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Carmen Geyer zur Landesfrauenbeauftragten des bayerischen Gehörlosenverbandes gewählt

Größer Grupp von Personen vor einer Wand mit dem farbigen Hinweis zu dieser Veranstaltung
Beim Frauentreffen des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen in Nürnberg
Foto: LVBYGL

MÜNCHEN (kobinet)

Am 1. August 2026 wählten die Frauen aus den bayerischen Gehörlosenvereinen im Gehörlosenzentrum NoriSign in Nürnberg Carmen Geyer in geheimer Wahl zur neuen Landesfrauenbeauftragten des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen (LVBYGL). Ihre Amtszeit läuft von 2026 bis 2029. Geyer nahm die Wahl an und bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für ihre Amtszeit hat sich Geyer vier Schwerpunkte gesetzt: die Durchführung eines Seminars zur Frauenpolitik, die Organisation eines Frauencamps, die Auseinandersetzung mit dem Thema Schule sowie die Gestaltung des Internationalen Frauentags.

Organspende und ärztliche Zwangsmaßnahmen im Betreuungsrecht heute Thema im Bundestag

Blick auf das Reichtagsgebäude in Berlin
Blick auf das Reichtagsgebäude in Berlin
Foto: H. Smikac

Berlin (kobinet)

Um die Einführung der Widerspruchslösung bei der Organspende geht es bei einer Debatte am heutigen 24. September 2026 im Bundestag. Gefordert wird nach Informationen des Bundestages die Widerspruchslösung sowohl in dem fraktionsübergreifenden „Entwurf eines Vierten Gesetzes zur Änderung des Transplantationsgesetzes – Einführung einer Widerspruchsregelung“ von 254 Abgeordneten als auch im Gesetzentwurf des Bundesrates „zur Änderung des Transplantationsgesetzes und Einführung der Widerspruchslösung“. Zudem haben 58 Abgeordnete einen fraktionsübergreifenden Antrag mit dem Titel „Freiwilligkeit der Organspende sichern, Aufklärungs- und Registrierungspotenziale heben“ eingebracht. Alle drei Vorlagen sollen im Anschluss an die 60-minütige Aussprache, die ab 11:20 Uhr geplant ist, dem federführenden Gesundheitsausschuss zur weiteren Beratung überwiesen werden.

Link zum Artikel des Bundestages zur Debatte zur Organspende

Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026: Drei Unternehmen für vorbildliche Ausbildung und Beschäftigung prämiert

Symbol Ausrufezeichen
Symbol Ausrufezeichen
Foto: ht

Berlin (kobinet)

Mit dem Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 werden zum elften Mal vorbildliche Praxisbeispiele für Inklusion am Arbeitsmarkt ausgezeichnet. „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen weit mehr ist als gelebte gesellschaftliche Verantwortung – sie ist ein Gewinn für alle“, so Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und Sprecher der Initiierenden. „Die drei Preisträgerbetriebe leben vor, wie Vielfalt Innovation fördert, neue Perspektiven eröffnet, den Zusammenhalt stärkt und Unternehmen gerade angesichts des demografischen Wandels fit für die Herausforderungen der Zukunft macht. Das verdient Anerkennung und Nachahmung.“

Freedom Drive am 1. Oktober 2026 in Brüssel: Keine weiteren Ausreden – unsere Zeit ist Jetzt

Plakat zum Freedom Drive 2026
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Foto: ENIL

Brüssel (kobinet)

„No More Excuses – Our Time is NOW!“ Unter diesem Motto, das in deutsch übersetzt „Keine weiteren Ausreden – Unsere Zeit ist Jetzt!“ bedeutet, findet am 1. Oktober 2026 die Demonstration zum Freedom Drive 2026 in Brüssel statt. Zur Demonstration, für die der Treffpunkt um 9:30 Uhr an der Avenue de la Joyeuse Entreé 25 ist und die bis 12:00 Uhr dauert und zum Europäischen Parlament führt, hat das Europäische Netzwerk zum selbstbestimmten Leben behinderter Menschen (European Network on Independent Living, ENIL) aufgerufen. Bereits seit 2003 demonstriert die europäische Interessenvertretung für ein selbstbestimmtes Leben behnderter Menschen immer wieder mittels des Freedom Drive für Gleichstellung und Selbstbestimmung.

Link zu weiteren Informationen zum Freedom Drive 2026

UN-Fachausschuss hat Kommentierung zur Partizipation veröffentlicht

UN-Behindertenrechtskonvention
UN-Behindertenrechtskonvention
Foto: BIZEPS Wien

New York City (kobinet)

Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat vor kurzem die Allgemeine Bemerkung Nr. 11 veröffentlicht, in der der Ausschuss konkret zur Bedeutung des Artikel 29 der UN-Behindertenrechtskonvention, in dem es um die Partizipation behinderter Menschen am politischen und öffentlichen Leben geht, Stellung bezieht.

Link zur Allgemeinen Bemerkung Nr. 11 zur Partizipation in englischer Sprache:

https://www.ohchr.org/en/treaty-bodies/crpd/general-comments

In der Kommentierung, die bisher nur in englischer Sprache vorliegt, wurde vor allem der Stellenwert der Selbstvertretung gestärkt. Der Ausschuss stärkt damit erneut die zentrale Rolle von Menschen mit Behinderungen in Selbstvertretungsorganisationen. Da der Begriff Partizipation gerade in Deutschland oftmals nicht klar definiert und verwässert wird, bietet diese Klarstellung des Ausschusses für die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung ein wichtige Orientierung.

