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SportWoche für Alle lädt zum Mitmachen ein

Herz mit Figuren verschedener Sportarten
Herz mit Figuren verschedener Sportarten
Foto: Pixabay/GDJ

FRECHEN (kobinet)

Am 19. September startet die SportWoche für Alle 2026. Bundesweit laden Vereine dann Menschen mit und ohne Behinderung dazu ein, gemeinsam Sport zu treiben, neue Angebote kennenzulernen und inklusive Begegnungen zu erleben. Zusammen mit seinen starken Partnern, der Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s, macht der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam – und wirbt gleichzeitig für neue. Zum Auftakt der SportWoche findet in Köln eine Leuchtturmveranstaltung statt: Die Köln 99ers laden am Samstag, 19. September 2026, zu einem großen Mitmachtag in die Sporthalle Bergischer Ring in Köln-Mülheim ein. Knapp eine Woche später – am Freitag, 25. September – bietet auch der TV Coburg ein vielfältiges Sportprogramm an: Kinderturnen und Tanzen, Badminton und Floorball stehen bei der Leuchtturmveranstaltung in der fränkischen Stadt auf dem Plan. Auf dieser Internetseite kann eine ausführliche Übersicht zur SportWoche für alle nachgelesen werden.

Pfleger soll 24 Behinderte missbraucht haben

Statue mit Waage und Schwert vor Deutschlandfahne und Reichtagsgebäude
Statue mit Waage und Schwert vor Deutschlandfahne und Reichtagsgebäude
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Bamberg (kobinet)

Ein Pfleger soll nach Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) jahrelang behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexuell missbraucht haben. Wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte, hat das angegliederte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet den 33-Jährigen angeklagt. Die Taten sollen sich seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen in Bayern ereignet haben. Die Ermittler gehen von 24 Opfern aus. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.

BeB-Mitgliederversammlung wählt Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet)

Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Bundesverbandes für Teilhabe e.V. (BeB) hat am 18. September 2026 Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Pfarrer Frank Stefan, der sich aufgrund seines bevorstehenden Ruhestands nicht erneut für das Amt beworben hatte. Der BeB dankte Stefan für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Dr. Christian Geyer ist dem BeB seit vielen Jahren verbunden und hat die strategische Entwicklung des Verbandes maßgeblich mitgestaltet. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Digitalisierung, Sozialpolitik und Verbandsentwicklung. Zudem vertritt er den Verband in zahlreichen Fachgremien, ist Redaktionsleiter des Fachmagazins Orientierung und seit 14 Jahren Fachlicher Vorstand des Bathildisheim e.V. in Nordhessen. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Aufsichtsratsmitglied der Diakonie Hessen. Mit Blick auf aktuelle gesellschafts- und sozialpolitische Herausforderungen betonte Geyer: „Inklusion braucht Demokratie. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung darf nicht kaputtgespart werden. Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe sind Grundrechte und keine Frage der Haushaltslage. Dafür wird sich der BeB auch künftig mit Nachdruck einsetzen.“

Kommunale Behindertenbeauftragte stärken: Inklusion muss vor Ort mitgedacht werden

Flagge Bundesland Thüringen
Flagge Bundesland Thüringen
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

ERFURT (kobinet)

Wie die Interessen von Menschen mit Behinderungen in kommunalen Entscheidungen wirksamer berücksichtigt werden können, war zentrales Thema der Klausurtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen (LAG) am 16. und 17. September 2026 im Zinzendorfhaus in Neudietendorf. Im Mittelpunkt standen dabei die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Beauftragten sowie ihre Rolle im Kontext der Weiterentwicklung des Thüringer Gesetzes zur Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG). Zwei Tage lang tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen aus der kommunalen Praxis aus. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie die Expertise der Beauftragten frühzeitig und wirkungsvoll in politische und administrative Entscheidungsprozesse einfließen kann. „Ob ein öffentlicher Raum barrierefrei ist, ob Menschen mit Behinderungen Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen haben oder ob ihre Perspektive bei Planungen von Anfang an berücksichtigt wird – viele Fragen der Inklusion entscheiden sich unmittelbar vor Ort“, erklärte Dennis Petschner, Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. „Die kommunalen Beauftragten kennen die Situation in ihren Landkreisen und Städten und wissen aus ihrer täglichen Arbeit, wo Barrieren bestehen. Diese Expertise müssen wir nutzen und ihre Beteiligungsmöglichkeiten weiter stärken.“

Paritätischer Gesamtverband kritisiert Zehn-Punkte-Plan gegen Sozialmissbrauch

Logo Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e. V.
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Der Paritätische Gesamtverband hat sich zum Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung gegen Sozialmissbrauch geäußert. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betonte gestern in dem Zusammenhang, dass kriminelle Netzwerke, die Notlagen ausnutzen, konsequent verfolgt werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Opfer solcher Strukturen durch Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen zu belasten. „Wer die Notlage von Menschen ausnutzt, sich an Schrottimmobilien bereichert und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungsmissbrauch zum Geschäftsmodell macht, muss mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden“, sagte Rock. Die Opfer dürften jedoch nicht zu den Leidtragenden des Aktionsplans werden. Der Verband lehnt daher Verschärfungen ab, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sozialen Lage unter Generalverdacht stellen. Als wirksamsten Schutz vor Ausbeutung nannte Rock die Unabhängigkeit der Betroffenen durch Zugang zu Sprache, Bildung, Beratung, guter Arbeit und sozialer Teilhabe. Kritisch merkte er an, dass die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen diesem Ziel widersprächen. „Wer kriminellen Netzwerken ihre Geschäftsgrundlage entziehen will, muss nicht nur die Täter konsequent verfolgen, sondern auch diejenigen stärken, deren Notlage von ihnen ausgenutzt wird“, so Rock.

