Veröffentlicht am 17.06.2026 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Henry Spradau Foto: privat
Köln (kobinet) Die neueste Ausgabe von REHADAT kompakt zu Integrationsbetrieben enthält einen kurz gefassten Überblick und richtet sich an alle Betroffenen und am Thema „berufliche Teilhabe“ Interessierten. Darauf hat Henry Spradau in einem Beitrag für die kobinet-nachrichten hingewiesen.
Veröffentlicht am 16.06.2026 16:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Sachsen Foto: Gemeinfrei, public domain
DRESDEN (kobinet) Der Landtagspräsident Alexander Dierks und der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen, Michael Welsch, haben gemeinsam die Sächsische Verfassung in Leichter Sprache vorgestellt. Sachsen ist somit nach Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das vierte Bundesland, das seine Verfassung auch in Leichter Sprache herausgegeben hat. Die Verfassung in Leichter Sprache wurde in einer Auflage von 5.000 Stück herausgegeben und kann bei der Publikationsdatenbank des Freistaates kostenlos bestellt werden. Die barrierefreie PDF-Version ist auf den Internetseiten des Sächsischen Landtags sowie des Landesinklusionsbeauftragten unter diesem Linkabrufbar.
Veröffentlicht am 16.06.2026 13:41 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Leon Benjamin Fuchs Foto: Leon Benjamin Fuchs
BONN (kobinet) Wenn im Leben von den vielfältigen Barrieren betroffen ist, macht häufig die Erfahrung: „Gut gewollt, aber nicht gut gemacht“. Dies bestätigt auch Leon Benjamin Fuchs. Er ist Inhaber der Beratung Barrierefrei Fuchs in Bonn und ist selbst Rollstuhlnutzer. Seit Mai 2026 ist er mit seinem Unternehmen in der operativen Phase. Mit dem HotelBarriereCheck und dem GastroBarriereCheck besucht er Betriebe als Gast oder in offener Absprache, dokumentiert Barrieren und liefert einen schriftlichen Bericht mit Handlungsempfehlungen auf Grundlage der DIN 18040. Die fachliche Bewertung nimmt er dabei selbst vor – keine Checkliste ohne Kontext, keine Delegation an Externe. So analysiert er Hotels, Restaurants und andere Betriebe persönlich auf ihre Zugänglichkeit. Sein Maßstab ist nicht allein die Norm, sondern die gelebte Erfahrung: Was bedeutet es, täglich auf Barrieren zu stoßen, die auf dem Papier gar nicht existieren sollten. So vermittelt er seinen Kunden nicht nur ein umfassendes Verständnis für Barrierefreiheit in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen, sondern bietet auch engagierte Unterstützung auf dem Weg zu inklusiveren Lebens- und Arbeitswelten.
Veröffentlicht am 16.06.2026 13:21 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
gb Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
KÖLN / MÜNSTER (kobinet) Die Hauptversammlung der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe (BAGüS) hat ihren Vorsitzenden Dirk Rist, Sozialdezernent des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR), einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Die Delegierten der 23 Mitgliedsorganisationen sprachen Rist in ihrer Hauptversammlung in Münster erneut das Vertrauen aus und setzen damit auf Kontinuität an der Spitze des Verbandes. Die diesjährige Hauptversammlung stand insbesondere im Zeichen der aktuellen Reformdiskussionen auf Bundesebene zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe und der Pflege. Die BAGüS sieht dabei mit großer Sorge, dass neue gesetzliche Regelungen zu erheblichen Mehrbelastungen für die kommunale Ebene und Länder führen und fordert den Bund dazu auf, die Leistungsträger finanziell spürbar zu entlasten und sich an den Kosten zu beteiligen.
Veröffentlicht am 16.06.2026 13:13 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Jesse Veit und Hanna Hohe entzünden die Flamme der Hoffnung Foto: SOD/ Sascha Klahn
SAARBRÜCKEN (kobinet) Am Montagabend um 21.34 Uhr haben die Basketballspieler Hanna Hohe und Jesse Veit und ein Unified Partner im Saarbrücker Ludwigsparkstadion vor rund 16.000 Zuschauern das Feuer, die Flamme der Hoffnung, entzündet. Gut zehn Minuten davor hatte die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die Special Olympics Nationalen Spiele im Saarland für eröffnet erklärt. Stellvertretend für die 4.300 Athletinnen und Athleten aus ganz Deutschland und weiteren zwölf Nationen legten Hanna Hohe und Jesse Veit den Special Olympics Eid ab und versprachen: „Ich will gewinnen, aber wenn ich nicht gewinnen kann, so will ich mutig mein Bestes geben.“ Den Eid für die Trainerinnen und Trainer sprach Michaela Haupenthal, den für die Kampfrichterinnen und Kampfrichter legte Frank Bischoff ab. Zum Song „We are familiy“ liefen die Vertretungen der Bundesländer und der internationalen Delegationen aus zwölf Ländern ins Stadion, zum Schluss der Gastgeber Saarland. Die 27 Sportarten wurden mit Symbolen und den jeweils ausrichtenden Städten vorgestellt. Schwimmen wird im französischen Forbach ausgerichtet, keine zehn Kilometer Luftlinie von Saarbrücken entfernt. So werden Grenzen überwunden: Das Saarland denkt europäisch.
