Veröffentlicht am 08.06.2026 12:23 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
ABiD Logo Foto: ABiD
BERLIN (kobinet) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland (ABiD e.V.) warnt eindringlich vor den massiven negativen Folgen der geplanten Pflegereform des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Besonders der Wegfall der Verhinderungspflege durch vertraute Personen, die zusätzliche Belastung der ohnehin überlasteten Pflegedienste sowie Kürzungen bei Leistungen für pflegende Angehörige würden viele Betroffene in existenzielle Not bringen.
Veröffentlicht am 08.06.2026 09:34 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Dr. Karsten Lippmann in den Straßen seiner Heimatstadt Halberstadt Foto: Julia Bornkessel
BERLIN (kobinet) Auf der Jahresmitgliederversammlung in Berlin konnte der Vorsitzende des ABiD-Instituts Behinderung & Partizipation e.V. (IB&P), Dr. Karsten Lippmann eine erfolgreiche Bilanz ziehen. Auch die Tätigkeits- und Kassenberichte belegten eindrucksvoll eine solide und erfolgreiche Arbeit und zeugen von großem ehrenamtlichem Engagement des Vorstandes und der Mitglieder. In seinem Rechenschaftsbericht hatte sich Lippman zuvor zufrieden darüber gezeigt, dass es dem Institut gelungen sei, sich als zusätzliche und akademische Stimme innerhalb der Behindertenbewegung zu etablieren und als An-Institut gemeinsame Veranstaltungen mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin zu organisieren. Angesichts wachsender behindertenfeindlicher und rechtsextremistischer Tendenzen in der Gesellschaft sei dies auch nötig, so Lippmann weiter.
DÜSSELDORF (kobinet) Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken geplante „Pflegeneuordnungsgesetz“ ist aus Sicht des Sozialverbands VdK NRW ein massives Sparpaket zulasten von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen. Die geplanten Maßnahmen – darunter die Halbierung des Entlastungsbetrags für Pflegegrad 2 und 3 in den ersten drei Monaten, der komplette Wegfall des Entlastungsbetrags bei Pflegegrad 1, die Verschärfung der Pflegebegutachtung sowie die Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige um 30 Prozent – führen zu erheblichen Leistungskürzungen und erhöhen das Risiko von Pflegearmut dramatisch.
Veröffentlicht am 08.06.2026 09:12 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
gb Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
FRECHEN (kobinet) Projekte, die in Nordrhein-Westfalen darauf abzielen, Inklusion möglich zu machen, können noch gefördert werden. Bis zum 30. Juni 2026 können sich gemeinnützige Vereine, Einrichtungen und Initiativen weiterhin für die Förderinitiative „Gemeinsam vor Ort. Inklusion möglich machen“ der Gold-Kraemer-Stiftung bewerben. Mit insgesamt 50.000 Euro unterstützt diese Stiftung Projekte im Ruhrgebiet, die die Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärken und Inklusion vor Ort konkret voranbringen.
Veröffentlicht am 08.06.2026 07:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Transparent vor dem Reichstag gegen BGG-Reform Foto: AbilityWatch
Berlin (kobinet) Seit Jahren wird sie diskutiert, nun biegt die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und damit die Frage, ob und wie private Unternehmen als Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichtet werden, in die Zielgerade ein. Am 22. Juni 2026 findet von 15:00 bis 16:30 Uhr die öffentliche Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung im Ausschuss für Arbeit und Soziales statt. Für die Teilnahme an der Anhörung vor Ort ist eine Anmeldung bis 17. Juni 18:00 Uhr möglich. Die Anhörung wird auch auf www.bundestag.de mit Gebärdensprachdolmetschung übertragen und voraussichtlich wird es vor dem Reichstag eine Protestaktion geben. Denn der bisherige Gesetzentwurf der Bundesregierung hat nicht nur viele Lücken, sondern birgt bei der derzeitigen Formulierung die Gefahr, dass Unternehmen von sämtlichen Maßnahmen zur Barrierefreiheit und für angemessene Vorkehrungen ausgenommen werden, weil diese als „unverhältnismäßige Belastung“ definiert werden.