Bundesweit größte Online-Schulstunde: Über 65.000 Schüler*innen setzen Zeichen gegen Cybermobbing

Logo Aktion Mensch e. V.
Logo Aktion Mensch e. V.
Foto: Aktion Mensch e. V.

Bonn (kobinet)

Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernsthaftes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen aus allen Teilen Deutschlands, die am 17. September 2026 an der klicksafe Schulstunde unter dem Motto „Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!“ teilnahmen. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht zu dem interaktiven inklusiven Streamingformat dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: „Germany’s Next Topmodel“-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.

Bentele: Entlastung darf kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet)

Angesichts der aktuell hohen Spritpreise in Deutschland hat VdK-Präsidentin Verena Bentele die angekündigten Entlastungen der Bundesregierung kommentiert. Diese dürften kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden, sondern müssten gezielt bei den Menschen ankommen, die sich die hohen Spritpreise nicht mehr leisten könnten, betonte Verena Bentele heute am 18. September 2026. Betroffen seien insbesondere mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sowie Menschen im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen seien.

Neues Buch zum barrierefreien Katastrophenschutz erschienen

Cover des Buches zum barrierefreien Katastrophenschutz
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Foto: Heidi Blödorn

Kassel (kobinet)

Was geschieht in einer Katastrophe mit Menschen, die auf Assistenz, Medikamente, Strom, Hilfsmittel oder barrierefreie Kommunikation angewiesen sind? Barrierefreier Katastrophenschutz darf nicht erst beginnen, wenn die Sirenen heulen. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Hierzu gibt es nun ein neues Buch von Heidi Blödorn, auf das Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Das Grafschafter Modell – Barrierefreier Katastrophenschutz“ verbindet Inklusion, Selbstbestimmung und Bevölkerungsschutz zu einem praxisorientierten Gesamtkonzept. In 39 Kapiteln werden zentrale Herausforderungen eines inklusiven Katastrophenschutzes betrachtet. Der umfangreiche Werkzeugkasten mit 131 praktischen Werkzeugen unterstützt dabei, aus Erkenntnissen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.

Tausende demonstrierten in München mit dem VdK Bayern gegen Sozialabbau

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Foto: ht

München (kobinet)

Angesichts drohender Leistungskürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege haben am 17. September 2026 rund 3.000 Menschen in München mit dem Sozialverband VdK Bayern gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat demonstriert. Aus ganz Bayern waren VdK-Mitglieder angereist, alle 69 Kreisverbände des Verbandes hatten Fahrten in die Landeshauptstadt organisiert. Der Demonstrationszug führte vom Königsplatz durch die Maxvorstadt bis zum Siegestor.

SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg ruft zur Abgeordnetenhauswahl auf

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

BERLIN (kobinet)

Anlässlich der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September 2026 hat die SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg einen Wahlaufruf veröffentlicht. Darin betont sie, dass junge Menschen in Berlin erstmals ab 16 Jahren wählen dürfen – eine Forderung, für die sich die Jugend im Sozialverband Deutschland (SoVD) lange eingesetzt habe. Der Aufruf benennt zentrale Themen für junge Wähler*innen: das Recht auf inklusive und barrierefreie Bildung unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Behinderung, ausreichend gut und fair bezahlte Ausbildungsplätze mit sicheren Perspektiven, bezahlbare und barrierefreie Mobilitätsangebote sowie bezahlbaren und zugänglichen Wohnraum als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Zudem fordert die SoVD-Jugend Barrierefreiheit in allen Bereichen, um gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, sowie soziale Sicherheit, um Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen. „Es ist unsere Zukunft! Wir möchten alle noch nächstes Jahr in einem inklusiven, sozialen und demokratischen Berlin leben“, sagte Charlotte Ruppin, Sprecherin der SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg. Die Jugendorganisation ruft daher auf: „Geht wählen. Mischt euch ein. Nutzt eure Stimme.“

VOICE OF MY PEOPLE

In braun-rot gehaltenes Plakat auf dem der kopf eines jungen Mannes gezeigt wird
Plakat zum Film „Voice of My People“
Foto: eastside communications

MÜNCHEN (kobinet)

Sich in der Politik durchzusetzen, erfordert einen hohen Einsatz und einen starken Willen. Beides bringt Islam Alijaj mit. Der Schweizer möchte in den Nationalrat einziehen. Doch sein fremdländisch klingender Name ist nicht sein einziges Handicap. Er sitzt aufgrund einer Zerebralparese im Rollstuhl und ist durch eine schwere Sprechbeeinträchtigung auf Sprachübersetzer angewiesen. Das hindert ihn jedoch nicht daran, sich hohe Ziele zu setzen. Er möchte in der Schweiz Sprachrohr werden für alle Menschen mit einer Einschränkung, die auch dort politisch noch immer unterrepräsentiert sind. Trotz seiner aussichtslosen Position auf der Wahlliste seiner Partei und seiner starken Einschränkungen gelang dem selbstbewussten, charismatischen Kandidaten 2022 wie durch ein kleines Wunder die Wahl in den Zürcher Gemeinderat.