Veröffentlicht am 16.06.2026 10:32 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Lebenshilfe Foto: Lebenshilfe
Berlin (kobinet) Besorgt blickt die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf die Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung, die nun vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht wurden. Hierin sind die Ergebnisse eines im Koalitionsvertrag vereinbarten Dialogprozesses zwischen Bund, Ländern und Kommunen festgehalten. Die Empfehlungen bereiten eine Reform der Eingliederungshilfe vor, mit denen Menschen mit Behinderung neben der Pflegereform weiter belastet würden. Insgesamt sollen individuelle Leistungen der Eingliederungshilfe nur noch die Ausnahme sein. Überdies soll die tarifliche Entlohnung in der Eingliederungshilfe auf den Prüfstein – wie aktuell auch in der Pflegereform vorgesehen, heißt es vonseiten der Bundesvereinigung Lebenshilfe.
Veröffentlicht am 16.06.2026 10:26 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) Seit längerem wird über mögliche Reformen der Eingliederungshilfe diskutiert. Hierzu hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammen mit der Arbeits- und Sozialminister*innenkonferenz (ASMK) einen sogenannten Dialogprozess durchgeführt. Nun hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales auf seiner Internetseite die mit großem Interesse erwarteten „Empfehlungen aus dem Dialogprozess Eingliederungshilfe“ veröffentlicht. In dem 17seitigen Ergebnispapier des Dialogprozess Eingliederungshilfe wurden Empfehlungen in den Bereichen Leistungen, Verwaltungsverfahren/Gesamtplanverfahren/Bedarfsermittlung, Vertragsrecht und Steuerung erarbeitet. Die Vorschläge für die notwendigen Rechtsänderungen sollen noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Die Ergebnisse der Prüfaufträge werden ebenfalls in diesem Jahr an die Teilnehmenden berichtet, wie es in der Einleitung des Papiers haißt.
Veröffentlicht am 16.06.2026 07:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion Mensch Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) Menschen mit Behinderung erleben in nahezu allen Lebensbereichen weniger Zugehörigkeit als die Gesamtbevölkerung. Sie verfügen seltener über stabile Unterstützungsnetzwerke und nehmen die Gesellschaft deutlich stärker als gespalten wahr. Das belegt eine Studie der Aktion Mensch unter Menschen mit Behinderung zu ihren Erfahrungen in Bezug auf Teilhabe, Vertrauen und Demokratie. Inhaltlich orientiert sich die Erhebung an der bevölkerungsrepräsentativen Zusammenhaltsstudie von ARD, ZDF und Deutschlandradio, um die Ergebnisse, mit denen der Gesamtbevölkerung vergleichen zu können. Denn: „Wer wissen will, wie es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt steht, muss auf diejenigen schauen, die strukturell benachteiligt werden und damit marginalisiert sind. Die Befragung zeigt: Inklusion ist kein Nischenthema, sondern zentral für eine stabile Demokratie. Wo Menschen sich nicht zugehörig fühlen, gerät der Zusammenhalt insgesamt unter Druck“, erklärte Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 16.06.2026 07:26 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
E-Scooter Foto: DBSV/Cornelia Weiß
Berlin (kobinet) Anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zur Reform der Haftungsregeln für E-Scooter, die am 11. Juni 2026 im Deutschen Bundestag stattfand, hat der Sozialverband VdK die Ergebnisse einer repräsentativen YouGov-Umfrage veröffentlicht. Die Befragung zeigt: Die Menschen in Deutschland erwarten von der Politik deutlich strengere Regeln für E-Scooter. E-Scooter sorgen in vielen Städten zunehmend für Aufregung. Der Sozialverband VdK hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov mit einer Umfrage beauftragt, um herauszufinden, wie die Menschen in Deutschland die aktuelle Situation einschätzen und welche Maßnahmen sie von der Politik erwarten. Demnach bevorzugen 57 Prozent der Befragten zusätzliche Regulierungen bei der Nutzung von E-Scootern, für ein komplettes Verbot sind weitere 18 Prozent. Ein gutes Drittel der Befragten (36 Prozent) spricht sich für eine „etwas stärkere“ Regulierung aus, zum Beispiel für feste Parkzonen für E-Scooter, während 21 Prozent sich sogar eine „deutlich stärkere“ Regulierung wünschen. Damit ergibt sich ein klarer Handlungsauftrag für die Politik.
