Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)
In jedem Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen trüb und finster sein.
Berlin (kobinet)
In jedem Leben muss etwas Regen fallen. Manche Tage müssen trüb und finster sein.
FRECHEN (kobinet)
Bei den Weltmeisterschaften im Para Rudern in Amsterdam hat das deutsche Nationalteam die zweite Goldmedaille gewonnen. Einen Tag nach dem Überraschungserfolg von Jasmina Bier und Paul Umbach im PR2 Mixed-Zweier legten Kathrin Marchand und Valentin Luz nach und verteidigten ihren WM-Titel trotz eines schwierigen Rennens souverän. Damit ist das deutsche Erfolgs-Duo noch immer ungeschlagen. Auch von zeitlichen Verzögerungen und schwierigen Bedingungen haben sie sich nicht aus der Ruhe bringen lassen: Kathrin Marchand und Valentin Luz (RTHC Bayer Leverkusen und Frankfurter RG Germania) sind bei den Weltmeisterschaften im Para Rudern ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben ihren Titel im PR3 Mixed-Doppelzweier trotz Gegenwind und Regen souverän verteidigt
Berlin (kobinet)
Die im Bündnis „Zusammen für Demokratie“ zusammengeschlossenen Verbände wollen Personen und Einrichtungen, die von Rechtsextremen attackiert oder bedroht werden, gemeinsam unterstützen. Wer wegen seines Einsatzes für die Demokratie angegriffen wird, soll nicht allein bleiben. Das ist das Ziel einer Solidaritätsvereinbarung, die von mehr als 80 Verbänden unterstützt wird – darunter Gewerkschaften, die großen christlichen Kirchen, Sportverbände sowie zahlreiche Menschenrechts-, Sozial- und Umweltorganisationen. Nach Anschlägen auf Jugend- oder Kulturzentren, bei Hasskampagnen gegen Menschen, die sich öffentlich äußern, oder wenn ehrenamtlich Engagierte bedroht werden, wollen die Bündnismitglieder gemeinsam Unterstützung organisieren. Je nach Situation kann das etwa durch öffentliche Solidarität, rechtliche Hilfe oder finanzielle Unterstützung geschehen.
Berlin (kobinet)
Die Qualifikation steht im Lebenslauf, nicht im Display der Waage. Trotzdem machen hochgewichtige Menschen immer wieder die Erfahrung, dass nicht ihr Können, sondern ihr Gewicht im Vordergrund steht, auch wenn es für die Aufgaben überhaupt kein Faktor ist. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) soll genau solchen grundlosen Benachteiligungen einen Riegel vorschieben, doch bei Gewichtsdiskriminierung greift es nicht. Körpergewicht ist keine der in § 1 AGG genannten Diskriminierungskategorien. Eine Schutzlücke, die in der laufenden AGG-Reform geschlossen werden könnte. Deshalb bittet die Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung, die Petition des Bündnis AGG Reform Jetzt! mit dem Titel „Echter Schutz vor Diskriminierung – für ein wirksames Gleichbehandlungsgesetz“ zu unterzeichnen und andere darauf hinzuweisen.
Villmar – Weyer (kobinet)
Nachdem sich der Kolumnist Stephan Laux erfolgreich als Sportredakteur hervorgetan hat (er hat immerhin zielsicher den Fußballweltmeister 2026 vorausgesagt), versucht er sich jetzt auch als kultur- und bildungspolitischer Journalist.
Wohin soll das führen, wenn sich behinderte Menschen und selbst ernannte behindertenpolitische Aktivisten jetzt auch noch zur Kultur äußern, anstatt sich um ihre Sachen (Barrierefreiheit usw.) zu kümmern?
Lesen Sie selbst!
