Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)
Was im weinenden Auge mir oft die Tränen zurückhält, ist ein spielendes Kind oder ein Vogle im Flug.
Berlin (kobinet)
Was im weinenden Auge mir oft die Tränen zurückhält, ist ein spielendes Kind oder ein Vogle im Flug.
Hannover (kobinet)
„Würden Sie für 1,50 Euro die Stunde arbeiten?“ So lautet der Titel einer Lesung mit anschließender Diskussion mit dem Autor des Romans „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen, Ottmar Miles-Paul, und seiner Leseassistentin Kerstin Blochberger. Die Veranstaltung findet am 19. August 2026 um 18:00 Uhr im Stadtteilzentrum Stöcken in der Eichsfelder Str. 101 in 30419 Hannover statt. Sie wird von der AG Silberlocken der LINKE in der Region Hannover im Vorfeld der Kommunalwahlen durchgeführt und beschäftigt sich mit sozialer Ausgrenzung, die behinderte und nichtbehinderte Menschen erleben. Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.
Stuttgart (kobinet)
„Minister Linnemann muss jetzt zielgerichtet korrigieren: Pflegebedürftige dürfen nicht durch steigende Eigenanteile immer weiter belastet werden. Wer pflegende Angehörige als Alltagshelden bezeichnet, darf ihnen nicht die Rentenbeiträge kürzen. Auch die Aussetzung der Tariftreue für Pflegepersonal muss vom Tisch. Eine echte Reform muss die Versorgung sichern, Qualität stärken und Pflege bezahlbar machen.“ So lautet der Appell der Sprecherin für Pflegepolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Simone Fischer, nach dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums von Nina Warken zu Carsten Linnemann.
HÜRTH (kobinet)
Tausenden Menschen mit Behinderung in Deutschland droht, dass ihnen die Unterstützung, die Ihnen oder einem geliebten Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, von heute auf morgen gekürzt wird. Die Bundesregierung plant tiefgreifende Reformen in der Eingliederungshilfe – mit weitreichenden Folgen für Betroffene und ihre Familien. Die Lebenshilfe NRW setzt gemeinsam mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe ein klares Zeichen im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Teilhabe ist Menschenrecht“. Als Landesverband im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands – mit rund 17.000 Mitgliedern und 22.000 Mitarbeitenden – fühlt sich dieser Landesverband in besonderer Verantwortung. Und nutzen sie.
Berlin (kobinet)
Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag des Sozialverbands VdK Deutschland zeigt, dass 62 Prozent der Befragten geplante Kürzungen beim Wohngeld ablehnen. Ein Drittel (34 Prozent) spricht sich sogar voll und ganz dagegen aus. Nur 26 Prozent befürworten Einschnitte. Die Umfrage wurde vom 24. bis 27. Juli 2026 mit 2.341 Teilnehmenden durchgeführt und ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung ab 18 Jahren.
Erfurt (kobinet)
„Als Welpen bekommt Maje (10) ihren Labradoodle Mika und will ihn selbst zum Assistenzhund ausbilden. Schubladen öffnen, Socken ausziehen, Dinge bringen – Majes Hund soll ihr im Alltag helfen. Sie hat eine Krankheit, die ihre Muskeln immer schwächer macht. Unterstützung bekommt Maje beim Hundetraining von ihren Eltern und einer Trainerin. Wird Mika die Prüfung zum Assistenzhund bestehen?“ So lautet die Ankündigung eines Beitrags der auf KiKA gesendet und in der Mediathek eingestellt wurde. Zum Abschluss der International Assistance Dog Week könnte der gut 20minütige Film mit dem Titel „Hundetraining: Maje und ihr Assistenzhund“ gerade auch für Kinder interessant sein könnte.