Veröffentlicht am 08.06.2026 07:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundestag Besprechungsraum Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) „Inklusion und Teilhabe – Keine Kürzung der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“, dieser Punkt steht heute am 8. Juni 2026 ab 13:00 Uhr auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages. Dabei geht es um die von Ulla Schmidt von der Bundesvereinigung Lebenshilfe gestartete und von vielen Verbänden unterstützte Petition an den Deutschen Bundestag mit dem entsprechenden Titel, die von 180.000 Menschen unterstützt wird. Ulla Schmidt sowie Ramona Günther, Selbstvertreterin mit Behinderung im Bundesvorstand der Lebenshilfe, haben dabei die Möglichkeit, vor den Abgeordneten darzulegen, warum die Sparpläne von Bund, Ländern und Kommunen eine massive Bedrohung für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind. Die Sitzung des Petitionsausschuss wird im Internet auf www.bundestag.de sowie im Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages live und ab 13:00 Uhr mit Gebärdensprachdolmetschung übertragen; im Anschluss wird die Aufzeichnung dauerhaft auf den Seiten des Bundestages im Internet zur Verfügung gestellt.
Veröffentlicht am 08.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Wittenberge (kobinet) „Lebensrealitäten und Systeme – Warum staatliche Strukturen an den Menschen vorbeiarbeiten – und wie ein Perspektivwechsel Lösungen eröffnet“, so lautet der Titel eines im Januar 2026 erschienenen Buches von Marcus Düring. „Dieses Buch untersucht, warum staatliche Strukturen in Deutschland zunehmend an den realen Lebenslagen der Menschen vorbeiarbeiten. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass soziale Sicherungssysteme, Verwaltungspraxis und institutionelle Zuständigkeiten häufig fragmentiert, bürokratisch und nur begrenzt lebensnah ausgestaltet sind. Dies führt sowohl auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger als auch innerhalb der Institutionen zu Überforderung, Ineffizienz und Vertrauensverlust. Auf Grundlage persönlicher Erfahrungsräume, systemischer Analyse und sozialpolitischer Einordnung werden zentrale Schwachstellen im Sozial-, Gesundheits-, Pflege-, Renten- und Verwaltungssystem herausgearbeitet. Dabei wird gezeigt, wie historisch gewachsene Zuständigkeitslogiken, sektorale Reformen und formalisierte Verfahren den Blick auf tatsächliche Lebensverläufe, Krisen und Übergänge verstellen“, heißt es u.a. in der Ankündigung des kostenfrei zugänglichen Buches.
Veröffentlicht am 08.06.2026 04:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo ForseA 300×89 Foto: ForseA
Hollenbach (kobinet) „Recht haben – aber auch Recht bekommen?“ So lautet der Titel eines Beitrags, den der Vorsitzende des Forum selbstbestimmter Assistnez behinderter Menschen (ForseA), Gerhard Bartz auf der Internetseite des Verbands veröffentlicht hat. „Ein Thema, das uns bereits vor Vereinsgründung – damals als Arbeitsgruppe unter dem Dach der ISL – beschäftigte, ist, Recht zu bekommen. Zum einen waren die Gesetze (damals noch im Wesentlichen das Bundessozialhilfegesetz) so komplex und handwerklich schlecht, unübersichtlich und sich zum Teil widersprechend geschrieben. Und zum anderen öffneten sie interpreta tionsfreudigen Kostenträgern Tür und Tor. Das hat sich bis heute nach den Umsetzungen in die Sozialgesetzbücher nicht geändert“, schreibt Gerhard Bartz in der Einleitung des Beitrags.
Veröffentlicht am 08.06.2026 04:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Prozent Foto: ht
Berlin (kobinet) In einer repräsentativen YouGov-Umfrage für den Sozialverband VdK sprachen sich drei Viertel (75 Prozent) der Befragten für eine Beibehaltung des abschlagsfreien Rentenzugangs ab 65 Jahren für besonders langjährig Versicherte aus. Noch deutlicher war die Zustimmung für Menschen mit einer Schwerbehinderung (78 Prozent). Die breite Akzeptanz für diese beiden vorgezogenen Rentenarten unterscheidet sich nach Informationen des VdK kaum nach Parteipräferenz, Geschlecht, Bildungsstand oder Region. Selbst bei den Jüngeren will noch mehr als jede zweite befragte Person diese Wege in die Rente offenhalten.
Veröffentlicht am 07.06.2026 23:38 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
auf eine behindertenpolitische Versuchung Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet) Wie krass oder zynisch wäre denn das, dies behindertenpolitisch zu fordern? Um einer die Bevölkerung auf Kriegstüchtigkeit trimmenden Regierungspolitik moralisch Druck zu machen.
