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SoVD kritisiert Verpflegungsbudget von 6,77 Euro pro Tag in Pflegeheimen

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Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in Pflegeheimen des Landes täglich nur 6,77 Euro pro Person für Verpflegung veranschlagt werden. Dies gehe aus Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung hervor. Der Verband zweifelt an, dass mit diesem Betrag eine gesunde Ernährung möglich sei, und fordert von der Landesregierung sofortige Maßnahmen. Aktuell zahlen Pflegeheimbewohner in Niedersachsen durchschnittlich 857 Euro monatlich für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. „Die Kosten werden für die Bewohner*innen nicht deutlich aufgeschlüsselt, so dass wenig Transparenz herrscht“, kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei fraglich, wie damit ein gesundes, frisches und altersgerechtes Essen angeboten werden solle.

Unterhalt für Pflegekinder steigt – Benachteiligung bei Elterngeld bleibt

Geldscheine
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Foto: Gerhard Bartz

BERLIN (kobinet)

Ab dem Jahr 2027 steigt der Unterhalt für Pflegekinder entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Pauschalbeträge für die Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) werden angepasst: Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter zwischen 748 und 1100 Euro monatlich. Hinzu kommt ein Anerkennungsbetrag von 451 Euro für Pflege und Erziehung. Die Kosten für die Unfallversicherung werden voll übernommen, die für die Alterssicherung der Pflegeperson zur Hälfte. Trotz dieser Anpassung bleiben Pflegeeltern weiterhin vom Bundeselterngeld ausgeschlossen. Das Elterngeld kompensiert als Lohnersatzleistung Verdienstausfälle von Eltern, die ihre Berufstätigkeit für die Erziehung eines Kindes unterbrechen oder reduzieren. Der Koalitionsvertrag sieht jedoch die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vor. Seit 1979 dienen die Empfehlungen des Deutschen Vereins als Orientierung für die Festsetzung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege. Sie tragen dazu bei, die finanziellen Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe zu vereinheitlichen und an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten anzupassen.

BeB wählt stellvertretende Vorsitzenden

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Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet)

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat im Rahmen der konstituierenden Sitzung seines neu gewählten Vorstands Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte am 21. September 2026 in Berlin unmittelbar nach der Mitgliederversammlung, auf der der gesamte Vorstand für eine vierjährige Amtsperiode neu bestimmt wurde. Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden Dr. Christian Geyer werden Abuchater-Bier und Mäueler-Görke die strategische und politische Arbeit des Verbandes mitgestalten. Dr. Christian Geyer, Vorsitzender des BeB, erklärte: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke in ihren neuen Funktionen. Beide verfügen über große fachliche Expertise, langjährige Erfahrung und ein starkes Engagement für die Interessen von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Gemeinsam werden wir die sozialpolitische Arbeit des BeB weiter stärken und die Zukunft unseres Verbandes gestalten.“ Der BeB vertritt bundesweit mehr als 900 Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrie sowie Hilfen für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.

Sozialer Kahlschlag verschärft Vertrauensverlust

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Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Sozialverband VdK warnt vor den Folgen der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. „Die AfD als stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern ist nach der Wahl in Sachsen-Anhalt das nächste Alarmsignal“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Wenn sich Menschen aus Frust einer Partei zuwenden, die in mehreren ostdeutschen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, sei das dramatisch. Die Antwort darauf dürfe nicht sein, den Sozialstaat weiter zurückzubauen. Die Bundesregierung müsse ihre Politik des sozialen Kahlschlags ändern, damit extreme Parteien nicht noch mehr Zulauf bekämen.

Nationalpark Eifel zeigt barrierefreie Naturerlebnisangebote auf der Rehacare

Hell erleuchrtetet quadraatischer Stand einer Messe mit Ständen sowie vielen Besucherinnen und Besuchern
Der Nationalpark präsentiert in Düsseldorf bei der Rehacare unter dem Dach der Landesregierung seine barrierefreien Naturerlebnisangebote.
Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/T. Wiesen

SCHLEIDEN / DÜSSELDORF (kobinet)

Der Nationalpark Eifel präsentiert vom 23. bis 26. September 2026 auf der internationalen Fachmesse Rehacare in Düsseldorf seine barrierefreien Angebote zum Naturerleben. Am Gemeinschaftsstand der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Halle 1, Stand G52) informieren die Ranger Klaus Leyendecker und Philipp Bischoff über die Angebote für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Zu den vorgestellten Angeboten zählen unter anderem der Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“ sowie die von „Reisen für Alle“ zertifizierte barrierefreie Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Diese feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Auf 2.000 Quadratmetern können Besucherinnen und Besucher den Nationalpark mit allen Sinnen erleben. Das Jubiläum wird am 24. und 25. Oktober 2026 mit einem Aktionswochenende im Nationalpark-Zentrum Eifel in Vogelsang gefeiert. „Die Rehacare bietet eine hervorragende Möglichkeit, bei den Zielgruppen auf die vielfältigen Angebote der barrierefreien Naturerlebnisregion Nationalpark Eifel aufmerksam zu machen“, sagte Tobias Wiesen, Koordinator für Barrierefreiheit in der Nationalparkverwaltung Eifel.

