Veröffentlicht am 23.09.2026 16:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag
Berlin (kobinet)
Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Gebärdensprache am 23. September 2026 hat der behindertenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, Sören Pellmann, auf das historische Unrecht gegen gehörlose Kinder an deutschen Schulen hingewiesen. Über Jahrzehnte sei Gehörlosen die Gebärdensprache verboten und ihre Anwendung mit Strafen und Schikanen unterbunden worden, erklärte Sören Pellmann. Stattdessen seien die Kinder gezwungen worden, Lautsprache durch Lippenlesen und Sprechen zu lernen. Dies sei ein direkter Eingriff in das Recht auf die eigene Sprache und Identität gewesen.
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe kritisiert den am 25. September 2026 im Bundesrat in erster Lesung behandelten Entwurf des Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes. „Das ist eine Reform, die ihren Namen nicht verdient“, erklärte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D. So bleibe die seit Jahren versprochene inklusive Kinder- und Jugendhilfe auf der Strecke. Es werde kein Gesetz geschaffen, das umfassend für Kinder und Jugendliche mit Behinderung da sei und Zuständigkeitsstreitigkeiten sowie Bürokratie abbaue. Stattdessen solle eine Strukturreform umgesetzt werden, die zahlreiche grundlegende Fragen offenlasse. Im besten Fall bleibe sie wirkungslos, im schlechtesten Fall führe sie zu erheblichen Leistungseinschränkungen. In einer über 40-seitigen Stellungnahme zum Kabinettsbeschluss fordert die Lebenshilfe eine in sich stimmige Gesetzgebung. Änderungen bei der Schulassistenz dürften nicht isoliert beschlossen werden, sondern müssten gemeinsam mit den für den Winter 2026 angekündigten Reformen der Eingliederungshilfe sowie den für 2027 vorgesehenen Strukturveränderungen in der Kinder- und Jugendhilfe beraten werden. Zudem verlangt die Lebenshilfe gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern zur Schaffung inklusiver Schulen.
Das Land Nordrhein-Westfalen präsentiert sich vom 23. bis 26. September 2026 auf der Rehacare in Düsseldorf mit einem Messestand (Halle 1, G52). Im Fokus stehen praxisnahe Beispiele zur barrierefreien Arbeitsplatzgestaltung sowie Beratungsangebote zu Inklusion, Barrierefreiheit und Unterstützungsmöglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit. Die Rehacare ist eine Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege. Am Landesstand stellt sich NRW als Arbeitgeber und Ausbilder für Menschen mit Behinderung vor und informiert über die Umsetzung von Barrierefreiheit am Arbeitsplatz. Besucherinnen und Besucher können unter anderem alternative Eingabe- und Steuerungsmöglichkeiten von Computern sowie barrierefreies Gaming ausprobieren. Die Landeskoordination Wohnberatung NRW bietet per Virtual-Reality-Brille Einblicke in eine altersgerechte Modellwohnung und informiert über barrierefreie Wohnraumgestaltung. Rangerinnen und Ranger des Nationalparks Eifel stellen barrierefreie Naturzugänge vor. Das Team des Internetportals Pflegewegweiser NRW erklärt, wie Beratungsangebote leicht auffindbar sind. Expertinnen und Experten beantworten zudem Fragen zu Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und zur Inklusion in der Schule. Die Sozialstiftung NRW präsentiert ihre Förderschwerpunkte und Projektmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch ein informatives Mitmach-Programm.
Veröffentlicht am 23.09.2026 10:02 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Bei der symbolischen Förderscheckübergabe Foto: StMAS/Nötel
MÜNCHEN (kobinet)
Die Werkstätten St. Joseph in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels bieten 140 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Nun wird die Werkstatt in einem zweiten Bauabschnitt modernisiert. Der Freistaat Bayern fördert dieses Bauvorhaben mit weiteren 2,2 Mio. Euro. Auch für den ersten Bauabschnitt der Werkstatt in Burgkunstadt hatte das Bayerische Sozialministerium 2024 einen Förderbescheid in Höhe von bis zu 2,9 Mio. Euro erteilt – damit wird die Werkstatt insgesamt mit bis zu 5,1 Mio. Euro gefördert. Mit der Modernisierung der Werkstatt in Burgkunstadt können 140 Arbeitsplätze an zeitgemäße Standards angepasst und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit Behinderung wesentlich verbessert werden.
Veröffentlicht am 23.09.2026 07:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Müller_Mandy_2026 Foto: fab
Kassel (kobinet)
Vor einem Jahr – am 1. Oktober 2025 – hat Mandy Müller beim Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) als Koordinatorin des Projektes „Aktiv Teilhabe gestalten“ angefangen. Seitdem geht es für sie um politische Selbstvertretung, Empowerment und die Frage, wie Menschen mit Behinderungen ihre eigenen Anliegen vor Ort selbst in die Hand nehmen können. Am 16. und 17. Oktober 2026 wird es für sie nun besonders spannend: Gemeinsam mit dem Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) organisiert Mandy Müller die Tagung „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen„, für die Anmeldungen noch möglich sind. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat Mandy Müller zum Einjährigen gefragt, was sie in diesem Jahr gelernt hat, was die Behindertenbewegung gerade braucht – und was sie noch vorhat.