Veröffentlicht am 07.06.2026 12:24 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des Buchs von Uwe Heineker zur Umsetzung der UN-BRK Foto: Uwe Heineker
Wehrheim (kobinet) „2031 Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruchs“, so lautet der Titel des im Juni 2026 erschienenen Buchs von Uwe Heineker, in dem sich dieser mit dem aktuellen Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in einigen Bereichen auseinandersetzt. „Bereits in den Jahren 2015 und 2023 wurde die Bundesrepublik Deutschland vom UN-Ausschuss in Genf für ihre ausgrenzenden Sonderwelten aufs Schärfste gerügt. Doch die deutsche Politik ignoriert und blockiert diese völkerrechtlichen Vorgaben bis heute beharrlich. Die Abschaffung von Sonderschulen, Heimen und ausbeuterischen Werkstätten wird verweigert. Dies ist ein eklatanter Bruch der Menschenrechte. Im Schlüsseljahr 2031 läuft nun die ultimative Frist der Vereinten Nationen ab: das Ende aller Ausreden ist da. Der Aktivist und Diplom-Sozialarbeiter Uwe Heineker liefert mit diesem Werk eine messerscharfe juristische und gesellschaftliche Anklage. Seine Kritik speist sich aus jahrzehntelangem Kampf an der Basis und seiner eigenen, tief bewegenden Biografie: Vom Gesundheitsamt einst als BILDUNGSUNFÄHIG abgestempelt, erkämpfte er sich einen prämierten Universitätsabschluss und prägte 1978 mit seiner historischen Kongressrede die autonome Behindertenbewegung“, heißt es u.a. in der Ankändigung des Buches auf Amazon.
Veröffentlicht am 07.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol DGS Gebärdensprache Foto: public domain
Berlin (kobinet) Das Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages überträgt am Montag, den 8. Juni 2026, ab 13 Uhr die öffentliche Sitzung des Petitionsausschusses zum Thema: „Keine Kürzungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung“ als zusätzlichen Livestream in Deutscher Gebärdensprache (DGS). Wie gewohnt werden die Debatten am Vormittag (Kernzeit) ab 9:00 Uhr am Donnerstag, 11. Juni 2026, und am Freitag, 12. Juni 2026, in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln (UT) live übertragen. Darauf hat der Deutsche Bundestag aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 07.06.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info schwarz Foto: Susanne Göbel
Marburg (kobinet) Am 9. Juni 2026 startet die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) als bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit oder Sehbehinderung eine neue Veranstaltungsreihe zum Austausch über technische Entwicklungen. Unter dem Motto „Barrierefreiheit im Praxis-Check“ soll vor allem Nutzenden von neuen technischen Lösungen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geboten werden. Natürlich sind auch alle anderen Interessierten eingeladen, sich aus erster Hand zu informieren, wie Technik im Alltag von Menschen mit Seheinschränkungen eingesetzt wird und wie gut die einzelnen Lösungen in der Praxis funktionieren. In der Auftaktveranstaltung am 9. Juni um 17 Uhr geht es um die „Meta-Brille von Ray-Ban“, wie es in der Ankündigung heißt.
Veröffentlicht am 06.06.2026 06:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ferda Ataman Foto: Sarah Eick
Berlin (kobinet) Die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, hat die Bundesregierung für die mangelnde Umsetzung der EU-Richtline zur Entgeltgleichheit in Deutschland kritisiert. „In kaum einem anderen europäischen Land verdienen Frauen im Vergleich zu Männern durchschnittlich weniger als bei uns. Das muss endlich korrigiert werden. Die Bundesregierung muss zu Frauenrechten und Lohngerechtigkeit stehen“, sagte Ferda Ataman. Bis zum 7. Juni 2026 muss Deutschland die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz in nationales Recht umsetzen. „Es gibt noch nicht einmal einen Kabinettsbeschluss. Damit riskiert die Bundesregierung erhebliche Strafzahlungen in einem Vertragsverletzungsverfahren wegen Untätigkeit“, sagte Ataman. Mit der EU-Entgelttransparenzrichtlinie sollen Frauen in Zukunft einfacher gleiches Entgelt für gleiche Arbeit einfordern können wie ihre Kollegen.
Veröffentlicht am 06.06.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Info blau Symbol Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) 2016 wurde beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) ein Innovationsfonds gesetzlich eingerichtet, der die Aufgabe hat, qualitative Fortentwicklungen der medizinischen Versorgung und besondere Projekte in den Bereichen Versorgungsforschung, Neue Versorgungsformen und medizinische Leitlinien zu unterstützen. Hier wirken die Patient*innenvertreter mit. Henry Spradau weist in seinem Beitrag für die kobinet-nachrichten auf ein Projekt für eine neue Versorgungsform zur frühen und regelmäßigen Erfassung, Diagnostik und Versorgung von Hörstörungen bei Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung hin.