Veröffentlicht am 16.06.2026 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des BeB Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
Berlin (kobinet) Mitglieder des evangelischen Bundesfachverbandes für Teilhabe (BeB) in Baden-Württemberg haben die Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ gegen Kürzungen in der Eingliederungshilfe initiiert. Der BeB trägt diese Initiative auf die Bundesebene und ruft gemeinsam mit seinen Mitgliedern dazu auf, sich aktiv gegen Leistungskürzungen einzusetzen. Kürzungen gefährden die Teilhabe: In allen Bundesländern stehen Leistungen für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung unter Druck. Teilweise wurden bereits Kürzungen vorgenommen, andernorts werden sie diskutiert. Diese Entwicklung gefährdet die gesellschaftliche Teilhabe und hat gravierende Auswirkungen auf den Alltag der Betroffenen. Gleichzeitig bleibt übermäßige Bürokratie als zentraler Kostentreiber des Bundesteilhabegesetzes weitgehend unberücksichtigt, heißt es in einer Presseinformation des Verbands.
Veröffentlicht am 16.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Stadtansicht von München Foto: Pixabay/12019
LEIPZIG / MÜNCHEN (kobinet) Praxisnah, interaktiv und deutlich gewachsen: Die therapie MÜNCHEN geht ihren nächsten Entwicklungsschritt und startet am 19. und 20. Juni 2026 erstmals im MOC München in ihre dritte Ausgabe. Mit 208 Ausstellern verzeichnet die Veranstaltung ein Wachstum von 30 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung 2024. Für das therapeutische Fachpublikum verbindet sie konkrete Anregungen für die tägliche Arbeit mit zertifizierter Fortbildung und fachlichem Austausch. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Themen aus Therapie, Rehabilitation und Rehasport. Workshops, Aktivbeiträge und Kurzvorträge liefern zudem Einblicke in Behandlungsansätze und ermöglichen das direkte Ausprobieren von Produkten und Anwendungen. Inhaltlich setzt das Event ebenfalls neue Akzente. Der 2. Deutsche Rehasport-Kongress erweitert das Fortbildungsangebot und zeigt, wie Rehasport in Therapiepraxen zusätzliche Perspektiven eröffnen kann. Weitere Einzelheiten sind dazu im Internet zu erfahren.
Veröffentlicht am 16.06.2026 06:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundestag Adler Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Noch vor der Sommerpause werden im Deutschen Bundestag eine Reihe von Anträgen und Gesetzesinitiativen beraten und beschlossen, die für behinderte Menschen wichtig sind. So geht es voraussichtlich am 25. Juni 2026 uner Tagesordnungspunkt 13 vor allem um das Monitoring der kassenzugelassenen nicht-invasiven Pränataltests. „Beratung der Beschlussempfehlung und des Berichts des Ausschusses für Gesundheit (14. Ausschuss) zu dem Antrag der Abgeordneten Corinna Rüffer, Michael Brand, Simone Fischer, Max Lucks, Dr. Stephan Pilsinger, Sören Pellmann, Dagmar Schmidt, Stefan Schmidt, Stefan Schwartze, Emmi Zeulner und weiterer Abgeordneter Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“, heißt es in der kurzen Erläuterung zu dem Tagesordnungspunkt, der bisher für den 25. Juni von 15:10 Uhr bis 15:45 Uhr zur Debatte und Beschlussfassung vorgesehen ist.
Veröffentlicht am 15.06.2026 18:59 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Staufen (kobinet) „Müssen wir derzeit wirklich massiv in Waffen investieren für einen Feind, den es derzeit nach meinem Empfinden nicht gibt“, fragt Podcaster Sascha Lang (im Gespräch mit Jennifer Sonntag vom 17. Mai) und liefert die Antwort gleich mit: „Wir bewaffnen uns gegen einen Feind, den es nicht gibt.“ Folglich gegen einen eingebildeten Feind, ein Feindbild mit anderen Worten. Nur ein Bild also, das als Bild zwar nicht die Realität wiedergibt, abbildet, doch nichtsdestoweniger schlimme Folgen in der Wirklichkeit zeitigt. Nämlich (noch einmal Sascha), „Milliarden, die in Waffen investiert werden, die dann auch wieder in Krieg investiert werden …“
Veröffentlicht am 15.06.2026 18:55 von Hubertus Thomasius in der Kategorie Nachricht
Neurodem Foto: Neurodem
Erfurt – Juni 2026 (kobinet) Europäisches Erasmus+-Projekt fördert Selbstvertretung, gesellschaftliche Teilhabe und Innovation
Wie können neurodivergente junge Menschen ihre Interessen wirksam vertreten und gesellschaftliche Entwicklungen aktiv mitgestalten? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Erasmus+-Projekt „NeuroDem – Empowering Neurodivergent Youth to act as Changemakers for Inclusive Democratic Advocacy and Innovation“. Der Projektname NeuroDem steht dabei für die Verbindung von Neurodivergenz und Demokratie.
Veröffentlicht am 15.06.2026 10:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gebärdensprache Foto: Pixabay/Elf-Moondance
MÜNCHEN (kobinet) Über Jahrzehnte hinweg wurde gehörlosen Kindern an bayerischen Schulen der Gebrauch ihrer natürlichen Sprache – der Gebärdensprache – unter Androhung und Anwendung physischer und psychischer Gewalt systematisch verboten. Die verheerenden, irreversiblen Folgen dieser Praxis (Sprachdeprivationssyndrom) wurden im Januar 2026 im Abschlussbericht des Deutschen Gehörlosen-Bundes (DGB) umfassend wissenschaftlich belegt. Während der Sonderschullehrer-Berufsverband (BDH) am 25. April 2026 die historische Verantwortung für den Oralismus übernommen und die Gebärdensprachgemeinschaft offiziell um Entschuldigung gebeten hat, verharrt die bayerische Staatsregierung in einer defensiven Haltung.