Junge Aktivistin Marlene Krubner neue Vorsitzende der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich

Bild von Marlene Krubner mit Logo von SLIÖ
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Foto: SLIÖ

Wien (kobinet)

Auch in Österreich schreitet der Generationenwechsel in der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen voran. Mit Marlene Krubner übernimmt eine junge Aktivistin den Vorsitz der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich (SLIÖ). Im Interview mit dem österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS spricht sie über Persönliche Assistenz, De-Institutionalisierung und die Frage, was echte Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen bedeutet und stellt klar: „Wir müssen segregierende Strukturen überwinden.“ Hierzu betonte die im April 2005 geborene Aktivistin, die nun die Nachfolge der langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründerin der Dachorganisation Bernadette Feuerstein angetreten hat im Interview: „In Österreich existiert nach wie vor eine Parallelwelt für Menschen mit Behinderungen, oftmals in Einrichtungen der Behinderten’hilfe‘. Diese Segregation macht echte Selbstbestimmung unmöglich. Es ist ernüchternd, keinen einzelnen Bereich nennen zu können, weil es so viele Problemstellen gibt.“

Link zum BIZEPS-Interview mit Marlene Krubner

Diskussion auf der Rehacare: Künstliche Intelligenz (KI) – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?

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Foto: Susanne Göbel

Düsseldorf (kobinet)

das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Düsseldorf diskutiert am 25. September 2026 um 14.30 Uhr zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?“ im Treffpunkt Rehacare in Halle 1 auf dem Düsseldorfer Messegelände. Gero Büskens und Katja Fellenberg vom KSL.Düsseldorf tauschen sich auf der Rehacare, der Fachmesse für Rehabilitation und Pflege, zu den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz aus und zeigen praktische Beispiele. Im Anschluss laden Sie das Publikum zur Diskussion ein.

„Gerne möchten wir Sie auch auf unsere Themenkachel zum Thema „Künstliche Intelligenz und Inklusion“ aufmerksam machen: www.ksl-duesseldorf.de/de/themen/189/kuenstliche-intelligenz-ki-und-inklusion. Suchen Sie einen Experten zum Thema, sprechen Sie uns gerne an“, heißt es in der Presseinformation des KSL Düsseldorf.

Schuldnerberatung braucht Finanzierung

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Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

STUTTGART (kobinet)

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert Bund, Land und Kommunen auf, die Schuldnerberatung gemeinsam abzusichern. Anlass ist die geplante Einführung eines Rechtsanspruchs auf Schuldnerberatung durch das Schuldnerberatungsdienstegesetz (SchuBerDG). Ohne ausreichende Finanzierung sei ein solcher Anspruch ein „leeres Versprechen“, betont der Verband. Laut aktuellem Bericht der LIGA BW wurden 2024 in rund 70 Schuldnerberatungsstellen in Baden-Württemberg knapp 18.000 Menschen beraten. Nur die Hälfte erhielt innerhalb von drei Monaten einen Termin, bei knapp einem Drittel der Einrichtungen betrug die Wartezeit mehr als sechs Monate. Mit der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie, die ab 2026 Banken und Kreditgeber verpflichtet, Kunden bei Zahlungsschwierigkeiten auf Schuldenberatung hinzuweisen, wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage erwartet. Ohne Ausbau der Kapazitäten drohe das System zu kollabieren, warnt der Paritätische.

Lebenshilfe warnt vor AfD-Zuwachs und fordert inklusive Gesellschaft

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Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

BERLIN (kobinet)

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe zeigt sich besorgt über die deutlichen Stimmenzuwächse der AfD bei den Wahlen im September 2026. Ein zunehmender politischer Einfluss der Partei könnte nach Einschätzung des Verbands die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihren Familien beeinträchtigen. Der Verband appelliert daher an alle demokratischen Kräfte, sich klar zu Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt und einer inklusiven Gesellschaft zu bekennen. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D., erklärt: „Die Politik der AfD steht für Ausgrenzung. Dem stellen wir ein klares Verständnis von Demokratie und Zusammenhalt entgegen: Jeder Mensch hat das Recht, selbstverständlich dazuzugehören und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Alle Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihre Familien gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Nachbarschaft. Sie können sich auf die Lebenshilfe verlassen. Wir stehen für Menschlichkeit und Vielfalt. Wir werden uns weiter für umfassende Teilhabe einsetzen.“ Mehr zur Haltung der Lebenshilfe gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Rechtsextremismus ist auf der Website des Verbands nachzulesen.

Dialogforum Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen in Dresden

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Logo Aktion Mensch e. V.
Foto: Aktion Mensch e. V.