Neue Website zeigt inklusive Maßnahmen an sächsischen Hochschulen

Gewandhaus Leipzig
Gewandhaus Leipzig
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet)

Eine neue Website der Inklusiven Hochschule Sachsen gibt einen Überblick über konkrete Maßnahmen zur inklusiven Hochschulentwicklung in Sachsen. Die Plattform stellt über 150 Projekte und Initiativen vor, die an sächsischen Hochschulen umgesetzt wurden, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu verbessern. Die Beispiele umfassen bauliche und digitale Barrierefreiheit, technische Hilfsmittel, Beratungsangebote sowie Maßnahmen in Studium, Lehre, Sensibilisierung und strategischer Hochschulentwicklung.

Schulbegleitung in Hamburg: Breites Bündnis aus GEW und SoVD übergab mehr als 88.000 Unterschriften

Bild von der Unterschriftenübergabe
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Foto: change.org

Hamburg (kobinet)

„Meilenstein in der Debatte um Hamburgs Schulbegleitung: Erstmals empfing am 15. September 2026, Schulsenatorin Ksenija Bekeris die Petitionsstarterin Nicole Singh persönlich und nahm die mehr als 88.000 Unterschriften der Change.org-Petition ‚Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg‘ entgegen. Begleitet wurde Singh von einem breiten Bündnis mit u.a. der GEW Hamburg, dem SoVD Hamburg und dem Kreiselternrat der Sonderschulen (KER SO). Im Anschluss fand ein fachlicher Austausch zwischen Bekeris, der Petitionsstarterin und Fachverbänden statt. Dabei las Singh emotionale Briefe betroffener Eltern vor, die an die Senatorin appellieren, die Kürzungen zurückzunehmen.“ So heißt es in einer von der Petitionsplattform Change.org verbreiteten Presseinformation.

Einschulung im Bildungszentrum Gartenstraße der Lebenshilfe Freising

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Foto: Pixaline

FREISING (kobinet)

Das Bildungszentrum Gartenstraße der Lebenshilfe Freising hat am 15. September neun Erstklässlerinnen und Erstklässler mit einer bewusst kurzen und ruhigen Feier willkommen geheißen. Die reduzierte Gestaltung ist Teil des pädagogischen Konzepts, um Kindern mit Unterstützungsbedarf den ersten Schultag als positives Erlebnis zu ermöglichen und sie nicht durch ein langes Programm zu überfordern. Gleichzeitig wurde eine Herausforderung deutlich: Von den neun Erstklässler hat derzeit nur ein Kind einen Platz in der heilpädagogischen Tagesstätte für die Betreuung nach dem Unterricht erhalten. Der erste Schultag zeigt damit nicht nur die Bedeutung von Gemeinschaft in der Schule, sondern auch den dringenden Bedarf an verlässlichen Betreuungsangeboten für Familien.

Vorsicht Falle – Der Wahl-O-Mat Berlin 2026 zu Förderschulen

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Foto: ht

Berlin (kobinet)

Der Wahl-O-Mat der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung ist nach seiner Selbstdefinition keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik. Er bietet 38 Thesen an, auf die die Nutzenden mit „stimme zu“, „neutral“ oder „stimme nicht zu“, aber auch mit „These überspringen“ reagieren können. Die 18. These lautet: „In Berlin sollen mehr Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt („Förderschulen“) für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung errichtet werden.“ Diese These führt nach Ansicht des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen in die Irre. Durch ihre Formulierung würden die Nutzenden, denen die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen wichtig ist, dahin gelenkt, dieser These die Zustimmung zu erteilen. Dabei enthalte diese These zugleich als Kehrseite die Absage eines vollständigen Erhalts und weiteren Ausbaus der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im Wege einer inklusiven Beschulung. Die jedoch sei nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention Aufgabe und Pflicht auch des Landes Berlin.

Neue EU-Fluggastrechte: Verbesserungen, aber weiterhin offene Baustellen für behinderte Menschen

Blick aus einem Fenster eines Flugzeuges
Blick aus einem Fenster eines Flugzeuges
Foto: Javaistan In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Wien (kobinet)

„Nach jahrelangen Verhandlungen hat der EU-Rat am 13. Juli 2026 den überarbeiteten Fluggastrechten zugestimmt. Für Reisende mit Behinderungen bringt dies einige wichtige Fortschritte, doch zentrale Forderungen der Behindertenbewegung bleiben unerfüllt.“ So heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Demnach sollen die aktualisierten Vorschriften 12 Monate und 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft treten.