Veröffentlicht am 05.06.2026 12:31 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
ISL Foto: ISL
Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) kritisiert den Entwurf für ein Pflegeneuordnungsgesetz (PNOG) scharf als einen weiteren Kahlschlag für Betroffene und keine Reform. Der Entwurf soll die Finanzlücke der Pflegeversicherung schließen. Bezahlen sollen das die Menschen, die Pflege brauchen und die Pflege leisten. Der Entwurf nennt sein Ziel selbst: Die Begutachtung soll so angepasst werden, dass die Zahl der Pflegebedürftigen langsamer steigt, heißt es vonseiten der ISL.
Veröffentlicht am 05.06.2026 06:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Bundestag Besprechungsraum Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet) Über 180.000 Menschen haben die Petition der Bundesvereinigung Lebenshilfe gegen Kürzungen bei der Eingliederungshilfe, die von vielen Verbänden unterstützt wird, unterzeichnet. Am 8. Juni 2026 gibt es deshalb eine öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, die auch online übertragen wird. Eingeladen sind Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe, sowie Ramona Günther, Selbstvertreterin mit Behinderung im Bundesvorstand der Lebenshilfe. Beide werden vor den Abgeordneten darlegen, warum die Sparpläne von Bund, Ländern und Kommunen eine massive Bedrohung für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sind. In Deutschland beziehen rund eine Million Menschen Eingliederungshilfe. Ihr Altersdurchschnitt liegt bei 34 Jahren. Eingliederungshilfe hat viele Gesichter. Es gibt sie zum Beispiel als Schulassistenz, Hilfe beim Wohnen, Unterstützung im Alltag oder bei der Arbeit, wie es in einer Presseinformation der Bundesvereinigung Lebenshilfe heißt.
Veröffentlicht am 05.06.2026 06:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Zeitzeuge Raul Krauthausen Foto: Raul Krauthausen
Dillingen (kobinet) Der Inklusionsaktivist Raul Krauthausen kommt am 8. Juni 2026 zu einer Lesung ins Foyer des Lokschuppens in Dillingen/Saar (Werderstr. 4 66763 Dillingen). Initiiert wurde die Veranstaltung vom in Dillingen ansässigen Verein OneSmile, unterstützt vom Projekt „Wir in Dillingen – gemeinsam teilhaben, miteinander leben, zusammen gestalten“ der Stadt Dillingen. Beginn ist um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Darauf hat Nico Mindermann, Netzwerkkoordinator „Inklusion vor Ort“ vom Amt für Soziales, Jugend und Senioren der Stadtverwaltung Dillingen/Saar, die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 05.06.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann Foto: Pressestelle des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales
Düsseldorf (kobinet) Das nordrhein-westfälische Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat mitgeteilt, dass die Landesregierung die Bürokratie für Einrichtungen, Kommunen und Aufsichtsbehörden innerhalb der Pflege und der Eingliederungshilfe abbauen und dadurch die Praxis vor Ort spürbar entlasten will. Hierzu werden Prüf-, Melde- und Dokumentationspflichten reduziert oder vereinheitlicht. Außerdem bekommen die Pflege- und Betreuungseinrichtungen mehr Flexibilität für die Gestaltung von bedarfsgerechten und wohnortnahen Angeboten. Das nordrhein-westfälische Kabinett hat am 2. Juni 2026 einen entsprechenden Entwurf zur Änderung des Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) beschlossen, der dies nach Informationen des Sozialministeriums ermöglichen soll.