Veröffentlicht am 15.06.2026 07:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info schwarz Foto: Susanne Göbel
Wien (kobinet) Nicht nur in Deutschland blicken behinderte Menschen und ihre Verbündeten mit Sorge auf das Erstarken und die Positionen der AfD. Eine Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte ist beispielsweise auch in Österreich auf großes Interesse gestoßen. Einem Kommentar des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS zufolge zeige diese klar, „dass die AfD eine Gefahr für Menschenrechte ist. Die Partei hat eine klare Vorstellung einer homogenen Volksgemeinschaft. Personengruppen, die nicht in diese Vorstellung passen, werden systematisch abgewertet und offen angegriffen. Menschen mit Behinderungen passen nicht in das Menschenbild der AfD. Die AfD und andere rechtsgerichtete Parteien, die nach denselben Mustern handeln, sind eine klare Gefahr für Menschen mit Behinderungen. Die Ergebnisse der Analyse sind somit nicht nur für Deutschland relevant“, wie Katharina Müllebner im Fazit ihres Kommentars über die Positionen der AfD in einem aktuellen BIZEPS-Beitrag schreibt.
Veröffentlicht am 15.06.2026 07:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Aktion Mensch Foto: Aktion Mensch
Bonn (kobinet) „Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen brauchen verlässliche Informationen, starke Netzwerke und gute Zugänge zu Unterstützung. Genau dafür stehen unsere Plattformen inklusion.de und der Familienratgeber. Um diese Angebote regional sichtbar zu machen, suchen wir engagierte Inklusions-Partner*innen. Hast du Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, bist gut vernetzt und teilst unsere Werte? Dann sei dabei! Hier erfährst du mehr über die Aufgaben, Anforderungen und Vorteile für dich und deine Organisation als Inklusions-Partner*in.“ So heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. „Als Inklusions-Partner*in setzt du dich aktiv für Teilhabe ein, stärkst Netzwerke vor Ort und wirst Teil eines bundesweiten Zusammenschlusses für Inklusion und Barrierefreiheit. Du bringst Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung mit, bist gut vernetzt und teilst unsere Werte: Respekt, Vielfalt und Teilhabe. Wir unterstützen dich dabei mit Materialien, Austausch, Sichtbarkeit, Qualifizierungsmaßnahmen und einer Honorierung“, heißt es weiter auf der Internetseite der Aktion Mensch.
Veröffentlicht am 15.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
SAARBRÜCKEN (kobinet) Heute beginnen im Saarland die Nationalen Sommer-Spiele von Special Olympics Deutschland. Vom 15. bis 20. Juni werden über 4.000 Sportlerinnen und Sportler, darunter viele aus Vereinen und Einrichtungen der Lebenshilfe, an den Sommer-Spielen von Special Olympics teilnehmen. Auch fast 500 Unified Partner gehen an den Start. Sie haben keine Behinderung und spielen gemeinsam mit den Athleten mit kognitiver Beeinträchtigung zum Beispiel in einer Fußball-Mannschaft oder einem Tischtennis-Doppel. Zur Eröffnungsfeier im Saarbrücker Ludwigsparkstadion werden auch der Bundesvorstand und die Landesvorsitzenden der Lebenshilfe teilnehmen. Am Rande der Spiele ist zudem ein Treffen mit der saarländischen Ministerpräsidentin Anke Rehlinger geplant. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und frühere Bundesministerin für Gesundheit, ist ein großer Fan der Sportlerinnen und Sportler mit sogenannter geistiger Behinderung: „Wer wie ich vor drei Jahren die Weltspiele in Berlin miterlebt hat, weiß, wie leidenschaftlich und gleichzeitig fair es bei den Special Olympics zugeht.“ Schmidt hofft sehr, dass zahlreiche Sportbegeisterte aus dem Saarland und darüber hinaus die Athletinnen und Athleten anfeuern und die Medien über diese besonderen Wettbewerbe ausführlich berichten werden. Zudem appelliert sie an alle Sportvereine, Menschen mit Unterstützungsbedarf die Türen zu öffnen: „Der Sport hat die Kraft, Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zu verbinden. Er ist ein starker Motor für mehr Inklusion in unserem Land.“
Veröffentlicht am 15.06.2026 06:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform Foto: AbilityWatch
Berlin (kobinet) Nachdem der Termin für die Anhörung zum Gesetzentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG), in dem es unter anderem darum geht, ob Unternehmen zur Barrierefreiheit und zu angemessenen Vorkehrungen zur Teilhabe behinderter Menschen verpflichtet werden, am 22. Juni 2026 von 15:00 bis 16:30 Uhr fest steht, ist noch offen, wann das Gesetz endgültig im Bundestag debattiert und beschlossen wird. Da die Vorschau auf die Tagesordnung für die nächste Sitzungswoche des Bundestages vom 24. bis 26. Juni die zweite und dritte Lesung der Reform des BGG nicht vorsieht, dürfte das Gesetz voraussichtlich am 9. oder 10. Juli 2026 im Bundestag debattiert und beschlossen werden. So bleibt denjenigen, die am 22. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr vor dem Paul-Löbe-Haus des Bundestages protestieren und sich für Änderungen des heftig kritisierten Gesetzentwurfs der Bundesregierung durch den Bundestag einsetzen noch bis Anfang Juli Zeit, Druck für entsprechende Änderungsanträge zu machen.