Job-Speed-Dating bringt behinderte Menschen und Arbeitgeber in Stuttgart auf Augenhöhe zusammen

Jürgen Dusel mit Gebärdensprachdolmetschung im Grußwort-Video
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Foto: ZsL Stuttgart

Stuttgart (kobinet)

Am 28. September 2026 veranstaltet das ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben Stuttgart zum dritten Mal ein Job-Speed-Dating. Rund 30 Menschen mit Behinderungen treffen dabei auf zehn Unternehmen aus der Region. Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, unterstützt die Veranstaltung mit einer Videobotschaft. Ziel der Veranstaltung ist es, persönliche Begegnungen zu ermöglichen, berufliche Perspektiven zu eröffnen und gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt zu stärken. Die vorbereitenden Coachings für die Teilnehmenden sind inzwischen erfolgreich abgeschlossen. In diesen Coachings konnten sich die Bewerberinnen und Bewerber gezielt auf die Gespräche mit den Unternehmen vorbereiten. Sie arbeiteten an ihrer Selbstpräsentation, klärten berufliche Ziele und Stärken und gewannen Sicherheit für die Begegnungen mit potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, heißt es vonseiten des ZsL Stuttgart.

Noch ein weiter Weg zur Barrierefreiheit in Gefängnissen

Martina Scheel
Scheel_Martina_2026
Foto: BSK

Lübeck (kobinet)

Dass es auch im Gefängnis mit der Barrierefreiheit noch so manche Herausforderungen gibt, das hat vor kurzem Martina Scheel in der Strafvollzugsanstalt Lübeck zur Eröffnung des neuen Haus B mit 3 Abteilungen für insgesamt 86 Insassen erlebt. „Ein Bereich (Erdgeschoss) ist extra für ältere Insassen ausgelegt und hat 3 barrierearme (!) Zimmer – nicht alle unsere Anmerkungen wurden umgesetzt – zur Dusche gibt es eine ca. 5 cm hohe Kante. Als ich das bei den zufällig im Raum anwesenden MitarbeiterInnen ansprach wurde gelacht. Zur Erklärung: Sie haben sich gerade genau darüber unterhalten und was man dagegen tun kann. Es gab also ein intensives Beratungsgespräch und das glaubhafte Versprechen, es an die Leitung und den Architekten weiterzugeben (damit er so einen Fehler nicht nochmal macht – Aussage der Mitarbeiterin. Es gab auch Pflegebetten in diesen 3 Zimmern“, berichtet Martina Scheel von diesem Ortstermin.

Unrecht gegen Gehörlose an Schulen aufklären und entschädigen

Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Portraitfoto des Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann
Foto: Inga Haar / Deutscher Bundestag

Berlin (kobinet)

Anlässlich des heutigen Internationalen Tags der Gebärdensprache am 23. September 2026 hat der behindertenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion, Sören Pellmann, auf das historische Unrecht gegen gehörlose Kinder an deutschen Schulen hingewiesen. Über Jahrzehnte sei Gehörlosen die Gebärdensprache verboten und ihre Anwendung mit Strafen und Schikanen unterbunden worden, erklärte Sören Pellmann. Stattdessen seien die Kinder gezwungen worden, Lautsprache durch Lippenlesen und Sprechen zu lernen. Dies sei ein direkter Eingriff in das Recht auf die eigene Sprache und Identität gewesen.

Reform der Kinder- und Jugendhilfe gefährdet Rechte von Kindern mit Behinderung

Logo Lebenshilfe Bundesverband
lebenshilfe
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

BERLIN (kobinet)

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe kritisiert den am 25. September 2026 im Bundesrat in erster Lesung behandelten Entwurf des Ersten Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetzes. „Das ist eine Reform, die ihren Namen nicht verdient“, erklärte Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D. So bleibe die seit Jahren versprochene inklusive Kinder- und Jugendhilfe auf der Strecke. Es werde kein Gesetz geschaffen, das umfassend für Kinder und Jugendliche mit Behinderung da sei und Zuständigkeitsstreitigkeiten sowie Bürokratie abbaue. Stattdessen solle eine Strukturreform umgesetzt werden, die zahlreiche grundlegende Fragen offenlasse. Im besten Fall bleibe sie wirkungslos, im schlechtesten Fall führe sie zu erheblichen Leistungseinschränkungen. In einer über 40-seitigen Stellungnahme zum Kabinettsbeschluss fordert die Lebenshilfe eine in sich stimmige Gesetzgebung. Änderungen bei der Schulassistenz dürften nicht isoliert beschlossen werden, sondern müssten gemeinsam mit den für den Winter 2026 angekündigten Reformen der Eingliederungshilfe sowie den für 2027 vorgesehenen Strukturveränderungen in der Kinder- und Jugendhilfe beraten werden. Zudem verlangt die Lebenshilfe gemeinsame Anstrengungen von Bund und Ländern zur Schaffung inklusiver Schulen.

NRW informiert auf der Rehacare 2026 über Inklusion und Unterstützungsangebote

Silhouette von Düsseldorf mit Blick auf den Fernsehturm
Silhouette von Düsseldorf mit Blick auf den Fernsehturm
Foto: Peggy_Marco In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

DÜSSELDORF (kobinet)

Das Land Nordrhein-Westfalen präsentiert sich vom 23. bis 26. September 2026 auf der Rehacare in Düsseldorf mit einem Messestand (Halle 1, G52). Im Fokus stehen praxisnahe Beispiele zur barrierefreien Arbeitsplatzgestaltung sowie Beratungsangebote zu Inklusion, Barrierefreiheit und Unterstützungsmöglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit. Die Rehacare ist eine Fachmesse für Rehabilitation, Prävention, Integration und Pflege. Am Landesstand stellt sich NRW als Arbeitgeber und Ausbilder für Menschen mit Behinderung vor und informiert über die Umsetzung von Barrierefreiheit am Arbeitsplatz. Besucherinnen und Besucher können unter anderem alternative Eingabe- und Steuerungsmöglichkeiten von Computern sowie barrierefreies Gaming ausprobieren. Die Landeskoordination Wohnberatung NRW bietet per Virtual-Reality-Brille Einblicke in eine altersgerechte Modellwohnung und informiert über barrierefreie Wohnraumgestaltung. Rangerinnen und Ranger des Nationalparks Eifel stellen barrierefreie Naturzugänge vor. Das Team des Internetportals Pflegewegweiser NRW erklärt, wie Beratungsangebote leicht auffindbar sind. Expertinnen und Experten beantworten zudem Fragen zu Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und zur Inklusion in der Schule. Die Sozialstiftung NRW präsentiert ihre Förderschwerpunkte und Projektmöglichkeiten. Ergänzt wird das Angebot durch ein informatives Mitmach-Programm.