Veröffentlicht am 05.06.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Holger Kiesel 1050×1575 Foto: Der Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung
Regensburg (kobinet) Der Bayerische Behindertenbeauftragte und die kommunalen Behindertenbeauftragten in Bayern zeigen sich angesichts der bekannt gewordenen Kürzungsvorschläge in der Eingliederungs- sowie Kinder- und Jugendhilfe zutiefst besorgt. Die diskutierten Maßnahmen bedrohen aus ihrer Sicht die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und stellen einen Angriff auf den sozialen Frieden dar. Der Behindertenbeauftragte des Landes Bayern, Holger Kiesel, erklärte dazu: „Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft. Als studierter Historiker fühle ich mich immer öfter auf sehr unangenehme Weise an dunkle Zeiten erinnert. Menschen mit Behinderung haben wieder Angst, dass man ihnen ihre Lebensgrundlage entzieht. Es geistern zahlreiche Kürzungsvorschläge herum, die einen massiven Angriff auf unseren Sozialstaat darstellen.“
Veröffentlicht am 04.06.2026 16:17 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: VdK Bayern
Berlin (kobinet) Der Entwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz wurde über die Medien veröffentlicht. Diesen kommentiert VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Die vorgelegte Pflegereform von Ministerin Warken erkennt an, dass die Situation pflegender Angehöriger nicht bleiben kann, wie sie ist. Da für eine gerechtere Finanzierung der Pflegeversicherung nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt wird, entlastet Frau Warken pflegende Angehörige nicht ausreichend. Vielmehr schränkt sie Entlastungen teilweise sogar ein. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes betonte dazu: „Anstelle einer grundlegenden Reform der Pflege kürzt die Bundesregierung zu Lasten pflegebedürftiger Menschen und ihrer Angehörigen sowie der Pflegeeinrichtungen und ihren Mitarbeitenden.“
Veröffentlicht am 04.06.2026 09:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Plakat zum Workshop mit Barbara Vieweg Foto: fab
Kassel (kobinet) Das Projekt Aktiv Teilhabe gestalten des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) bietet im Juni 2026 eine Reihe von Veranstaltungen an. Unter anderem steht am 20. Juni 2026 ein Workshop mit Barbara Vieweg vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit dem Titel „Einmischen, mitmischen und etwas verändern – Erfolgreich und mit Spaß“ auf dem Programm. In weiteren Veranstaltungen geht geht es um das Engagement junger Menschen mit Behinderungen und die Möglichkeiten konkret vor Ort etwas zu verändern.
Veröffentlicht am 04.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Podcast zur SightCity 2026 Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Frankfurt (kobinet) „Die SightCity 2026 in der Analyse“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Dabei geht es um das jährliche Feedback Gespräch von Sascha Lang, dem Macher des IGEL-Podcast, mit Christian Stahlberg vom Podcast Sight Views des BBSB. „Die SightCity 2026 ist vorbei – doch die Diskussionen, Innovationen und Eindrücke wirken nach. In der Episode 331 des IGEL Podcasts nimmt euch Inklusator Sascha Lang gemeinsam mit Christian Stahlberg vom Sightviews Podcast noch einmal mitten hinein in die größte Hilfsmittelmesse für blinde und sehbehinderte Menschen“, heißt es in der Ankündigung des Podcast.
Veröffentlicht am 04.06.2026 05:45 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen mit Schatten Foto: ht
Berlin (kobinet) Der Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen nimmt die im Jahr 2025 veröffentlichten Ergebnisse der Berliner Erhebung zu unregelmäßig beschulten Kindern mit Bestürzung und Nachdruck zur Kenntnis: 2.800 erfasste Fälle. Und eine ganze Legislaturperiode ohne strukturelle Verbesserung. Besonders alarmierend: Stand 2024 waren etwa 15 Prozent aller Kinder mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung oder Autismus von Nichtbeschulung oder verkürzter Beschulung betroffen, heißt es in einer Presseinformation des Landesbeirats.
Veröffentlicht am 04.06.2026 05:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
PRO RETINA Deutschland Foto: PRO RETINA Deutschland
Bonn (kobinet) Am 6. Juni ist Tag der Sehbehinderung. Aber was heißt es eigentlich, „sehbehindert“ zu sein? Obwohl rund 7,5 Millionen Menschen in Deutschland mit einer Netzhauterkrankung leben, die zur Erblindung führen kann, ist das Wissen über das Leben von Menschen mit einer Seheinschränkung gering. Das möchte PRO RETINA Deutschland anlässlich des bundesweiten Aktionstags ändern.
Veröffentlicht am 04.06.2026 04:50 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Oldenburg in Holstein (kobinet) Der Kreis Ostholstein lobt 2026 erstmals einen Inklusionspreis aus. Mit der Auszeichnung werden Projekte, Initiativen und Persönlichkeiten gewürdigt, die sich in besonderer Weise für ein inklusives Miteinander einsetzen und Barrieren abbauen. Der Preis richtet sich an Akteurinnen und Akteure, deren Kernaufgabe nicht die Eingliederungshilfe ist. Ausgezeichnet werden beispielhafte Maßnahmen aus den Bereichen Freizeit, Kultur, Sport, Mobilität, Wohnen, Arbeit und Bildung, die Teilhabe fördern und auf andere Bereiche übertragbar sein können. Darauf hat Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.