Veröffentlicht am 23.09.2026 07:28 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
260920_346_Sonntag Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Halle (kobinet)
„Starke Kinder, Starke Zukunft – wir sprechen zum Welttag der Kinder“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 20. September 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL-Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal über „Starke Kinder, starke Zukunft“ – und was Stärke wirklich bedeutet. Jennifer Sonntag, die in Sachsen-Anhalt lebt, schildert in diesem Podcast aber auch sehr persönlich, welche Ängste die politische Entwicklung bei ihr auslösen und warum sie dennoch weiter für Vielfalt, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintritt.
Veröffentlicht am 23.09.2026 07:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Junger Mann klettert in einer Halle an einer Kletterwand herauf Foto: SOD / Christian Seeling
HANNOVER (kobinet)
Special Olympics Niedersachsen veranstaltet Anerkennungswettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung. Dann sind Mut, Konzentration und sportliches Können gefragt, wenn morgen mehr als 30 Athletinnen und Athleten beim Kletterwettbewerb von Special Olympics Niedersachsen an den Start gehen. In Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) Landesverband Nord findet ein besonderer Wettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung statt, der von LOTTO Niedersachsen gesponsert wird. Der Wettbewerb ist ein Anerkennungswettbewerb und damit mehr als ein sportliches Kräftemessen: Die Athleten können sich mit ihren Leistungen für die Special Olympics Winterspiele 2028 qualifizieren. Entsprechend erfahren sind die Teilnehmer. Sie bringen bereits Klettererfahrung mit und werden an der Kletterwand ihr Können, ihren Mut und ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Für die Athleten steht dabei nicht nur die sportliche Leistung im Mittelpunkt. Der Wettbewerb bietet auch Raum für Begegnung, Gemeinschaft und gelebte Inklusion.
Veröffentlicht am 23.09.2026 07:03 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Lucienne Mindermann mit einem Plakat Foto: privat
Trier (kobinet)
Je länger sich Lucienne Mindermann mit DanceAbility beschäftige, desto stärker merkt sie, dass es um mehr geht als um Tanz. Es geht für sie um die Frage, wie wir Angebote gestalten, wenn Menschen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Müssen sich einzelne Personen an bestehende Formen anpassen oder verändern wir die Form so, dass unterschiedliche Menschen von Anfang an darin vorkommen? Darüber und über ihre Erfahrungen mit der neu begonnenen Ausbildung zum DanceAbility Teacher berichtet Lucienne Mindermann in ihrem Beitrag für die kobinet-nachrichten.
Veröffentlicht am 23.09.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen
MÜNCHEN (kobinet)
Anlässlich des heutigen 9. Internationalen Tags der Gebärdensprachen fordert der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. eine strukturelle Vertretung der Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft im Bayerischen Landesbehindertenrat. Der Tag wird seit 2018 jährlich begangen und ist Teil der Internationalen Woche der Gehörlosen, die in diesem Jahr vom 21. bis 27. September stattfindet. Das Motto des Weltverbands der Gehörlosen (WFD) lautet 2026 „Declaring Deaf People’s Human Rights“ – die Menschenrechte gehörloser Menschen erklären. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, der WFD sein 75-jähriges Jubiläum.
Veröffentlicht am 23.09.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Sportlerinnen beim Jugend-Laender-Cup Foto: picture alliance / DBS
FRECHEN (kobinet)
Am kommenden Wochenende veranstaltet die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) im Deutschen Behindertensportverband (DBS) vom 25. bis zum 28. September 2026 den 36. Jugend-Länder-Cup. Ausrichter ist der Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein (RBSV S-H). In Kiel treten junge Para Sportlerinnen und Para Sportler aus den Landesverbänden des DBS in den Sportarten Para Leichtathletik, Para Schwimmen, Para Tischtennis sowie Para Judo beziehungsweise ID Judo gegeneinander an. Je nach Sportart gelten unterschiedliche Alters- und Startklassen. Der Jugend-Länder-Cup verbindet Wettbewerb und Leistungsentwicklung mit Begegnung, Fair Play und Gemeinschaft. Weitere Informationen sind dazu auf dieser Internetseite nachzulesen.