HANNOVER (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert die Aussage von Ministerpräsident Olaf Lies, die Klimaziele zugunsten von Arbeitsplätzen und Industrie später umzusetzen. In einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“ hatte Lies angekündigt, die Klimaneutralität zugunsten der Wirtschaft nach hinten zu verschieben. Der SoVD reagierte darauf mit scharfer Kritik. „Wir alle spüren gerade sehr deutlich die Folgen des Klimawandels. Mittlerweile sind schon fast 10.000 Menschen aufgrund der Hitze gestorben. Das betrifft vor allem Ältere und andere vulnerable Gruppen“, betont Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. In anderen Fällen wäre bei so vielen Todesopfern bereits ein Krisengipfel der Landes- und Bundesregierung einberufen worden. Stattdessen mache der Ministerpräsident deutlich, dass ihm Wirtschaft wichtiger sei als der soziale Aspekt und das Leben der Menschen. Der SoVD betont, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen und Menschenleben Hand in Hand gehen müssen. „Niemandem nutzt eine florierende Wirtschaft, wenn Menschen in Pflegeheimen sterben und es keinen kommunalen Hitzeschutz gibt“, so Swinke.
FRECHEN (kobinet)
Das Projekt des Deutschen Behindertensportverbandes (DSB) „Teilhabe VEREINfacht“ ist erfolgreich zu Ende gegangen. Seit dem 1. Juni 2023 verfolgte das Projekt das Ziel, Menschen mit Behinderung den Einstieg in den Breitensport zu erleichtern und insbesondere den Kinder-Rehasport nachhaltig zu stärken. Dabei wurde schnell deutlich: Gerade in diesem Bereich besteht bundesweit großer Handlungsbedarf. Insgesamt wurden im Projektzeitraum mehr als 400 Förderanträge für neue Sportangebote bewilligt. 141 davon entfielen auf den Kinder-Rehasport – ein deutliches Zeichen dafür, dass Vereine den Bedarf erkannt haben und Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen mehr Bewegungsangebote ermöglichen möchten. Gleichzeitig zeigte das Projekt aber auch, welche Herausforderungen bestehen: Es fehlen qualifizierte Übungsleitungen, der Kinder-Rehasport ist vielerorts noch zu wenig bekannt und Kooperationen mit Ärztinnen und Ärzten müssen weiter ausgebaut werden.
Staufen (kobinet)
Willis Blick folgt hinter geschlossenen Lidern fasziniert einer alternativen Begegnung von Mensch und Natur.
Leoben, Österreich (kobinet)
„Hinfallen ist erlaubt. Aufstehen ist Pflicht“, so lautet der Titel eines Buches von Barbara Tolliner – eine biografische Mutmacher-Erzählung mit dem Untertitel „Wie geht Leben, wenn alles anders kommt“. Der vor einigen Jahren nach einer Krebserkrankung verstorbene Klaus Tolliner und seine Frau Barbara Tolliner, die das Buch geschrieben hat, waren u.a. treibende Kräfte bei den Sommercamps zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen, die von 2006 bis 2018 im jährlichen Wechsel in Duderstadt und Graz stattgefunden haben.
Berlin (kobinet)
Die einen leben in vollklimatisierten Wohnungen, arbeiten in kühlen Büros oder steigen in klimatisierte Autos, während andere sich das nicht leisten können oder aus Umweltgründen nicht leisten wollen. Der Umgang mit Hitze gestaltet sich nicht nur in Deutschland also je nach sozialer Ausgangslage ganz unterschiedlich. Hinzu kommt, dass die Belange behinderter Menschen in Extremsituationen wie der derzeitigen Hitze oft weitgehend auf der Strecke bleiben. „Bei der Debatte um Schutzmaßnahmen bleiben Menschen mit Behinderungen oft außen vor. Dabei sind gerade sie auf barrierefreie Kühlräume angewiesen.“ Dies schreibt Andrea Schöne in einem Gastkommentar für die taz mit der Überschrift „Klima und Ableismus: Nicht alle trifft die Hitze gleich“.