Veröffentlicht am 15.06.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: BR24 Foto: BR24
Laaber (kobinet)
„Eigentlich soll der Bahnhof in Laaber im Landkreis Regensburg barrierefrei werden. Doch beim Umbau hat die Bahn Rampen in einer Unterführung ohne Ersatz abgebaut. Der Bahnhof bleibt so für Rollstuhlfahrer kaum nutzbar.“ So heißt es in einem Bericht des Bayerischen Rundfunks, auf den Albin Göbel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Eigentlich soll der Bahnhof barrierefrei umgebaut werden.
Veröffentlicht am 15.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Gründung des ZsL Sachsen Foto: ZsL Sachsen
Dresden (kobinet) Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZSL-Sachsen) möchte das Thema Persönliche Assistenz bekannter machen – für Assistenznehmer*innen als auch für Assistenzgeber*innen. Sören Haak berichtet für die kobinet-nachrichten über zwei Austauschtreffen zum Thema und die verschiedenen Herausforderungen und Chancen, die mit der Nutzung Persönlicher Assistenz verbunden sind.
Veröffentlicht am 14.06.2026 16:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
BERLIN (kobinet) Vom 15. bis 20. Juni 2026 finden die Special Olympics Nationalen Spiele Saarland 2026 statt. Mehr als 4.300 Athletinnen und Athleten treten dann in 27 Sportarten bei Deutschlands größtem inklusiven Multisport-Event für Menschen mit geistiger Behinderung an. Fans können die Wettbewerbe und Höhepunkte der Spiele bundesweit live im Fernsehen, per Stream und über digitale Kanäle verfolgen. Dies wird durch die Medienallianz von Special Olympics Deutschland möglich gemacht. Die Medienpartner ARD, BILD, DAZN, Deutsche Telekom mit MagentaTV, ProSiebenSat.1, RTL, Sky und ZDF begleiten die Nationalen Spiele mit umfangreicher Berichterstattung und Live-Angeboten.
Veröffentlicht am 14.06.2026 10:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg (kobinet) „Versorgungswert – Studienplattform zur Sicherung von Evidenz in der Hilfsmittelversorgung bei Kindern“, so hat Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die aktuelle Episode des IGEL-Podcast getitelt. Dabei spricht Sascha Lang mit Christiana Hennemann, der Geschäftsführerin von RehaKind, über die Herausforderungen und Chancen der Hilfsmittelversorgung für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
Veröffentlicht am 14.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: Budget für Arbeit nutzen Foto: Netzwerk Artikel 3
Bonn / Berlin (kobinet) Bei der Online-Veranstaltung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Titel „Wie geht es weiter mit dem Teilhabegesetz“ hat sich auch Dagmar Greskamp von der Aktion Mensch in der Diskussion zu Wort gemeldet und darauf hingewiesen, dass die Aktion Mensch Informationen zum Budget für Ausbildung und zum Budget für Arbeit in Leichter Sprache veröffentlicht hat. Es sei wichtig, dass behinderte Menschen, die in Werkstätten arbeiten bzw. auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten wollen, verständliche Informationen über Fördermöglichkeiten bekommen, betonte Dagmar Greskamp. Neben der Möglichkeit, die Infos herunterzuladen sollen auch bald wieder gedruckte Exemplare des Infoblattes bestellt werden können.
Veröffentlicht am 13.06.2026 13:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Abschlussklasse 2026 des Wahlfachs Diakonie am
Paul-Schneider-Gymnasium in
Meisenheim, Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi
MEISSENHEIM (kobinet) Ziel des seit mehr als 20 Jahren bestehenden Wahlfachs Diakonie am Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim, das in Kooperation mit der Stiftung Kreuznacher Diakonie angeboten wird, ist es die Begeisterung junger Menschen für soziale Berufsfelder wecken und gleichzeitig wichtige Kernkompetenzen für das spätere Leben vermitteln. Die Besonderheit des Projekts liegt in der Struktur der Stiftung Kreuznacher Diakonie als erfahrener Komplexträger. Durch ein breites Spektrum an hauseigenen Hilfefeldern bietet die Partnerschaft den Jugendlichen vielfältige Einblicke und Erfahrungsmöglichkeiten direkt aus erster Hand. Gerade hat wieder ein Jahrgang seine Abschlusszertifikate erhalten. Da die Stiftung Kreuznacher Diakonie als Komplexträger in den verschiedensten sozialen und medizinischen Kernbereichen aktiv ist, erstrecken sich die Stationen des Wahlfachs über ein tief gestaffeltes Praxis-Spektrum: Etwa in der Hospizarbeit, wo die Jugendlichen Einblicke in die sensible und würdevolle Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase erhalten. So baut das Projekt Barrieren ab, schafft echte Berührungspunkte und begeistert Jugendliche frühzeitig für die Vielfalt sozialer Berufe.