MÜNSTER (kobinet)
Anlässlich des 80. Geburtstags von Nordrhein-Westfalen am 30. und 31. August 2026 in Münster warnt das Netzwerk Frauen und Mädchen mit Behinderung/chronischer Erkrankung NRW vor geplanten Änderungen bei der Eingliederungshilfe. Besonders kritisch sieht der Verband die geplante Ausweitung des Poolings von Assistenzleistungen sowie die Überprüfung der Einkommens- und Vermögensanrechnung. Diese Vorschläge lösen bei vielen Frauen mit Behinderungen Sorgen um ihre berufliche Zukunft und wirtschaftliche Unabhängigkeit aus.
MAINZ (kobinet)
Kinderarmut zeigt sich nicht in Statistiken, sondern im Alltag von Familien, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen. Der Kinderschutzbund Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. hat deshalb die rheinland-pfälzischen Bundestagsabgeordneten von CDU, Grünen, Linken und SPD aufgefordert, die geplante Streichung des Sofortzuschlags für Familien im Kinderzuschlag in Höhe von 25 Euro monatlich nicht mitzutragen. Der Regelbedarf für ein Kind zwischen null und fünf Jahren liegt 2026 bei 357 Euro im Monat. Davon sind 117,15 Euro für Ernährung vorgesehen, umgerechnet 3,91 Euro am Tag. Für Bildung und Kultur bleiben 1,93 Euro im Monat übrig. Ein Betrag, in dem weder Buntstifte noch ein Buch oder ein Ausmalheft Platz finden.
Stade (kobinet)
Der Niedersächsische Inklusionsrat von Menschen mit Behinderungen (NIR) hat am 27. August 2026 in Stade im Rahmen seiner 60. Vollversammlung und gleichzeitig der Jubiläumsveranstaltung zum 30-jährigen Bestehen die Stader Erklärung zum inklusiven Katastrophenschutz in Niedersachsen verabschiedet. Darin fordert der NIR, die Belange von Menschen mit Behinderungen systematisch in die Planung, Vorbereitung und Bewältigung von Krisen- und Katastrophenlagen einzubeziehen.
Berlin (kobinet)
„Der Gedenkort-T4 erinnert am 4. September 2026 an die Opfer der ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus. Um 14:30 Uhr geht’s in der Tiergartenstraße 4 in Berlin los. Die Dolmetschung in Leichte Sprache und Deutsche Gebärdensprache (DGS) wird angeboten. Kommt vorbei und tut etwas gegen das Vergessen!“ Auf diese Veranstaltung hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) auf Facebook aufmerksam gemacht.
Fladungen (kobinet)
Warum ist unser Menschenbild so, wie es ist?
In meinem Essay „Ableismus jenseits der Systeme“ bin ich der Frage nachgegangen, ob sich die fortdauernde Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung tatsächlich aus einem bestimmten politischen oder wirtschaftlichen System erklären lässt. Der historische Vergleich macht eine solche Erklärung schwierig. Menschen mit Behinderung wurden in kapitalistischen Gesellschaften separiert, aber ebenso im Realsozialismus. Sie wurden unter konservativen, sozialdemokratischen und sozialistischen Regierungen in Sonderstrukturen verwiesen. Rechte Ideologien haben ihre Abwertung bis zum Äußersten radikalisiert. Aber sie haben sie nicht erfunden.
BERLIN / KATMANDU (kobinet)
Eine verheerende Flut aus Eis, Schlamm und Geröll hat im Norden Nepals ganze Dörfer zerstört und zahlreiche Menschenleben gefordert. Zu den Helfern gehört auch Handicap International (HI), gegenwärtig Nothilfemaßnahmen vorbereitet, um die betroffene Bevölkerung schnell zu unterstützen. Unter anderem wird mit Rollstühlen und Krücken sowie Hilfsgütern wie Decken, Kleidung, Küchenutensilien und Seife geholfen werden. Sie sollen zunächst an rund hundert besonders betroffene Haushalte verteilt werden. Besonders wichtig ist dabei, dass die Hilfe alle Menschen erreicht – auch Menschen mit Behinderung oder Ältere. „Unsere Nothilfe muss inklusiv sein. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen und andere besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen müssen von Anfang an mitgedacht und gezielt unterstützt werden“, Rajesh Chandra, Leiter des Nepal-Programms von Handicap International.
