Foto: ht
Hamburg (kobinet)
Mit 56 Jahren lebt Petra in einem Pflegeheim, vor allem, weil die höheren Kosten der ambulanten Pflege im Vergleich zu der Pflegeeinrichtung nicht übernommen werden. „Mit 56 Jahren ist Petra hier noch sehr jung. Das durchschnittliche Eintrittsalter in Pflegeheimein liegt in Deutschland bei über 80 Jahren“, berichtet Caren Miosga in der am 26. Oktober um 20:15 Uhr in der ARD ausgestrahlten Dokumentation mit dem Titel „Pflegende Angehörige am Rande der Erschöpfung“. Im Dialog mit der an Multiple Sklerose erkrankten Frau wird deutlich, dass sie ganz andere Wünsche hat. Dort heißt es u.a. im Gespräch von Caren Miosga mit ihr: „Petra hat Probleme mit dem Sprechen, doch sie möchte uns, das wird schnell deutlich, unbedingt erzählen, wie es ihr geht in ihrem neuen Zuhause. ‚Wie fühlen Sie sich hier?‘ ‚Ich möchte nach Hause.‘ ‚Sie möchten nach Hause. In Ihre Wohnung?‘ ‚Leider geht das jetzt nicht mehr.‘ ‚Verstehen Sie, warum das nicht mehr geht?‘ ‚Finanziell.‘ ‚Wenn es finanziell ginge, wenn Sie sich das wünschen könnten, wie wäre das?‘ ‚Ich möchte nach Hause …'“ Auch wenn in dieser Sendung und der anschließenden Diskussion in hart aber fair die Situation der pflegenden Angehörigen im Mittelpunkt stand, machte diese Filmsequenz deutlich, was viele derjenigen, die „gepflegt“ bzw. unterstützt werden, anhand der zum Teil miserablen Situation in Deutschland empfinden und sich wünschen.