Veröffentlicht am 13.06.2026 06:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zur Demo zur BGG Reform am 15. Juni 2026 in Hamburg Foto: privat
Hamburg (kobinet) „Wir werden laut – und wir brauchen euch! Kurz bevor das BGG (Behindertengleichstellungsgesetz) in die Expert*innenanhörung geht, zeigen wir der CDU Hamburg: So geht es nicht weiter! Wir haben es satt, immer wieder vertröstet zu werden. Wir haben es satt, um unsere Rechte bitten und betteln zu müssen, nur um irgendwo rineinzukommen. Barrierefreiheit ist kein Gefallen, sondern ein Menschenrecht. Statt unverbindlicher Versprechen brauchen wir endlich klare, verbindliche Regeln. Kommt zur Kundgebung und setzt mit uns ein deutliches Zeichen für echte Barrierefreiheit! Am 15.06.2026 von 15:00–17:00 Uhr vor der CDU Hamburg, Leinpfad 74, 22299 Hamburg. Keine Ausnahmen. Keine leeren Phrasen. Barrierefreiheit jetzt!“ So heißt es in einem Facebook-Post auf den Kassandra Ruhm die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. Neben der Demonstration am 15. Juni 2026 wurde bereits von René Schaar, dessen Petition für echte Barrierefreiheit bei der BGG-Reform von über 160.000 Menschen unterstützt wird, eine Demonstration vor der Anhörung im Bundestag am 22. Juni von 14:00 bis 17:00 Uhr am Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin angekündigt.
Veröffentlicht am 13.06.2026 05:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Heidi Reichinnek und Sören Pellmann: Barrierefreiheit ist kein Luxus Foto: Heidi Reichinnek
Berlin (kobinet) „Die Bundesregierung will das Behindertengleichstellungsgesetz ändern, aber die Privatwirtschaft soll wieder außen vor bleiben. Begründung: zu teuer. 8 Millionen Menschen mit Schwerbehinderung in Deutschland hören seit Jahrzehnten denselben Satz: ‚Ihr seid uns zu teuer.‘ Aber Barrierefreiheit ist kein Bonus. Sie ist ein Menschenrecht. Und solange die Würde von Menschen gegen Unternehmensbilanzen aufgerechnet wird, machen wir Krach.“ So heißt es in einem Post von Heidi Reichinnek von den LINKEN mit einem Sharepic zusammen mit Sören Pellmann. Dieses Statement der LINKEN macht im Vorfeld der am 22. Juni 2026 anstehenden Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) deutlich, wie unterschiedlich die Positionen der Regierungsfraktionen aus CDU/CSU und SPD und der Opposition im Bundestag sind.
Veröffentlicht am 12.06.2026 16:33 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Bayern Foto: Gemeinfrei, public domain
MÜNCHEN (kobinet) Die Lebenshilfe Regensburg hat in Beratzhausen zeitgemäße Wohnplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen, die in einer Werkstätte beschäftigt sind. Die Wohnstätte verfügt über 24 barrierefreie Einzelzimmer – sechs davon sind für Rollstuhlfahrer. In einer der drei Wohngemeinschaften sind die Einzelzimmer mit einer eigenen Kochzeile ausgestattet. Außerdem gibt es gemeinsame Aufenthalts- und Speiseräume. Das Besondere an dem Bau ist, dass ein Teil des Gebäudes in einer ehemaligen evangelischen Erlöserkirche integriert ist, in der auch ein Kinderhort beheimatet ist. Die gute Infrastruktur der Wohnstätte mit einem nahegelegenen Bahnhof ermöglicht eine Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben im Landkreis und in der Stadt Regensburg. Die Lebenshilfe Regensburg hat die Wohnstätte errichtet und dafür knapp 3,5 Millionen Euro Fördermittel vom Freistaat Bayern erhalten.
Veröffentlicht am 12.06.2026 13:18 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Geld für Exklusion Foto: Ralph Milewski
BERLIN (kobinet) Im Kanzleramt tagt seit Monaten eine Arbeitsgruppe, die Kürzungen im Sozialbereich auslotet. Was durchgesickert ist, ist nach Einschätzung des Paritätischen Gesamtverbandes alarmierend: Schulassistenzen für Kinder mit Behinderung sollen wegfallen, der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung verschoben werden. Die Bundesregierung hat sich nach eigenen Angaben noch keine abschließende Meinung gebildet. Wohlfahrtsverbände, andere Sachverständige oder der Beauftragte für Menschen mit Behinderung wurden dazu bislang nicht angehört. Jetzt legt der Paritätische Gesamtverband aus eigener Initiative lösungsorientierte Ideen und Vorschläge vor. Der Paritätische erkennt an, dass viele Kommunen in finanzieller Notlage stecken und grundsätzlicher Reformbedarf dringend geboten ist. Er warnt aber eindringlich vor Kürzungen, die die Lebenslagen von Menschen verschlechtern, die ohnehin benachteiligt sind. Viele der bekannt gewordenen Vorschläge verlagern Kosten allenfalls, aber leisten keinen Beitrag zu einem effizienten Ressourceneinsatz. Der Verband legt deshalb 37 konkrete Vorschläge vor, wie Kosten sinnvoll gesenkt, Prozesse vereinfacht und soziale Leistungen solide finanziert werden können. Sie kommen aus allen Bereichen der Sozialpolitik, von Gesundheit und Pflege über Grundsicherung und Eingliederungshilfe bis hin zur Staatsorganisation selbst.