KÖLN (kobinet) Menschen, die sich ehrenamtlich in der Gemeindepsychiatrie engagieren, leisten einen wichtigen Beitrag gegen Isolation, Ausgrenzung und Stigmatisierung psychisch erkrankter Menschen. Zu diesem Ergebnis kommt das Projekt „EhrGeP – Ehrenamt in der Gemeindepsychiatrie“, dessen Ergebnisse jetzt vom Dachverband Gemeindepsychiatrie vorgestellt wurden. Im Rahmen des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts wurden bundesweit Leitungspersonen gemeindepsychiatrischer Organisationen sowie ehrenamtlich engagierte Menschen befragt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Ehrenamtliches Engagement ist in der Gemeindepsychiatrie weiterhin weit verbreitet und wird von den Beteiligten überwiegend als sehr positiv erlebt. Besonders bemerkenswert ist: Die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen erfolgt nicht aus wirtschaftlichen Gründen. Die befragten Einrichtungen betonen vielmehr den zwischenmenschlichen und gesellschaftlichen Nutzen. Ein umfangreicher Überblick über die Projektergebnisse steht auf der Website des Dachverbands Gemeindepsychiatrie zum Download bereit.
Veröffentlicht am 03.06.2026 06:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des advd Foto: advd
Berlin (kobinet) Der am 2. Juni 2026 veröffentlichte Jahresbericht der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) dokumentiert einen neuen Höchststand an Beratungsanfragen. Damit setzt sich ein Trend fort, der seit Jahren zu beobachten ist: Immer mehr Menschen wenden sich an die ADS, weil sie Diskriminierung erleben und Unterstützung suchen. Für den Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) ist diese Entwicklung ein deutliches Signal: Der Bedarf an Beratung und wirksamem Diskriminierungsschutz wächst kontinuierlich, während die zuständigen Strukturen seit Jahren nicht ausreichend gestärkt werden. „Immer mehr Menschen suchen Unterstützung bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und den zivilgesellschaftlichen Beratungsstellen. Gleichzeitig wachsen ihre Mittel nicht im gleichen Maße mit. Diese Schere geht zunehmend auf Kosten der Betroffenen und der Berater*innen,“ erklärte Eva Andrades, Geschäftsführerin des advd und forderte entsprechende Verbesserungen bei der anstehenden Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz.
Veröffentlicht am 03.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Grundgesetz Foto: omp
Berlin (kobinet) Am 1. Juni hat der Pride-Monat, in dem queeres Leben, Bedarfe und politische Forderungen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans* und intergeschlechtlichen, a_spec und weiteren queeren Menschen (LSBTIAQ*) sichtbarer werden, begonnen. Dazu erklärt Andre Lehmann aus dem Bundesvorstand des LSVD⁺ – Verband Queere Vielfalt: „Für uns steht der Pride-Month dieses Jahr im Zeichen der längst überfälligen Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes. Bei den CSDs, die in den kommenden Wochen in ganz Deutschland stattfinden, haben wir die Gelegenheit, geschlossen diese Community-Forderung sichtbar zu machen. Gemeinsam mit queeren Organisationen vor Ort, auf Landes- und auf Bundesebene werden wir deutlich machen, dass wir uns nicht länger vertrösten lasssen. Ab jetzt können mit unserem Mailing-Tool alle aktiv werden und die Abgeordneten des eigenen Wahlkreises direkt auf unser Anliegen ansprechen.“
Veröffentlicht am 03.06.2026 05:30 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des DBSV Foto: DBSV
Berlin (kobinet) Kochen ist ein selbstverständlicher Teil unseres Alltags. Trotzdem ist es gerade für viele ältere Menschen auf einmal mit dem Kochen vorbei – weil sie einen Sehverlust erfahren. Andere, die von Geburt an sehbehindert sind, fangen gar nicht erst mit dem Kochen an, weil es ihnen von wohlmeinenden Familienangehörigen abgenommen wird. Viele sehbehinderte und vor allem viele sehende Menschen können sich offenbar nicht vorstellen, Kochen mit einer Sehbehinderung funktioniert. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und seine Mitgliedsorganisationen machen deshalb anlässlich des Sehbehindertentages am 6. Juni 2026 mit Aktionen in ganz Deutschland darauf aufmerksam, dass Kochen sehr wohl auch mit einer Seheinschränkung möglich ist.
Veröffentlicht am 03.06.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo des Vereins Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit (bezev) Foto: bezev
Essen (kobinet) „Wie können Nichtregierungsorganisationen Inklusion systematisch in ihrer Auslandsarbeit verankern?“ Dieser Frage widmet sich das Online-Seminar „Wie können NGOs ihre Auslandsarbeit inklusiver gestalten?“, das am 2. Juli 2026 von 14:00 bis 16:30 Uhr online stattfindet. Angesichts globaler Entwicklungen, die Menschenrechte, Diversität und Inklusion zunehmend unter Druck setzen, sind Menschen mit Behinderungen besonders betroffen. Mit der Amman-Berlin-Declaration und den Ergebnissen des Global Disability Summit 2025 wurden internationale politische Verpflichtungen zur Förderung von Inklusion bekräftigt, heißt es in der Ankündigung der Online-Veranstaltung, die vom Verein Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit durchgeführt wird.