Veröffentlicht am 23.09.2026 06:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info Zeichen Foto: Susanne Göbel
Kiel (kobinet)
Pünktlich zum Internationalen Tag des weißen Stocks ist sie fertig: Am 15. Oktober 2026 feiert der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein die Neugestaltung der Fassade der Begegnungsstätte des Vereins in der Melanchthonstraße 31 in Kiel mit einem Nachbarschaftsfest. Um 13:00 Uhr wird die neue Fassade feierlich von Bürgermeister Gerwin Stöcken eingeweiht. Das Graffiti-Kunstwerk ist das Ergebnis eines Projektes, das von der Stadt Kiel über den Fonds „Gemeinsam Kiel Gestalten“ gefördert wurde. Im Anschluss öffnet die Begegnungsstätte bis 18:00 Uhr ihre Türen und der Verein und die Regionalgruppe Kiel stellen sich bei einem Nachbarschaftsfest mit buntem Programm vor. Mit dabei sind Expertinnen für Audiodeskription der Fassade, die Blickpunkt Auge Beratung, sowie weitere lokale Partner wie das Café Prinz Willy, die Resteritter und Radeln ohne Alter. Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Woche des Sehens“ und anlässlich des Tags des weißen Stocks statt.
Veröffentlicht am 22.09.2026 11:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
sovd Foto: Sozialverband Deutschland
HANNOVER (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in Pflegeheimen des Landes täglich nur 6,77 Euro pro Person für Verpflegung veranschlagt werden. Dies gehe aus Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung hervor. Der Verband zweifelt an, dass mit diesem Betrag eine gesunde Ernährung möglich sei, und fordert von der Landesregierung sofortige Maßnahmen. Aktuell zahlen Pflegeheimbewohner in Niedersachsen durchschnittlich 857 Euro monatlich für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. „Die Kosten werden für die Bewohner*innen nicht deutlich aufgeschlüsselt, so dass wenig Transparenz herrscht“, kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei fraglich, wie damit ein gesundes, frisches und altersgerechtes Essen angeboten werden solle.
Veröffentlicht am 22.09.2026 11:12 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
BERLIN (kobinet)
Ab dem Jahr 2027 steigt der Unterhalt für Pflegekinder entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Pauschalbeträge für die Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) werden angepasst: Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter zwischen 748 und 1100 Euro monatlich. Hinzu kommt ein Anerkennungsbetrag von 451 Euro für Pflege und Erziehung. Die Kosten für die Unfallversicherung werden voll übernommen, die für die Alterssicherung der Pflegeperson zur Hälfte. Trotz dieser Anpassung bleiben Pflegeeltern weiterhin vom Bundeselterngeld ausgeschlossen. Das Elterngeld kompensiert als Lohnersatzleistung Verdienstausfälle von Eltern, die ihre Berufstätigkeit für die Erziehung eines Kindes unterbrechen oder reduzieren. Der Koalitionsvertrag sieht jedoch die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vor. Seit 1979 dienen die Empfehlungen des Deutschen Vereins als Orientierung für die Festsetzung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege. Sie tragen dazu bei, die finanziellen Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe zu vereinheitlichen und an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten anzupassen.
Veröffentlicht am 22.09.2026 10:22 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des BeB Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
BERLIN (kobinet)
Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat im Rahmen der konstituierenden Sitzung seines neu gewählten Vorstands Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte am 21. September 2026 in Berlin unmittelbar nach der Mitgliederversammlung, auf der der gesamte Vorstand für eine vierjährige Amtsperiode neu bestimmt wurde. Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden Dr. Christian Geyer werden Abuchater-Bier und Mäueler-Görke die strategische und politische Arbeit des Verbandes mitgestalten. Dr. Christian Geyer, Vorsitzender des BeB, erklärte: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke in ihren neuen Funktionen. Beide verfügen über große fachliche Expertise, langjährige Erfahrung und ein starkes Engagement für die Interessen von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Gemeinsam werden wir die sozialpolitische Arbeit des BeB weiter stärken und die Zukunft unseres Verbandes gestalten.“ Der BeB vertritt bundesweit mehr als 900 Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrie sowie Hilfen für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.
Veröffentlicht am 22.09.2026 10:19 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Der Sozialverband VdK warnt vor den Folgen der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. „Die AfD als stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern ist nach der Wahl in Sachsen-Anhalt das nächste Alarmsignal“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Wenn sich Menschen aus Frust einer Partei zuwenden, die in mehreren ostdeutschen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, sei das dramatisch. Die Antwort darauf dürfe nicht sein, den Sozialstaat weiter zurückzubauen. Die Bundesregierung müsse ihre Politik des sozialen Kahlschlags ändern, damit extreme Parteien nicht noch mehr Zulauf bekämen.