Dresden (kobinet)

„Dialogforum ‚Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen'“, so lautet der Titel einer Veranstaltung zu der die Aktion Mensch im Rahmen ihrer Initiative Inklusion im Sozialraum für heute, den 21. September 2026, nach Dresden eingeladen hat und an der ca. 120 Menschen teilnehmen. „Echte Partizipation entsteht nicht von selbst — sie braucht Verständigung, Verantwortung und Menschen, die sie gemeinsam gestalten. Partizipation ist mehr als ein einzelnes Beteiligungsformat: Sie ist eine Voraussetzung für inklusive Sozialräume und zugleich mit hohen Erwartungen, unterschiedlichen Interessen und strukturellen Herausforderungen verbunden. Das Dialogforum bringt Führungs- und Fachkräfte, Selbstvertreter*innen aus kommunalen Strukturen sowie Gestalter*innen von Inklusion im Sozialraum zusammen. Es eröffnet fachliche Orientierung, macht Spannungsfelder partizipativer Praxis sichtbar und lädt ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach wirksamer Teilhabe, nach der Gestaltung von Aushandlungsprozessen, nach Verantwortung, Entscheidung und Umsetzung — und nach dem Potenzial von Partizipation für gesellschaftliche Transformation und demokratischen Zusammenhalt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung.

Link zu weiteren Informationen zur Inklusion im Sozialraum der Aktion Mensch

Link zur Ankündigung der Veranstaltung durch die Stadt Dresden

Herren verpassen Medaille bei Rollstuhlbasketball-WM

Zwei Rollstuhlbasketballer, davon einer im weißen Trikot mit dem Ball in der Hand, beim Spiel
Nico Dreimueller beim Rollstuhlbasketball
Foto: Steffie Wunderl

FRECHEN (kobinet)

Im Bronzefinale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaften in Ottawa (Kanada) unterlagen die deutschen Herren Großbritannien mit 56:67 (18:23, 29:45, 41:53). Platz vier ist trotz der verpassten Medaille das beste Abschneiden eines deutschen Herrenteams seit den ersten Weltmeisterschaften 1973 in Brüssel. Die deutschen Damen beenden die WM nach einem Sieg im abschließenden Spiel gegen Japan auf dem siebten Platz.

Leitlinien zur Prävention von Gewalt veröffentlicht: Menschen mit Behinderungen müssen sich sicher fühlen können

Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Bätzing_Lichtenthäler_Sabine_2026
Foto: MASFFJ Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet)

Menschen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich häufig von Gewalt betroffen. Gleichzeitig fehlen in Angeboten der Eingliederungshilfe vielfach noch nachhaltige Gewaltschutzstrukturen. Um die Prävention von Gewalt zu stärken, hat das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz unter Beauftragung des Institutes für empirische Soziologie (IfeS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Leitlinien zur Prävention von Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen erarbeitet. Diese sind nun veröffentlicht. „Menschen in unserer Gesellschaft sollen sich sicher fühlen können. Dies gilt in besonderem Maß für diejenigen, die in ihrem Alltag auf die Unterstützung durch andere Menschen angewiesen sind“, sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Was machen Verfahrenslots*innen in Hamburg? Jahresbericht 2025 veröffentlicht

Hamburger Rathaus
Hamburger Rathaus
Foto: www.hamburg.de

Hamburg (kobinet)

Am 10. Juni 2021 ist das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) in Kraft getreten. Es stellt verbindliche Weichen für die Zusammenführung der Zuständigkeit der Leistungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe im SGB VIII. Für die Umsetzung dieses Prozesses sieht das KJSG einen Gesamtzeitraum von knapp sieben Jahren bis zum 01.01.2028 und drei grundsätzliche Stufen vor. Mit der zweiten Stufe des KJSG, die am 01.01.2024 in Kraft trat, wurde mit den Verfahrenslotsen nach § 10b SGB VIII ein neues Angebot für junge Menschen und deren Familien eingeführt. Was die Verfahrenslotsen genau machen, das ergibt sich u.a. aus dem Jahresbericht zur Tätigkeit der Hamburger Verfahrenslotsen im Jahr 2025. So erreichten im Berichtszeitraum 2025 die Verfahrenslotsinnen insgesamt 771 Anliegen, die sich unterschiedlich über die Bezirke verteilen.

Link zum Hamburger Jahresbericht für das Jahr 2025

Was uns bewegt – Behinderte Frauen zwischen Alltag, Politik und Selbstvertretung

Infozeichen
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Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet)

„Was uns bewegt – Behinderte Frauen zwischen Alltag, Politik und Selbstvertretung“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 30. September 2026 um 19:00 Uhr im freiRaum des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) stattfindet. „Die Bewegung behinderter Frauen gibt es in Deutschland nunmehr seit 45 Jahren. Viele Themen wie Gewalt gegen behinderte Frauen, (Zwangs-)Sterilisationen, Leben mit eigenen Kindern, der barrierefreie Zugang zur Gynäkologin oder zu Anlaufstellen für Frauen, beschäftigen uns bis heute – Einiges können wir feiern, aber vieles muss noch erreicht werden. Welche Themen bewegen behinderte Frauen und Mädchen heute? Wie können wir uns (vor Ort) einbringen, damit unsere Interessen gut vertreten werden? Martina Puschke und Beatrice Gómez Barroso von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. geben einen Einblick in aktuelle politische Entwicklungen und schildern, was sie derzeit bewegt. Mit ihren Erfahrungen als ‚alte Häsin‘ und jüngere Aktive freuen sie sich über einen Austausch mit den Teilnehmer*innen des Abends und auf viele Ideen, wie und wo jede selbst aktiv werden kann“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung des fab-Projekts ‚Aktiv Teilhabe gestalten‘, das von der Aktion Mensch gefördert wird.