Veröffentlicht am 03.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Baden-Württenberg Foto: Gemeinfrei, public domain
Stuttgart (kobinet) Das niederschwellige Förderprogramm „Inklusionstaler“ soll mit einem Fördervolumen von 160.000 Euro in Baden-Württemberg landesweit die Teilhabe und das Empowerment von Menschen mit Behinderungen auf lokaler Ebene stärken. Dies gab Sozialminister Oliver Hildenbrand in Stuttgart bekannt. „Mit dem neuen Förderprogramm für Mikroprojekte möchten wir Menschen unterstützen, die sich vor Ort mit viel Engagement für mehr Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Ich freue mich sehr, dass wir damit konkrete Ideen und Projekte stärken können, die Inklusion im Alltag erlebbar machen“, so Hildenbrand.
Veröffentlicht am 02.06.2026 10:20 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ferda Ataman Foto: Sarah Eick
Berlin (kobinet) Im Jahr 2025 haben sich mehr von Diskriminierung betroffene Menschen an die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gewandt als je zuvor. Die Zahl der Beratungsanfragen stieg auf 13.067 Fälle, ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Am häufigsten waren mit 43 Prozent Anfragen zu rassistischer Diskriminierung (4.571). Der Anteil der Benachteiligungen wegen einer Behinderung oder einer chronischen Krankheit lag bei 27 Prozent und lag mit 3.015 Anfragen erstmals über 3.000. Diskriminierungen wegen des Geschlechts machten mit 2.407 Fällen etwa 22 Prozent der Anfragen aus. Die Anteile der übrigen Diskriminierungsmerkmale verteilen sich wie folgt: Altersdiskriminierung 12 Prozent, Religion und Weltanschauung rund 7 Prozent, sexuelle Identität rund 4 Prozent. Das sind die zentralen Ergebnisse des Jahresberichts 2025, den die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, heute am 2. Juni 2026 vorgestellt hat.
Veröffentlicht am 02.06.2026 09:26 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Prof. Dr. Sigrid Arnade Foto: H.-Günter Heiden
Wien (kobinet) „Die Medizinische Universität Wien veranstaltet jedes Semester Gender- und Diversity-Ringvorlesungen. Meine Kollegin Karoline Rumpfhuber von der Abteilung ‚Diversity, Equality and Inclusion‘ organsiert diese. Am Mittwoch, den 03.06.2026 von 17:00 Uhr bis 19:15 Uhr gibt es diesmal einen Onlinevortrag mit dem Titel: ‚Vom medizinischen zum menschenrechtlichen Modell von Behinderung: Bedeutung für ärztliches Handeln‘ von Prof.inDr.in Sigrid Arnade. Sie ist u.a. Sprecherin für #Gender & #Diversity bei der ISL – Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e. V.“ Auf diese Veranstaltung, für die eine Anmeldung per Mail noch möglich ist, hat Alexander Ahrens auf Facebook aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 02.06.2026 08:08 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Fragen sollen zu Antworten werden Foto: ht
Köln (kobinet) Wie oft wird in Medien über Produkte oder die geleistete Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen oder in sogenannten Sozialprojekten mit wohl klingenden Beiträgen berichtet, ohne dass erwähnt wird, dass die dort arbeitenden behinderten Menschen weit unter dem Mindestlohn arbeiten und dass dies nichts mit einer fairen Beschäftigung und Entlohnung zu tun hat. Seit der Sendung ZDF Royal mit Jan Böhmermann vom 8. Mai 2026 über die Ausbeutung behinderter Menschen in Werkstätten fragen mehr Menschen bei solchen meist unkritischen Berichten nach. So erging es auch dem WDR im Hinblick auf einen Bericht über die Produktion von Saunen in den Nordeifel-Werkstätten, woraufhin der Sender zurückrudern musste und den geringen Verdienst in der dortigen Werkstatt für behinderte Menschen und bei der Produktion der Saunen auf Facebook offengelegt hat.