Berlin (kobinet)
Während Kürzungen im Gesundheitswesen an verschiedenen Stellen vorangetreiben werden, verdichten sich die Informationen, dass Krankenkassen hunderte von Millionen Euro bei riskanten Investments verzockt haben. In einem ntv-Bericht vom 6. August 2026 heißt es dazu: „Mehrere Krankenkassen und Kassenärztliche Vereinigungen haben nach Medienberichten insgesamt mindestens 220 Millionen Euro durch umstrittene Investments verloren. Bei den bereits vor Jahren verlorenen Millionensummen der Krankenkassen handele es sich um Beitragsgelder von gesetzlich Versicherten, so NDR, WDR und ‚Süddeutsche Zeitung‘. Bei den Kassenärztlichen Vereinigungen entspreche das Geld Mitgliedsbeiträgen von Ärztinnen und Ärzten.“
Berlin (kobinet)
Im Rahmen des Projektes „Bei Anruf Kultur“ wird der Botanische Garten Berlin erstmals per Telefonführung erlebbar. Am 27. August und am 29. Oktober 2026 können Interessierte einen der größten und bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt kostenlos live entdecken – unabhängig von Sehvermögen, Mobilität oder Wohnort. Mit dieser Premiere erweitert „Bei Anruf Kultur“ sein bundesweites Angebot um einen weiteren außergewöhnlichen Kulturort und zeigt, wie kulturelle Teilhabe ohne Umbauten gelingen kann.
Düsseldorf (kobinet)
Rente, Pflege und Gesundheit – die geplanten Reformen der Bundesregierung lösen aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen (NRW) die Probleme nicht – stattdessen schaffen sie neue Unsicherheit. „Kürzungen sind keine Reformen. Die Vorhaben in jetziger Form gefährden das Vertrauen der Menschen in die soziale Sicherheit. Das spüren wir täglich im Austausch mit unseren 425.000 Mitgliedern: Noch nie haben uns so viele persönliche und besorgte Nachrichten erreicht“, sagt Horst Vöge, Präsident des VdK NRW.
FRECHEN (kobinet)
Deutschlands Nationalmannschaft im Para Rudern hat bei den Europameisterschaften im italienischen Varese zwei Goldmedaillen gewonnen. Jubeln durften Kathrin Marchand und Valentin Luz im PR3-Mixed-Doppelzweier sowie Jasmina Bier und Paul Umbach im PR2-Mixed-Doppelzweier. Beide Duos verteidigten ihre EM-Titel. Jasmina Bier und Paul Umbach machten es besonders spannend. Sie lieferten sich bis zur Ziellinie ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Ukraine und hatten am Ende mit 0,4 Sekunden die Nase vorne. Eine gute Leistung hat auch der Doppelzweier mit Kathrin Marchand und Valentin Luz geboten. In persönlicher Bestzeit von 6:55,91 Minuten ruderten Marchand und Luz souverän zu EM-Gold und zur Titelverteidigung. Damit waren sie gut 2,7 Sekunden schneller als ihre eigene Weltbestzeit.
Hannover (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen warnt vor den Folgen der geplanten Kürzung des Unterhaltsvorschusses. Besonders betroffen seien Frauen, die aufgrund häuslicher Gewalt in Frauenhäusern leben, da sie laut aktueller Frauenhausstatistik viermal häufiger auf die Leistung angewiesen sind als andere Alleinerziehende. Der SoVD fordert einen Stopp der Reform.
Kassel (kobinet)
Auch wenn die Hitze der Hundstage derzeit Einigen kräftig zu schaffen macht und in dieser Woche noch in allen Bundesländern Schulferien sind bevor in der nächsten Woche zum Teil die Schule wieder losgeht, steht der Herbst schon fast vor der Tür. Ein Herbst, der nach Einschätzung von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul in behindertenpolitischer Sicht äusserst anstrengend werden dürfte. Denn viele Gesetzesvorhaben sind im Bundestag schon fast entscheidungsreif, bzw. werden demnächst von der Bundesregierung auf den Weg gebracht. Daher empfiehlt der Behindertenrechtler trotz der anstrengenden Hitze noch einmal richtig Kraft zu schöpfen, damit die Behindertenbewegung bei den anstehenden Gesetzesvorhaben Flagge zeigen, das Schlimmste verhindern und vielleicht die eine oder andere Verbesserung erreichen kann.