BERLIN / SAARBRÜCKEN (kobinet)
Das vom Landtag beschlossene „Gesetz zur verbesserten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland“ ist ein wichtiger Meilenstein. „Wir begrüßen, dass das Saarland sich mit dem neuen Gesetz vornimmt, nicht nur die öffentlich zugänglichen Bereiche der Dienstgebäude barrierefrei zu machen, sondern auch die nicht-öffentlichen Bereiche“, sagt Leander Palleit, Leiter der Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention des Deutschen Instituts für Menschenrechte. „Damit wird ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Barrierefreiheit von Arbeitsstätten unternommen, der sich bundesweit sehen lassen kann.“
BERLIN (kobinet)
Mit einer Petition beim Deutschen Bundestag hat Christian Sackmann, Vorsitzender des Werkstattrats der BruderhausDiakonie, Forderungen nach einer Reform des Entgeltsystems in Werkstätten Nachdruck verliehen. Werkstattbeschäftigte in Deutschland warten seit vielen Jahren auf eine spürbare und nachhaltige Verbesserung ihrer Einkommenssituation. Die BAG WfbM begrüßt Christian Sackmanns Initiative. Der Verband und seine Mitglieder setzen sich ebenfalls für ein auskömmliches, faires und nachvollziehbares Entgelt in Werkstätten ein. Die Petition von Christian Sackmann ist aus Sicht des Verbandes deshalb ein deutliches Zeichen, dass es endlich Entscheidungen auf politischer Ebene braucht – so wie im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD angekündigt. Mehr zur Petition zum Werkstattentgelt beim Deutschen Bundestag gestartet – BAG WfbM .
Berlin (kobinet)
„Das AGG schützt viele Menschen nur auf dem Papier“, so lautet der Titel eines Sharepics für die Kampagne zur Unterstützung der Petition für eine Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), die diesen Namen verdient hat. Weiter heißt es in Bezug auf die Petition zum bereits in der Beratung des Bundestages befindlichen Gesetzentwurfs der Bundesregierung vonseiten des Bündnis AGG Reform Jetzt!: „Nach 20 Jahren soll das AGG reformiert werden. Doch der aktuelle Gesetzentwurf reicht nicht aus. Deshalb müssen wir jetzt gemeinsam Druck machen. Für ein AGG, das Menschen wirklich schützt: Jetzt Petition unterschreiben!
MÜNCHEN (kobinet)
Der Bayerische Arbeitsmarktfonds (AMF) fördert zwei Projekte in Schwaben mit insgesamt rund 302.000 Euro. Dies gab Bayerns Arbeitsministerin Ulrike Scharf am 27. August 2026 bekannt. Die Projekte richten sich an Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf auf dem Arbeitsmarkt, darunter junge Erwachsene mit Startschwierigkeiten, Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund, Ältere, Frauen mit belastenden Lebensumständen, Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslose.
Husum (kobinet)
Für den langjährigen Streiter für die Rechte behinderter Menschen, Christian Judith, ist es gerade in Zeiten, in denen der Rechtsruck in Deutschland gerade auch für behinderte Menschen bedrohlich ist, wichtig, Flagge zu zeigen. „Flagge zu zeigen für Vielfalt und Toleranz“, wie es der Nutzer eines Dreirads in seinem auf Instagram veröffentlichten Video zum Ausdruck bringt. Am 23. August 2026 war Christian Judith mittendrin dabei beim Christopher Street Day in Husum und schwenkte dabei auch kräftig die Krüppel gegen Rechts Flagge. Christian Judith unterstützt den von Krüppel gegen Rechts mit getragenen Aufruf der LIGA Selbstvertretung „Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!“, der im Vorfeld der im September 2026 anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie der Wahlen in Berlin und der Kommunalwahlen in Niedersachsen veröffentlicht wurde.