Veröffentlicht am 02.06.2026 07:34 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
gb Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
Berlin (kobinet) Der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht heute am 2. Juni 2026 unter dem Titel „Wachsende Armut, schrumpfende Sicherheit“ seinen neuen Armutsbericht mit alarmierenden Befunden: Die soziale Spaltung in Deutschland verschärft sich. 13,3 Millionen Menschen leben in Armut, die Armutsquote steigt auf 16,1 Prozent. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen. Während Armut insgesamt zunimmt, verfestigt sie sich besonders bei Älteren, Frauen und Alleinerziehenden. „Wir sehen eine Gesellschaft, die sozial weiter auseinanderdriftet. Menschen spüren das. Jetzt immer neue Kürzungen zu diskutieren, schürt Angst und Unsicherheit. Das spielt Populisten und Extremisten in die Hände“, erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes.
Veröffentlicht am 02.06.2026 07:23 von Hartmut Smikac in der Kategorie Meinung
Cover des IGEL-Monatsrückblick auf Mai 2026 mit Ottmar Miles-Paul Foto: IGEL-Media
Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Reise von Tübingen nach Berlin. Überall wird Inklusion mit Füßen getreten.“ So hat Sascha Lang den Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Mai 2026 getitelt. Gemeinsam mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul blickt Sascha Lang in der neuesten Episode des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) auf einige Ereignisse und Themen, die die Behindertenpolitik im Mai 2026 bestimmt haben. Dabei geht es u.a. um die Aktionen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen, die Provinzposse um Boris Pallmer und ein Urteil des Bundesgerichtshof in Sachen Diskriminierung einer blinden Frau bei einer Rehamaßnahme.
Veröffentlicht am 02.06.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Hilfsmittel erhöhen Selbstständigkeit Foto: DBSV / A. Friese
RENDSBURG (kobinet) Anlässlich des deutschen Sehbehindertentages zeigen der Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein und die Regionalgruppe Rendsburg beim 3. Tag der Möglichkeiten am 06.Juni 2026 in Rendsburg was möglich ist, damit der Alltag kein Blindflug ist. Vorträge rund um das Thema Kochen, sowie Alltags- und Umwelthelfer und eine Mitmachausstellung mit 16 Fachausstellern zeigen Möglichkeiten auf. Da wird es dann darum gehen wie Mensch mit Sehbehinderung Produkte beim Einkaufen erkennen und Zutaten in der Küche zuverlässig finden sowie portionieren. Hier kann dann jeder lernen, was ein Milchwächter und die Becherküche ist. Zudem ist mehr über Unterstützungsmöglichkeiten zu erfahren, den Alltag wieder selbständiger zu gestalten. Den tag der Möglichkeiten gibt es am 06. Juni 2026 in der Zeit von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr im DEULA Bildungszentrum Rendsburg, das mit einem kostenlosen Shuttle ab Bahnhof Rendsburg zu erreichen wäre. Weitere Informationen und das Programm des Tages sind auf dieser Internetseite nachzulesen.
Veröffentlicht am 02.06.2026 06:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo der Bundesagentur für Arbeit Foto: BA
Nürnberg (kobinet) Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit behinderter Menschen auch im Mai 2026 erheblich zugenommen. Waren im Mai 2025 noch 184.015 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, waren es im Mai 2026 mit 189.959 gut 5.000 mehr. Im Vergleich zur Vorcoronazeit wird der massive Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen in den letzten Jahren besonders deutlich. Im Mai 2019 waren 155.131 schwerbehinderte Arbeislose in Deutschland gemeldet, also fast 35.000 weniger als heute. Dies geht aus den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zur Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen im Mai 2026 hervor.
Veröffentlicht am 02.06.2026 05:00 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
info schwarz Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet) „Die Berliner Register erfassen berlinweit extrem rechte und diskriminierende Vorfälle, um diese sichtbar zu machen und zivilgesellschaftliches Handeln dagegen zu stärken. Behindertenfeindlichkeit weist im Gegensatz zu anderen dokumentierten Diskriminierungsformen niedrige Vorfallzahlen auf: 149 Fälle hatten ein behindertenfeindliches Motiv, von insgesamt über 8.000 gesammelten Fällen im Jahr 2025. Im Jahr 2024 waren es noch 77 gewesen.“ So heißt es in einer aktuellen Veröffentlichung des Berliner Register. Und weiter heißt es: „Denn Menschen mit Behinderung finden für ihre Anliegen wenig Aufmerksamkeit, sind im Alltag mit gesellschaftlichen Barrieren konfrontiert und, wie der Paritätische Wohlfahrtsverband (DPWV 2026: Drohender Kahlschlag im Sozialen) aufzeigte, von sozialen Kürzungen besonders bedroht. Betroffene machen zum Teil die Erfahrung, dass ihre Erlebnisse nicht ernst genommen werden. Oder es fehlt die Information darüber, dass abwertende oder ausschließende Erlebnisse gemeldet werden können.“