Weiterer Förderscheck für Werkstätten

Drei Frauen und drei Männer stehen in einem leeren Raum und halten eine blaue Tafel hoch, auf welcher die Fördersumme steht
Bei der symbolischen Förderscheckübergabe
Foto: StMAS/Nötel

MÜNCHEN (kobinet)

Die Werkstätten St. Joseph in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels bieten 140 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Nun wird die Werkstatt in einem zweiten Bauabschnitt modernisiert. Der Freistaat Bayern fördert dieses Bauvorhaben mit weiteren 2,2 Mio. Euro. Auch für den ersten Bauabschnitt der Werkstatt in Burgkunstadt hatte das Bayerische Sozialministerium 2024 einen Förderbescheid in Höhe von bis zu 2,9 Mio. Euro erteilt – damit wird die Werkstatt insgesamt mit bis zu 5,1 Mio. Euro gefördert. Mit der Modernisierung der Werkstatt in Burgkunstadt können 140 Arbeitsplätze an zeitgemäße Standards angepasst und damit die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten mit Behinderung wesentlich verbessert werden.

Haltung zeigen und Inklusion verteidigen: Ein Jahr Projekt Aktiv Teilhabe Gestalten

Mandy Müller
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Foto: fab

Kassel (kobinet)

Vor einem Jahr – am 1. Oktober 2025 – hat Mandy Müller beim Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) als Koordinatorin des Projektes „Aktiv Teilhabe gestalten“ angefangen. Seitdem geht es für sie um politische Selbstvertretung, Empowerment und die Frage, wie Menschen mit Behinderungen ihre eigenen Anliegen vor Ort selbst in die Hand nehmen können. Am 16. und 17. Oktober 2026 wird es für sie nun besonders spannend: Gemeinsam mit dem Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) organisiert Mandy Müller die Tagung „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen„, für die Anmeldungen noch möglich sind. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat Mandy Müller zum Einjährigen gefragt, was sie in diesem Jahr gelernt hat, was die Behindertenbewegung gerade braucht – und was sie noch vorhat.

Sonntag trifft IGEL: Starke Kinder, Starke Zukunft – wir sprechen zum Welttag der Kinder

Cover des IGEL-Podcast Sonntag trifft IGEL zu starken Kindern
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet)

„Starke Kinder, Starke Zukunft – wir sprechen zum Welttag der Kinder“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 20. September 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL-Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal über „Starke Kinder, starke Zukunft“ – und was Stärke wirklich bedeutet. Jennifer Sonntag, die in Sachsen-Anhalt lebt, schildert in diesem Podcast aber auch sehr persönlich, welche Ängste die politische Entwicklung bei ihr auslösen und warum sie dennoch weiter für Vielfalt, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt eintritt.

Mut, Können und Teamgeist an der Kletterwand

Junger Mann klettert in einer Halle an einer  Kletterwand herauf
Junger Mann klettert in einer Halle an einer Kletterwand herauf
Foto: SOD / Christian Seeling

HANNOVER (kobinet)

Special Olympics Niedersachsen veranstaltet Anerkennungswettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung. Dann sind Mut, Konzentration und sportliches Können gefragt, wenn morgen mehr als 30 Athletinnen und Athleten beim Kletterwettbewerb von Special Olympics Niedersachsen an den Start gehen. In Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) Landesverband Nord findet ein besonderer Wettbewerb für Menschen mit geistiger Behinderung statt, der von LOTTO Niedersachsen gesponsert wird. Der Wettbewerb ist ein Anerkennungswettbewerb und damit mehr als ein sportliches Kräftemessen: Die Athleten können sich mit ihren Leistungen für die Special Olympics Winterspiele 2028 qualifizieren. Entsprechend erfahren sind die Teilnehmer. Sie bringen bereits Klettererfahrung mit und werden an der Kletterwand ihr Können, ihren Mut und ihre Ausdauer unter Beweis stellen. Für die Athleten steht dabei nicht nur die sportliche Leistung im Mittelpunkt. Der Wettbewerb bietet auch Raum für Begegnung, Gemeinschaft und gelebte Inklusion.

Bei DanceAbility geht es um mehr als Tanz

Lucienne Mindermann mit einem Plakat
Lucienne Mindermann mit einem Plakat
Foto: privat

Trier (kobinet)

Je länger sich Lucienne Mindermann mit DanceAbility beschäftige, desto stärker merkt sie, dass es um mehr geht als um Tanz. Es geht für sie um die Frage, wie wir Angebote gestalten, wenn Menschen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen. Müssen sich einzelne Personen an bestehende Formen anpassen oder verändern wir die Form so, dass unterschiedliche Menschen von Anfang an darin vorkommen? Darüber und über ihre Erfahrungen mit der neu begonnenen Ausbildung zum DanceAbility Teacher berichtet Lucienne Mindermann in ihrem Beitrag für die kobinet-nachrichten.