Staufen (kobinet)
Ist Ulrich Schneider, der langjährige Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbands (alias Gesamtverband), er leitete diesen von 1999 bis 2024 und ist seither als engagierter Publizist für die Interessen und Anliegen aller gesellschaftlich Benachteiligten in diesem Land unterwegs.
Berlin (kobinet)
Anlässlich der am 27. August 2026 veröffentlichten RKI-Zahlen zu Hitzetoten und der Ergebnisse der Kabinettsklausur der Bundesregierung am 25. und 26. August äußerte sich Katja Kipping, Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes. Demnach starben bis zum 16. August 15.800 Menschen an Hitze – mehr als in jedem vollständigen Vorjahr.
Düsseldorf (kobinet)
Vier Selbsthilfeverbände haben am 27. August 2026 eine gemeinsame Argumentationshilfe zur Schulbegleitung veröffentlicht. Die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE), die BAG SELBSTHILFE, der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) und das Kindernetzwerk reagieren damit auf die zunehmende Umstellung individueller Schulbegleitungen auf gepoolte Modelle (Pooling) zum Schuljahresbeginn. In einigen Fällen sei diese bereits vollzogen worden, ohne zuvor zu prüfen, ob der individuelle Unterstützungsbedarf der Kinder damit abgedeckt werde, kritisieren die Verbände.
HANNOVER (kobinet)
Seit dem 1. Juli 2026 begleitet Un-Label im Rahmen der dritten und vorerst letzten Runde des bundesweiten Qualifizierungsprogramms Access Maker das Rheinische Landestheater Neuss, das THEATER DER JUNGEN WELT Leipzig und das Staatstheater Regensburg. Über ein Jahr erhalten die Häuser ein Qualifizierungsprogramm aus Fortbildungen, Strategieberatung und individuellem Mentoring durch Expert*innen mit unterschiedlichen Behinderungsperspektiven und Fachleute der inklusiven Kulturarbeit. Ziel ist es, Inklusion in den Bereichen Programm, Personal, Publikum, PR und Partnerschaften dauerhaft in den Organisationen zu verankern.
HANNOVER (kobinet)
Laut dem am 26. August 2026 vorgestellten niedersächsischen Demokratie-Monitor der Georg-August-Universität unterstützen zwar 93 Prozent der Bürgerinnen und Bürger die Demokratie als Staatsform, doch das Vertrauen in Politiker ist gesunken. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Niedersachsen sieht darin einen Handlungsauftrag für SPD, Grüne und CDU im Landtag.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der am 26. August 2026 veröffentlichten Zahlen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) und der geplanten Wohngeldkürzungen hat der Paritätische Gesamtverband die Bundesregierung vor einer Verschärfung der sozialen Lage gewarnt. Die Wohnungslosigkeit nehme zu, und immer mehr ältere Menschen seien betroffen, erklärte Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes. „Das allein ist schon ein Alarmsignal.“
MÜNCHEN (kobinet)
Nach Ende der Bewerbungsfrist für die Ausrichtung der Special Olympics Sommerspiele in Bayern 2029 hat Bayerns Inklusionsministerin Ulrike Scharf mitgeteilt, dass sich Bamberg und Erding um die Ausrichtung bewerben. Die nächsten Special Olympics Winterspiele finden vom 18. bis 21. Januar 2027 in Sonthofen und den umliegenden Hörnerdörfern statt. Am letzten Tag der Winterspiele wird die Fahne der Special Olympics feierlich an die Austragungskommune der nächsten Sommerspiele in Bayern im Jahr 2029 weitergereicht. Die Bewerbung nimmt die Ministerin zum Anlass, Kommunen, Vereine und Bildungseinrichtungen aufzurufen, dem Vorbild von Bamberg und Erding zu folgen: „Nutzen Sie Sport als Brücke zur Inklusion. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, stärkt das Netzwerk der Sportfamilie von Special Olympics und gibt Menschen mit einer Behinderung und einer geistigen Beeinträchtigung die Chance, ihr Bestes zu geben – nach dem Motto der Special Olympics: Lasst mich gewinnen. Und wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben.“
Karlsruhe (kobinet)
„Erleichterungen für Blinde und Sehbehinderte bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte“, so lautet der Titel einer Petition, die in das Petitionsportal des Deutschen Bundestages eingestellt wurde und noch bis zum 22. September 2026 mitgezeichnet werden kann. „Mit der Petition werden Erleichterungen für Blinde und Sehbehinderte bei der Erledigung ihrer Bankgeschäfte mithilfe einer bedienungsfreundlicheren und barrierefreien Ausstattung an Geldautomaten der Banken gefordert. Insbesondere wird um eine gleichgerichtete, vorderseitige und richtungsorientierte – vor allem unkomplizierte – Ausgabe des Geldes gebeten“, heißt es im Text zur Petition.
Berlin (kobinet)
Ein neues Literaturprojekt in Berlin bringt Autor*innen, Übersetzer*innen und Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringer Literalität zusammen. Ziel ist es, Literatur verständlicher zu machen ohne dass sie an künstlerischer Qualität verliert. Das Projekt „Literaturküche“ startet mit zwei Werkstätten und zwei öffentlichen Veranstaltungen. Rund 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben Schwierigkeiten, komplexe Texte zu lesen. Das zeigt die LEO-Studie aus dem Jahr 2018. Gleichzeitig hat laut der UN-Behindertenrechtskonvention jeder Mensch das Recht, am kulturellen Leben teilzuhaben – auch an Literatur. Genau hier setzt die „Literaturküche“ an: mit Raum für Experimente rund um inklusive Literatur, in dem gemeinsam erforscht wird, wie Literatur für Menschen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen und Lernvoraussetzungen zugänglich gestaltet werden kann.
Berlin (kobinet)
Zum gemeinsamen Verbringen des Wahlabend am 20. September 2026 lädt die Selbstbestimmt Leben Bürogemeinschaft für Sonntag, den 20. September 2026, ab 16:00 Uhr in die Zimmerstraße 26/27, Eingang C, 2. OG in 10969 Berlin ein. „Wir wollen uns gemeinsam die Wahlergebnisse der Berliner Abgeordnetenhauswahl sowie der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern anschauen. Uns ist wichtig, an diesem Abend nicht allein zu sein. Wir möchten schon vor den ersten Ergebnissen Zeit haben, miteinander ins Gespräch zu kommen, uns auszutauschen und gemeinsam auf den Wahlabend zu schauen. Auch während und nach den Ergebnissen möchten wir miteinander diskutieren, Gedanken teilen und füreinander da sein. Wir möchten es uns dabei gemütlich machen. Bringt deshalb gerne ein paar Snacks zum Teilen und vielleicht das eine oder andere Getränk mit. Für Wasser und Kaffee ist gesorgt. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden“, heißt es in der Ankündigung.
BERLIN (kobinet)
Wenn junge Menschen mit Behinderung von echter Arbeit und echter Teilhabe träumen und jenseits von Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten möchten, dann müssen sie um Inklusion und Gleichberechtigung kämpfen. Wie Arbeit ohne Barrieren gelingen kann, das diskutiert und zeigt ein Bericht der ARD.
DÜSSELDORF (kobinet)
Wissenschaftliche Studie belegt, dass Eltern behinderter Kinder Inklusion wünschen, aber kein gutes Angebot für ihre Kinder vorfinden. So entsprechen auch die hohen Anmeldezahlen an Förderschulen in Nordrhein-Westfalen dem Elternwillen. Das hat eine wissenschaftliche Befragung des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMR) jetzt auch mit einer Sonderauswertung für NRW ergeben. An der Befragung haben 2.315 Sorgeberechtigte im Land teilgenommen (bundesweit rund 7.500). Demnach lehnen rund 81 Prozent der Eltern schulpflichtiger Kinder mit Behinderungen in Nordrhein-Westfalen eine getrennte Beschulung von Kindern mit Förderbedarf ab.