Über uns mit uns: Wien Museum gibt Einblicke ins Leben von Menschen mit Down Syndrom

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Foto: Susanne Göbel

Wien (kobinet)

„‚Nichts über uns ohne uns!‘ heißt es ab 22. Oktober 2026 im Wien Museum. In der Ausstellung ‚Down-Syndrom – Über uns, mit uns‘ kommen Betroffene selbst zu Wort und erzählen ihre eigenen Geschichten. Menschen mit Down-Syndrom geben persönliche Einblicke in ihren Alltag, ihre Schul- und Arbeitswelten, ihre Freundschaften, Hobbys und Träume.“ Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht.

Link zum BIZEPS-Bericht und zu weiteren Infos

VdK Saarland warnt vor Abschaffung der Berichtspflicht des Pflegebeauftragten

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

SAARBRÜCKEN (kobinet)

Anlässlich der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der saarländischen Landesverwaltung am 16. September 2026 warnt der Sozialverband VdK Saarland vor einem Verlust an Transparenz im Pflegesystem des Bundeslandes. Der Gesetzentwurf sieht vor, die gesetzliche Berichtspflicht des saarländischen Pflegebeauftragten im Zuge des Bürokratieabbaus ersatzlos zu streichen. „Bürokratieabbau darf nicht dazu führen, die Stimme der Pflegebedürftigen im Land zu schwächen“, stellt Peter Springborn, Landesgeschäftsführer des VdK Saarland in diesem Zusammenhang fest. Der Pflegebericht dokumentiere Missstände öffentlich und zeige strukturelle Herausforderungen auf, die andernfalls unsichtbar blieben und nicht diskutiert würden. Aus Sicht des VdK sei der Bericht eine Pflichtlektüre für jedes Mitglied im Sozialausschuss des saarländischen Landtags, um fundierte politische Entscheidungen treffen zu können.

Bündnis fordert Ende des E-Scooter-Freefloating in Berlin ab April 2027

Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet)

Das Bündnis „E-Scooter aus dem Weg“ hat Verkehrssenatorin Ute Bonde (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) in einem offenen Brief aufgefordert, das Freefloating-Modell für Leih-E-Scooter in Berlin zu beenden. Ab dem 1. April 2027 sollen Sondernutzungserlaubnisse nur noch für das Anbieten und Abstellen an festen Stationen erteilt werden. Die Zahl der genehmigten Fahrzeuge soll sich dabei an der Kapazität der vorhandenen Stationen orientieren.

Baden-Württemberg stärkt Impfschutz mit Aktionsplan

Bild einer Hand, die eine Injektionsspritze hält
Bild einer Hand, die eine Injektionsspritze hält
Foto: Tumisu In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

STUTTGART (kobinet)

Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. In Baden-Württemberg liegen die Quoten bei vielen Impfungen dennoch unter dem Bundesdurchschnitt. Das soll sich jetzt ändern: Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen den Aktionsplan „Impfen in Baden-Württemberg stärken“ verabschiedet. Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat den Aktionsplan in der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen erarbeitet. Er bündelt Maßnahmen in fünf zentralen Handlungsfeldern. Dabei stehen die besseren Informationen, die leichtere Zugänglichkeit zu Impfungen, das Nutzen digitaler Möglichkeiten, entsprechende Anreize sowie das Stärken der Zusammenarbeit aller an den Impfungen Beteiligten im Fokus des Plans.

Forschung für gleichberechtigte Teilhabe sichtbar gemacht

Prof. Dr. Theresia Degener bei ihrer Keynote Rede
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Foto: Martin Reichstein

Siegen (kobinet)

Wie kann gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen konkret verwirklicht werden – insbesondere dort, wo Menschen leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 4. Kongress der Teilhabeforschung, der am 10. und 11. September 2026 an der Universität Siegen stattfand. Rund 230 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Beteiligte an Forschungsprojekten kamen auf dem Campus Unteres Schloss zusammen, um aktuelle Forschungsansätze zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven für die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen zu entwickeln. Die Beteiligung von Wissenschaftler*innen aus Simbabwe und Tschechien hat die internationale Bedeutung der Teilhabeforschung deutlich gemacht.

Interview zum Leben in zwei Welten von Codas und Dohas

Logo der Interviewreihe Fensterblick
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Foto: KSL.NRW

Gelsenkirchen (kobinet)

Menschen, die zum Beispiel hörende Kinder tauber Eltern sind, können so empfinden, als ob sie in zwei Welten leben würden. Sie übersetzen zum Beispiel für ihre Eltern in Lautsprache und bekommen gleichzeitig die Diskriminierung mit, die ihre Eltern erfahren. Gleichzeitig werden sie gegebenenfalls nicht richtig von der Gehörlosengemeinschaft anerkannt, obwohl sie möglicherweise gerne „allies“, also freundschaftlich verbunden wären. Und dadurch, dass beispielsweise Deutsche Gebärdensprache (DGS) noch nicht überall voll als eigene Sprache anerkannt ist, kann es passieren, dass Dohas sprachliche Deprivation erleben. ZU dieser Thematik hat Anna Cebulla vom Kompetenzzentrum für Menschen mit Sinnesbehinderung Nordrhein-Westfalen ein Interview mit der Coda Magdalena Grybz geführt.