Landesverband Bayern der Gehörlosen fordert eigene Stimme im Landesbehindertenrat

Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen

MÜNCHEN (kobinet)

Anlässlich des heutigen 9. Internationalen Tags der Gebärdensprachen fordert der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. eine strukturelle Vertretung der Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft im Bayerischen Landesbehindertenrat. Der Tag wird seit 2018 jährlich begangen und ist Teil der Internationalen Woche der Gehörlosen, die in diesem Jahr vom 21. bis 27. September stattfindet. Das Motto des Weltverbands der Gehörlosen (WFD) lautet 2026 „Declaring Deaf People’s Human Rights“ – die Menschenrechte gehörloser Menschen erklären. Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen, der WFD sein 75-jähriges Jubiläum.

Junge Talente treffen sich in Kiel zum Jugend-Länder-Cup 2026

Sportlerinnen in weißen und roten Sportdress, die sich auf den Wettkampf vorbereiten
Sportlerinnen beim Jugend-Laender-Cup
Foto: picture alliance / DBS

FRECHEN (kobinet)

Am kommenden Wochenende veranstaltet die Deutsche Behindertensportjugend (DBSJ) im Deutschen Behindertensportverband (DBS) vom 25. bis zum 28. September 2026 den 36. Jugend-Länder-Cup. Ausrichter ist der Rehabilitations- und Behinderten-Sportverband Schleswig-Holstein (RBSV S-H). In Kiel treten junge Para Sportlerinnen und Para Sportler aus den Landesverbänden des DBS in den Sportarten Para Leichtathletik, Para Schwimmen, Para Tischtennis sowie Para Judo beziehungsweise ID Judo gegeneinander an. Je nach Sportart gelten unterschiedliche Alters- und Startklassen. Der Jugend-Länder-Cup verbindet Wettbewerb und Leistungsentwicklung mit Begegnung, Fair Play und Gemeinschaft. Weitere Informationen sind dazu auf dieser Internetseite nachzulesen.

Neues Streetart-Kunstwerk an der Fassade der Begegnungsstätte des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein

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Foto: Susanne Göbel

Kiel (kobinet)

Pünktlich zum Internationalen Tag des weißen Stocks ist sie fertig: Am 15. Oktober 2026 feiert der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein die Neugestaltung der Fassade der Begegnungsstätte des Vereins in der Melanchthonstraße 31 in Kiel mit einem Nachbarschaftsfest. Um 13:00 Uhr wird die neue Fassade feierlich von Bürgermeister Gerwin Stöcken eingeweiht. Das Graffiti-Kunstwerk ist das Ergebnis eines Projektes, das von der Stadt Kiel über den Fonds „Gemeinsam Kiel Gestalten“ gefördert wurde. Im Anschluss öffnet die Begegnungsstätte bis 18:00 Uhr ihre Türen und der Verein und die Regionalgruppe Kiel stellen sich bei einem Nachbarschaftsfest mit buntem Programm vor. Mit dabei sind Expertinnen für Audiodeskription der Fassade, die Blickpunkt Auge Beratung, sowie weitere lokale Partner wie das Café Prinz Willy, die Resteritter und Radeln ohne Alter. Die Veranstaltung findet im Rahmen der „Woche des Sehens“ und anlässlich des Tags des weißen Stocks statt.

SoVD kritisiert Verpflegungsbudget von 6,77 Euro pro Tag in Pflegeheimen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen kritisiert, dass in Pflegeheimen des Landes täglich nur 6,77 Euro pro Person für Verpflegung veranschlagt werden. Dies gehe aus Zahlen der Schiedsstelle für die Pflegeversicherung hervor. Der Verband zweifelt an, dass mit diesem Betrag eine gesunde Ernährung möglich sei, und fordert von der Landesregierung sofortige Maßnahmen. Aktuell zahlen Pflegeheimbewohner in Niedersachsen durchschnittlich 857 Euro monatlich für Unterkunft und Verpflegung aus eigener Tasche. „Die Kosten werden für die Bewohner*innen nicht deutlich aufgeschlüsselt, so dass wenig Transparenz herrscht“, kritisiert Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD in Niedersachsen. Angesichts gestiegener Lebensmittelpreise sei fraglich, wie damit ein gesundes, frisches und altersgerechtes Essen angeboten werden solle.

Unterhalt für Pflegekinder steigt – Benachteiligung bei Elterngeld bleibt

Geldscheine
Geldscheine
Foto: Gerhard Bartz

BERLIN (kobinet)

Ab dem Jahr 2027 steigt der Unterhalt für Pflegekinder entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. Die Pauschalbeträge für die Vollzeitpflege (§§ 33, 39 SGB VIII) werden angepasst: Für den Lebensunterhalt eines Pflegekindes empfiehlt der Deutsche Verein je nach Alter zwischen 748 und 1100 Euro monatlich. Hinzu kommt ein Anerkennungsbetrag von 451 Euro für Pflege und Erziehung. Die Kosten für die Unfallversicherung werden voll übernommen, die für die Alterssicherung der Pflegeperson zur Hälfte. Trotz dieser Anpassung bleiben Pflegeeltern weiterhin vom Bundeselterngeld ausgeschlossen. Das Elterngeld kompensiert als Lohnersatzleistung Verdienstausfälle von Eltern, die ihre Berufstätigkeit für die Erziehung eines Kindes unterbrechen oder reduzieren. Der Koalitionsvertrag sieht jedoch die Einführung des Elterngeldes für Pflegeeltern vor. Seit 1979 dienen die Empfehlungen des Deutschen Vereins als Orientierung für die Festsetzung der Pauschalbeträge in der Vollzeitpflege. Sie tragen dazu bei, die finanziellen Rahmenbedingungen der Pflegekinderhilfe zu vereinheitlichen und an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten anzupassen.