Link zu weiteren Infos und anderen Veranstaltungen des fab in Kassel

Kinder in Deutschland wünschen sich Sicherheit, Schutz und faire Bildung – und fordern mehr Mitsprache

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Zeichnung von mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet)

Kinder und Jugendliche in Deutschland wünschen sich nicht nur zum heutigen Weltkindertag vielfach mehr Sicherheit, einen besseren Schutz und Unterstützung sowie faire Bildungschancen für alle Kinder. Darüber hinaus ist ihnen wichtig, dass Erwachsene ihnen zuhören und sie bei Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, beteiligt werden. Das zeigt ein bundesweites Stimmungsbild, das UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk zum heutigen Weltkindertag eingeholt haben. Die beiden großen Kinderrechtsorganisationen unterstreichen, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam in der Verantwortung sind, um Deutschland kinderfreundlicher und damit zukunftsfest zu machen. Sie hatten unter dem diesjährigen Weltkindertags-Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ zu einer Mitmachaktion aufgerufen.

Momentaufnahme 447

Drei Menschen sitzen gemeinsam auf einer Bank in den Bergen
Österreich. Matrei. Gottes Auge
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Von allen Geschenken, die uns eine weise Voraussicht gewährt, um das Leben völlig beglückend zu gestalten, ist Freundschaft das schönste.

Weltkindertag: VdK warnt vor Rückschritt bei inklusiver Kinder- und Jugendhilfe

Portrait von Verena Bentele
Portrait von Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Anlässlich des Weltkindertags, der heute am 20. September 2026, begangen wird, fordert der Sozialverband VdK Nachbesserungen am Regierungsentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Der Entwurf weiche vom Ziel ab, für alle Kinder mit und ohne Behinderung eine gemeinsame Anlaufstelle zu schaffen. Stattdessen sei eine neue Schulunterstützung für Kinder mit Behinderung nur für einen Teil der Betroffenen vorgesehen, was die bestehende Ungleichbehandlung verschärfe.

DGB und VdK demonstrieren gegen soziale Kürzungen

Aufschrift
Artikelbild des VdK zum Protesttag zum Erhalt des Sozialstaates
Foto: Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

FRANKFURT am Main (kobinet)

An dem bundesweiten Aktionstag des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) gegen den Abbau des Sozialstaats am 26. September finden auch Demonstrationen und Kundgebungen in Frankfurt und Erfurt statt – unterstützt vom VdK Hessen-Thüringen. Die geplanten Reformen des Sozialsystems und die in dem Zusammenhang vorgesehenen Kürzungen von Sozialleistungen führen auch bei den Mitgliedern des VdK zu großen, zum Teil existenziellen Sorgen. In diesem Sinne tritt auch der VdK Hessen-Thüringen am 26. September bei den Protest-Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Frankfurt und Erfurt für soziale Gerechtigkeit, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, gute Pflege und eine auskömmliche Alterssicherung ein. Einzelheiten zu diesen Veranstaltungen der Aktionstage sind im Internet nachzulesen.

Ringvorlesung: Inklusion unter Druck an der Alice Salomon Hochschule Berlin

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Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet)

„Inklusion unter Druck“, so lautet der Titel einer Ringvorlesung an der Alice Salomon Hochschule Berlin, die im Wintersemester 2026/2027 am 28. Oktober stattfindet und bei der alle Veranstaltungen in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht werden. „In vielen Ländern wird gerade die Uhr zurückgedreht, wenn es um die Rechte marginalisierter Menschen geht – darunter auch die von behinderten und chronisch kranken Menschen. Dabei geht es um keine kleine Minderheit: Fast acht Millionen Menschen, und damit rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, haben eine Schwerbehinderung. Dennoch stellen rechte und konservative Kräfte menschenrechtlich verankerte Teilhabe infrage. Sozialleistungen und das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen werden zu einem ‚Luxus‘ erklärt, den ‚wir‘ uns in Zeiten gesellschaftlicher Krisen nicht mehr leisten können. Zugleich wird Inklusion zunehmend umgedeutet zu einem Schlagwort für ‚Förderung in Sonderinstitutionen‘. Werkstätten und Förderschulen werden weiter ausgebaut. Die transformierende Kraft der Inklusion als Impulsgeber für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität gerät dabei aus dem Blick. Dabei wäre gerade jene Gesellschaft besonders krisenfest und resilient, die sich an Zielen der Inklusion wie Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und individueller Unterstützung für alle Mitglieder ausrichtet“, heißt es u.a. in der Ankündigung.

Link zu weiteren Infos und zu Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen

Spannende Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin erwartet – Appell Demokratie stärken

Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen
Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen
Foto: Pixabay/ArtRose

Schwerin / Berlin (kobinet)

Im Vorfeld der am 20. September 2026 stattfindenden Wahlen für die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeichnen sich knappe Wahlergebnisse ab. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die derzeitige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die SPD kräftig auf die AfD aufholen, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bezüglich der Frage, wer zukünftig stärkste Fraktion im Landtag ist, abzeichnet. Die Grünen müssen dort um den Einzug in den Landtag bangen. In Berlin dürfte entscheidend sein, welche Mehrheiten zukünftig eine Regierungskoalition bilden können. Bei den letzten Umfragen liegt die LINKE vorne. So dürfte es wieder einmal eine Wahl sein, bei der jede Stimme zählt und der Wahlabend lang werden dürfte. Dass vor allem behinderte Menschen und ihre Angehörigen ihr Wahlrecht nutzen, die Demokratie stärken und sich mit ihrer Stimme Gehör verschaffen, hierzu haben verschiedene Organisationen aufgerufen, so hat beispielsweise die LIGA Selbstvertretung bereits vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Aufruf unter dem Motto „Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!“ gestartet.