Link zum Interview

Neuer Newsletter des Deutschen Behindertenrat erschienen

Logo Deutscher Behindertenrat (DBR)
Logo Deutscher Behindertenrat (DBR)
Foto: Deutscher Behindertenrat

Berlin (kobinet)

In seinem neuesten Newsletter verweist der Deutsche Behindertenrat (DBR) auf die im September 2026 in mehreren Bundesländern stattfindende Landtagswahlen. Die erste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bereitet dem Verbändebündnis Anlass zu großer Sorge. „Wahlen sind immer ein Moment, in dem politische Weichen gestellt werden. Für Menschen mit Behinderungen ist das besonders relevant: Ob Teilhabe gelingt, Barrieren abgebaut werden und notwendige Unterstützung gesichert ist, hängt wesentlich von politischen Entscheidungen ab. Auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) bleibt deshalb im politischen Austausch und bringt die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in aktuelle Prozesse ein. Ein Schwerpunkt der vergangenen Wochen war erneut die Eingliederungshilfe: Mit einem Offenen Brief hat der DBR vor den geplanten Einsparungen und möglichen Verschlechterungen gewarnt. Gemeinsam mit weiteren Verbänden und Bündnissen wird derzeit an einer erneuten Positionierung gearbeitet“, heißt es u.a. in der Einführung zum Newsletter vom Team des Deutschen Behindertenrates. Politisch bleibe also viel in Bewegung. Und gerade in Zeiten, in denen wichtige Entscheidungen anstehen, gelte: „Menschen mit Behinderungen müssen gehört und beteiligt werden – nicht nur an der Wahlurne, sondern auch bei den politischen Entscheidungen, die ihr Leben unmittelbar betreffen“.

Link zum Newsletter des Deutschen Behindertenrat vom September 2026

Aufruf zum 25. Deutschen Hörfilmpreis 2027

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet)

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) verleiht am 16. März 2027 bei einer Jubiläumsgala in Berlin zum 25. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Bis zum 15. Oktober 2026 können Vorschläge für Hörfilm-Produktionen in den folgenden sechs Kategorien eingereicht werden:

– Spielfilm Kino

– Spielfilm TV/Mediatheken/Streaming

– Serie

– Dokumentation

– Kinder-/Jugendfilm

– Filmerbe

Junge Selbstvertretung wird Mitglied bei der Interessenvertretung Selbstbetimmt Leben

Sharepic mit neunem ISL-Vorstand
260911_ISL_Vorstand
Foto: ISL

Berlin (kobinet)

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat am 10. und 11. September 2026 in Berlin ihre Mitgliederversammlung abgehalten. Einstimmig aufgenommen wurde JuMemB, der Verband junger Menschen mit Behinderungen. Damit hat die Selbstvertretung behinderter Menschen in Deutschland erstmals eine bundesweite Vertretung, die von jungen behinderten Menschen selbst getragen wird. JuMemB ging aus der Frage hervor, warum es für Kinder und Jugendliche keine eigene bundesweite Selbstvertretung gibt. Aus einem ersten Treffen im Februar 2022 mit rund 15 Personen sind inzwischen 27 Aktive geworden; im März 2026 gründete sich der Verein und wählte Lilith, Lukas und Theresa in den Vorstand. Vertreten werden junge Menschen von zwölf bis 27 Jahren. Die Mitgliederversammlung benannte Justus Lauer zugleich als Beirat für Jugend-Behindertenpolitik.

VdK warnt vor Betrugsanrufen

Schwarzes  Handtelefon leigt auf einem  Tisch
Schwarzes Handtelefon leigt auf einem Tisch
Foto: H. Smikac

SAARBRÜCKEN (kobinet)

Der Sozialverband VdK Saarland warnt aktuell eindringlich vor betrügerischen Anrufen zum Thema Hausnotruf, nachdem im Raum Völklingen bereits mehrere solcher Versuche bei Mitgliedern gemeldet wurden. Die Täter geben sich am Telefon als Mitarbeiter des VdK oder einer vermeintlichen Partnerfirma aus und versuchen gezielt, sensible Informationen wie die Krankenkassen- und die VdK-Mitgliedsnummer abzufragen. Der VdK stellt hierzu unmissverständlich klar, dass er zwar mit seriösen Kooperationspartnern zusammenarbeitet, den Hausnotruf jedoch nicht aktiv am Telefon bewirbt. Mitglieder werden zu diesem Thema nicht unaufgefordert angerufen, und es werden unter keinen Umständen persönliche Daten telefonisch abgefragt. Betroffene sollten solche Gespräche sofort abbrechen, keinesfalls Auskünfte erteilen und sich im Verdachtsfall direkt an das VdK-Servicetelefon unter 0800 835 7227 wenden, um den Vorfall zu melden.