BeB wählt stellvertretende Vorsitzenden

Logo des BeB
Logo des BeB
Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe

BERLIN (kobinet)

Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat im Rahmen der konstituierenden Sitzung seines neu gewählten Vorstands Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Die Wahl erfolgte am 21. September 2026 in Berlin unmittelbar nach der Mitgliederversammlung, auf der der gesamte Vorstand für eine vierjährige Amtsperiode neu bestimmt wurde. Gemeinsam mit dem neuen Vorsitzenden Dr. Christian Geyer werden Abuchater-Bier und Mäueler-Görke die strategische und politische Arbeit des Verbandes mitgestalten. Dr. Christian Geyer, Vorsitzender des BeB, erklärte: „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit Nadja Abuchater-Bier und Tina Mäueler-Görke in ihren neuen Funktionen. Beide verfügen über große fachliche Expertise, langjährige Erfahrung und ein starkes Engagement für die Interessen von Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Gemeinsam werden wir die sozialpolitische Arbeit des BeB weiter stärken und die Zukunft unseres Verbandes gestalten.“ Der BeB vertritt bundesweit mehr als 900 Einrichtungen und Dienste der Eingliederungshilfe, Sozialpsychiatrie sowie Hilfen für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.

Sozialer Kahlschlag verschärft Vertrauensverlust

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Sozialverband VdK warnt vor den Folgen der Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. „Die AfD als stärkste Kraft in Mecklenburg-Vorpommern ist nach der Wahl in Sachsen-Anhalt das nächste Alarmsignal“, erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Wenn sich Menschen aus Frust einer Partei zuwenden, die in mehreren ostdeutschen Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, sei das dramatisch. Die Antwort darauf dürfe nicht sein, den Sozialstaat weiter zurückzubauen. Die Bundesregierung müsse ihre Politik des sozialen Kahlschlags ändern, damit extreme Parteien nicht noch mehr Zulauf bekämen.

Nationalpark Eifel zeigt barrierefreie Naturerlebnisangebote auf der Rehacare

Hell erleuchrtetet quadraatischer Stand einer Messe mit Ständen sowie vielen Besucherinnen und Besuchern
Der Nationalpark präsentiert in Düsseldorf bei der Rehacare unter dem Dach der Landesregierung seine barrierefreien Naturerlebnisangebote.
Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/T. Wiesen

SCHLEIDEN / DÜSSELDORF (kobinet)

Der Nationalpark Eifel präsentiert vom 23. bis 26. September 2026 auf der internationalen Fachmesse Rehacare in Düsseldorf seine barrierefreien Angebote zum Naturerleben. Am Gemeinschaftsstand der Landesregierung Nordrhein-Westfalen (Halle 1, Stand G52) informieren die Ranger Klaus Leyendecker und Philipp Bischoff über die Angebote für Menschen mit und ohne Einschränkungen. Zu den vorgestellten Angeboten zählen unter anderem der Naturerkundungspfad „Der Wilde Weg“ sowie die von „Reisen für Alle“ zertifizierte barrierefreie Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Diese feiert in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Auf 2.000 Quadratmetern können Besucherinnen und Besucher den Nationalpark mit allen Sinnen erleben. Das Jubiläum wird am 24. und 25. Oktober 2026 mit einem Aktionswochenende im Nationalpark-Zentrum Eifel in Vogelsang gefeiert. „Die Rehacare bietet eine hervorragende Möglichkeit, bei den Zielgruppen auf die vielfältigen Angebote der barrierefreien Naturerlebnisregion Nationalpark Eifel aufmerksam zu machen“, sagte Tobias Wiesen, Koordinator für Barrierefreiheit in der Nationalparkverwaltung Eifel.

Junge Aktivistin Marlene Krubner neue Vorsitzende der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich

Bild von Marlene Krubner mit Logo von SLIÖ
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Foto: SLIÖ

Wien (kobinet)

Auch in Österreich schreitet der Generationenwechsel in der Selbstbestimmt Leben Bewegung behinderter Menschen voran. Mit Marlene Krubner übernimmt eine junge Aktivistin den Vorsitz der Selbstbestimmt Leben Initiativen Österreich (SLIÖ). Im Interview mit dem österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS spricht sie über Persönliche Assistenz, De-Institutionalisierung und die Frage, was echte Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen bedeutet und stellt klar: „Wir müssen segregierende Strukturen überwinden.“ Hierzu betonte die im April 2005 geborene Aktivistin, die nun die Nachfolge der langjährigen Vorsitzenden und Mitbegründerin der Dachorganisation Bernadette Feuerstein angetreten hat im Interview: „In Österreich existiert nach wie vor eine Parallelwelt für Menschen mit Behinderungen, oftmals in Einrichtungen der Behinderten’hilfe‘. Diese Segregation macht echte Selbstbestimmung unmöglich. Es ist ernüchternd, keinen einzelnen Bereich nennen zu können, weil es so viele Problemstellen gibt.“

Link zum BIZEPS-Interview mit Marlene Krubner

Diskussion auf der Rehacare: Künstliche Intelligenz (KI) – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?

Infozeichen
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Foto: Susanne Göbel

Düsseldorf (kobinet)

das Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben (KSL) Düsseldorf diskutiert am 25. September 2026 um 14.30 Uhr zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) – mehr Möglichkeiten zur Teilhabe?“ im Treffpunkt Rehacare in Halle 1 auf dem Düsseldorfer Messegelände. Gero Büskens und Katja Fellenberg vom KSL.Düsseldorf tauschen sich auf der Rehacare, der Fachmesse für Rehabilitation und Pflege, zu den Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz aus und zeigen praktische Beispiele. Im Anschluss laden Sie das Publikum zur Diskussion ein.

„Gerne möchten wir Sie auch auf unsere Themenkachel zum Thema „Künstliche Intelligenz und Inklusion“ aufmerksam machen: www.ksl-duesseldorf.de/de/themen/189/kuenstliche-intelligenz-ki-und-inklusion. Suchen Sie einen Experten zum Thema, sprechen Sie uns gerne an“, heißt es in der Presseinformation des KSL Düsseldorf.