Lörrach (kobinet)
Aus dem Landkreis Lörrach werden Fortschritte bei der Integration von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt gemeldet. Im Rahmen eines speziellen Jobcoach-Projekts konnten zwei Personen in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Die Jobccaches begleiten dabei den Übergang von Werkstätten für behinderte Menschen in reguläre Betriebe und unterstützen sowohl die Arbeitnehmer als auch die Arbeitgeber bei der notwendigen Umgestaltung der Arbeitsabläufe und des Umfelds, wie es in einem Bericht der Finanzeitung AD HOC NEWS vom 5. August 2026 heißt.
Wien (kobinet)
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 23. Juli 2026 zehn Entwürfe für die nächste Euro-Banknotenserie vorgestellt. Menschen in ganz Europa können diese bis 21. September 2026 in einer Online-Umfrage bewerten. Für behinderte Menschen ist es dabei wichtig, dass die Banknoten gut erkennbar und ertastbar sind, wie aus einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS hervorgeht.
ERLANGEN (kobinet)
Die Lebenshilfe Erlangen ist über die aktuellen Sparvorhaben der Bundesregierung in der Eingliederungshilfe, der Pflegeversicherung und der Kinder- und Jugendhilfe sehr besorgt. Die Leistungskürzungen würden in großem Maße Menschen mit Beeinträchtigung treffen und ihre gesellschaftliche Teilhabe sowie Inklusion gefährden. „Eingliederungshilfe ist kein Luxus und kein freiwilliger Zuschuss, sondern Voraussetzung dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigung gleichberechtigt leben und ihre Rechte wahrnehmen können“, betont Frank Morell, Vorsitzender der Lebenshilfe Erlangen.
BERLIN (kobinet)
Die Bundesregierung plant, wie vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) festgestellt wird, im Rahmen des vom Kabinett im Juli 2026 beschlossenen „Bürokratierückbaugesetz Verkehr“ wieder einmal auf Kosten von Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen und Senioren sowie Familien mit Kinderwagen und kurzfristig mobilitätseingeschränkten Menschen einen haltlosen Bürokratieabbau. Parallel will die Regierung wieder einmal keine ausreichenden finanziellen Mittel für die Förderungen für die Verbesserung einer barrierefreien Mobilität an Länder und Kommunen bereitstellen, wie von der rechtsverbindlichen UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) insbesondere in den Artikeln 9 und 20 sowie auch vom Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) seit Jahren gefordert.
BERLIN (kobinet)
Das Organisationsteam hat seine Köpfe rauchen lassen und ein buntes Programm als Höhepunkt des Jubiläumsjahres eine Aktionswoche in der Matthäus-Kirchengemeinde in Berlin-Steglitz erstmalig als gemeinsame Veranstaltung von DSB, DCIG, DHV und dem SVB auf die Beine gestellt. Bis zu dieser Veranstaltung ist es nicht mehr lange hin. Sie wird vom 17. bis zum 20. September 2026 stattfinden.
Berlin (kobinet)
Viktoria Przytulla hat am 2. August 2026 an einer Stadtführung im Berliner Olympiastadium teilgenommen. An dem Ort, an dem vor 90 Jahren, am 1. August 1936, die Olympiade im NS-Deutschland eröffnet wurde, stieß sie auf Nazisymbolik, die die Ideologie des „gesunden Volkskörpers“ heute immer noch verkörpert. In ihrem Bericht für die kobinet-nachrichten plädiert die Wissenschaftlerin dafür, dass die nächste Demonstration zum Protesttag für die Rechte von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai auf dem Gelände des Berliner Olympiageländes stattfinden sollte. Und dass wir dabei Zeichen hinterlassen, die diesen von Faschismus geprägten Ort nachhaltig verändern.
Köln (kobinet)
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Inklusionsämter und Hilfen der Sozialen Entschädigung (BIH) veröffentlichte vor kurzem den Jahresbericht mit einem Überblick über die Tätigkeiten sowie die Verwendung der Mittel im Jahr 2024. Das bundesweite Aufkommen der Ausgleichsabgabe lag 2024 bei knapp 893 Millionen Euro. Davon verblieben 82 % (733 Millionen Euro) bei den Inklusions- und Integrationsämtern, 18 Prozent gingen an den Ausgleichsfonds des Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Ausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf rund 755 Millionen Euro. Davon flossen 236 Millionen Euro an Arbeitgeber zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen (43.000 Einzelfälle) sowie 146 Millionen Euro an 1.037 Inklusionsbetriebe. Zusätzlich erhielten 9.900 schwerbehinderte Menschen im Arbeitsleben Leistungen der Begleitenden Hilfe in Höhe von 86 Millionen Euro – etwa für Mobilität, Arbeitshilfen, Qualifizierung oder Arbeitsassistenz.
Marburg (kobinet)
Am Sonntag, den 2. August 2026, wurde im Rahmen der Bekanntgabe der AKTION MENSCH-Gewinnzahlen ein Trailer gezeigt, in dem über das Kunstmuseum Marburg und das Projekt der „Museumsfreunde“ mit dem Titel „Museum für alle“ berichtet wurde. Das Video hat ist zwei Minuten lang und ist in der ZDF Mediathek unter folgendem Link zu finden:
Darauf hat Dr. Bernhard Conrads aus Marburg die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
Villmar – Weyer (kobinet)
Seine Sommerkolumne widmet Stephan Laux allen Andersdenkenden.
Und allen, die sich unerschrocken und unermüdlich gegen Neo-, Schon-immer und Fast-Nazis, stellen. https://youtu.be/zxX2rrjXUdI?si=xpANqpXcGDxE6qPH
Gegenüber Andersdenkenden bin ich tolerant. Doch bei Faschisten stößt meine Toleranz fast an ihre Grenzen. Deshalb danke an Hans Willi Weis für den Link zu diesem Lied von Igor Levit und Danger Dan, über das alle seit Wochen reden und das ich mir dann doch einmal angehört habe.
Brüssel / Wien (kobinet)
Dass die Europäische Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren gegen einen EU-Mitgliedstaat einleitet, ist an sich nicht außergewöhnlich. Dass dies jedoch gegen 22 der 27 EU-Staaten – darunter auch Deutschland und Österreich – gleichzeitig geschieht, verdient Beachtung, heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Dort heißt es weiter: „Genau das ist nun passiert: Die Kommission leitete gegen fast alle EU-Staaten ein dreistufiges Vertragsverletzungsverfahren ein, da sie die neuen EU-Vorgaben unter anderem zur Entgelttransparenzrichtlinie und weiters zu Mindeststandards für nationale Gleichbehandlungsstellen nicht fristgerecht umgesetzt haben. Als erster Schritt wurden nun Aufforderungsschreiben versandt.“
Berlin (kobinet)
Der Bundesvorstand der AG Selbst Aktiv von Menschen mit Behinderungen in der SPD fordert eine beschleunigte Einführung des Europäischen Behindertenausweises. Anlässlich seiner Klausurtagung vom 1. – 2. August 2026 im Willy-Brandt-Haus in Berlin betonte der Verband, dass die seit Oktober 2024 vorliegende EU-Richtlinie zügig umgesetzt werden müsse. Die verbindliche Frist bis zum 5. Juni 2028 sei zu lang, um sich darauf ausruhen zu können, sagte Karl Finke, Co-Bundesvorsitzender der AG Selbst Aktiv.
Nürnberg (kobinet)
Mit 192.630 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten schwerbehinderten Arbeitslosen wurde im Juli 2026 ein trauriger Rekord erreicht. Dies ist der höchste Wert in der Zeitreihe der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen in Deutschland, die von der Bundesagentur für Arbeit seit 1. Januar 2007 geführt wird. Allein im letzten Jahr sind über 6.000 schwerbehinderte Arbeitslose hinzugekommen. Im Juli 2025 lag die Zahl bei 186.225. Im Juni 2026 lag die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen noch bei 190.098, also über 2.500 niedriger. Vonseiten der Bundesregierung gibt es nach wie vor keine konkreten Anzeichen, diesem für viel Betroffene herausfordernden Trend durch konkrete Regelungen entgegenzuwirken. Auch in Sachen Reform der Werkstätten für behinderte Menschen, in denen über 300.000 behinderte Menschen zusätzlich weit unter dem Mindestlohn mit einem Durchschnittsentgelt von ca. 230 Euro im Monat und ohne nennenswerte Vermittlungschance auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, geht es nicht voran.