Paritätischer Baden-Württemberg fordert Stärkung sozialer Infrastruktur für Demokratie

Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

STUTTGART (kobinet)

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Demokratie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg eine nachhaltige Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Land. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege und Fachverbände müssten stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen und unterstützt werden, da sie mit ihren Angeboten einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur Demokratie leisteten. Die Landesregierung solle die Sorgen der Menschen ernst nehmen und soziale Sicherheit zur Priorität machen.

Neues Lagebild Antidiskriminierung: Beratungsfälle aus der Arbeitswelt deutlich gestiegen

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Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

BERLIN (kobinet)

Die zivilgesellschaftlichen Antidiskriminierungsberatungsstellen haben im Jahr 2025 insgesamt 4.106 neue Diskriminierungsfälle dokumentiert. Das entspricht durchschnittlich 142 Fällen pro Beratungsstelle – ein Anstieg von 19,0 Prozent im Vergleich zu 2024 und 35,9 Prozent im Vergleich zu 2023. Dies geht aus dem am 15. September veröffentlichten *Zivilgesellschaftlichen Lagebild Antidiskriminierung 2025* hervor, für das die Beratungsdaten von 29 der 40 Mitgliedsorganisationen des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd) ausgewertet wurden.

Gesetzlicher Handlungsbedarf für barrierefreie Wahlen in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet)

Am 20. September 2026 wird in Berlin gewählt. Im Vorfeld der anstehenden Wahlen hat die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) am Deutschen Institut für Menschenrechte die Berliner Landeswahlordnung (LWO) einer umfassenden Normenprüfung unterzogen. Dabei wurden die bestehenden Regelungen der LWO auf ihre Vereinbarkeit mit der UN-BRK überprüft. Gegenüber der letzten Normenprüfung sind erhebliche Fortschritte zu verzeichnen, etwa bei den Barrierefreiheitshinweisen in der Wahlbenachrichtigung, den Stimmzettelschablonen und der assistierten Stimmabgabe. Dennoch setzt die Landeswahlordnung die menschenrechtlichen Vorgaben der UN-BRK in mehreren zentralen Punkten noch nicht vollständig um.

Was bedeutet Demokratie für dich?

Logo Aktion Mensch e. V.
Logo Aktion Mensch e. V.
Foto: Aktion Mensch e. V.

Bonn (kobinet)

Heute, am 15. September ist Internationaler Tag der Demokratie. Die Aktion Mensch hat zu diesem Anlass unterschiedliche Menschen gefragt, was Demokratie für sie bedeutet. Sie haben unter anderem mit „Freiheit“, „Gemeinschaft“, „Zuhören“ und der „Möglichkeit für Mitgestaltung“ geantwortet. „Allerdings: Nicht jede*r hat den Mut oder die Kraft, sich selbstständig in politische Prozesse einzubringen. Doch eine Demokratie lebt vom WIR. Davon, dass sich möglichst viele verschiedene Menschen einbringen. Wer Inklusion stärkt, fördert auch gleichzeitig die Demokratie. Hier erfährst du mehr zu dem Zusammenhang“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch.

Link zu Infos der Aktion Mensch

Noch bis zum 20. September 2026 läuft zudem die 22. Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter dem Leitsatz „Engagement macht stark!“. Dabei zeigen Tausende Engagierte, Vereine, Initiativen, Organisationen und Unternehmen, wie vielfältig freiwilliges Engagement in Deutschland ist: Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich bereits ehrenamtlich und setzen sich für eine starke und solidarische Gesellschaft ein. In diesem Jahr ist die Engagement-Plattform der Aktion Mensch zum zentralen Anlaufpunkt für alle Aktionen der Aktionswoche.

Link zu weiteren Infos

Petition: Psychische Krisen sind kein Sicherheitsrisiko: Rechtsruck stoppen!

Sharepic zur Petition Psychiatrie-Erfahrener
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Foto: Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener / We Act

Kassel (kobinet)

„Psychische Krisen sind kein Sicherheitsrisiko: Rechtsruck stoppen!“ So lautet der Titel einer Petition des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener an die Gesundheits- und Innenminister*innen der Länder und des Bundes, die auf der Petitionsplattform We Act von Campact eingestellt wurde. „Wir beobachten, dass es in mehreren Bundesländern Gesetzesreformen gibt, die die Rechte psychiatrisch Diagnostizierter immer weiter einschränken. Beispielsweise werden auf Bundesebene ein umfassender Datenaustausch vorbereitet und die ambulante Zwangsbehandlung eingeführt. Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines politischen Klimas, in dem sicherheitspolitische Argumente zunehmend in den Vordergrund rücken. Es wird argumentiert, dass psychiatrisch diagnostizierte Personen potenziell gewalttätig seien“, heißt es u.a. zum Hintergrund der Petition. „Statt Überwachung und Stigmatisierung fordern wir Unterstützung und Selbstbestimmung. Wir sagen Nein zur zunehmenden sicherheitsrechtlichen Ausrichtung von Unterstützungssystemen“, lautet die Forderung des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.