Schuldnerberatung braucht Finanzierung

Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

STUTTGART (kobinet)

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg fordert Bund, Land und Kommunen auf, die Schuldnerberatung gemeinsam abzusichern. Anlass ist die geplante Einführung eines Rechtsanspruchs auf Schuldnerberatung durch das Schuldnerberatungsdienstegesetz (SchuBerDG). Ohne ausreichende Finanzierung sei ein solcher Anspruch ein „leeres Versprechen“, betont der Verband. Laut aktuellem Bericht der LIGA BW wurden 2024 in rund 70 Schuldnerberatungsstellen in Baden-Württemberg knapp 18.000 Menschen beraten. Nur die Hälfte erhielt innerhalb von drei Monaten einen Termin, bei knapp einem Drittel der Einrichtungen betrug die Wartezeit mehr als sechs Monate. Mit der europäischen Verbraucherkreditrichtlinie, die ab 2026 Banken und Kreditgeber verpflichtet, Kunden bei Zahlungsschwierigkeiten auf Schuldenberatung hinzuweisen, wird ein weiterer Anstieg der Nachfrage erwartet. Ohne Ausbau der Kapazitäten drohe das System zu kollabieren, warnt der Paritätische.

Lebenshilfe warnt vor AfD-Zuwachs und fordert inklusive Gesellschaft

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lebenshilfe
Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

BERLIN (kobinet)

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe zeigt sich besorgt über die deutlichen Stimmenzuwächse der AfD bei den Wahlen im September 2026. Ein zunehmender politischer Einfluss der Partei könnte nach Einschätzung des Verbands die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihren Familien beeinträchtigen. Der Verband appelliert daher an alle demokratischen Kräfte, sich klar zu Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt und einer inklusiven Gesellschaft zu bekennen. Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D., erklärt: „Die Politik der AfD steht für Ausgrenzung. Dem stellen wir ein klares Verständnis von Demokratie und Zusammenhalt entgegen: Jeder Mensch hat das Recht, selbstverständlich dazuzugehören und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Alle Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihre Familien gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Nachbarschaft. Sie können sich auf die Lebenshilfe verlassen. Wir stehen für Menschlichkeit und Vielfalt. Wir werden uns weiter für umfassende Teilhabe einsetzen.“ Mehr zur Haltung der Lebenshilfe gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Rechtsextremismus ist auf der Website des Verbands nachzulesen.

Dialogforum Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen in Dresden

Logo Aktion Mensch e. V.
Logo Aktion Mensch e. V.
Foto: Aktion Mensch e. V.

Dresden (kobinet)

„Dialogforum ‚Partizipation vor Ort: Teilhaben. Aushandeln. Verantwortung teilen'“, so lautet der Titel einer Veranstaltung zu der die Aktion Mensch im Rahmen ihrer Initiative Inklusion im Sozialraum für heute, den 21. September 2026, nach Dresden eingeladen hat und an der ca. 120 Menschen teilnehmen. „Echte Partizipation entsteht nicht von selbst — sie braucht Verständigung, Verantwortung und Menschen, die sie gemeinsam gestalten. Partizipation ist mehr als ein einzelnes Beteiligungsformat: Sie ist eine Voraussetzung für inklusive Sozialräume und zugleich mit hohen Erwartungen, unterschiedlichen Interessen und strukturellen Herausforderungen verbunden. Das Dialogforum bringt Führungs- und Fachkräfte, Selbstvertreter*innen aus kommunalen Strukturen sowie Gestalter*innen von Inklusion im Sozialraum zusammen. Es eröffnet fachliche Orientierung, macht Spannungsfelder partizipativer Praxis sichtbar und lädt ein, miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach wirksamer Teilhabe, nach der Gestaltung von Aushandlungsprozessen, nach Verantwortung, Entscheidung und Umsetzung — und nach dem Potenzial von Partizipation für gesellschaftliche Transformation und demokratischen Zusammenhalt“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung.

Link zu weiteren Informationen zur Inklusion im Sozialraum der Aktion Mensch

Link zur Ankündigung der Veranstaltung durch die Stadt Dresden

Herren verpassen Medaille bei Rollstuhlbasketball-WM

Zwei Rollstuhlbasketballer, davon einer im weißen Trikot mit dem Ball in der Hand, beim Spiel
Nico Dreimueller beim Rollstuhlbasketball
Foto: Steffie Wunderl

FRECHEN (kobinet)

Im Bronzefinale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaften in Ottawa (Kanada) unterlagen die deutschen Herren Großbritannien mit 56:67 (18:23, 29:45, 41:53). Platz vier ist trotz der verpassten Medaille das beste Abschneiden eines deutschen Herrenteams seit den ersten Weltmeisterschaften 1973 in Brüssel. Die deutschen Damen beenden die WM nach einem Sieg im abschließenden Spiel gegen Japan auf dem siebten Platz.