Link zum Aufruf der LIGA Selbstvertretung

Lausitzer Seenland feiert Gesamtzertifizierung als barrierefreie Reiseregion

Gruppe von Männern und Frauen, darunter auch zwei Personen mit Rollstuhl vor einer gläseren Eingangshalle
Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit im Tourismus: Die Akteure des Netzwerks „Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ kamen beim Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode zusammen, um die Gesamtzertifizierung des Lausitzer Seenlandes als barrierefreie Reiseregion nach „Reisen für Alle“ zu feiern und den weiteren gemeinsamen Weg zu gestalten.
Foto: pics_by_fenja

KNAPPENRODE (kobinet)

Das Lausitzer Seenland hat seine Gesamtzertifizierung als barrierefreie Reiseregion nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ mit einem Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode gefeiert. Rund 50 Vertreter aus Tourismus, Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in der Region zu würdigen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach vorn zu blicken. Bereits im März 2026 war das Lausitzer Seenland offiziell als barrierefreie Reiseregion im Rahmen von „Reisen für Alle“ ausgezeichnet worden. Mit der feierlichen Veranstaltung wurde dieser Meilenstein nun gemeinsam mit den zahlreichen beteiligten Partnern und zertifizierten Betrieben gewürdigt.

Pflege braucht echte Reformen statt weiterer Belastungen

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

MAGDEBURG (kobinet)

Auf der Bundesmitgliederversammlung des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB) standen in Magdeburg die aktuellen Herausforderungen der professionellen Pflege sowie die politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die geplanten Veränderungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz sowie die wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen der Pflege. Der VDAB betonte, dass die professionelle Pflege weiterhin unter erheblichem Druck stehe. Politische Reformen, wirtschaftliche Unsicherheiten und der anhaltende Personalmangel stellten Pflegeunternehmen vor große Herausforderungen. Notwendige Veränderungen dürften nicht zulasten einer verlässlichen Versorgung und der wirtschaftlichen Stabilität der Einrichtungen gehen. „Die Pflege braucht eine Reform, die ihren Namen verdient. Wir dürfen nicht den Fehler machen, finanzielle Probleme einfach zu verschieben oder Leistungen zu begrenzen. Wer die Pflege langfristig sichern will, muss die Einrichtungen wirtschaftlich stärken, für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen und gleichzeitig den Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen ermöglichen“, erklärte Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB.

Special Olympics Deutschland zu den Wahlen

Ein Foto voller in blauem Sportdress gekleideter Menschen, die rote Tafeln mit einem weißem Herzen hochhalten
Die Gemeinschaft der SpecialOlympics
Foto: SOD / Tilo Wiedensohler

BERLIN (kobinet)

Anlässlich der Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben Andreas Silbersack, 1. Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und 1. Vizepräsident von Special Olympics Sachsen-Anhalt darauf verwiesen, dass Special Olympics in Deutschland in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen hat. Ganz vielen sind die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin noch in sehr guter Erinnerung. „Unser Sport“, so betont Andreas Silbersack, „steht für Respekt, für Vielfalt und Miteinander und für eine Gesellschaft, in der jeder willkommen ist. Gemeinsam haben wir mehr gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung am Sport und am gesellschaftlichen Leben erreicht. Diese positive Entwicklung sehen wir nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jetzt gefährdet.“

Paritätischer Baden-Württemberg fordert zum Weltkindertag echte Teilhabechancen für alle Kinder

Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

STUTTGART (kobinet)

Zum Weltkindertag am 20. September fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg gleiche Teilhabechancen für alle Kinder und Jugendlichen. Ob ein Kind an Bildung, Freizeit, Kultur und gesellschaftlichem Leben teilhaben kann, dürfe weder vom Einkommen seiner Familie noch von seinem Aufenthaltsstatus abhängen, betont der Verband. Kinder hätten ein Recht auf Schutz, soziale Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung. Doch zwischen diesem Anspruch und der Lebenswirklichkeit vieler Kinder bestehe weiterhin eine große Lücke. Besonders betroffen seien Kinder aus einkommensarmen Familien sowie Kinder und Jugendliche, deren Familien Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beziehen. Dies belege die gemeinsame Untersuchung „Kindheit im Sondersystem“ von Save the Children und dem Paritätischen Gesamtverband: 87 Prozent der befragten Fachkräfte gäben an, dass Kinder aufgrund der AsylbLG-Leistungen in ihrer Teilhabe eingeschränkt seien. Mehr als 70 Prozent sähen eine ausreichende und gesunde Ernährung nicht gewährleistet, 74 Prozent berichteten von einem stark eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Auch Mobilität, Freizeitangebote und der Kontakt zu Gleichaltrigen würden durch geringe finanzielle Mittel, abgelegene Unterbringung und fehlende Übernahme von Fahrtkosten erschwert. Der Verband fordert, Bildungs- und Teilhabeleistungen deutlich einfacher und möglichst unbürokratisch zugänglich zu machen.