Link zur Petition

Behindertenbeauftragte aus Bund und Ländern waren zu Gast bei der Bauministerkonferenz

Behindertenbeauftragte bei der Bauministerkonferenz
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Foto: Sandra Kissling-Thomas, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Berlin (kobinet)

Am 10. und 11. September 2026 fand in Berlin die Bauministerkonferenz statt. Zu Gast waren die Mitglieder der Konferenz der Beauftragten aus Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen (KBB), die konkrete Vorschläge zum Thema barrierefreies Bauen und Wohnen machten. Die Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, erläuterte: “Oft wird Barrierefreiheit als Kostentreiber bei Baukosten angesehen. Das ist jedoch falsch. Wenn Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht wird, erhöhen sich die Baukosten nur minimal.“

Link zur Presseinformation der Beauftragten und zu weiteren Infos

Tag der offenen Tür des Marburger Netzwerk für Teilhabe und Beratung: Behinderung neu denken

Infozeichen
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Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet)

Am 17. September 2026 öffnet von 15:00 – 18:00 Uhr die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) des Netzwerks für Teilhabe und Beratung (NTB e. V.) in Marburg ihre Türen. Die Besucher*innen erwartet ein Programm aus Impulsen, Diskurs und gegenseitigem Austausch. Das diesjährige Schwerpunktthema ist „Behinderung ‚neu‘ denken!“ mit einer Lesung von Hadija Haruna-Oelker aus ihrem Buch „Zusammensein: Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit“. Zudem gibt es ein Austausch zum Thema „Selbstverständnis von Behinderung in der Beratung“. Auch Fragen zur Arbeit der EUTB® haben an diesem Tag selbstverständlich Platz. Die Veranstaltung findet mit Gebärdendolmetschung und in rollstuhlzugänglichen Räumen statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Veranstaltungsort ist NTB e. V., Auf der Weide 1, Marburg.

Das detaillierte Programm gibt’s unter:

https://netzwerk-teilhabe.de/aktuelles/

Neuer BV BFW-Vorstand setzt Schwerpunkte für berufliche Rehabilitation

Zeichnung mit Personen, die nebeneinander  arbeiten, lernen und demonstrieren
Zeichnung mit Personen, die nebeneinander arbeiten, lernen und demonstrieren
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

BERLIN (kobinet)

Der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) hat einen neuen Vorstand für die kommende dreijährige Amtsperiode gewählt. Der Verband, der 28 Berufsförderungswerke mit rund 100 Standorten und etwa 12.000 Qualifizierungsplätzen vertritt, will damit Impulse für die Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation setzen. Als zentrale Handlungsfelder nennt der Vorstand den Ausbau der Zusammenarbeit mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die Stärkung von Qualitätssicherung und Angebotsentwicklung, die Unterstützung der Mitglieder bei strategischen Fragestellungen sowie die Intensivierung der politischen Arbeit. Zudem stehen die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz für die berufliche Rehabilitation im Fokus. Der Verband hat bereits das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Projekt „KI als unterstützende Lernassistenz in der beruflichen Rehabilitation“ gestartet und führt das Projekt „KI-Kompass Inklusiv“ fort. Der Vorstand diskutierte zudem die Vorschläge der Rentenkommission und fordert eine stärkere Berücksichtigung von Unterstützungsangeboten für Menschen, die länger im Erwerbsleben bleiben sollen. Mit Blick auf die steigende Nachfrage nach Leistungen der beruflichen Rehabilitation fordert der BV BFW eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Finanzierung.

Hotel „Wolke 4-7“ im kubic mit inklusivem Team eröffnet

Vor einem großen Fenster stehen zwei mit weißer Bettwäsche bezogene Betten
Doppelzimmer Hotel „Wolke 4-7“ im kubic
Foto: Lebenshilfe Erlangen

ERLANGEN (kobinet)

Im Erlanger kubic hat das Hotel „Wolke 4-7“ auf den oberen Etagen eröffnet. Betrieben wird es gemeinsam mit dem bereits bestehenden Bistro „Patio“ von der Inklusionsgesellschaft „Gast und Geber gGmbH“, die die Lebenshilfe Erlangen e.V. für diesen Zweck gegründet hat. In diesem Haus arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung partnerschaftlich zusammen. Das Hotel bietet 27 Zimmer, darunter Doppel- und Einzelzimmer, Familienzimmer sowie vier barrierefreie Zimmer. Diese sind klar und freundlich gestaltet, ruhig gelegen und bieten Rückzugsmöglichkeit sowie Schlafkomfort. Tina Kotz wünscht sich eine bunte Gästeschaft: „Alle sollen kommen und sich im Patio und im Hotel wohlfühlen, dann sind wir glücklich.“ Das Bistro „Patio“ ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zum Bistro und Hotel gibt es unter www.hotel-wolke.de.