Berlin (kobinet)
Der Sozialverband VdK Saarland begrüßt die von der CDU- und SPD-Fraktion im Sozialausschuss ausgearbeiteten Änderungen am Gesetz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland. Der Landtag berät das Gesetz heute, am 26. August 2026, in zweiter Lesung.
Berlin (kobinet)
Eine repräsentative YouGov-Umfrage des Sozialverbands VdK vom 24. bis 27. Juli 2026 zeigt, dass eine geplante Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag gegenteilige Effekte haben könnte. 60 Prozent der Beschäftigten würden ihr Verhalten nicht ändern, 14 Prozent würden eher krank zur Arbeit gehen, um Arztbesuche zu vermeiden, und 21 Prozent würden sich vorsorglich länger krankschreiben lassen.
Berlin (kobinet)
Maximiliane Bogner hat seit Jahren Migräne. Dies sieht man ihr nicht an und es ist nicht immer einfach, Verständnis von den Menschen im Umfeld zu erhalten. Deswegen hat sie einen Text geschrieben, der ihre Erfahrungen und ihr Erleben für ihr Umfeld zusammenfasst und im November 2023 in den kobinet-nachrichten veröffentlicht wurde. Die kobinet-nachrichten veröffentlichen nun dank der Vermittlung von Emine Kalali von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) einen Nachfolgetext mit dem Titel „Was Migräne für mich bedeutet – Retrospektive auf den gleichnamigen Text von vor drei Jahren“ von Maximiliane Bogner, um mehr Aufmerksamkeit für nicht sichtbare Behinderungen und chronische Erkrankungen zu schaffen.
Bonn (kobinet)
Sechs von zehn Menschen mit Behinderung haben in den letzten fünf Jahren in unterschiedlichen Alltagssituationen Diskriminierung erlebt, etwa doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Damit hat sich die Situation von Menschen mit Behinderung in Bezug auf ihre Diskriminierungserfahrungen im Vergleich zur Vorjahresbefragung nicht verbessert – sie bleibt weiterhin besorgniserregend. So verwundert nicht, dass 76 Prozent der Meinung sind: In Deutschland wird nicht genug gegen Diskriminierung getan. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Online-Umfrage, die die Aktion Mensch am 25. August 2026 veröffentlicht hat.
Staufen (kobinet)
Ein sehr besonderes Feature zu „Inklusion in Indien“
Potsdam (kobinet)
Menschen mit Behinderungen haben im Land Brandenburg wieder einen direkten Ansprechpartner auf Landesebene. Das Kabinett folgte in seiner Sitzung vom 25. August 2026 einem Vorschlag des brandenburgischen Sozialministers René Wilke, der sich bereits abgezeichnet hatte und von einer Reihe von behinderten Menschen kritisiert wurde, und ernannte Norman Asmus zum neuen Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Er folgt damit auf Janny Armbruster, die diese Funktion bis Mitte vergangenen Jahres ausübte. Seitdem war der Posten vakant. Asmus nimmt sein neues Amt künftig zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Landesseniorenbeauftragter wahr. Der 52-Jährige arbeitet bereits seit 30 Jahren in unterschiedlichen Bereichen des Sozialministeriums in Brandenburg, wie dieses per Presseinformation mitteilte.
Wien (kobinet)
„In Deutschland arbeiten rund 300.000 Menschen mit Behinderung in speziellen Werkstätten (WfbM – Werkstätten für behinderte Menschen). Doch die Entlohnung dort sorgt zunehmend für Kritik und rechtliche Auseinandersetzungen.“ So heißt es in einem Beitrag des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Mit dem Titel „Kampf um den Mindestlohn: Gerechtigkeit für Deutschlands Werkstattbeschäftigte“ zeigt der Beitrag auf, dass die in Deutschland geführte Diskussion um den Mindestlohn in Werkstätten und zu Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen werden. So hat beispielsweise der britische Sender BBC schon berichtet und auch der Ausschuss der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat eine klare Meinung zum deutschen Werkstättensystems und den dort herrschenden Bedingungen.
Hannover (kobinet)
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen begrüßt die Pläne des Landes, vier stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren, mahnt jedoch gleichzeitig dringende Verbesserungen im bestehenden ÖPNV an. Die Reaktivierung sei ein Schritt zu sozial gerechterer Mobilität, besonders im ländlichen Raum, erklärte Dirk Swinke, Vorstandsvorsitzender des SoVD Niedersachsen, am 25. August 2026. Doch dies dürfe nicht zu einer Vernachlässigung des aktuellen Nahverkehrs führen.
München (kobinet)
„Die barrierefreie Toilette ist nur für Menschen mit Behinderung – oder?“ So lautet der Titel eines Beitrags des Magazin der Süddeutschen Zeitung vom 20. August 2026. „Unser Leser arbeitet in einem Konzerthaus. Die Schlangen vor den Toiletten sind oft lang, deshalb weichen Gäste ohne Behinderung auf das barrierefreie WC aus. Wie soll er damit umgehen?“ ist die Ausgangsfrage, auf die die Journalistin Johanna Adorjan so antwortet, dass Marta Berndorfer einen verärgerten Leserbrief darauf verfasst hat, den sie den kobinet-nachrichten mit dem Hinweis auf den Beitrag zur Veröffentlichung zugesandt hat.
Berlin (kobinet)
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat in einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ angekündigt, die geplante Kürzung der Rentenansprüche für pflegende Angehörige um 30 Prozent zurückzunehmen. Der Sozialverband VdK begrüßt dies als „wichtiges Signal“, mahnt jedoch eine verbindliche Finanzierungszusage an. VdK-Präsidentin Verena Bentele betonte: „Die Anerkennung der Leistung pflegender Angehöriger ist überfällig. Dass Minister Linnemann die Kritik an den geplanten Kürzungen aufgreift und so früh nach seinem Amtsantritt eine Korrektur angekündigt hat, ist ein positives Signal für viele Millionen Menschen.“ Gleichzeitig bleibe die Finanzierungsfrage offen, so Bentele. Linnemann habe lediglich von einem Spielraum gesprochen, den er prüfen wolle. Der VdK fordert eine verbindliche Klärung aus Steuermitteln, da es sich um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe handele.
Travemünde (kobinet)
Am 21. August 2026 wurde der neue barrierefreie Strandabschnitt auf der Travemünder Stadtseite am Strandzugang Treppe Nr. 7 vor dem ATLANTIC Grand Hotel offiziell eröffnet. Mit den umgesetzten Maßnahmen stärkt Travemünde die Inklusion im Tourismus und verbessert die Strandnutzung für Menschen mit Mobilitäts- und Seheinschränkungen. Für die Maßnahmen auf der Stadtseite und dem Priwall wurden insgesamt rund 150.000 Euro investiert. So heißt es in einer Presseinformation der Hansestadt Lübeck, auf die Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.
Berlin (kobinet)
Die Bundesvereinigung Lebenshilfe begrüßt den Vorstoß von Gesundheitsminister Carsten Linnemann, pflegenden Angehörigen die Rentenbeiträge nicht kürzen zu wollen. Dazu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Gesundheitsministerin: „Wir sind froh, dass Herr Linnemann den Vorschlag aus dem aktuellen Entwurf nicht übernehmen will. Eltern, die ihr Kind mit Behinderung über viele Jahre pflegen, dürfen dafür nicht auch noch bestraft werden. Meistens sind es die Mütter, die ihre Berufstätigkeit einschränken und zu Hause die Pflege übernehmen. Jetzt muss der Minister außerdem dafür sorgen, dass die Verhinderungspflege erhalten bleibt. Familien mit einem Angehörigen mit Unterstützungsbedarf haben einen sehr belastenden Alltag und brauchen auch mal eine Auszeit, in der sie die Pflege in vertrauenswürdige Hände geben können. Wenn diese Leistung – wie geplant – gestrichen wird, wäre das fatal.“