Veröffentlicht am 22.09.2026 09:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Der Nationalpark präsentiert in Düsseldorf bei der Rehacare unter dem Dach der Landesregierung seine barrierefreien Naturerlebnisangebote. Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/T. Wiesen
SCHLEIDEN / DÜSSELDORF (kobinet)
Der Nationalpark Eifel präsentiert vom 23. bis 26. September 2026 auf der internationalen Fachmesse Rehacare in Düsseldorf seine barrierefreien Angebote zum Naturerleben. Am Gemeinschaftsstand der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Halle 1, Stand G52) informieren die Ranger Klaus Leyendecker und Philipp Bischoff über die Angebote für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Zu den vorgestellten Angeboten zählen unter anderem der Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“ sowie die von „Reisen für Alle“ zertifizierte barrierefreie Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Diese feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Auf 2.000 Quadratmetern können Besucherinnen und Besucher den Nationalpark mit allen Sinnen erleben. Das Jubiläum wird am 24. und 25. Oktober 2026 mit einem Aktionswochenende im Nationalpark-Zentrum Eifel in Vogelsang gefeiert. „Die Rehacare bietet eine hervorragende Möglichkeit, bei den Zielgruppen auf die vielfältigen Angebote der barrierefreien Naturerlebnisregion Nationalpark Eifel aufmerksam zu machen“, sagte Tobias Wiesen, Koordinator für Barrierefreiheit in der Nationalparkverwaltung Eifel.
Veröffentlicht am 22.09.2026 06:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260917_SLIÖ_Nachfolge Foto: SLIÖ
Wien (kobinet)
Auch in Österreich schreitet der Generationenwechsel in der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen voran. Mit Marlene Krubner übernimmt eine junge Aktivistin den Vorsitz der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich (SLIÖ). Im Interview mit dem österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS spricht sie über Persönliche Assistenz, De-Institutionalisierung und die Frage, was echte Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen bedeutet und stellt klar: „Wir müssen segregierende Strukturen überwinden.“ Hierzu betonte die im April 2005 geborene Aktivistin, die nun die Nachfolge der langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründerin der Dachorganisation Bernadette Feuerstein angetreten hat im Interview: „In Österreich existiert nach wie vor eine Parallelwelt für Menschen mit Behinderungen, oftmals in Einrichtungen der Behinderten’hilfe‘. Diese Segregation macht echte Selbstbestimmung unmöglich. Es ist ernüchternd, keinen einzelnen Bereich nennen zu können, weil es so viele Problemstellen gibt.“
Veröffentlicht am 22.09.2026 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Düsseldorf (kobinet)
das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Düsseldorf diskutiert am 25. September 2026 um 14.30 Uhr zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?“ im Treffpunkt Rehacare in Halle 1 auf dem Düsseldorfer Messegelände. Gero Büskens und Katja Fellenberg vom KSL.Düsseldorf tauschen sich auf der Rehacare, der Fachmesse für Rehabilitation und Pflege, zu den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz aus und zeigen praktische Beispiele. Im Anschluss laden Sie das Publikum zur Diskussion ein.
„Gerne möchten wir Sie auch auf unsere Themenkachel zum Thema „Künstliche Intelligenz und Inklusion“ aufmerksam machen: www.ksl-duesseldorf.de/de/themen/189/kuenstliche-intelligenz-ki-und-inklusion. Suchen Sie einen Experten zum Thema, sprechen Sie uns gerne an“, heißt es in der Presseinformation des KSL Düsseldorf.
Veröffentlicht am 21.09.2026 15:24 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.
STUTTGART (kobinet)
Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert Bund, Land und Kommunen auf, die Schuldnerberatung gemeinsam abzusichern. Anlass ist die geplante Einführung eines Rechtsanspruchs auf Schuldnerberatung durch das Schuldnerberatungsdienstegesetz (SchuBerDG). Ohne ausreichende Finanzierung sei ein solcher Anspruch ein „leeres Versprechen“, betont der Verband. Laut aktuellem Bericht der LIGA BW wurden 2024 in rund 70 Schuldnerberatungsstellen in Baden-Württemberg knapp 18.000 Menschen beraten. Nur die Hälfte erhielt innerhalb von drei Monaten einen Termin, bei knapp einem Drittel der Einrichtungen betrug die Wartezeit mehr als sechs Monate. Mit der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie, die ab 2026 Banken und Kreditgeber verpflichtet, Kunden bei Zahlungsschwierigkeiten auf Schuldenberatung hinzuweisen, wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage erwartet. Ohne Ausbau der Kapazitäten drohe das System zu kollabieren, warnt der Paritätische.