NRW: Eltern und Selbsthilfe legen Aktionsplan für inklusive Bildung vor

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet)

Mehr als vier Jahre nach der Ankündigung im Koalitionsvertrag wartet Nordrhein-Westfalen weiter auf einen Aktionsplan für inklusive Bildung. Obwohl das 9. Schulrechtsänderungsgesetz seit 2014 vorsieht, dass sonderpädagogische Förderung in der Regel an allgemeinen Schulen stattfindet, fehlt vielen Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder Förderbedarfen ein wohnortnaher inklusiver Schulplatz in angemessener Qualität. Die Landesregierung hat zwar einzelne Maßnahmen ergriffen, einen umfassenden Aktionsplan gibt es jedoch bisher nicht. Eltern und Selbsthilfeorganisationen haben nun selbst einen solchen Plan erarbeitet. Die „LAG SELBSTHILFE NRW“ e.V., „Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW“ und der „mittendrin e.V.“ veröffentlichten mit Unterstützung des „Landesbehindertenrats NRW e.V.“ einen Aktionsplan inklusive Bildung. Dieser umfasst sechs Handlungsfelder: Ausbauplanung inklusiver Schulplätze, Ressourcensteuerung, Qualitätsentwicklung, Elternunterstützung, Bedarfsfeststellung sowie den Übergang von Schule in den Beruf.

BAG BBW: Teilhabe stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Berufsbildungswerk Abensberg Luftbild von Berufsbildungswerk Abensberg
Berufsbildungswerk Abensberg Luftbild von Berufsbildungswerk Abensberg
Foto: Berufsbildungswerk Abensberg (Creative Commons BY-SA 4.0)

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie am 15. September betont Tobias Schmidt, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW), die Bedeutung von Inklusion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Angesichts des Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt sei es notwendig, die Werte der Demokratie zu stärken und zu verteidigen, so Schmidt. Demokratie und Inklusion gehören zusammen, insbesondere mit Blick auf Menschen mit Behinderungen dürfe es keinen Rückbau bei der Inklusion geben. Inklusion sieht die BAG BBW nicht als freiwilliges gesellschaftliches Projekt, bei dem je nach politischer oder finanzieller Lage Abstriche gemacht werden könnten – sie sei ein Menschenrecht, erklärte Schmidt. Strukturen, die über viele Jahre aufgebaut wurden und Teilhabe ermöglichen, müssten erhalten und weiterentwickelt werden. Auch in den Berufsbildungswerken gehöre Teilhabe zum Alltag, so Schmidt. Berufsbildungswerke vermittelten jungen Menschen mit Behinderung nicht nur berufliche Kompetenzen, sondern gäben ihnen die Möglichkeit, ihre Interessen zu vertreten und bei Entscheidungen mitzubestimmen. Damit leisteten die Berufsbildungswerke einen Beitrag zu demokratischer Bildung und Teilhabe.

Auch bei Kommunalwahlen in Niedersachsen legt die AfD zu

Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Hannover (kobinet)

Zwischen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und den am 20. September 2026 anstehenden Wahlen der Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lieferte die Kommunalwahl in Niedersachsen vom 13. September einen weiteren wichtigen Stimmungstest. Und auch hier legte die AfD nach einer auf tagesschau.de veröffentlichten Hochrechnung zu, während die anderen Parteien, bis auf die LINKEN, Federn ließen. Der Hochrechnung zufolge kam die CDU mit -4,0 Prozent auf 27,7 Prozent der Stimmen. Die SPD verlor 5,5 Prozent und landete bei 24,5 Prozent, gefolgt von der AfD, die mit einem Zuwachs von 11,9 Prozent auf 16,5 Prozent kam. Die Grünen erzielten bei einem Minus von 2,3 Prozent der Stimmen 13,6 Prozent. Die LINKE erzielte einen Zuwachs von 3,1 Prozent und erreichte 5,0 Prozent, während die FDP 2,9 Prozent einbüßte und 3,6 Prozent der Wählerstimmen bekam.

Link zum Bericht der tagesschau vom 13. September 2026 Stand 22.02

Corinna Rüffer: Kopfschütteln über Untätigkeit der Bundesregierung bei steigender Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter

Corrina Rüffer
Corrina Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Die steigende Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen zum Anlass für eine Frage im Bundestag an die Bundesregierung genutzt. Mit der Antwort und dem Handeln der Bundesreigerung ist die Grünen-Abgeordnete nicht zufrieden, wie ihr Statement zur Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, zeigt. Corinna Rüffer erklärte: „Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung ist etwa dreimal so stark gestiegen wie die allgemeine Arbeitslosenzahl. Das macht doch deutlich, dass – wenn der Arbeitsmarkt stottert – als erstes die Menschen mit Schwerbehinderung gefeuert werden. Die Antwort der Bundesregierung und ihr Verweis auf den besonderen Kündigungsschutz bei Schwerbehinderung nimmt dies schlicht nicht zur Kenntnis. Bei diesem Grad an Realitätsverweigerung braucht man natürlich auch nicht politisch tätig zu werden, aber die betroffenen Menschen kann das nur kopfschüttelnd zurücklassen.“

Eisgrillen: Wir feiern Zukunftsplanung

Cover des IGEL-Podcast Lust auf Zukunftsplanung zum Eisgrillen
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Foto: IGEL-Media

Schorndorf / Hamburg (kobinet)

„Eisgrillen: Wir feiern Zukunftsplanung“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 16. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit Céline Müller, Björn Abramsen, die von Anfang an und nunmehr seit rund 15 Jahre bei „Wunschwege“ Persönliche Zukunftsplanungen von Leben mit Behinderung in Hambburg mitmachen.