Willis Besorgnis über KI-Zauberlehrlinge bestätigt sich!

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

Der aktuelle Alarmismus bezüglich einer sich der menschlichen Kontrolle entziehenden künstlichen Intelligenz mit maximal desaströsen Folgen befeuert schlimmste Befürchtungen!

Symposium 35 Jahre Stiftung LEBENSNERV

Logo der Stiftung LEBENSNERV
260918_Lebensnerv
Foto: Stiftung LEBENSNERV

Berlin (kobinet)

Am 9. Oktober 2026 findet im Hotel Aquino in Berlin ein Symposium zum 35-jährigen Jubiläum der Stiftung LEBENSNERV statt. Die Stiftung verbindet eine ganzheitliche Sicht der Krankheit MS und MS-betroffener Menschen mit der Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. In diesem Sinne will LEBENSNERV Menschen, die mit MS leben, anregen, ihr Leben mit der Erkrankung und nicht gegen die Erkrankung eigenverantwortlich und aktiv zu gestalten. Am 9. Oktober gibt es von 16:00 bis 18:00 Uhr einen Vortragsteil (Präsenz und online) und von 18:00 bis 20:00 Uhr eine kleine Feier (Präsenz) im Hotel Aquino, Hannoversche Str. 5b, in 10115 Berlin-Mitte. Die ursprünglich auf den 18. September festgelegte Anmeldungsfrist wurde nun auf den 25. September festgesetzt. Anmeldungen können per Mail an [email protected] gerichtet werden.

Link zu weiteren Infos

SportWoche für Alle lädt zum Mitmachen ein

Herz mit Figuren verschedener Sportarten
Herz mit Figuren verschedener Sportarten
Foto: Pixabay/GDJ

FRECHEN (kobinet)

Am 19. September startet die SportWoche für Alle 2026. Bundesweit laden Vereine dann Menschen mit und ohne Behinderung dazu ein, gemeinsam Sport zu treiben, neue Angebote kennenzulernen und inklusive Begegnungen zu erleben. Zusammen mit seinen starken Partnern, der Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s, macht der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam – und wirbt gleichzeitig für neue. Zum Auftakt der SportWoche findet in Köln eine Leuchtturmveranstaltung statt: Die Köln 99ers laden am Samstag, 19. September 2026, zu einem großen Mitmachtag in die Sporthalle Bergischer Ring in Köln-Mülheim ein. Knapp eine Woche später – am Freitag, 25. September – bietet auch der TV Coburg ein vielfältiges Sportprogramm an: Kinderturnen und Tanzen, Badminton und Floorball stehen bei der Leuchtturmveranstaltung in der fränkischen Stadt auf dem Plan. Auf dieser Internetseite kann eine ausführliche Übersicht zur SportWoche für alle nachgelesen werden.

Pfleger soll 24 Behinderte missbraucht haben

Statue mit Waage und Schwert vor Deutschlandfahne und Reichtagsgebäude
Statue mit Waage und Schwert vor Deutschlandfahne und Reichtagsgebäude
Foto: geralt In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Bamberg (kobinet)

Ein Pfleger soll nach Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) jahrelang behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexuell missbraucht haben. Wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte, hat das angegliederte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet den 33-Jährigen angeklagt. Die Taten sollen sich seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen in Bayern ereignet haben. Die Ermittler gehen von 24 Opfern aus. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.

BeB-Mitgliederversammlung wählt Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet)

Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Bundesverbandes für Teilhabe e.V. (BeB) hat am 18. September 2026 Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Pfarrer Frank Stefan, der sich aufgrund seines bevorstehenden Ruhestands nicht erneut für das Amt beworben hatte. Der BeB dankte Stefan für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Dr. Christian Geyer ist dem BeB seit vielen Jahren verbunden und hat die strategische Entwicklung des Verbandes maßgeblich mitgestaltet. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Digitalisierung, Sozialpolitik und Verbandsentwicklung. Zudem vertritt er den Verband in zahlreichen Fachgremien, ist Redaktionsleiter des Fachmagazins Orientierung und seit 14 Jahren Fachlicher Vorstand des Bathildisheim e.V. in Nordhessen. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Aufsichtsratsmitglied der Diakonie Hessen. Mit Blick auf aktuelle gesellschafts- und sozialpolitische Herausforderungen betonte Geyer: „Inklusion braucht Demokratie. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung darf nicht kaputtgespart werden. Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe sind Grundrechte und keine Frage der Haushaltslage. Dafür wird sich der BeB auch künftig mit Nachdruck einsetzen.“

Kommunale Behindertenbeauftragte stärken: Inklusion muss vor Ort mitgedacht werden

Flagge Bundesland Thüringen
Flagge Bundesland Thüringen
Foto: gemeinfrei, https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

ERFURT (kobinet)