Veröffentlicht am 12.06.2026 13:10 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Blick in das Plenum des Deutschen Bundestages Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde
HAMBURG (kobinet) Anlässlich der aktuellen Sparvorschläge der Bundesregierung im Bereich Pflege, Eingliederungshilfe und Hilfsmittelversorgung zeigten sich die Mitglieder des Leben mit Behinderung Hamburg Elternvereins am 11. Juni auf ihrer Mitgliederversammlung besorgt. Für den Verein, der in diesem Jahr sein 70. Jubiläum feiert, sind die Ankündigungen eine Abkehr von Inklusion und Teilhabe. Vieles was in der Vergangenheit erreicht wurde und zum Teil als rechtssicher galt, wird nun in Frage gestellt. „Unser Aufschrei ist groß und wir werden keine Ruhe geben“, so das Resümee von Kerrin Stumpf, der Geschäftsführerin des Elternvereins.
Veröffentlicht am 12.06.2026 11:35 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Protest der Berufsbetreuer*innen am 11. Juni 2026 in Hamburg Foto: Paul Schirnhofer/BdB
Hamburg (kobinet) Zur Eröffnung der 97. Justizministerkonferenz (JuMiKo) in Hamburg am 11. Juni 2026 haben etwa 60 Berufsbetreuer*innen vor Ort lautstark mehr (und schnellen) Einsatz auf landespolitischer Ebene für das Betreuungswesen gefordert. Die 97. Justizministerkonferenz (JuMiKo), auf der sich am 11. und 12. Juni die Justiz-minister*innen der Länder in Hamburg treffen, ist in besonderer Weise geeignet, die heikle Lage von Deutschlands Betreuungswesen zu thematisieren, da hier die landesseitige Zuständigkeit für das Betreuungswesen liegt. Viele Berufsbetreuer*innen arbeiten unter erheblichem wirtschaftlichem und organisatorischem Druck. Der Bundesverband der Berufsbetreuer*innen (BdB) sieht akuten politischen Handlungsbedarf und warnt vor einem weiteren Wegbrechen professioneller Betreuungsstrukturen: Wenn noch mehr Berufsbetreuer*innen in andere, fairer vergütete Berufe wechseln und Betreuungsvereine schließen, verstärkt sich auch der Druck auf die Betreuungsbehörden weiter. „Das bedeutet konkret, dass damit die Unterstützung von Hunderttausenden Menschen gefährdet ist“, machte BdB-Vorsitzende Hülya Özkan vor Ort deutlich. Der Verband, dessen Geschäftsstelle in Hamburg sitzt, hatte deshalb zu einer Protestaktion in der Hamburger HafenCity aufgerufen.
Veröffentlicht am 12.06.2026 10:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger Foto: Staatskanzlei des Saarlandes
SAARBRÜCKEN (kobinet) Im Zusammenhang mit der Eröffnung der Special Olympics Nationale Spiele Saarland 2026 hat die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger dem SOD-Vertreter Hartmut Augustin ein Interview gegeben und darin zum Engagement Ihres Bundeslandes für die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 Stellung genommen. Anke Rehlinger unterstreicht darin den Gedanken, als Gesellschaft Inklusion in allen Lebensbereichen mitdenken zu müssen. Die kobinet-Redaktion veröffentlicht dieses Interview im Folgendem im Wortlaut.
Veröffentlicht am 12.06.2026 08:07 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK lehnt wesentliche Regelungen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes, das die Solidarität in der Krankenversicherung gefährde, ab. „Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz spart an den falschen Ecken. Statt einer solidarischen Finanzierung belastet es gezielt jene, die ohnehin wenig haben – wie Geringverdiener, Alleinverdiener-Familien und chronisch Kranke“, sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Der VdK fordert vom Bund einen Bundeszuschuss für versicherungsfremde und familienpolitische Leistungen, der alle Kosten abdeckt. Die geplanten Maßnahmen greifen zu kurz: Zwar werden die Bundesmittel für Grundsicherungsempfänger bis 2030 erhöht, gleichzeitig sinkt aber der allgemeine Bundeszuschuss erheblich.