Leitlinien zur Prävention von Gewalt veröffentlicht: Menschen mit Behinderungen müssen sich sicher fühlen können

Sabine Bätzing-Lichtenthäler
Bätzing_Lichtenthäler_Sabine_2026
Foto: MASFFJ Rheinland-Pfalz

Mainz (kobinet)

Menschen mit Behinderungen sind überdurchschnittlich häufig von Gewalt betroffen. Gleichzeitig fehlen in Angeboten der Eingliederungshilfe vielfach noch nachhaltige Gewaltschutzstrukturen. Um die Prävention von Gewalt zu stärken, hat das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend Rheinland-Pfalz unter Beauftragung des Institutes für empirische Soziologie (IfeS) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Leitlinien zur Prävention von Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen erarbeitet. Diese sind nun veröffentlicht. „Menschen in unserer Gesellschaft sollen sich sicher fühlen können. Dies gilt in besonderem Maß für diejenigen, die in ihrem Alltag auf die Unterstützung durch andere Menschen angewiesen sind“, sagte die rheinland-pfälzische Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Was machen Verfahrenslots*innen in Hamburg? Jahresbericht 2025 veröffentlicht

Hamburger Rathaus
Hamburger Rathaus
Foto: www.hamburg.de

Hamburg (kobinet)

Am 10. Juni 2021 ist das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) in Kraft getreten. Es stellt verbindliche Weichen für die Zusammenführung der Zuständigkeit der Leistungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderung unter dem Dach der Kinder- und Jugendhilfe im SGB VIII. Für die Umsetzung dieses Prozesses sieht das KJSG einen Gesamtzeitraum von knapp sieben Jahren bis zum 01.01.2028 und drei grundsätzliche Stufen vor. Mit der zweiten Stufe des KJSG, die am 01.01.2024 in Kraft trat, wurde mit den Verfahrenslotsen nach § 10b SGB VIII ein neues Angebot für junge Menschen und deren Familien eingeführt. Was die Verfahrenslotsen genau machen, das ergibt sich u.a. aus dem Jahresbericht zur Tätigkeit der Hamburger Verfahrenslotsen im Jahr 2025. So erreichten im Berichtszeitraum 2025 die Verfahrenslotsinnen insgesamt 771 Anliegen, die sich unterschiedlich über die Bezirke verteilen.

Link zum Hamburger Jahresbericht für das Jahr 2025

Was uns bewegt – Behinderte Frauen zwischen Alltag, Politik und Selbstvertretung

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Kassel (kobinet)

„Was uns bewegt – Behinderte Frauen zwischen Alltag, Politik und Selbstvertretung“, so lautet der Titel einer Veranstaltung, die am 30. September 2026 um 19:00 Uhr im freiRaum des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) stattfindet. „Die Bewegung behinderter Frauen gibt es in Deutschland nunmehr seit 45 Jahren. Viele Themen wie Gewalt gegen behinderte Frauen, (Zwangs-)Sterilisationen, Leben mit eigenen Kindern, der barrierefreie Zugang zur Gynäkologin oder zu Anlaufstellen für Frauen, beschäftigen uns bis heute – Einiges können wir feiern, aber vieles muss noch erreicht werden. Welche Themen bewegen behinderte Frauen und Mädchen heute? Wie können wir uns (vor Ort) einbringen, damit unsere Interessen gut vertreten werden? Martina Puschke und Beatrice Gómez Barroso von der Politischen Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. geben einen Einblick in aktuelle politische Entwicklungen und schildern, was sie derzeit bewegt. Mit ihren Erfahrungen als ‚alte Häsin‘ und jüngere Aktive freuen sie sich über einen Austausch mit den Teilnehmer*innen des Abends und auf viele Ideen, wie und wo jede selbst aktiv werden kann“, heißt es u.a. in der Ankündigung der Veranstaltung des fab-Projekts ‚Aktiv Teilhabe gestalten‘, das von der Aktion Mensch gefördert wird.

Link zu weiteren Infos und anderen Veranstaltungen des fab in Kassel

Kinder in Deutschland wünschen sich Sicherheit, Schutz und faire Bildung – und fordern mehr Mitsprache

Zeichnung von  mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Zeichnung von mehreren Kindern verschiedner Hautfarbe in Kreisen
Foto: Pixabay/geralt

BERLIN (kobinet)

Kinder und Jugendliche in Deutschland wünschen sich nicht nur zum heutigen Weltkindertag vielfach mehr Sicherheit, einen besseren Schutz und Unterstützung sowie faire Bildungschancen für alle Kinder. Darüber hinaus ist ihnen wichtig, dass Erwachsene ihnen zuhören und sie bei Entscheidungen, die ihre Zukunft betreffen, beteiligt werden. Das zeigt ein bundesweites Stimmungsbild, das UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk zum heutigen Weltkindertag eingeholt haben. Die beiden großen Kinderrechtsorganisationen unterstreichen, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam in der Verantwortung sind, um Deutschland kinderfreundlicher und damit zukunftsfest zu machen. Sie hatten unter dem diesjährigen Weltkindertags-Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ zu einer Mitmachaktion aufgerufen.

Momentaufnahme 447

Drei Menschen sitzen gemeinsam auf einer Bank in den Bergen
Österreich. Matrei. Gottes Auge
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Von allen Geschenken, die uns eine weise Voraussicht gewährt, um das Leben völlig beglückend zu gestalten, ist Freundschaft das schönste.

Weltkindertag: VdK warnt vor Rückschritt bei inklusiver Kinder- und Jugendhilfe

Portrait von Verena Bentele
Portrait von Verena Bentele
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Anlässlich des Weltkindertags, der heute am 20. September 2026, begangen wird, fordert der Sozialverband VdK Nachbesserungen am Regierungsentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Der Entwurf weiche vom Ziel ab, für alle Kinder mit und ohne Behinderung eine gemeinsame Anlaufstelle zu schaffen. Stattdessen sei eine neue Schulunterstützung für Kinder mit Behinderung nur für einen Teil der Betroffenen vorgesehen, was die bestehende Ungleichbehandlung verschärfe.

DGB und VdK demonstrieren gegen soziale Kürzungen

Aufschrift
Artikelbild des VdK zum Protesttag zum Erhalt des Sozialstaates
Foto: Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.