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe zeigt sich besorgt über die deutlichen Stimmenzuwächse der AfD bei den Wahlen im September 2026. Ein zunehmender politischer Einfluss der Partei könnte nach Einschätzung des Verbands die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihren Familien beeinträchtigen. Der Verband appelliert daher an alle demokratischen Kräfte, sich klar zu Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt und einer inklusiven Gesellschaft zu bekennen. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D., erklärt: „Die Politik der AfD steht für Ausgrenzung. Dem stellen wir ein klares Verständnis von Demokratie und Zusammenhalt entgegen: Jeder Mensch hat das Recht, selbstverständlich dazuzugehören und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Alle Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihre Familien gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Nachbarschaft. Sie können sich auf die Lebenshilfe verlassen. Wir stehen für Menschlichkeit und Vielfalt. Wir werden uns weiter für umfassende Teilhabe einsetzen.“ Mehr zur Haltung der Lebenshilfe gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Rechtsextremismus ist auf der Website des Verbands nachzulesen.
Veröffentlicht am 21.09.2026 07:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Aktion Mensch e. V. Foto: Aktion Mensch e. V.
Dresden (kobinet)
„Dialogforum ‚Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen'“, so lautet der Titel einer Veranstaltung zu der die Aktion Mensch im Rahmen ihrer Initiative Inklusion im Sozialraum für heute, den 21. September 2026, nach Dresden eingeladen hat und an der ca. 120 Menschen teilnehmen. „Echte Partizipation entsteht nicht von selbst — sie braucht Verständigung, Verantwortung und Menschen, die sie gemeinsam gestalten. Partizipation ist mehr als ein einzelnes Beteiligungsformat: Sie ist eine Voraussetzung für inklusive Sozialräume und zugleich mit hohen Erwartungen, unterschiedlichen Interessen und strukturellen Herausforderungen verbunden. Das Dialogforum bringt Führungs- und Fachkräfte, Selbstvertreter*innen aus kommunalen Strukturen sowie Gestalter*innen von Inklusion im Sozialraum zusammen. Es eröffnet fachliche Orientierung, macht Spannungsfelder partizipativer Praxis sichtbar und lädt ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach wirksamer Teilhabe, nach der Gestaltung von Aushandlungsprozessen, nach Verantwortung, Entscheidung und Umsetzung — und nach dem Potenzial von Partizipation für gesellschaftliche Transformation und demokratischen Zusammenhalt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung.
Veröffentlicht am 21.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Nico Dreimueller beim Rollstuhlbasketball Foto: Steffie Wunderl
FRECHEN (kobinet)
Im Bronzefinale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaften in Ottawa (Kanada) unterlagen die deutschen Herren Großbritannien mit 56:67 (18:23, 29:45, 41:53). Platz vier ist trotz der verpassten Medaille das beste Abschneiden eines deutschen Herrenteams seit den ersten Weltmeisterschaften 1973 in Brüssel. Die deutschen Damen beenden die WM nach einem Sieg im abschließenden Spiel gegen Japan auf dem siebten Platz.
Menschen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich häufig von Gewalt betroffen. Gleichzeitig fehlen in Angeboten der Eingliederungshilfe vielfach noch nachhaltige Gewaltschutzstrukturen. Um die Prävention von Gewalt zu stärken, hat das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz unter Beauftragung des Institutes für empirische Soziologie (IfeS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Leitlinien zur Prävention von Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen erarbeitet. Diese sind nun veröffentlicht. „Menschen in unserer Gesellschaft sollen sich sicher fühlen können. Dies gilt in besonderem Maß für diejenigen, die in ihrem Alltag auf die Unterstützung durch andere Menschen angewiesen sind“, sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.
Veröffentlicht am 21.09.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Hamburger Rathaus Foto: www.hamburg.de
Hamburg (kobinet)
Am 10. Juni 2021 ist das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) in Kraft getreten. Es stellt verbindliche Weichen für die Zusammenführung der Zuständigkeit der Leistungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe im SGB VIII. Für die Umsetzung dieses Prozesses sieht das KJSG einen Gesamtzeitraum von knapp sieben Jahren bis zum 01.01.2028 und drei grundsätzliche Stufen vor. Mit der zweiten Stufe des KJSG, die am 01.01.2024 in Kraft trat, wurde mit den Verfahrenslotsen nach § 10b SGB VIII ein neues Angebot für junge Menschen und deren Familien eingeführt. Was die Verfahrenslotsen genau machen, das ergibt sich u.a. aus dem Jahresbericht zur Tätigkeit der Hamburger Verfahrenslotsen im Jahr 2025. So erreichten im Berichtszeitraum 2025 die Verfahrenslotsinnen insgesamt 771 Anliegen, die sich unterschiedlich über die Bezirke verteilen.