HAMBURG (kobinet)
Gesetzlich Krankenversicherte zahlen bei Hörgeräten besonders hohe Beträge aus eigener Tasche. Nach einem Bericht des Deutschen Ärzteblatts vom 27. Juli 2026 entfallen rund 62 Prozent aller von Versicherten getragenen Mehrkosten bei Hilfsmitteln auf Hörhilfen. Durchschnittlich zahlten Betroffene 1.656,99 Euro zusätzlich. Für den Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg werfen diese Zahlen grundsätzliche Fragen zur Qualität und Ausgestaltung der Hörgeräteversorgung auf. „Wer hören will, muss zahlen? Gleichberechtigte Teilhabe darf keine Frage des Geldbeutels sein. Hörbehinderte Menschen benötigen Hörgeräte nicht als Komfortprodukt, sondern um kommunizieren, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben „gleichberechtigt“ teilnehmen zu können“, erklärt Jörg Winkler vom Hörberatungs- und Informationszentrum des Bund der Schwerhörigen e. V. Hamburg.
REUTLINGEN (kobinet)
Christian Sackmann, der Vorsitzende des Werkstattrats der BruderhausDiakonie, hat die Bundestagspetition 198637 eingereicht. Ziel dieser Petition ist, eine öffentliche Anhörung im Deutschen Bundestag zur Zukunft der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) zu erreichen. Der Bundestag sei für die gesetzlichen Rahmenbedingungen zuständig und müsse notwendige Änderungen anstoßen, so Sackmann. In der Petition wird auf die Studie „Nachhaltiges und transparentes Entgeltsystem für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten für behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ verwiesen. Zudem wird der Koalitionsvertrag genannt, der eine Verbesserung des Werkstattentgelts ankündigt. Auch die Kritik der Vereinten Nationen am deutschen Werkstattsystem im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) findet Erwähnung. Für Menschen, die nicht online unterschreiben können, steht auf der Internetseite der BruderhausDiakonie eine Unterschriftenliste zum Download bereit.
Hannover (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen fordert die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für ein kostenfreies Basiskonto einzusetzen und die niedersächsischen Sparkassen in die Pflicht zu nehmen. Anlass ist der Anstieg der Girokontogebühren, die für viele Menschen im Leistungsbezug oder mit geringem Einkommen zur Belastung werden. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact sind die Gebühren für jede fünfte Person in Deutschland innerhalb des vergangenen Jahres gestiegen. Fast jede*r Vierte zahlt inzwischen mindestens 100 Euro jährlich, unter Sparkassenkund*innen sogar mehr als ein Drittel.
Berlin (kobinet)
Die ambulante Gesundheitsversorgung ist für viele Menschen schwer zugänglich und unübersichtlich. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert deshalb eine Primärversorgung, die Patient*innen zuverlässig begleitet, medizinische Angebote besser koordiniert und bestehende Barrieren abbaut. Zusätzliche Gebühren, verpflichtende Einschreibungen oder andere Zugangshürden lehnt der Verband ab.“ So heißt es auf der Internetseite des SoVD, auf der auch das Forderungspapier des Verbands mit dem Titel „Primärversorgung neu gestalten – Orientierung geben, Zugänge sichern, Versorgung stärken“ heruntergeladen werden kann.
Marburg (kobinet)
„Am Boden: Von der unsichtbaren Wand und meinen Einwänden gegen manche ‚Norm'“, so hat der blinde Journalist Franz-Josef Hanke seinen Beitrag für die kobinet-nachrichten getitelt, in dem er auf seine Erfahrungen mit epileptischen Anfällen und dem zunehmenden Erblinden blickt. Vor allem schreibt er darüber, was es für ihn, der Stress reduzieren sollte, bedeutet, wenn er durch Barrieren, durch Ignoranz und mangelnden Respekt gegenüber seiner ganz individuellen Behinderung gestresst wird.