Wie die Interessen von Menschen mit Behinderungen in kommunalen Entscheidungen wirksamer berücksichtigt werden können, war zentrales Thema der Klausurtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen (LAG) am 16. und 17. September 2026 im Zinzendorfhaus in Neudietendorf. Im Mittelpunkt standen dabei die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Beauftragten sowie ihre Rolle im Kontext der Weiterentwicklung des Thüringer Gesetzes zur Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG). Zwei Tage lang tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen aus der kommunalen Praxis aus. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie die Expertise der Beauftragten frühzeitig und wirkungsvoll in politische und administrative Entscheidungsprozesse einfließen kann. „Ob ein öffentlicher Raum barrierefrei ist, ob Menschen mit Behinderungen Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen haben oder ob ihre Perspektive bei Planungen von Anfang an berücksichtigt wird – viele Fragen der Inklusion entscheiden sich unmittelbar vor Ort“, erklärte Dennis Petschner, Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. „Die kommunalen Beauftragten kennen die Situation in ihren Landkreisen und Städten und wissen aus ihrer täglichen Arbeit, wo Barrieren bestehen. Diese Expertise müssen wir nutzen und ihre Beteiligungsmöglichkeiten weiter stärken.“

Paritätischer Gesamtverband kritisiert Zehn-Punkte-Plan gegen Sozialmissbrauch

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Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.

BERLIN (kobinet)

Der Paritätische Gesamtverband hat sich zum Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung gegen Sozialmissbrauch geäußert. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betonte gestern in dem Zusammenhang, dass kriminelle Netzwerke, die Notlagen ausnutzen, konsequent verfolgt werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Opfer solcher Strukturen durch Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen zu belasten. „Wer die Notlage von Menschen ausnutzt, sich an Schrottimmobilien bereichert und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungsmissbrauch zum Geschäftsmodell macht, muss mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden“, sagte Rock. Die Opfer dürften jedoch nicht zu den Leidtragenden des Aktionsplans werden. Der Verband lehnt daher Verschärfungen ab, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sozialen Lage unter Generalverdacht stellen. Als wirksamsten Schutz vor Ausbeutung nannte Rock die Unabhängigkeit der Betroffenen durch Zugang zu Sprache, Bildung, Beratung, guter Arbeit und sozialer Teilhabe. Kritisch merkte er an, dass die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen diesem Ziel widersprächen. „Wer kriminellen Netzwerken ihre Geschäftsgrundlage entziehen will, muss nicht nur die Täter konsequent verfolgen, sondern auch diejenigen stärken, deren Notlage von ihnen ausgenutzt wird“, so Rock.

Bundesweit größte Online-Schulstunde: Über 65.000 Schüler*innen setzen Zeichen gegen Cybermobbing

Logo Aktion Mensch e. V.
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Foto: Aktion Mensch e. V.

Bonn (kobinet)

Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernsthaftes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen aus allen Teilen Deutschlands, die am 17. September 2026 an der klicksafe Schulstunde unter dem Motto „Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!“ teilnahmen. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht zu dem interaktiven inklusiven Streamingformat dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: „Germany’s Next Topmodel“-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.

Bentele: Entlastung darf kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet)

Angesichts der aktuell hohen Spritpreise in Deutschland hat VdK-Präsidentin Verena Bentele die angekündigten Entlastungen der Bundesregierung kommentiert. Diese dürften kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden, sondern müssten gezielt bei den Menschen ankommen, die sich die hohen Spritpreise nicht mehr leisten könnten, betonte Verena Bentele heute am 18. September 2026. Betroffen seien insbesondere mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sowie Menschen im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen seien.

Neues Buch zum barrierefreien Katastrophenschutz erschienen

Cover des Buches zum barrierefreien Katastrophenschutz
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Foto: Heidi Blödorn

Kassel (kobinet)

Was geschieht in einer Katastrophe mit Menschen, die auf Assistenz, Medikamente, Strom, Hilfsmittel oder barrierefreie Kommunikation angewiesen sind? Barrierefreier Katastrophenschutz darf nicht erst beginnen, wenn die Sirenen heulen. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Hierzu gibt es nun ein neues Buch von Heidi Blödorn, auf das Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Das Grafschafter Modell – Barrierefreier Katastrophenschutz“ verbindet Inklusion, Selbstbestimmung und Bevölkerungsschutz zu einem praxisorientierten Gesamtkonzept. In 39 Kapiteln werden zentrale Herausforderungen eines inklusiven Katastrophenschutzes betrachtet. Der umfangreiche Werkzeugkasten mit 131 praktischen Werkzeugen unterstützt dabei, aus Erkenntnissen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.

Tausende demonstrierten in München mit dem VdK Bayern gegen Sozialabbau

Symbol Ausrufezeichen
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Foto: ht

München (kobinet)

Angesichts drohender Leistungskürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege haben am 17. September 2026 rund 3.000 Menschen in München mit dem Sozialverband VdK Bayern gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat demonstriert. Aus ganz Bayern waren VdK-Mitglieder angereist, alle 69 Kreisverbände des Verbandes hatten Fahrten in die Landeshauptstadt organisiert. Der Demonstrationszug führte vom Königsplatz durch die Maxvorstadt bis zum Siegestor.

SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg ruft zur Abgeordnetenhauswahl auf

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

BERLIN (kobinet)

Anlässlich der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September 2026 hat die SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg einen Wahlaufruf veröffentlicht. Darin betont sie, dass junge Menschen in Berlin erstmals ab 16 Jahren wählen dürfen – eine Forderung, für die sich die Jugend im Sozialverband Deutschland (SoVD) lange eingesetzt habe. Der Aufruf benennt zentrale Themen für junge Wähler*innen: das Recht auf inklusive und barrierefreie Bildung unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Behinderung, ausreichend gut und fair bezahlte Ausbildungsplätze mit sicheren Perspektiven, bezahlbare und barrierefreie Mobilitätsangebote sowie bezahlbaren und zugänglichen Wohnraum als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Zudem fordert die SoVD-Jugend Barrierefreiheit in allen Bereichen, um gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, sowie soziale Sicherheit, um Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen. „Es ist unsere Zukunft! Wir möchten alle noch nächstes Jahr in einem inklusiven, sozialen und demokratischen Berlin leben“, sagte Charlotte Ruppin, Sprecherin der SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg. Die Jugendorganisation ruft daher auf: „Geht wählen. Mischt euch ein. Nutzt eure Stimme.“

VOICE OF MY PEOPLE

In braun-rot gehaltenes Plakat auf dem der kopf eines jungen Mannes gezeigt wird
Plakat zum Film „Voice of My People“
Foto: eastside communications

MÜNCHEN (kobinet)

Sich in der Politik durchzusetzen, erfordert einen hohen Einsatz und einen starken Willen. Beides bringt Islam Alijaj mit. Der Schweizer möchte in den Nationalrat einziehen. Doch sein fremdländisch klingender Name ist nicht sein einziges Handicap. Er sitzt aufgrund einer Zerebralparese im Rollstuhl und ist durch eine schwere Sprechbeeinträchtigung auf Sprachübersetzer angewiesen. Das hindert ihn jedoch nicht daran, sich hohe Ziele zu setzen. Er möchte in der Schweiz Sprachrohr werden für alle Menschen mit einer Einschränkung, die auch dort politisch noch immer unterrepräsentiert sind. Trotz seiner aussichtslosen Position auf der Wahlliste seiner Partei und seiner starken Einschränkungen gelang dem selbstbewussten, charismatischen Kandidaten 2022 wie durch ein kleines Wunder die Wahl in den Zürcher Gemeinderat.

Neue Website zeigt inklusive Maßnahmen an sächsischen Hochschulen

Gewandhaus Leipzig
Gewandhaus Leipzig
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet)

Eine neue Website der Inklusiven Hochschule Sachsen gibt einen Überblick über konkrete Maßnahmen zur inklusiven Hochschulentwicklung in Sachsen. Die Plattform stellt über 150 Projekte und Initiativen vor, die an sächsischen Hochschulen umgesetzt wurden, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu verbessern. Die Beispiele umfassen bauliche und digitale Barrierefreiheit, technische Hilfsmittel, Beratungsangebote sowie Maßnahmen in Studium, Lehre, Sensibilisierung und strategischer Hochschulentwicklung.

Schulbegleitung in Hamburg: Breites Bündnis aus GEW und SoVD übergab mehr als 88.000 Unterschriften

Bild von der Unterschriftenübergabe
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Foto: change.org

Hamburg (kobinet)

„Meilenstein in der Debatte um Hamburgs Schulbegleitung: Erstmals empfing am 15. September 2026, Schulsenatorin Ksenija Bekeris die Petitionsstarterin Nicole Singh persönlich und nahm die mehr als 88.000 Unterschriften der Change.org-Petition ‚Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg‘ entgegen. Begleitet wurde Singh von einem breiten Bündnis mit u.a. der GEW Hamburg, dem SoVD Hamburg und dem Kreiselternrat der Sonderschulen (KER SO). Im Anschluss fand ein fachlicher Austausch zwischen Bekeris, der Petitionsstarterin und Fachverbänden statt. Dabei las Singh emotionale Briefe betroffener Eltern vor, die an die Senatorin appellieren, die Kürzungen zurückzunehmen.“ So heißt es in einer von der Petitionsplattform Change.org verbreiteten Presseinformation.

Einschulung im Bildungszentrum Gartenstraße der Lebenshilfe Freising

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Foto: Pixaline

FREISING (kobinet)

Das Bildungszentrum Gartenstraße der Lebenshilfe Freising hat am 15. September neun Erstklässlerinnen und Erstklässler mit einer bewusst kurzen und ruhigen Feier willkommen geheißen. Die reduzierte Gestaltung ist Teil des pädagogischen Konzepts, um Kindern mit Unterstützungsbedarf den ersten Schultag als positives Erlebnis zu ermöglichen und sie nicht durch ein langes Programm zu überfordern. Gleichzeitig wurde eine Herausforderung deutlich: Von den neun Erstklässler hat derzeit nur ein Kind einen Platz in der heilpädagogischen Tagesstätte für die Betreuung nach dem Unterricht erhalten. Der erste Schultag zeigt damit nicht nur die Bedeutung von Gemeinschaft in der Schule, sondern auch den dringenden Bedarf an verlässlichen Betreuungsangeboten für Familien.