Veröffentlicht am 12.06.2026 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform Foto: AbilityWatch
Berlin (kobinet)
„Barrierefreiheit im Schlafzimmer? Ja, bitte! Aber eben auch beim Arzt, im Café, im Stadion, im Supermarkt, im Onlineformular, im Arbeitsleben und in der ganzen Privatwirtschaft. Denn Friedrich Merz und die Union tun so, als wären wir für die Wirtschaft ‚unzumutbar‘. Steht so im Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG). Menschen mit #Behinderung sind nicht unzumutbar. Barrierefreiheit ist kein Luxus. Barrierefreiheit ist Teilhabe.“ So heißt es in einem Facebook-Post von René Schaar, der mit einem Aufruf für eine Demonstration am 22. Juni 2026 von 14:00 bis 17:00 Uhr am Paul-Löbe-Haus des Bundestages in Berlin verbunden ist. Denn dort findet an dem Tag von 15:00 bis 16:30 Uhr die äusserst wichtige Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) statt, der von vielen Verbänden scharf kritisiert wird.
Veröffentlicht am 12.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
SOD Logo Saarland 2026 Foto: SOD Saarland
SAARBRÜCKEN (kobinet) Von Montag bis Samstag, vom 15. bis zum 20. Juni, finden die Special Olympics Nationalen Spiele 2026 im Saarland statt. Rund 4.500 Sportlerinnen und Sportler nehmen an Deutschlands größter inklusiver Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung teil. Mit insgesamt 11 Wettbewerbsdisziplinen an 12 Sportstätten, der Eröffnungsfeier, zahlreichen Veranstaltungsorten und einem umfangreichen Rahmenprogramm kommt der Landeshauptstadt Saarbrücken dabei eine Schlüsselrolle zu. Der überwiegende Teil der Wettbewerbe wird in Saarbrücken ausgetragen: Die Landeshauptstadt wird zum zentralen Treffpunkt für Athletinnen und Athleten, Delegationen, Volunteers sowie Besucherinnen und Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet.
Veröffentlicht am 12.06.2026 05:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bild von der Ausstellung Foto: #AbleismusTötet
Bremen (kobinet) „Von Schutzräumen und Tatorten – Gewalt in stationären Einrichtungen“, so lautet der Titel der Ausstellung der Initiative #AbleismusTötet, die vom Landesbehindertenbeauftragten von Bremen gemeinsam mit dem Demokratiezentrum des Landes Bremen (Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration) und der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen vom 15. bis 24. Juni 2026 m Theater Bremen gezeigt wird. Die Wanderausstellung (siehe https://www.ableismus.de/toetet/de/ausstellung) der Journalistin Karina Sturm zeigt, wie alltäglich Gewalt für viele Menschen mit Behinderungen ist – besonders in Systemen wie (teil-)stationären Wohneinrichtungen. Sie basiert auf dem Rechercheprojekt #AbleismusTötet von AbilityWatch und richtet sich an Fachkräfte, Angehörige, Betroffene, politische Entscheidungsträger:innen und die breite Öffentlichkeit, wie Kai Steuck vom Büro des Landesbehindertenbeauftragten von Bremen den kobinet-nachrichten mitteilte.
Veröffentlicht am 12.06.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Deutschland Lage Niedersachsen Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland
Hannover (kobinet) Mit großer Resonanz und vollem Engagement hat das „Netzwerk Inklusion Niedersachsen“ am 2. Juni 2026 sein Kick-off-Treffen erfolgreich veranstaltet. Mehr als 40 Personen aus dem Kreis der Inklusionsbeauftragten und Arbeitgebervertretungen folgten der Einladung ins Tagungszentrum der Polizei Niedersachsen. Teilgenommen haben auch Geschäftsführende sowie Vertretungen von Personalabteilungen und schwerbehinderter Menschen. Sie alle setzten damit ein deutliches Zeichen für die Bedeutung von Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Darauf hat die Landesbehindertenbeauftragte von Niedersachsen, Annetraud Grote mittels einer Presseinformation hingewiesen.
Veröffentlicht am 11.06.2026 17:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundestag Adler Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Das lange geforderte Gesetz zur Änderung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) wurde heute am 11. Juni 2026 in erster Lesung im Deutschen Bundestag beraten. Auch wenn der Gesetzentwurf der Bundesregierung weit von dem entfernt ist, was für einen effektiven Diskriminierungsschutz in Deutschland nötig wäre und das Bündnis AGG Reform Jetzt! vorgeschlagen hatte, wird das Gesetz nach der heutigen Bundestagsdebatte im Ausschuss beraten. Vertreter*innen der Bündnisses hoffen nun auf das Engagement der Bundestagsabgeordneten, dass sie entsprechende Verbesserungsanträge einbringen und beschließen, um die Position von diskriminierten Menschen in Deutschland zu stärken.
Veröffentlicht am 11.06.2026 14:09 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
STUTTGART (kobinet) Anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) in Hannover hat Baden-Württembergs Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand deutliche Nachbesserungen am geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz gefordert. Angesichts bundesweiter Proteste und der anstehenden Bundesratsberatung am Freitag warnte Hildenbrand vor einseitigen Belastungen zulasten der Versicherten, der Beschäftigten im Gesundheitswesen und der Krankenhäuser.