Erlangen (kobinet)
Am 8. März 2026 wurde Ina Fischer, die sich beim Erlanger Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen u.a. für Inklusion und die Rechte behinderter Menschen einsetzt, bei den Kommunalwahlen in den Stadtrat von Erlangen gewählt. Wie sich die blinde Aktivistin für Inklusion auf diese neue Aufgabe vorbereitet hat, für welche Bereiche sie nun für ihre Fraktion zuständig ist und welche Tipps sie für andere behinderte Menschen hat, die sich auch politisch engagieren wollen, dazu führte kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul das folgende Interview mit Ina Fischer.
BERLIN (kobinet)
Die Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) für zahlreiche Produkte und Dienstleistungen gelten nun bereits seit einem Jahr. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit stellt dazu auf ihrer Übersichtsseite wichtige Informationen zum Gesetz zur Verfügung und bietet unter anderem Antworten auf häufig gestellte Fragen. Zudem unterstützen diese Inhalte Unternehmen und Organisationen dabei, sich mit den gesetzlichen Vorgaben auseinanderzusetzen und bieten Hilfestellungen für die Umsetzung.
Berlin (kobinet)
„Die im Deutschen Behindertenrat (DBR) zusammengeschlossenen Verbände verfolgen die aktuellen Diskussionen über geplante Einsparungen in der Eingliederungshilfe mit großer Sorge und Bestürzung. Die Empfehlungen aus dem Dialogprozess Eingliederungshilfe vom 12.06.2026 sowie das Beschlusspapier von Bund und Ländern vom 25.06.2026 weisen aus unserer Sicht in die falsche Richtung. Die finanzielle Situation vieler Kommunen ist zweifellos angespannt. Maßnahmen zur Verwaltungsvereinfachung, zur Effizienzsteigerung und zur Entlastung kommunaler Haushalte sind notwendig. Auf keinen Fall dürfen dabei jedoch die grundgesetzlich und durch die UN-Behindertenrechtskonvention garantierten Rechte auf Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in Frage gestellt werden.“ So heißt es in einem Offenen Brief, den der Deutsche Behindertenrat an den Bundeskanzler, die Ministerpräsident*innen der Länder, die Mitglieder der Arbeits- und Sozialminister*innenkonferenz und Vertreter*innen der kommunalen Spitzenverbände gerichtet hat.
BERLIN (kobinet)
Nach einem Bericht der Hilfsorganisation Handicap International (HI) schaffen Minen und Blindgänger in Syrien eine neue Generation von Menschen mit Behinderungen. Mehr als 28 Prozent der syrischen Bevölkerung, die humanitäre Hilfe benötigen, haben bereits eine Behinderung. Gleichzeitig werden diese Menschen weitgehend von Wiederaufbauprogrammen ausgeschlossen, da Krankenhäuser oder Schulen nicht barrierefrei aufgebaut werden. Zudem ist die medizinische Versorgung im Land stark eingeschränkt.
Bad Segeberg / Kassel (kobinet)
„Zwischen Pride, Politik und Perspektiven – Inklusion kennt keine Sommerpause“, so hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Juli 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Juli 2026 bestimmt haben. Im Fokus steht in dieser Episode des IGEL-Podcast u. a. die überraschende Kabinettsumbildung der Bundesregierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Gesundheits- und Sozialpolitik.
Hannover (kobinet)
In Niedersachsen finden am 13. September 2026 Kommunalwahlen statt. Gewählt wird unter anderem der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover. Beeinflusst durch die radikalen Sparmaßnahmen der Bundesregierung – insbesondere in der Sozialpolitik – rückt das Thema Inklusion bei dieser Wahl besonders in den Fokus. Um herauszufinden, wie die Spitzenkandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Hannover sowie die Spitzenkandidat*innen zur Wahl des bzw. der Regionspräsident*in sich in Sachen Inklusion positionieren, hat der Arbeitskreis Inklusion vom Verein Janun Hannover zu einem Inklusionstalk in die Sendung „Nachgefragt“ bei h1-Fernsehen eingeladen.