Veröffentlicht am 21.09.2026 04:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Kassel (kobinet)
„Was uns bewegt – Behinderte Frauen zwischen Alltag, Politik und Selbstvertretung“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 30. September 2026 um 19:00 Uhr im freiRaum des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) stattfindet. „Die Bewegung behinderter Frauen gibt es in Deutschland nunmehr seit 45 Jahren. Viele Themen wie Gewalt gegen behinderte Frauen, (Zwangs-)Sterilisationen, Leben mit eigenen Kindern, der barrierefreie Zugang zur Gynäkologin oder zu Anlaufstellen für Frauen, beschäftigen uns bis heute – Einiges können wir feiern, aber vieles muss noch erreicht werden. Welche Themen bewegen behinderte Frauen und Mädchen heute? Wie können wir uns (vor Ort) einbringen, damit unsere Interessen gut vertreten werden? Martina Puschke und Beatrice Gómez Barroso von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. geben einen Einblick in aktuelle politische Entwicklungen und schildern, was sie derzeit bewegt. Mit ihren Erfahrungen als ‚alte Häsin‘ und jüngere Aktive freuen sie sich über einen Austausch mit den Teilnehmer*innen des Abends und auf viele Ideen, wie und wo jede selbst aktiv werden kann“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung des fab-Projekts ‚Aktiv Teilhabe gestalten‘, das von der Aktion Mensch gefördert wird.
Veröffentlicht am 20.09.2026 12:07 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Zeichnung von mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen Foto: Pixabay/geralt
BERLIN (kobinet)
Kinder und Jugendliche in Deutschland wünschen sich nicht nur zum heutigen Weltkindertag vielfach mehr Sicherheit, einen besseren Schutz und Unterstützung sowie faire Bildungschancen für alle Kinder. Darüber hinaus ist ihnen wichtig, dass Erwachsene ihnen zuhören und sie bei Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, beteiligt werden. Das zeigt ein bundesweites Stimmungsbild, das UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk zum heutigen Weltkindertag eingeholt haben. Die beiden großen Kinderrechtsorganisationen unterstreichen, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam in der Verantwortung sind, um Deutschland kinderfreundlicher und damit zukunftsfest zu machen. Sie hatten unter dem diesjährigen Weltkindertags-Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ zu einer Mitmachaktion aufgerufen.
Veröffentlicht am 20.09.2026 07:11 von Sozialverband VdK Deutschland e.V. in der Kategorie Nachricht
Portrait von Verena Bentele Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)
Anlässlich des Weltkindertags, der heute am 20. September 2026, begangen wird, fordert der Sozialverband VdK Nachbesserungen am Regierungsentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Der Entwurf weiche vom Ziel ab, für alle Kinder mit und ohne Behinderung eine gemeinsame Anlaufstelle zu schaffen. Stattdessen sei eine neue Schulunterstützung für Kinder mit Behinderung nur für einen Teil der Betroffenen vorgesehen, was die bestehende Ungleichbehandlung verschärfe.
Veröffentlicht am 20.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Artikelbild des VdK zum Protesttag zum Erhalt des Sozialstaates Foto: Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
FRANKFURT am Main (kobinet)
An dem bundesweiten Aktionstag des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) gegen den Abbau des Sozialstaats am 26. September finden auch Demonstrationen und Kundgebungen in Frankfurt und Erfurt statt – unterstützt vom VdK Hessen-Thüringen. Die geplanten Reformen des Sozialsystems und die in dem Zusammenhang vorgesehenen Kürzungen von Sozialleistungen führen auch bei den Mitgliedern des VdK zu großen, zum Teil existenziellen Sorgen. In diesem Sinne tritt auch der VdK Hessen-Thüringen am 26. September bei den Protest-Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Frankfurt und Erfurt für soziale Gerechtigkeit, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, gute Pflege und eine auskömmliche Alterssicherung ein. Einzelheiten zu diesen Veranstaltungen der Aktionstage sind im Internet nachzulesen.
Veröffentlicht am 20.09.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet)
„Inklusion unter Druck“, so lautet der Titel einer Ringvorlesung an der Alice Salomon Hochschule Berlin, die im Wintersemester 2026/2027 am 28. Oktober stattfindet und bei der alle Veranstaltungen in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht werden. „In vielen Ländern wird gerade die Uhr zurückgedreht, wenn es um die Rechte marginalisierter Menschen geht – darunter auch die von behinderten und chronisch kranken Menschen. Dabei geht es um keine kleine Minderheit: Fast acht Millionen Menschen, und damit rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, haben eine Schwerbehinderung. Dennoch stellen rechte und konservative Kräfte menschenrechtlich verankerte Teilhabe infrage. Sozialleistungen und das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen werden zu einem ‚Luxus‘ erklärt, den ‚wir‘ uns in Zeiten gesellschaftlicher Krisen nicht mehr leisten können. Zugleich wird Inklusion zunehmend umgedeutet zu einem Schlagwort für ‚Förderung in Sonderinstitutionen‘. Werkstätten und Förderschulen werden weiter ausgebaut. Die transformierende Kraft der Inklusion als Impulsgeber für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität gerät dabei aus dem Blick. Dabei wäre gerade jene Gesellschaft besonders krisenfest und resilient, die sich an Zielen der Inklusion wie Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und individueller Unterstützung für alle Mitglieder ausrichtet“, heißt es u.a. in der Ankündigung.
Veröffentlicht am 19.09.2026 09:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen Foto: Pixabay/ArtRose
Schwerin / Berlin (kobinet)
Im Vorfeld der am 20. September 2026 stattfindenden Wahlen für die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeichnen sich knappe Wahlergebnisse ab. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die derzeitige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die SPD kräftig auf die AfD aufholen, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bezüglich der Frage, wer zukünftig stärkste Fraktion im Landtag ist, abzeichnet. Die Grünen müssen dort um den Einzug in den Landtag bangen. In Berlin dürfte entscheidend sein, welche Mehrheiten zukünftig eine Regierungskoalition bilden können. Bei den letzten Umfragen liegt die LINKE vorne. So dürfte es wieder einmal eine Wahl sein, bei der jede Stimme zählt und der Wahlabend lang werden dürfte. Dass vor allem behinderte Menschen und ihre Angehörigen ihr Wahlrecht nutzen, die Demokratie stärken und sich mit ihrer Stimme Gehör verschaffen, hierzu haben verschiedene Organisationen aufgerufen, so hat beispielsweise die LIGA Selbstvertretung bereits vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Aufruf unter dem Motto „Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!“ gestartet.
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit im Tourismus: Die Akteure des Netzwerks „Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ kamen beim Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode zusammen, um die Gesamtzertifizierung des Lausitzer Seenlandes als barrierefreie Reiseregion nach „Reisen für Alle“ zu feiern und den weiteren gemeinsamen Weg zu gestalten. Foto: pics_by_fenja
KNAPPENRODE (kobinet)
Das Lausitzer Seenland hat seine Gesamtzertifizierung als barrierefreie Reiseregion nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ mit einem Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode gefeiert. Rund 50 Vertreter aus Tourismus, Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in der Region zu würdigen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach vorn zu blicken. Bereits im März 2026 war das Lausitzer Seenland offiziell als barrierefreie Reiseregion im Rahmen von „Reisen für Alle“ ausgezeichnet worden. Mit der feierlichen Veranstaltung wurde dieser Meilenstein nun gemeinsam mit den zahlreichen beteiligten Partnern und zertifizierten Betrieben gewürdigt.
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des VDAB Foto: VDAB
MAGDEBURG (kobinet)
Auf der Bundesmitgliederversammlung des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB) standen in Magdeburg die aktuellen Herausforderungen der professionellen Pflege sowie die politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die geplanten Veränderungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz sowie die wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen der Pflege. Der VDAB betonte, dass die professionelle Pflege weiterhin unter erheblichem Druck stehe. Politische Reformen, wirtschaftliche Unsicherheiten und der anhaltende Personalmangel stellten Pflegeunternehmen vor große Herausforderungen. Notwendige Veränderungen dürften nicht zulasten einer verlässlichen Versorgung und der wirtschaftlichen Stabilität der Einrichtungen gehen. „Die Pflege braucht eine Reform, die ihren Namen verdient. Wir dürfen nicht den Fehler machen, finanzielle Probleme einfach zu verschieben oder Leistungen zu begrenzen. Wer die Pflege langfristig sichern will, muss die Einrichtungen wirtschaftlich stärken, für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen und gleichzeitig den Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen ermöglichen“, erklärte Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB.
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die Gemeinschaft der SpecialOlympics Foto: SOD / Tilo Wiedensohler
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben Andreas Silbersack, 1. Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und 1. Vizepräsident von Special Olympics Sachsen-Anhalt darauf verwiesen, dass Special Olympics in Deutschland in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen hat. Ganz vielen sind die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin noch in sehr guter Erinnerung. „Unser Sport“, so betont Andreas Silbersack, „steht für Respekt, für Vielfalt und Miteinander und für eine Gesellschaft, in der jeder willkommen ist. Gemeinsam haben wir mehr gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung am Sport und am gesellschaftlichen Leben erreicht. Diese positive Entwicklung sehen wir nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jetzt gefährdet.“
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.
STUTTGART (kobinet)
Zum Weltkindertag am 20. September fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg gleiche Teilhabechancen für alle Kinder und Jugendlichen. Ob ein Kind an Bildung, Freizeit, Kultur und gesellschaftlichem Leben teilhaben kann, dürfe weder vom Einkommen seiner Familie noch von seinem Aufenthaltsstatus abhängen, betont der Verband. Kinder hätten ein Recht auf Schutz, soziale Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung. Doch zwischen diesem Anspruch und der Lebenswirklichkeit vieler Kinder bestehe weiterhin eine große Lücke. Besonders betroffen seien Kinder aus einkommensarmen Familien sowie Kinder und Jugendliche, deren Familien Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beziehen. Dies belege die gemeinsame Untersuchung „Kindheit im Sondersystem“ von Save the Children und dem Paritätischen Gesamtverband: 87 Prozent der befragten Fachkräfte gäben an, dass Kinder aufgrund der AsylbLG-Leistungen in ihrer Teilhabe eingeschränkt seien. Mehr als 70 Prozent sähen eine ausreichende und gesunde Ernährung nicht gewährleistet, 74 Prozent berichteten von einem stark eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Auch Mobilität, Freizeitangebote und der Kontakt zu Gleichaltrigen würden durch geringe finanzielle Mittel, abgelegene Unterbringung und fehlende Übernahme von Fahrtkosten erschwert. Der Verband fordert, Bildungs- und Teilhabeleistungen deutlich einfacher und möglichst unbürokratisch zugänglich zu machen.
Veröffentlicht am 18.09.2026 20:24 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün. Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Der aktuelle Alarmismus bezüglich einer sich der menschlichen Kontrolle entziehenden künstlichen Intelligenz mit maximal desaströsen Folgen befeuert schlimmste Befürchtungen!
Veröffentlicht am 18.09.2026 16:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260918_Lebensnerv Foto: Stiftung LEBENSNERV
Berlin (kobinet)
Am 9. Oktober 2026 findet im Hotel Aquino in Berlin ein Symposium zum 35-jährigen Jubiläum der Stiftung LEBENSNERV statt. Die Stiftung verbindet eine ganzheitliche Sicht der Krankheit MS und MS-betroffener Menschen mit der Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. In diesem Sinne will LEBENSNERV Menschen, die mit MS leben, anregen, ihr Leben mit der Erkrankung und nicht gegen die Erkrankung eigenverantwortlich und aktiv zu gestalten. Am 9. Oktober gibt es von 16:00 bis 18:00 Uhr einen Vortragsteil (Präsenz und online) und von 18:00 bis 20:00 Uhr eine kleine Feier (Präsenz) im Hotel Aquino, Hannoversche Str. 5b, in 10115 Berlin-Mitte. Die ursprünglich auf den 18. September festgelegte Anmeldungsfrist wurde nun auf den 25. September festgesetzt. Anmeldungen können per Mail an [email protected] gerichtet werden.
Veröffentlicht am 18.09.2026 13:31 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Herz mit Figuren verschedener Sportarten Foto: Pixabay/GDJ
FRECHEN (kobinet)
Am 19. September startet die SportWoche für Alle 2026. Bundesweit laden Vereine dann Menschen mit und ohne Behinderung dazu ein, gemeinsam Sport zu treiben, neue Angebote kennenzulernen und inklusive Begegnungen zu erleben. Zusammen mit seinen starken Partnern, der Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s, macht der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam – und wirbt gleichzeitig für neue. Zum Auftakt der SportWoche findet in Köln eine Leuchtturmveranstaltung statt: Die Köln 99ers laden am Samstag, 19. September 2026, zu einem großen Mitmachtag in die Sporthalle Bergischer Ring in Köln-Mülheim ein. Knapp eine Woche später – am Freitag, 25. September – bietet auch der TV Coburg ein vielfältiges Sportprogramm an: Kinderturnen und Tanzen, Badminton und Floorball stehen bei der Leuchtturmveranstaltung in der fränkischen Stadt auf dem Plan. Auf dieser Internetseite kann eine ausführliche Übersicht zur SportWoche für alle nachgelesen werden.
Ein Pfleger soll nach Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) jahrelang behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexuell missbraucht haben. Wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte, hat das angegliederte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet den 33-Jährigen angeklagt. Die Taten sollen sich seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen in Bayern ereignet haben. Die Ermittler gehen von 24 Opfern aus. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.
Veröffentlicht am 18.09.2026 12:59 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des BeB Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
BERLIN (kobinet)
Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Bundesverbandes für Teilhabe e.V. (BeB) hat am 18. September 2026 Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Pfarrer Frank Stefan, der sich aufgrund seines bevorstehenden Ruhestands nicht erneut für das Amt beworben hatte. Der BeB dankte Stefan für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Dr. Christian Geyer ist dem BeB seit vielen Jahren verbunden und hat die strategische Entwicklung des Verbandes maßgeblich mitgestaltet. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Digitalisierung, Sozialpolitik und Verbandsentwicklung. Zudem vertritt er den Verband in zahlreichen Fachgremien, ist Redaktionsleiter des Fachmagazins Orientierung und seit 14 Jahren Fachlicher Vorstand des Bathildisheim e.V. in Nordhessen. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Aufsichtsratsmitglied der Diakonie Hessen. Mit Blick auf aktuelle gesellschafts- und sozialpolitische Herausforderungen betonte Geyer: „Inklusion braucht Demokratie. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung darf nicht kaputtgespart werden. Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe sind Grundrechte und keine Frage der Haushaltslage. Dafür wird sich der BeB auch künftig mit Nachdruck einsetzen.“