FRANKFURT am Main (kobinet)

An dem bundesweiten Aktionstag des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) gegen den Abbau des Sozialstaats am 26. September finden auch Demonstrationen und Kundgebungen in Frankfurt und Erfurt statt – unterstützt vom VdK Hessen-Thüringen. Die geplanten Reformen des Sozialsystems und die in dem Zusammenhang vorgesehenen Kürzungen von Sozialleistungen führen auch bei den Mitgliedern des VdK zu großen, zum Teil existenziellen Sorgen. In diesem Sinne tritt auch der VdK Hessen-Thüringen am 26. September bei den Protest-Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Frankfurt und Erfurt für soziale Gerechtigkeit, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, gute Pflege und eine auskömmliche Alterssicherung ein. Einzelheiten zu diesen Veranstaltungen der Aktionstage sind im Internet nachzulesen.

Ringvorlesung: Inklusion unter Druck an der Alice Salomon Hochschule Berlin

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet)

„Inklusion unter Druck“, so lautet der Titel einer Ringvorlesung an der Alice Salomon Hochschule Berlin, die im Wintersemester 2026/2027 am 28. Oktober stattfindet und bei der alle Veranstaltungen in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht werden. „In vielen Ländern wird gerade die Uhr zurückgedreht, wenn es um die Rechte marginalisierter Menschen geht – darunter auch die von behinderten und chronisch kranken Menschen. Dabei geht es um keine kleine Minderheit: Fast acht Millionen Menschen, und damit rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, haben eine Schwerbehinderung. Dennoch stellen rechte und konservative Kräfte menschenrechtlich verankerte Teilhabe infrage. Sozialleistungen und das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen werden zu einem ‚Luxus‘ erklärt, den ‚wir‘ uns in Zeiten gesellschaftlicher Krisen nicht mehr leisten können. Zugleich wird Inklusion zunehmend umgedeutet zu einem Schlagwort für ‚Förderung in Sonderinstitutionen‘. Werkstätten und Förderschulen werden weiter ausgebaut. Die transformierende Kraft der Inklusion als Impulsgeber für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität gerät dabei aus dem Blick. Dabei wäre gerade jene Gesellschaft besonders krisenfest und resilient, die sich an Zielen der Inklusion wie Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und individueller Unterstützung für alle Mitglieder ausrichtet“, heißt es u.a. in der Ankündigung.

Link zu weiteren Infos und zu Hinweisen zu den einzelnen Veranstaltungen

Spannende Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin erwartet – Appell Demokratie stärken

Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen
Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen
Foto: Pixabay/ArtRose

Schwerin / Berlin (kobinet)

Im Vorfeld der am 20. September 2026 stattfindenden Wahlen für die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeichnen sich knappe Wahlergebnisse ab. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die derzeitige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die SPD kräftig auf die AfD aufholen, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bezüglich der Frage, wer zukünftig stärkste Fraktion im Landtag ist, abzeichnet. Die Grünen müssen dort um den Einzug in den Landtag bangen. In Berlin dürfte entscheidend sein, welche Mehrheiten zukünftig eine Regierungskoalition bilden können. Bei den letzten Umfragen liegt die LINKE vorne. So dürfte es wieder einmal eine Wahl sein, bei der jede Stimme zählt und der Wahlabend lang werden dürfte. Dass vor allem behinderte Menschen und ihre Angehörigen ihr Wahlrecht nutzen, die Demokratie stärken und sich mit ihrer Stimme Gehör verschaffen, hierzu haben verschiedene Organisationen aufgerufen, so hat beispielsweise die LIGA Selbstvertretung bereits vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Aufruf unter dem Motto „Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!“ gestartet.

Link zum Aufruf der LIGA Selbstvertretung

Lausitzer Seenland feiert Gesamtzertifizierung als barrierefreie Reiseregion

Gruppe von Männern und Frauen, darunter auch zwei Personen mit Rollstuhl vor einer gläseren Eingangshalle
Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit im Tourismus: Die Akteure des Netzwerks „Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ kamen beim Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode zusammen, um die Gesamtzertifizierung des Lausitzer Seenlandes als barrierefreie Reiseregion nach „Reisen für Alle“ zu feiern und den weiteren gemeinsamen Weg zu gestalten.
Foto: pics_by_fenja

KNAPPENRODE (kobinet)

Das Lausitzer Seenland hat seine Gesamtzertifizierung als barrierefreie Reiseregion nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ mit einem Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode gefeiert. Rund 50 Vertreter aus Tourismus, Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in der Region zu würdigen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach vorn zu blicken. Bereits im März 2026 war das Lausitzer Seenland offiziell als barrierefreie Reiseregion im Rahmen von „Reisen für Alle“ ausgezeichnet worden. Mit der feierlichen Veranstaltung wurde dieser Meilenstein nun gemeinsam mit den zahlreichen beteiligten Partnern und zertifizierten Betrieben gewürdigt.

Pflege braucht echte Reformen statt weiterer Belastungen

Logo des VDAB
Logo des VDAB
Foto: VDAB

MAGDEBURG (kobinet)

Auf der Bundesmitgliederversammlung des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB) standen in Magdeburg die aktuellen Herausforderungen der professionellen Pflege sowie die politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die geplanten Veränderungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz sowie die wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen der Pflege. Der VDAB betonte, dass die professionelle Pflege weiterhin unter erheblichem Druck stehe. Politische Reformen, wirtschaftliche Unsicherheiten und der anhaltende Personalmangel stellten Pflegeunternehmen vor große Herausforderungen. Notwendige Veränderungen dürften nicht zulasten einer verlässlichen Versorgung und der wirtschaftlichen Stabilität der Einrichtungen gehen. „Die Pflege braucht eine Reform, die ihren Namen verdient. Wir dürfen nicht den Fehler machen, finanzielle Probleme einfach zu verschieben oder Leistungen zu begrenzen. Wer die Pflege langfristig sichern will, muss die Einrichtungen wirtschaftlich stärken, für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen und gleichzeitig den Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen ermöglichen“, erklärte Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB.