor des Romans „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen, Ottmar Miles-Paul, und seiner Leseassistentin Kerstin Blochberger. Die Veranstaltung findet am 19. August 2026 um 18:00 Uhr im Stadtteilzentrum Stöcken in der Eichsfelder Str. 101 in 30419 Hannover statt. Sie wird von der AG Silberlocken der LINKE in der Region Hannover im Vorfeld der Kommunalwahlen durchgeführt und beschäftigt sich mit sozialer Ausgrenzung, die behinderte und nichtbehinderte Menschen erleben. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Veröffentlicht am 09.08.2026 05:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Simone Fischer Foto: Axel Dressel
Stuttgart (kobinet)
„Minister Linnemann muss jetzt zielgerichtet korrigieren: Pflegebedürftige dürfen nicht durch steigende Eigenanteile immer weiter belastet werden. Wer pflegende Angehörige als Alltagshelden bezeichnet, darf ihnen nicht die Rentenbeiträge kürzen. Auch die Aussetzung der Tariftreue für Pflegepersonal muss vom Tisch. Eine echte Reform muss die Versorgung sichern, Qualität stärken und Pflege bezahlbar machen.“ So lautet der Appell der Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, nach dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums von Nina Warken zu Carsten Linnemann.
Veröffentlicht am 08.08.2026 11:06 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Lebenshilfe Nordrhein Westfalen e.V. Foto: Lebenshilfe Nordrhein Westfalen e.V.
HÜRTH (kobinet)
Tausenden Menschen mit Behinderung in Deutschland droht, dass ihnen die Unterstützung, die Ihnen oder einem geliebten Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, von heute auf morgen gekürzt wird. Die Bundesregierung plant tiefgreifende Reformen in der Eingliederungshilfe – mit weitreichenden Folgen für Betroffene und ihre Familien. Die Lebenshilfe NRW setzt gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe ein klares Zeichen im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“. Als Landesverband im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands – mit rund 17.000 Mitgliedern und 22.000 Mitarbeitenden – fühlt sich dieser Landesverband in besonderer Verantwortung. Und nutzen sie.
Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag des Sozialverbands VdK Deutschland zeigt, dass 62 Prozent der Befragten geplante Kürzungen beim Wohngeld ablehnen. Ein Drittel (34 Prozent) spricht sich sogar voll und ganz dagegen aus. Nur 26 Prozent befürworten Einschnitte. Die Umfrage wurde vom 24. bis 27. Juli 2026 mit 2.341 Teilnehmenden durchgeführt und ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
Veröffentlicht am 08.08.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
A person holding a remote control while watching TV indoors. Foto: Atlantic Ambience
Erfurt (kobinet)
„Als Welpen bekommt Maje (10) ihren Labradoodle Mika und will ihn selbst zum Assistenzhund ausbilden. Schubladen öffnen, Socken ausziehen, Dinge bringen – Majes Hund soll ihr im Alltag helfen. Sie hat eine Krankheit, die ihre Muskeln immer schwächer macht. Unterstützung bekommt Maje beim Hundetraining von ihren Eltern und einer Trainerin. Wird Mika die Prüfung zum Assistenzhund bestehen?“ So lautet die Ankündigung eines Beitrags der auf KiKA gesendet und in der Mediathek eingestellt wurde. Zum Abschluss der International Assistance Dog Week könnte der gut 20minütige Film mit dem Titel „Hundetraining: Maje und ihr Assistenzhund“ gerade auch für Kinder interessant sein könnte.
Veröffentlicht am 07.08.2026 12:49 von SoVD-Landesverband Niedersachsen e.V.; Co-Autoren: Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
sovd Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert die Aussage von Ministerpräsident Olaf Lies, die Klimaziele zugunsten von Arbeitsplätzen und Industrie später umzusetzen. In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte Lies angekündigt, die Klimaneutralität zugunsten der Wirtschaft nach hinten zu verschieben. Der SoVD reagierte darauf mit scharfer Kritik. „Wir alle spüren gerade sehr deutlich die Folgen des Klimawandels. Mittlerweile sind schon fast 10.000 Menschen aufgrund der Hitze gestorben. Das betrifft vor allem Ältere und andere vulnerable Gruppen“, betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. In anderen Fällen wäre bei so vielen Todesopfern bereits ein Krisengipfel der Landes- und Bundesregierung einberufen worden. Stattdessen mache der Ministerpräsident deutlich, dass ihm Wirtschaft wichtiger sei als der soziale Aspekt und das Leben der Menschen. Der SoVD betont, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen und Menschenleben Hand in Hand gehen müssen. „Niemandem nutzt eine florierende Wirtschaft, wenn Menschen in Pflegeheimen sterben und es keinen kommunalen Hitzeschutz gibt“, so Swinke.
Das Projekt des Deutschen Behindertensportverbandes (DSB) „Teilhabe VEREINfacht“ ist erfolgreich zu Ende gegangen. Seit dem 1. Juni 2023 verfolgte das Projekt das Ziel, Menschen mit Behinderung den Einstieg in den Breitensport zu erleichtern und insbesondere den Kinder-Rehasport nachhaltig zu stärken. Dabei wurde schnell deutlich: Gerade in diesem Bereich besteht bundesweit großer Handlungsbedarf. Insgesamt wurden im Projektzeitraum mehr als 400 Förderanträge für neue Sportangebote bewilligt. 141 davon entfielen auf den Kinder-Rehasport – ein deutliches Zeichen dafür, dass Vereine den Bedarf erkannt haben und Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen mehr Bewegungsangebote ermöglichen möchten. Gleichzeitig zeigte das Projekt aber auch, welche Herausforderungen bestehen: Es fehlen qualifizierte Übungsleitungen, der Kinder-Rehasport ist vielerorts noch zu wenig bekannt und Kooperationen mit Ärztinnen und Ärzten müssen weiter ausgebaut werden.
Veröffentlicht am 07.08.2026 08:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260807_Buch_Tolliner Foto: Barbara Tolliner
Leoben, Österreich (kobinet)
„Hinfallen ist erlaubt. Aufstehen ist Pflicht“, so lautet der Titel eines Buches von Barbara Tolliner – eine biografische Mutmacher-Erzählung mit dem Untertitel „Wie geht Leben, wenn alles anders kommt“. Der vor einigen Jahren nach einer Krebserkrankung verstorbene Klaus Tolliner und seine Frau Barbara Tolliner, die das Buch geschrieben hat, waren u.a. treibende Kräfte bei den Sommercamps zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen, die von 2006 bis 2018 im jährlichen Wechsel in Duderstadt und Graz stattgefunden haben.
Veröffentlicht am 07.08.2026 08:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sonnenschein über der Silhouette einer Stadt Foto: Fatih Turan
Berlin (kobinet)
Die einen leben in vollklimatisierten Wohnungen, arbeiten in kühlen Büros oder steigen in klimatisierte Autos, während andere sich das nicht leisten können oder aus Umweltgründen nicht leisten wollen. Der Umgang mit Hitze gestaltet sich nicht nur in Deutschland also je nach sozialer Ausgangslage ganz unterschiedlich. Hinzu kommt, dass die Belange behinderter Menschen in Extremsituationen wie der derzeitigen Hitze oft weitgehend auf der Strecke bleiben. „Bei der Debatte um Schutzmaßnahmen bleiben Menschen mit Behinderungen oft außen vor. Dabei sind gerade sie auf barrierefreie Kühlräume angewiesen.“ Dies schreibt Andrea Schöne in einem Gastkommentar für die taz mit der Überschrift „Klima und Ableismus: Nicht alle trifft die Hitze gleich“.
Veröffentlicht am 07.08.2026 07:53 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet)
Während Kürzungen im Gesundheitswesen an verschiedenen Stellen vorangetreiben werden, verdichten sich die Informationen, dass Krankenkassen hunderte von Millionen Euro bei riskanten Investments verzockt haben. In einem ntv-Bericht vom 6. August 2026 heißt es dazu: „Mehrere Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben nach Medienberichten insgesamt mindestens 220 Millionen Euro durch umstrittene Investments verloren. Bei den bereits vor Jahren verlorenen Millionensummen der Krankenkassen handele es sich um Beitragsgelder von gesetzlich Versicherten, so NDR, WDR und ‚Süddeutsche Zeitung‘. Bei den Kassenärztlichen Vereinigungen entspreche das Geld Mitgliedsbeiträgen von Ärztinnen und Ärzten.“
Veröffentlicht am 07.08.2026 07:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet)
Im Rahmen des Projektes „Bei Anruf Kultur“ wird der Botanische Garten Berlin erstmals per Telefonführung erlebbar. Am 27. August und am 29. Oktober 2026 können Interessierte einen der größten und bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt kostenlos live entdecken – unabhängig von Sehvermögen, Mobilität oder Wohnort. Mit dieser Premiere erweitert „Bei Anruf Kultur“ sein bundesweites Angebot um einen weiteren außergewöhnlichen Kulturort und zeigt, wie kulturelle Teilhabe ohne Umbauten gelingen kann.
Veröffentlicht am 06.08.2026 16:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen Foto: ht
Düsseldorf (kobinet)
Rente, Pflege und Gesundheit – die geplanten Reformen der Bundesregierung lösen aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen (NRW) die Probleme nicht – stattdessen schaffen sie neue Unsicherheit. „Kürzungen sind keine Reformen. Die Vorhaben in jetziger Form gefährden das Vertrauen der Menschen in die soziale Sicherheit. Das spüren wir täglich im Austausch mit unseren 425.000 Mitgliedern: Noch nie haben uns so viele persönliche und besorgte Nachrichten erreicht“, sagt Horst Vöge, Präsident des VdK NRW.