Mehr als 2000 kamen zur Pride Parade

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Alt und jung kamen heute zur Pride Parade Berlin
Alt und jung kamen heute zur Pride Parade Berlin
Bild: sch

Berlin (kobinet) Mehr als 2000 Menschen zogen heute mit der Berliner Pride Parade verrückt und behindert vom Hermannplatz in Neukölln zum Kottbusser Tor in Kreuzberg. Sie wurden Randgruppen zugeteilt und als Mängelwesen gekennzeichnet, eingesperrt und Sonderbehandlungen unterzogen. "Doch wir sind sichtbar – hier, mitten im Zentrum", machten sie an diesem Tag deutlich. Seit Jahrzehnten kämpfen sie für Barrierefreiheit, Teilhabe und Assistenz, fordern Gleichbehandlung und Respekt.

In behindertenpolitischen Leitlinien und Maßnahmeplänen steht überall Inklusion, aber praktisch passiert nichts. Deshalb gehen sie wie vor einem Jahr wieder auf die Straße. Inklusion koste enorm viel Geld, hören sie aus Politik und Verwaltung. Sie müssten  noch etwas Geduld haben, bis die umfassend inklusive Gesellschaft Wirklichkeit wird ... "Wir sagen Nein! Wir warten nicht ab! Unser Leben findet hier und jetzt statt".

Glitzerkrücke für Behindertenwerkstatt

Die erstmals verliehene Glitzerkrücke der Pride Parade ging an die Behindertenwerkstatt Cuxhaven. Die im Südblock am Kottbusser Tor feiernden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Parade fanden es nicht so gut, dass in dieser Werkstatt für behinderte Menschen für die Rüstungsproduktion der Bundeswehr gearbeitet wird.

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